Nadelöhr-Höhle

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Höhlenportal
Diese Höhle in der Nähe von Bad Urach habe ich hier Nadelöhrhöhle genannt, weil man nur durch einen engen Schluf hinein gelangt.
Sie liegt in einer Höhe von 700 m über NN in sehr bröckeligem gebankten Kalkstein.
Der äußeren Grotte sieht man den beachtlichen Tropfstein- und Sinterschmuck gar nicht an, den es in der recht kleinen Höhle gibt (Länge ca. 20-30 m).
Tropfsteinvielfalt am Höhlenende
der enge Eingangsbereich (der Autor beim Verlassen der Höhle) Nachdem man den steilen Zugang gefunden und überwunden hat, glaubt man beim ersten Hinsehen nur einen kleinen Höhlenraum, fast eine Höhlenruine vor sich zu haben. Doch bei genauerer Betrachtung entdeckt man linkerhand den besagten engen Schluf.
Das Durchzwängen durch das "Nadelöhr" ist etwas mühsam. Gleich jetzt gilt es, trocken zu bleiben und das wassergefüllte Sinterbecken vorsichtig zu überwinden.
Unmittelbar hinter der engsten Stelle ist ein Eisen im Gestein verankert. Möglicherweise dient es im Winter dem Anbringen eines Hindernisses, um Fledermäusen einen ungestörten Winterschlaf zu verschaffen.
im ersten Raum, im Hintergrund der Eingangsschluf
Engstelle mit klobigem Sinter Die ersten beiden Räume sind wie die ganze Höhle nur 1,5 bis 2 m hoch und besitzen wenig Sinterschmuck. Der Boden ist meist mit Lehm bedeckt, unter welchem sich (zumindest stellenweise) eine mehrere Zentimeter starke Sinterschicht befindet. Diese kommt am Rand eines flachen Loches im zweiten Raum zum Vorschein. Bodenschichten
im zweiten Drittel der Höhle Das Loch wurde offensichtlich von Menschen gegraben, die es im Glauben an Heilkräfte auf die unter der Sinterschicht liegende pulvrige Bergmilch abgesehen hatten. imposante Tropfsteingruppe
Eine Anzahl von aus Wasserlachen ragenden Stalagmiten erschwert dem Höhlenforscher etwas die weitere Befahrung. Wohin man nun auch schaut, überall sind Tropfsteine oder Sinterfahnen. Wasser und Stalakmiten versperren den Weg
Blick in den hinteren Teil Im hinteren Teil der Höhle findet man mehrere schöne Tropfsteinsäulen, von denen die abgebildete wohl die außergewöhnlichste sein dürfte. der Dicke
abgebrochene Sinterröhrchen in Bodennähe Zum Schluß noch drei Beispiele für den faszinierenden Tropfstein- und Sinterschmuck dieser kleinen Höhle. Sinterschmuck
Leider sind die Spuren einiger rücksichtsloser Besucher nicht zu übersehen, wie die Stummel abgebrochener Sinterröhrchen zeigen. Auch größere Tropfsteine wurden in der Vergangenheit einfach abgeschlagen. Trotzdem ist noch recht viel von der ursprünglichen Schönheit dieser Höhle zu sehen.
letzte Änderung
12.8.2000
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