HOLLERHOF

       ....und deine Seele blüht auf
Tor aus Staudengarten   

                                                                                   
Kleine Hofgeschichte
    
  

1868 wird das Gehöft als ein frühes Beispiel für einen Aussiedlerhof gebaut. Die urspüngliche Hofstelle in der Dorfstraße war für einen modernen Vierseithof nicht groß genug. Damals entstanden das Wohnhaus, eine Scheune in Lehmfachwerktechnik und zwei seitliche Stallgebäude.
Um die Wende zum 20. Jahrhundert wird das Gehöft in zwei gleiche Teile geteilt.
1926 brennt die ursprüngliche Scheune ab und wird im gleichen Jahr als Ziegelbau neu errichtet. Die Jahreszahl über dem rechten Tor nimmt darauf bezug. Die Initialen EZ stehen für Ernst Zurth, den damaligen Besitzer.
    

Anfang der 1930er Jahre erfolgt am Westgiebel der Anbau eines Altenteils (Haustür und kleines Fenster). Um die Hofeinfahrt zu erhalten, werden Wohnhaus und Stallgebäude abgeschrägt.
Angesichts des Kollektivierungsdrucks in der Landwirtschaft anfang der 1950er Jahre geben die Besitzer den Hof auf. Danach dient der Hof 40 Jahre lang als Kindergarten. In dieser Zeit erfolgen folgende Umbauten: Plumpskloanlage (westliche Hofseite), Küchengebäude und Kohlenschuppen (östliche Hofseite), Aufgabe des gemeinsamen Eingangs und der Dachausbau (beides vorne).

Nach einer erfolgreichen Rückübertragung entschließen sich die Eigentümer zum Verkauf des Gehöfts. 1997 erwirbt der heutige Eigentümer den Hof, der zuvor 129 Jahre lang in Familieneigentum gewesen war.
Am 18. Juli 1998 wird der Hof auf den Namen  Hollerhof  getauft. Holler ist aus dem Süddeutschen abgeleitet und heißt Holunder. Nach vorchristlichem Glauben bringt der Holunder Glück und Segen auf einen Hof. Er war der Erdgöttin Holla geweiht und man sah in ihm den Wohnsitz der guten Hausgeister. Damals war der Holunder an der alten Feldsteinmauer rechts der Plumpskloanlage das einzige Gehölz im Hof.


Im Zuge der Modernisierung des Gehöfts werden im Jahr 2000 die Fenster erneuert. In den Jahren 2003 und 2007 werden auf dem Wohngebäude eine themische Solaranlage zur Warmwasserbereitung und auf der Scheune eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung in Betrieb genommen.



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letzte Aktualisierung: 18. Februar 2010