Angesichts des
Kollektivierungsdrucks in der Landwirtschaft anfang der 1950er Jahre
geben die Besitzer den Hof auf. Danach dient der Hof 40 Jahre lang als
Kindergarten. In dieser Zeit erfolgen folgende Umbauten:
Plumpskloanlage
(westliche Hofseite), Küchengebäude und
Kohlenschuppen (östliche Hofseite), Aufgabe des gemeinsamen
Eingangs und der Dachausbau (beides vorne).
Nach
einer erfolgreichen Rückübertragung entschließen sich
die Eigentümer zum Verkauf des Gehöfts. 1997 erwirbt der
heutige Eigentümer den Hof, der zuvor 129 Jahre lang in
Familieneigentum gewesen war.
Am 18. Juli
1998 wird der Hof auf den Namen Hollerhof getauft. Holler
ist aus dem Süddeutschen abgeleitet und heißt Holunder. Nach
vorchristlichem Glauben bringt der Holunder Glück und Segen auf
einen Hof. Er war der Erdgöttin Holla geweiht und man sah in ihm
den Wohnsitz der guten Hausgeister. Damals war der Holunder an der
alten Feldsteinmauer rechts der Plumpskloanlage das einzige
Gehölz im Hof.