02.12.07

There is Hope
Likhona ithemba



Abrechnungen gibts jetzt hier.  Die aktuellen Seiten sind im Moment 16, 17, 18 .

Der Anfang:

Angeregt durch einen Spiegel-Artikel ueber Krankheit und Armut  in Suedafrika schickte unser Freund Stefan aus Friedberg uns im Oktober '06 eine mail, er wolle gern helfen, aber er wisse nicht wie....ob wir vielleicht jemanden kennen. Wir setzten uns mit einer benachbarten Kirche in Verbindung und treffen den charismatischen Pastor Siphiwe Gumede. Er stellt uns wenige Tage spaeter einen klassischen Fall einer  betroffenen Familie vor. So wie diese Familie leben viele in dem Valley Molweni. An einem verregneten grauen Samstag im November besuchen wir die Familie. Der Raum, in dem die Familie lebt misst etwa 10 qm,  ein typischer Geruch zwischen verbranntem Paraffin und gestauter Naesse. Aus dem Dach tropft es aus zahlreichen Stellen. Es herrscht eine verlegene Stimmung.  Siphiwe stellt uns vor und erzaehlt der Mutter, mit welcher Absicht wir zu Besuch gekommen sind. Er fragt, was die Mutter sich wuenschen wuerde, wenn sie 3 Wuensche haette. Sie antwortet, ihr erster Wunsch sei, dass die beiden Toechter zur Schule gehen koennen. Sie habe kein Geld um die Schule zu bezahlen. Das Dach solle repariert werden und als drittes haette sie gern einen weiteren Wohnraum. Obwohl wir noch ueberhaupt keine finanziellen Mittel zur Verfuegung haben und es sich lediglich um ein "Vorstellungsgespraech" handelt, sagen wir sofort zu, dass die Maedchen zur Schule gehen sollen und dass wir in einem 'Quickfix' das Dach reparieren wuerden. Der weitere Wohnraum muss warten. Zum Abschied hinterlassen wir ein paar Lebensmittel. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs ernaehrt die Familie sich von einem 5kg Sack Bohnen.

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Der Anfang. Links der Pfarrer Siphiwe. Einer der Soehne, die beiden Toechter Lungi (12) und Kumbi (16), dann unsere beiden Toechter und Ingeborg.
Das Ganze kam mir da so armselig vor, wenn ich gekonnt haette, waere ich wieder gegangen.
Ein bischen zuviel Elend auf einmal.
Aber das Gespraech war sehr wichtig, um einen Anfang zu machen.
Die Kueche. Ein ausgedienter Paraffinkocher.
Paraffin wird gern genommen, wenn man keinen Strom hat.
Kann man an jeder Ecke literweise kaufen.
Mrs. Manzini, damals noch sehr krank. Sie versteckt sich hinter der Tuer, damit die vorbeigehenden Leute sie in ihrem Haus nicht sehen koennen.
Wenn sie den Weg zum Krankenhaus schafft und bezahlen kann,  bekommt sie die Medikamente dort umsonst.
Vorausgesetzt, sie ist im richtigen Krankenhaus. Mrs. Manzini verbrachte 5 Tage im staatlichen  Krankenhaus ohne dass ihr geholfen wurde. Ihre beiden Toechter wurden in der Zeit von der 'boesen' Tante betreut. Sie sortierten und verkauften auf der Strasse Dagga (Marihuana) oder sollten fuer R 2,50/Tag die Waesche fuer andere Leute waschen. (ein Weissbrot kostet
 R 6,00).   

Thambo, 24 Jahre alt. Der aeltesteste Sohn, er ist von Kindheit an gelaehmt und sitzt im Rollstuhl. Er gesellte sich spaeter dazu; die Szene, wie er sich auf seinen Haenden aus dem Rollstuhl in den feuchten sandigen Boden fortbewegt, hinterlaesst einen bleibenden Eindruck bei Horst und mir. Im Hintergrund Pastor Siphiwe, Tammi und Lungi.
Die Huette.
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Stand: 02.12.07