Die Geschichte zur Raumfahrt und Personen

Geschichtliches

HARTES RINGEN UM DIE KRIEGSBEUTE

Amerikaner Sowjets und Briten machten sich gegenseitig Konkurrenz um den Zugriff auf die Kriegsbeute. Die Amerikaner hatten vor der Kapitulation am 08.05.1945 bereits Kontakt mit Wernher v. Braun. Und es gab einen ausgemachten Treffpunkt: Reutte in Tirol.Schon Anfang 1945 erhält der Chegf das US-WAFFENAMTES Colonel Holger N. Toftoy, den Auftrag, nach den deutschen Raketen UND deren Entwicklungsingenieuren Ausschau zu halten. Ein Peenemünder Mitarbeieter hatte Ende April 45 schon 13 Tonnen Unterlagen und Akten im Bergwerk Georg-Friedrich bei Dörnten am Harz untergebracht. Nach erfolgreicher Transaktion im Mai 1945 gingen im September 1945 mehrere Züge mit einigen 100 Raketen-Fachleuten und Material in Richtung Übersee. Am 02.10.45 startete die erste Nachkriegs-A4 in Cuxhaven / Altenwalde. Am 16.04.46 startete die erste A4-Rakete in White Sands (New Mexiko). Ab 1950 wird die Entwicklung von Raketen in Huntsville (Alabama) gearbeitet. Die Sowjets zwangsverpflichteten die meisten deutschen Wissenschaftler. Im Gegensatz zu den Amerikanern konnten die Deutschen nur solange arbeiten, bis die Sowjets das Know How transferiert hatten. Trotzdem bestand der Reiz mitzumachen, denn festes Gehalt, Verpflegung und Wohnung waren kurz nach Kriegsende Mangelware.

Das KZ Dora/Mittelbau

Jeden Monat starben ca. 1.000 Menschen bei der "massentechnischen" Produktion der V2 im KZ Dora/Mittelbau am Harz. Einige überlebende Insassen berichten, daß ".. der Herr v. Braun immer am Tor vorbeigegangen ist, wenn er nach Zwangsarbeitern für die Anlagen in Peenemünde gesucht hat. Er ist gut 21mal im KZ Dora gewesen..!" Geleitet wird das KZ vom SS-Obergruppenführer Hans Kammler, der nach der Kapitulation Nazi-Deutschlands verschollen ist. Ab Juli 1945 laufen in Nordhausen unter den Sowjets weiter Fertigungen von "V2"-Raketen auf Hochtouren, allerdings ohne die mörderischen Bedingungen der ehem Kriegsgegner. Von dem Raketenkomplex in Peenemünde, in seiner Größe erst in den 60er Jahren von den NASA-Anlagen übertroffen, blieb einzig das Kraftwerk übrig. Es produzierte noch bis 1994 Strom.

Gründung der NASA

Nach der Gründung der NASA besannen sich die Leiter der Behörde auf eine starke Dezentralisierung. Zumeist entsanden zuerst in den Staaten Filialen, deren Senatoren die Raumfahrt beführworteten. So war der NASA die Unterstützung dieser Politker sicher, die außerdem mit den bald kommenden Errungenschaften entsprechend glänzen konnten. So hatten beide Seiten etwas davon. Beispielsweise war Vice-President Johnson Texaner. Auch andere Förderer der Raumfahrt aus dem Kongress waren Südstaatler. So liegt Huntsville, das Raketenentwicklungszentrum Wernher von Brauns in Alabama, das Kontrollzentrum für die Misionen liegt in Houston ; Texas. In späteren Jahrzehnten jedoch erweist sich diese Zersplitterung der NASA eher als Nachteil ( Die Shuttle-Katastrohe und die seinerzeitige Hochpreispolitik mancher Zulieferer).

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Letzte Änderung: 20.03.2005