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Die einzelnen
Missionen
Explorer
Explorer (englisch, "Erforscher"), Name einer Serie von
US-amerikanischen Erdsatelliten zur Erforschung der kosmischen
Strahlung, der Strahlungsgürtel um die Erde, der Mikrometeoriten u. a.
Der erste Explorer wurde am
01.02.1958 gestartet.
Mercury
Mercury (englisch, "Merkur"), Name einer Serie US-amerikanischer z. T.
bemannter Raumkapseln; erster bemannter Orbitalflug einer Mercurykapsel
am 20.02.1962 mit J. G. Glenn als Astronaut. Insgesamt wurden 6
Orbitalflüge durchgeführt mit maximal 22 Stunden Dauer. Ziel des
Programms wa es, die Raumkapsel, bemannt mit einem Astronauten die Erde
umkreisen zu lassen und sicher wieder zur Erde zurückzukehren. Das
Programm lief über einen Zeitraum von 5 Jahren. Es wurde 1958 gestartet
und im Jahre 1963 beendet. Die verwendeten Raketentypen waren Redstone,
Jupiter, und Atlas auf der Basis der V2 von Wernher von Braun
entwickelt. Mercury 1 und 2 waren unbemannte Probestarts
Mercury 3:
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Start 05.05.1961, Landung 05.05.1961; 15
Minuten,
28 Sekunden
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Mercury 4:
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Start 21.07.1961, Landung 21.07.1961; 15
Minuten,
37 Sekunden
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Mercury 6:
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Start 20.02.1962, Landung 20.02.1962; 4
Stunden,
55 Minuten, 23 Sekunden
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Mercury 7:
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Start 24.05.1962, Landung 24.05.1962; 4
Stunden,
56 Minuten, 5 Sekunden
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Mercury 8:
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Start 03.10.1962, Landung 03.10.1962; 9
Stunden,
13 Minuten, 11 Sekunden
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Mercury 9:
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Start 15.05.1963, Landung 16.05.1963; 1
Tag,
10 Stunden, 19 Minuten, 49 Sekunden
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Gemini
Das von Alex Nagy 1962 "Gemini" getaufte Programm wurde 1961
als "Mercury Mark II"-Projekt gestartet und verfolgte das Ziel zwei
Astronauten für mehrere Tage die Erde umkreisen zu lassen. Während des
Raumflugs
sollte es möglich sein verschiedene Tests durchzuführen. Hauptsächlich
wurden Versuche unternommen an anderen Weltraumgeräten anzudocken und
Triebwerkszündungen für Kursänderungen vorzunehmen. Auch die
Möglichkeit
eines Weltraumspaziergangs beim dem es einem Astronauten möglich war
sich frei im Orbit zu bewegen, wurde mit in den Anforderungskatalog
aufgenommen.
Gemini 1 und 2 waren unbemannte Probestarts
Gemini 3:
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Start 23.03.1965, Landung 23.03.1965; 4
Stunden,
52 Minuten, 51 Sekunden
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Gemini 4:
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Start 03.06.1965, Landung 07.06.1965; 4
Tage,
1 Stunde, 56 Minuten, 12 Sekunden
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Gemini 5:
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Start 21.08.1965, Landung 29.08.1965; 7
Tage,
22 Stunden, 55 Minuten, 14 Sekunden
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Gemini 6-A:
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Start 15.12.1965, Landung 16.12.1965; 1
Tag,
1 Stunde, 51 Minuten, 24 Sekunden
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Gemini 7:
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Start 04.12.1965, Landung 18.12.1965; 13
Tage,
18 Stunden, 35 Minuten, 1 Sekunde
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Gemini 8:
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Start 16.03.1966, Landung 16.03.1966; 10
Stunden,
41 Minuten, 16 Sekunden
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Gemini 9-A:
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Start 03.06.1966, Landung 06.06.1966; 3
Tage,
0 Stunden, 20 Minuten, 50 Sekunden
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Gemini 10:
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Start 18.07.1966, Landung 21.07.1966; 2
Tage,
22 Stunden, 46 Minuten, 39 Sekunden
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Gemini 11:
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Start 12.09.1966, Landung 15.09.1966 2;
Tage,
23 Stunden, 17 Minuten, 8 Sekunden
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Gemini 12:
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Start 11.11.1966, Landung 15.11.1966 3;
Tage,
22 Stunden, 34 Minuten, 31 Sekunden
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A = Ausstieg aus der Raumkapsel
Ranger
Sammelbezeichnung für eine 1961-1965 gestartete Serie US-amerikanischer
Raumfluggeräte, die vor dem harten Aufschlag auf dem Mond zahlreiche
Photos zur Erde sendeten.
Apolloprogramm
Apolloprogramm, ziviles Raumfahrtprogramm der USA, das am 29. 7. 1960
von der NASA bekanntgegeben wurde. Es wurden drei Hauptziele
angestrebt: 1. Mondflüge mit drei Astronauten, 2. Bau von erdnahen
Raumstationen, 3. Start unbemannter Sonden zu Mars und Venus. Die
Mondflüge wurden mit Hilfe der 110 m hohen Saturn 5, einer dreistufigen
Rakete, durchgeführt. Sie diente als Trägerrakete für das
Apollo-Raumfahrzeug, das aus drei Teilen bestand und eine Gesamtmasse
von 43 t hatte.
1. Kommandokapsel (CM = Command Module): Sie nahm die drei Astronauten
auf und enthielt die Navigations- und Nachrichtengeräte.
2. Versorgungs- und Geräteteil (SM = Service Module): Er enthielt die
für die Atmung nötigen Sauerstoffgeräte. Außerdem befanden sich hier
die elektrischen Energiequellen und die Steuerraketensysteme zur Lage-
und Geschwindigkeitsänderung.
3. Mondlandefähre (LM = Lunar Module): zweisitzige
Fähre, mit der die Astronauten auf dem Mond landeten. Die Fähre bestand
aus zwei Teilen; in dem einen flogen die Astronauten zum Mutterschiff
zurück, der zweite wurde auf dem Mond zurückgelassen und diente als
Startrampe. Das Apollo-Fahrzeug flog nach dem Start mit einer
Geschwindigkeit von 28.200 km/h zuerst in eine Wartebahn um die Erde
ein, um dann, nach erneuter Zündung, auf die Flugbahn zum Mond
einzuschwenken. Dann löste sich das Apollo-Fahrzeug
von der dritten Stufe und legte innerhalb von rund drei Tagen die
380.000
km bis zum Mond unter Ausnutzung seiner kinetischen Energie antriebslos
zurück. In der Nähe des Mondes ging das Raumfahrzeug in eine
Satellitenumlaufbahn um den Erdbegleiter über. Hier begaben sich zwei
der drei Piloten in das Mondlandegerät. Mit Hilfe des Triebwerks dieses
Landegeräts stiegen sie
aus der Satellitenumlaufbahn auf die Mondoberfläche ab, landeten dort,
verweilten für einige Stunden (Tage) und kehrten schließlich in die
Mondumlaufbahn zum Apollo-Gerät zurück. Nach dem Zusammenführen der
beiden Geräte (Rendezvous und Docking) wechselten die beiden Piloten in
den Apollo-Kommandoteil über und flogen mit diesem im Verlauf von
wiederum drei Tagen zur Erde zurück. Die Raumschiffe Apollo 1 bis
Apollo 7 führten in den Jahren 1964 bis 1968 unbemannte Probeflüge
durch. Apollo 7 bis 10 in den Jahren 1968 bis 1969 waren bemannt.
Apollo 11 schließlich startete am 16. 7. 1969 und landete
am 24. 7. 1969 mit den Astronauten N. A. Armstrong, E. E. Aldrin, M.
Collins. Nach einem normalen Flug des Raumschiffs Apollo 11 "Columbia"
begann am
20. 7. um 21.05 Uhr (MEZ) das Mondlandefahrzeug "Eagle" (Adler) mit
Armstrong und Aldrin an Bord den Landeanflug und setzte 13 Minuten
später auf dem
Mond auf. Am 21. 7. 1969, 3.56 Uhr, betrat als erster Mensch Neil
Armstrong
den Mondboden; 13 Minuten später folgte der zweite Pilot, Aldrin.
Millionen
Menschen verfolgten die Tätigkeit der zwei Astronauten auf dem Mond in
einer
Fernsehdirektübertragung. Die Astronauten sammelten Gesteinsproben ein,
stellten einen Reflektor für Laserstrahlen und ein Seismometer auf und
setzten ein Segel zum Einfangen von Sonnenmaterie. Nach etwa 2 Stunden
war ihre Mission abgeschlossen, und die beiden Piloten kehrten in das
LM
zurück. Um 18.45 Uhr hob das Oberteil der Landefähre mit den beiden
Piloten
vom Mond ab zum Dockingmanöver mit der Apollo-Kommandokapsel, die mit
Collins
den Mond auf einer Parkbahn weiter umkreiste. Zurück blieben auf dem
Mond
die aufgestellte amerikanische Flagge neben den wissenschaftlichen
Instrumenten
und der Landeteil des LM mit einer Plakette, die die Inschrift trägt:
"Wir
kamen in Frieden, stellvertretend für die ganze Menschheit". Das
Unternehmen
endete mit der Landung der drei Mondfahrer am 24. 7. 1969 im Pazifik
400
km südöstlich der Johnston-Insel. Auch die nächsten Raumschiffe der
Apollo-Serie
landeten erfolgreich auf dem Mond mit Ausnahme von Apollo 13, dessen
Mission
wegen Havarie abgebrochen werden mußte. Daten der weiteren bemannten
Mondflüge:
Apollo 12:
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Start 14.11.1969, Landung 24.11.1969.
Astronauten: C. Conrad, R. Gordon, A. Bean.
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Apollo 13:
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Start 11.04.1970, Landung 17.04.1970.
Astronauten: J. Lovell, F. Haise, J. Swigert.
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Apollo 14:
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Start 31.01.1971, Landung 09.02.1971.
Astronauten: A. Shepard, E. Mitchell, S. Roosa.
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Apollo 15:
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Start 26.07.1971, Landung 07.08.1971.
Astronauten: D. Scott, K. Irwin, A. Worden.
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Apollo 16:
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Start 16.04.1972, Landung 27.04.1972.
Astronauten: J. Young, Th. Mattingly, Ch. Duke.
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Apollo 17:
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Start 07.12.1972, Landung 19.12.1972.
Astronauten: E. Cernan, R. Evans, H. Schmitt.
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Luna
Luna, (lateinisch, "Mond"), Weltraumfahrt: sowjetische Raumfluggeräte
zur Mondumkreisung oder Mondlandung; setzen die Serie Lunik fort; Luna
9 landete als erste am 03.02.1966 weich auf dem Mond; mit Luna 16 wurde
am 20.09.1970 die erste automatische Landung mit Rückkehr zur Erde
durchgeführt, während Luna 17 am 17.11.1970 erstmals ein Fahrzeug
(Lunochod) auf die Mondoberfläche brachte.
Mariner
Mariner, US-amerikanische Serie von Raumfluggeräten zur Erforschung der
Planeten Mars und Venus. Mariner 1 und Mariner 2 flogen 1962 Mariner 5
1967 zur Venus; Mariner 3 und Mariner 4 1964/65 Mariner 6 und Mariner 7
1969 zum Mars. (Mariner 8 war ein Fehlschlag.) Mariner 9 erreichte den
Mars am 13.11.1971 und umkreiste ihn als künstlicher Planet. Mariner 10
startete am 03.11.1973, flog am 05.02.1974 an der Venus vorbei
(zahlreiche Aufnahmen) passierte zweimal 1974 und am 16.03.1975
den Merkur (zahlreiche Fotos und Messungen).
Skylab
Skylab (englisch, "Himmelslabor"), US-amerikanisches
Raumforschungslaboratorium; die 13 m lange Raumstation mit einem
Durchmesser von 6,6 m bot Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten für
drei Astronauten. Der Start von Skylab
erfolgte am 14.05.1973. Skylab wurde in eine Erdumlaufbahn in rund 435
km Höhe gebracht. Die erste Skylab-Besatzung (Ch. Conrad, P. Weitz u.
J. Kerwin) hatte 28 Tage Aufenthalt. Eine zweite Mannschaft (A. Bean,
O. Garriott u. J. Lousma) startete am 27.07.1973. Sie blieb 59 Tage an
Bord; die dritte Mannschaft (G. Carr, E. Gibson, W. Pogue) startete am
16.11.1973. Am 11.07.1979 ist Skylab über Australien verglüht.
Viking
Viking (englisch, "Wikinger"), amerikanische Raumsonde zur Erforschung
des Mars von der Umlaufbahn aus (Orbiter) und am Boden (Lander). Viking
1 startete am 20.08.1975, Viking 2 am 09.09.1975; die weiche Landung
erfolgte am 19.06.1976 bzw. 07.08.1976. Viking 1 und 2 suchten nach
Lebensspuren (negativ) und übermittelten Tausende von Fotos und
meteorologischen
und physikalischen Meßdaten aus der Mars-Umlaufbahn und von der
Marsoberfläche.
Helios
Helios, Name zweier deutsch-US-amerikanischer Sonnensonden; die in der
Bundesrepublik Deutschland gebauten Helios A (Start 10.12.1974) und
Helios B (15.01.1976) wurden in eine Bahn gebracht, die bis auf 0,29
Astronomische Einheiten (1 AE = mittlere Entfernung Erde-Sonne = 149
Mill. km) an die Sonne heranführt. Diese relativ große Sonnenannäherung
bedeutete einen Vorstoß in einen bisher unerforschten Bereich des
Weltraums.
Pioneer
Pioneer, Name für eine Serie von spinstabilisierten US-amerikanischen
Sonden zur Erforschung des interplanetaren Raums in der Nähe der
Erdbahn. "Pioneer 1" wurde 1958 gestartet. Eine neue Variante, "Pioneer
10", wurde am 02.03.1972 in Richtung Jupiter gestartet und flog Anfang
Dezember 1973 am Jupiter in rund 134.000 km Entfernung vorbei (Fotos
und Meßdaten). Am 06.04.1973 wurde "Pioneer 11" ebenfalls zum Jupiter
gestartet und übermittelte im Dezember 1974 aus nur 42.000 km Abstand
vom Jupiter Tausende von
Farbbildern und Daten zur Erde. Im September 1979 passierte die Sonde
den Saturn und übertrug 440 Bilder dieses Planeten. "Pioneer 10"
kreuzte
am 13.06.1983 die Neptunbahn und verließ damit das Sonnensystem. In
32.610
Jahren wird die Sonde wieder ein kosmisches Objekt passieren, den Stern
Ross 248 (in 3,27 Lichtjahren Abstand). 1978 starteten Pioneer Venus 1
und 2 zur Venus. Während Pioneer Venus 1 aus einer Umlaufbahn Daten zur
Venusatmosphäre lieferte, wurden vom zweiten Flugkörper verschiedene
Sonden
abgesetzt, die auf dem Weg zur Planetenoberfläche die Gashülle direkt
untersuchten.
Voyager 1 und 2
Voyager, (englisch, "Reisender"), Name zweier US-amerikanischer
Raumsonden, die der Erforschung der äußeren Planeten des Sonnensystems
dienen. Voyager 1 (Start 05.09.1977) flog Anfang März 1979 an Jupiter,
im November 1980 an Saturn vorbei; Voyager 2 (Start 02.08.1977) Anfang
Juli 1979 an Jupiter, Ende August 1981 an Saturn, im Januar 1986 an
Uranus und im August 1989 an Neptun. Zusammen übertrugen die Sonden
etwa 20.000 Fotos des Jupiter und seiner Monde, 36.000 des Saturn und
seiner Monde und 6.000 des Uranus, die zahlreiche Informationen über
diese Planeten und ihre Monde enthielten. Sie entdeckten den ersten
aktiv vulkanischen Weltkörper außerhalb der Erde (den Jupitermond Io).
Voyager 1 und 2 werden letztlich unser Sonnensystem verlassen. Ihr
Treibstoff reicht bis in das Jahr 2030.
Mir-Raumstation
Mir (russisch "Friede"), eine sowjetische bemannte Raumstation, die am
19.02.1986 (MEZ) gestartet wurde und seitdem die Erde in 300-400 km
Höhe umkreist. Sie wird von Solarzellen mit Energie versorgt. An die
Station können verschiedene Module angeschlossen werden, die Forschung
sowie Produktion von Werkstoffen im Weltraum ermöglichen. Nach 15
Jahren Dienst stüzte die Mir kontrolliert am 23.03.2001 in den
Südpazifik
19.02.1986
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Mir startet vom - damals noch sowjetischen
- Weltraumbahnhof Baikonur. Drei Wochen später trifft die erste
Besatzung im Himmelslabor ein.
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09.04.1987
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Als erstes Zusatzmodul wird das
astrophysikalische Observatorium Quant angebaut.
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27.04.1989
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Die Mir bleibt aus Kostengründen fünf
Monate lang unbemannt.
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17.03.1992
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Als erster westdeutscher Astronaut kommt
Klaus-Dietrich Flade an Bord der Mir.
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29.06.1995
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Historisches Rendezvous im All: Als erste
US-Raumfähre dockt "Atlantis" an die russische Mir an. Erstmals seit
der Ankopplung von Apollo und Sojus im Juli 1975 fliegen wieder
amerikanische
und russische Raumfahrer zusammen.
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18.05.1996
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Das mit einer deutschen Spezialkamera
ausgerüstete Umwelt-Modul Priroda wird an die Mir angedockt. Zehn Jahre
nach dem Start ist die Weltraumstation mit fünf Modulen komplett.
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24.02.1997
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Auf der Mir bricht ein Feuer in der
Sauerstoffanlage aus. Die Astronauten können den Brand mit einem
Feuerlöscher eindämmen.
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25.06.1997
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Ein Progress-Versorgungsschiff rammt bei
einem Andockmanöver die Mir und reisst ein Loch in die Aussenhaut des
Spektr-Moduls.
Bei der Kollision werden zudem vier Sonnenkollektoren beschädigt,
die die Stromversorgung sichern. Wegen des Strommangels fällt der
Hauptcomputer aus, die Mir taumelt tagelang chaotisch in der
Umlaufbahn. Spektr wird abgeschottet. Die Strom- und
Computerausfälle wiederholen sich in den
kommenden Monaten häufig.
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04.06.1998
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Zum neunten und letzten Mal dockt eine
amerikanische Raumfähre an der Mir an.
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Juli 1999
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Die Raumfahrer der 27. Mission suchen nach
einem Leck, durch das Sauerstoff ins All entweicht. Der Verlust an
Atemluft - Ursache ist vermutlich ein defektes Ventil - wird als nicht
bedrohlich bezeichnet.
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18.07.1999
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Der Raumtransporter Progress M-42 bringt
eine Fernsteuerungsanlage zur Mir, mit der die Station vom Boden aus
gelenkt werden kann.
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Jan. 2000
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Durch die Zustimmung der russischen
Regierung zur Gründung der Offshore-Gesellschaft MirCorp wurde die
Finanzierung
für den
Weiterbetrieb der Station zunächst gesichert. Erstmals sollen auch
private Gelder in das Projekt fliessen.
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16.06.2000
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Die Kosmonauten Sergej Saljotin und
Alexander Kalerij kehren nach zwei Monaten auf der Mir zur Erde zurück.
Sie wissen noch nicht, dass sie die letzte Besatzung der Orbitalstation
waren.
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03.10.2000
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Der Rat der Raumfahrt- Chefkonstrukteure
Russlands beschliesst, der Regierung zu empfehlen, die Mir wegen
Geldmangels und der gleichzeitigen Beteiligung Russlands an der ISS
aufzugeben.
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16.11.2000
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Die russische Regierung besiegelt das
Ende: Die Mir soll aufgegeben und der kontrollierte Absturz der
Orbitalstation eingeleitet werden.
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24.01.2001
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Der Progress-Raumfrachter M1-5 bringt die
für den kontrollierten Absturz benötigten Vorräte an Treibstoff zur
Mir.
Der Treibstoff muss für mehrere Bremsschübe reichen.
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23.03.2001
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Die vorerst letzte rein russische Station
ist nach drei planmässigen Bremsschüben um 6:57 Uhr MEZ kontrolliert
zum
Absturz in den Süd-Pazifik gebracht worden und dabei grösstenteils in
der Erdathmosphäre verglüht.
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Galileo-Sonde
Galileo-Sonde (nach Galileo Galilei), US-amerikanische interplanetare
Raumsonde, die vor allem der Erforschung des Planeten Jupiter dient.
Der Start erfolgte 1989 mit der Raumfähre Atlantis. Am 10.02.1990 flog
die Sonde zunächst am Planeten Venus vorüber und übermittelte Aufnahmen
und Meßresultate. Den Jupiter erreichte die Sonde 1995.
Cassini
Im Oktober 1997 startete die Saturnsonde Cassini ihre Mission.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Untersuchungen der Saturnringe
sowie der Monde. An Bord der Cassini befindet sich die europäische
Tochtersonde Huygens, die später auf dem Saturnmond Titan landen soll.
Der Start Cassinis war sehr umstritten. Der Grund hierfür ist der mit
Plutonium betriebene
Kernreaktor, der die Stromversorgung der Sonde gewährleisten soll.
Gegner befürchteten die katastrophalen Folgen, die sich aus einem
Absturz oder Unfall hätten ergeben können. Kern der Kritik ist in
diesem Zusammenhang auch die Flugroute von Cassini. Nachdem die Sonde
die Erdumlaufbahn verlassen hat, soll sie zunächst zur Venus fliegen,
um dann in nur 500 Kilometer Entfernung erneut die Erde zu passieren.
Durch dieses Manöver erhält die Sonde die notwendige Beschleunigung, um
zum Saturn zu gelangen. NASA-Experten stuften das Unfallrisiko beim
Vorbeiflug an der Erde als gering ein. Voraussichtliche Ankunft der
Cassini ist für den Juli 2004 geplant.
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Letzte Änderung: 11.07.2004
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