Asteroidengürtel. Ein Gebiet im Sonnensystem, zwischen 2,0 und 3,3 AE entfernt von der Sonne, in dem der weitaus größte Teil der Asteroidenbahnen liegt. In den letzten Jahren wurden einige Planetoiden von Raumsonden besucht. Gaspra ist ein Beispiel; seine unregelmäßige Form dürfte typisch für die vielen Kleinplaneten sein, die hauptsächlich zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreisen. Die größeren Objekte wie Ceres, Pallas, Juno und Vesta dürften aber wohl deutlich kugelförmiger sein. Auch die beiden Marsmonde, Phobos und Deimos, haben eine ähnliche Form wie Gaspra oder z.B. Ida. Der Asteroidengürtel markiert die Überganszone zwischen innerem und äußerem Sonnensystem.


Gaspra Asteroid 951, 1991 von der Raumsonde Galileo aufgenommen, die ihm auf 1.600 km nahe kam. Er hat ein irreguläres, zerkratertes Erscheinungsbild und mißt 20 x 12 x 11 km. Beobachtungen von der Erdoberfläche aus lassen vermuten, daß er vor allem aus metallreichen Silikaten besteht.

Ceres Der erste entdeckte Asteroid, am 01.01.1801 von Giuseppi Piazzi von Palermo. Er ist bei weitem der größte Asteroid, 913 km im Durchmesser, und seine Bahn liegt im Haupt-Asteroidengürtel in einer Entfernung von 2,77 AE von der Sonne. Seine Masse beträgt mit 1,17 x 1023 kg etwa ein Drittel der gesamten Masse des Asteroidengürtels.

Nach groben Schäzungen beträgt die gesamte Masse des Asteroidengürtes ca. 0,1 bis 0,2 Erdmassen.




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Letzte Änderung: 15.05.2003