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Die Erde hat eine Atmosphäre, deren Dichte zwischen der der Venus und des Mars liegt. Sie besitzt als einziger Planet riesige Ozeane flüssigen Wassers. Das komplexe Zusammenspiel zwischen Ozeanen, Atmosphäre und der Planetenoberfläche bestimmt das Energiegleichgewicht und den Temperaturbereich. Wolken bedecken im Schnitt 50% der Erde, und der Wärmestau innerhalb der Atmosphäre (Treibhaus-Effekt) läßt die mittlere Temperatur um über 30 °C ansteigen. Die gegewärtige Zusammensetzung der Atmosphäre: Bestehend aus 77% molekularen Stickstoff, 21% molekularen Sauerstoff, 1% Wasserdampf und 0,9% andere Edelgase (z.B. Argon, Neon, Helium usw.). Kohlendioxyd ist der wichtigste Spurenanteil. Die große Sauerstoffkonzentration, deren Ursprung 2.000 Millionen Jahre zurückliegt, ist eine direkte Folge des Pflanzenbewuchses. Der Sauerstoff ermöglicht die Bildung der Ozonschicht in großen Höhen, die die Oberfläche vor der tötlichen UV-Strahlung der Sonne schützt. Die Erde ist der einzige größere Planet, von dem man weiß, daß er geologisch aktiv ist. Seine großräumigen Merkmale wurden alle bestimmt durch den Aufbau, die Zerstörung, die relative Verschiebung und die Wechselwirkung von etwa einem Dutzend von Platten der Erdkruste (einschließlich der Lithosphäre), die sich auf der weniger festen Asthenosphäre darunter verschieben. Zusammenstöße zwischen den Platten verursachen Faltengebirge und Erdbebenzonen entlang der Plattengrenzen. Seismische Wellen infolge von Erdbeben geben durch die Art ihrer Ausbreitung Aufschluß über die innere Struktur der Erde. Im Zentrum gibt es einen metallsichen Kern aus geschmolzenem Eisen und Nickel, möglicherweise mit einem festen Kern ganz im Zentrum. Die Temperatur im Zentrum beträgt ca. 4.000 °C. Ein Silikatmantel liegt über diesem Kern. Die äußere Kruste ist unter den Ozeanen ca. 10 km dick und unter den Kontinenten ca. 30 km. Im Rahmen des Planetensystems ist die Oberfläche der Erde noch sehr jung. Das Basaltgestein, das die Meeresböden bildet, ist eines der jüngsten. Die präkambischen Rücken, die etwa 10% der Erdoberfläche ausmachen, sind die ältesten und zugleich von Kratern übersäten Gebieten am ähnlichsten, die einen großen Teil der Oberfläche anderer Planeten bilden. Auf der Erde sind durch Verwitterung fast alle Spuren ehemaliger Einschlagkrater verschwunden. Der geschmolzene Metallkern verursacht das Magnetfeld und die Magnetosphäre der Erde. Eine Schicht elektrisch geladener Teilchen in einer Höhe zwischen 50 und 500 km bildet die Ionosphäre. Das Einfangen von geladenen Teichen durch das Magnetfeld in Gebieten zwischen 60° und 75° geographischer Breite erzeugt das Phänomen des Polarlichts. Satellitenmessungen haben gezeigt, daß die Erde auch eine starke Radioquelle im Bereich der Kilometerwellen ist, die allerdings in großer Höhen erzeugt werden und daher am Boden nicht nachgewiesen werden können.
Letzte Änderung: 01.06.2003 |
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