Tethys. Mond von Saturn,1684 von Giovanni Cassini entdeckt.
Seine geringe Dichte (1,1 mal Dichte von Wasser) Läßt vermuten, daß er mindestens
zur Hälfte aus Eis besteht. Bilder von der Voyager Raumsonde zeigen eine
kraterübersäte Oberfläche; es gibt aber auch Gebiete geringer Kraterdichte,
was auf eine oberflächenverändernde geologische Aktivität in der Vergangenheit
hinweist. Zwei bemerkenswerte Strukturen sind der Krater Odysseus, 400
km Durchmesser, und Ithaca Chasma, ein über 2.000 km langer Einschnitt,
der 3/4 des Mondumfangs umfaßt. Er ist 100 km
breit und einige Kilometer tief. Tethys teilt sich seine Umlaufbahn mit
zwei sehr kleinen Monden Telesto und Calypso.
Dione. Ein Mond mittlerer Größe des Saturn, 1684 von G. Cassini
entdeckt. Die Bilder der Voyager 1 Mission zeigen mehere verschiedene Bodenformationen
auf Dione: stark von Kratern durchsetzte Gebiete, Ebenen mit einer geringen
Kraterdichte und glatte Ebenen mit sehr wenigen Einschlagkratern oder
anderen Merkmalen. Die größten Krater messen über 200 km Durchmesser,
und Krater mit einem Durchmesser von über 100 km kommen in den kraterreichen
Gebieten häufig vor. Eine andere bemerkenswerte Erscheinung ist ein unregelmäßiges
Netzwerk von hellen dünnen Strichen auf dunklem Untergrund, bei dem es
sich wohl um eisige Ablagerungen handelt.
Rhea. Der zweitgrößte, 1672 von G. Cassini entdeckte Saturnmond.
Auf Bildern von Voyager 1 erscheint der Mond mit einer hellen, eisbedeckten
Oberfläche, die mit Kratern übersät ist. Bei den in dieser großen Entfernung
von der Sonne herrschenden niedrigen Temperaturen besitzt Eis die Härte
von Gestein. Die Oberfläche hat sich seit der Zeit, in der die Krater entstanden,
wohl kaum verändert.
Titan. Der größte Mond Saturns und der zweitgrößte im Sonnensystem
(nach Ganymed - siehe Jupiter-Mond Ganymed). Er ist 1655 von Christiaan
Huygens entdeckt worden. Titan ist von einer dichten Atmosphäre umgeben,
die hauptsächlich molekularen Stickstoff, aber auch Methan enthält. Der
Oberflächendruck ist 1,6mal größer als der an der Erdoberfläche. Durch Einwirkung
des Sonnenlichts auf Methan und die anderen atmosphärischen Bestandteile,
etwa Kohlenmonoxid, werden chemische Reaktionen ausgelöst, die Kohlenwasserstoffe
und andere Moleküle produzieren. Diese Moleküle kondensieren in der kalten
Atmosphäre und bilden eine undurchsichtige Schicht orangefarbenen Dunstes
200 km über der Oberfläche. Man vermutet heute, daß flüssiges Methan auf
der Oberfläche existiert, die Temperatur beträgt dort 95 Kelvin (-178 °C).
Es könnte sogar Methan-Regen aus den Wolken der tiefen Atmosphäre fallen.
Iapetus. Ein Saturnmond, der 1671 von G. Cassini entdeckt wurde.
Die Voyager Sonde bestätigte die Vermutung, die von Cassini nach Entdeckung
der Helligkeitsvariationen geäußert wurde, daß die eine Halbkugel sehr
viel dunkler ist als die andere. Der Mond wendet Saturn während eines Umlaufs
immer die gleiche Seite zu (Fachleute nennen dies eine "gebundene Rotation"),
und so sieht man von der Erde aus im Laufe eines Iapetus-Umlaufs mal seine
helle und mal seine dunkle Hälfte. Die helle Seite ist von Kratern durchsetzt
und wahrscheinlich von Eis bedeckt. Die dunkle Hälfte ist mit einem zehnmal
dunkleren Material bedeckt, dessen Ursprung unbekannt ist. Die 1,2 fache
Wasserdichte läßt vermuten, daß Iapetus einen großen Anteil an Eis enthält,
darunter möglicherweise Methan- und Ammoniakeis.
Letzte Änderung: 01.06.2003 |