Im Rahmen der diesjährigen Wanderwoche des Hunsrückvereins Simmern, die unter dem Thema „HEIMAT im Hunsrück“ stand, unternahmen wir mit unseren Wandergästen eine ganztägige Bustour zu den Drehorten des Filmes „HEIMAT“ von Edgar Reitz.
In Eva-Maria Schneider, die im Teil I der Familiensaga die „Marie-Goot“ spielte, hatten wir eine überaus kompetente, nette und plauderfreudige Führerin für diesen Tag gefuden. Sie begrüßte uns mit dem Zitat von Edgar Reitz: „Wer in den Hunsrück kommt, wird über 300 Dörfer finden und keines davon heißt SCHABBACH....“ Und schnell wurde uns klar, dass uns die Bustour zu den Drehorten kreuz und quer durch den ganzen Hunsrück führen würde.
So begann unsere Reise dann auch recht abenteuerlich, indem Frau Schneider unseren Busfahrer Manni Geiss zwischen Kirchberg und Dickenschied auf einen Feldweg lotste, um uns vor Maitzborn den Ortseingang von SCHABBACH zu präsentieren. Hier spielten viele Szenen des Filmes (u. a. Beginn und Ende des 16-stündigen ersten Teiles), hier wurde viel und lange gedreht.
Wir standen vor der Gartenhecke, wo einst das Ortsschild stand: SCHABBACH, Kreis Bernkastel, Regierungsbezirk Trier und erinnerten uns an die Ereignisse auf der großen Wiese vor dem Dorf, auf der ein Doppeldecker landet, weil ihm der Sprit ausgegangen ist und Matthias, der dort gerade seinen Heuwagen belädt, meint: „Do wird sich äner in de Luft verirrt hon!“ Als am nächsten Morgen der Flieger startet, rennt das halbe Dorf zusammen.
Hier stand auch das Korbmacherhäuschen (Kulisse!!), wo nach dem Fund der Frauenleiche die Kriminalpolizei kommt, um den Korbacher zu verhören, aber man streitet sich nur über die Hunde. An dieser Straße stehen die Telefonmasten, von denen Korbmachers Hänschen die Porzellanisolatoren abschießt, die dann der „Marie-Goot“ beim Wäschebleichen um die Ohren fliegen. Hier stehen in Teil 4 die Männer zusammen, sehen im Hintergrund auf der B 421 nach Dickenschied (welche im Film die Hunsrückhöhenstraße war) die Autos fahren und Glasisch sagt: „Früher ging die Straß von Dorf zu Dorf un heut geht se von Bunker zu Bunker!“
Auf dieser Straße verließ Paul Simon 1928 Dorf und Familie, und auf dieser Straße kommt er 20 Jahre später wieder zurück mit schwerem Auto, schwarzem Chauffeur und viel Arroganz.
An dieser Stelle endet auch der Film. Hermann hat ein Lied komponiert, dessen Text aus lauter Hunsrücker Ausdrücken besteht: „Ue unne vore hinne, drue drunne drauße drinne, lo do hie, Frickelcher un Kieh, Knäbbercher, Grieschele, Wähle un Schlehe“ usw.
Während der Chor im Schieferstollen singt, steht hier der Fernsehübertragungswagen und in das Lied hinein werden die letzten Worte des Filmes gesprochen: „Die Goot un de Patt, im Hiemel schwätze se Hunsricker Platt.“
Dann ging unsere Fahrt durch die schöne Hunsrück-Landschaft weiter durch:
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Dickenschied
Letzte Pfarrstelle von Pfr
Paul Schneider, dem Prediger von Buchenwald
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Lindenschied
Auf dieser Strecke hat man einen
herrlichen Blick auf den Flughafen Frankfurt/Hahn und den Idarkopf, und Marie
Goot meinte: „Im Dunkeln is de Hahn so hell erleuchtet, dat is so scheen wie
ma sich als Kind dat himmliche Jerusalem vorstellt“
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Oberkirn
Kommentar unserer Reiseleiterin:
„Wat is dat für e wunnerscheen Stickelche Natur, de Herrgott war in
allerbester Laune, als er de Hunsrick gemacht hot.“ Joh, reecht hot se!
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Schwerbach, Sohrschied –
Dill
Dill ist mit seinen Fachwerkhäusern
und der oberhalb liegenden Burgruine (erstmalige Erwähnung im Jahr 1107) eines
der schönsten Hunsrückdörfer. Sehenswert ist auch die Dorfkirche, die innen
voll ausgemalt ist. Im Wald vor Dill ist ein Stück der alten Römerstraße von
Mainz nach Trier – der Ausoniusweg - freigelegt worden, und man hat hier einen
römischen Wachturm nachgebaut. Im Film holt Maria in Kirchberg am Bahnhof ihre
Schwiegertochter Martha aus Hamburg ab und nimmt sie mit auf ihre Posttour, um
Martha ihre neue Heimat zu zeigen. Dabei geht es auch durch Dill!
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Niedersohren
Zwischen Dill und Niedersohren kreuzt
der römische Ausoniusweg von Bingen nach Trier.
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Sohren
Hier kommt man vorbei an den ehemaligen
Housings, nach Meinung der Bevölkerung Häuser im „Jaffa-Stil, früher
Klein-Amerika, jetzt Klein-Kasachstan genannt“.
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Büchenbeuren
Hier steht die „Lucie-Villa“. In
Wirklichkeit wurde das schöne alte Haus im Februar 1904 bezogen und dient
seither als Arztpraxis und Wohnhaus. Wir dürfen mit unserer ganzen
Busgesellschaft sogar in den Garten!
Im Film ließen sich Eduard und Lucie die Villa mit ihren „52 Fenstern
wie auf Usedom“ in Rhaunen neu erbauen. Hier ist Wilfried Wiegand mit dem
Christbaum aus dem Berliner Lustgarten die Treppe raufgelaufen und hier standen
die Leute, als sich die Anwesenheit der Nazigrößen Rosenberg, Frick und Ley
herumgesprochen hatte. Diese Villa war auch das Hauptquartier der Amerikaner.
Die jungen GI´s stecken ihr Schokolade in die Unterwäsche, die auf der Leine hängt,
während Lucie aus dem Fenster mit ihnen schäkert: „Laßt ihr wohl die Pfoten
von meiner Laundry!“
Hinten im Garten kann man den schönen Erker sehen, in dem Lucie mit der
Kompresse auf der Stirn liegt und zu Maria sagt: „Mir jeht et wie de mir hier
liejen siehst!“ Und später klagt sie: „Det Haus is so unausjefüllt wie ick!“
Hier im Garten ist auch der Platz mit der steilen Treppe, wo sich Lucies
Freundin Martina bei den Arbeitern von der Hunsrückhöhenstraße mit sächsichen
Quarkkeulchen bedankt, weil sie ihr mit ihrem Auto aus der Baustelle
rausgeholfen haben, in die sie gefahren war. Martina kann und will ihren Beruf
nicht verleugnen und sagt zu Lucie: „Nur mal der eene oder der andere, so en
bisschen was fürs Sparbuch.“ Lucie, als Frau vom Bürgermeister, ist auf den
guten Ruf bedacht und pfeift sie an: „Biste stille, biste stille und hörst
uff, an sowat wird hier nich mal jedacht!“ (Aber schon 20 Jahre später war
auch dieses Gewerbe auf dem Hunsrück fest etabliert!)
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Hundheim
Vor der Hundheimer Kirche steht das Original
des Kriegerdenkmals, dessen Nachbildung in Schabbach auf dem Dorfplatz stand, in
Griebelschied auf dem Friedhof abgestellt wurde und das die Woppenrother gerne
wieder zurückhaben würden, die Griebelschieder aber nicht mehr hergeben!
Aus Hundheim stammte Edgars Großvater Reitz, er war Schmied und deshalb ist
auch der Großvater im Film ein Schmied. Der andere Großvater war Streckenwärter
bei der Bahn, auch er kommt im Film vor. Edgars Vater Robert war Uhrmacher,
daher der Uhrmacher Robert Kröber in seinen Filmen. Dessen Hobby war das Radio
basteln und diese Anlage wurde dem Paul vererbt!
Edgars Großvater erzählte ihm als Junge von der stürmischen und regnerischen
Einweihung des Kriegerdenkmals in Hundheim, diese Erzählung wurde von Edgar
Reitz dann im Film auch genauso verwirklicht.
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Wasserburg Baldenau
Hier fand im Film das große Picknick
statt. Die Ruine war noch ein bisschen zerfallener als heute, der Wassergraben
verlandet, in der Stirnwand der Burg eine große Lücke, durch die der Wiegand
über eine extra aufgeschüttete Rampe mit dem Auto in das alte Gemäuer
hineinfahren konnte. Paul hatte mit Hänschens Hilfe eine Antenne bis zur gegenüberliegenden
Mauerecke gezogen und konnte so, mit dem für den Wiegand gebauten Radio, das
„drahtlose Hochamt aus Köln“ und die Sendung „RABAG aus Wien“
empfangen. Für die wenigen Minuten im Film wurde hier im Jahr 1981 vier Tage
lang gedreht!
Während der Fahrt durch den Idarwald nach Rhaunen erzählte uns die Marie Goot dann so manches Anekdötchen rund um die Dreharbeiten: Zum Beispiel ist der Dorfname Schabbach eigentlich ein auf dem Hunsrück, speziell bei Morbach, verbreiteter Familienname, den ein Mitarbeiter von Edgar Reitz auf einigen Gräbern auf dem Morbacher Friedhof entdeckt hat und als Ortsnamen vorschlug. In seiner Chronik wollte er für das Dorf einen Namen haben, den es in Deutschland nicht wirklich gibt, der aber doch typisch für den Hunsrück sein sollte, so erwählte man SCHABBACH.
Um möglichst viel Autentiziät im Film zu erreichen, zog Herr Reitz schon 2 Jahre vor Beginn der Dreharbeiten nach Woppenroth, hat viel mit der Bevölkerung gesprochen und so viele Ereignisse, die im Hunsrück wirklich passiert sind, in seinem Film umgesetzt, z.B. die Szene, in der wegen des heftigen Gewitterregens ein Sarg mitten auf der Straße stehen gelassen wurde und alle Leute sich blitzschnell ins Trockene flüchteten, ist in Woppenroth wirklich passiert. Für eine Szene, in der die Schabbacher Bevölkerung im Wald Heidelbeeren sammeln sollte, wurden umständlich vom Mainzer Wochenmarkt schwarze Johannisbeeren beschafft und in die leeren Heidelbeersträucher gehängt und wenn man genau hinsieht, soll man es sogar erkennen!
„Ja, ein guter Film besteht aus 1000 Dingen, die man nicht sieht!“
Und trotz aller Probleme, auch um die Finanzierung, wurde die Saga doch ein Riesenerfolg, der in sehr vielen Ländern der Erde gezeigt wurde, und Frau Schneider meinte: „Ich dät joo so geere mo heere, wie ich japanisch schwätze!“
Wir kamen vorbei an einem Waldrand bei Hottenbach. Hier wurden für den Film die Szenen am Nürburg-Ring gedreht. In Rhaunen selbst konnte nicht viel gedreht werden, zu schwierig war die Umleitung des dort fließenden Verkehrs.
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Woppenroth
Hier wird das Gedächtnis auf eine harte
Probe gestellt. Der Dorfplatz ist vergrößert und modernisiert, die Kulisse des
Wiegand-Hauses abgerissen, das Denkmal verschwunden, die vorgesetzten
Fachwerkfassaden wieder entfernt, das Gasthaus „Zur Linde“ der Neuzeit
angepasst, der schöne alte Dorfsaal dem Erdboden gleich gemacht und nur noch
die große Linde verrät den Platz, an dem er einmal stand. Der traurigste
Anblick ist das im Film noch wunderschöne behäbige, schieferbeschlagene alte
Bauernhaus in der Dorfmitte, von einem Ortsfremden gekauft und nun dem Verfall
geweiht!
Geblieben ist eigentlich nur die Kirche, selbst der Stein mit dem goldenen
Schriftzug „HEIMAT“ ist eine Nachbildung; das Original wurde vor Jahren
einmal ausgeliehen und „verzottelt“!
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Rohrbach
Hier entstanden die Innenaufnahmen vom
Wohnhaus der Familie Simon. Leider kann das Haus nicht besichtigt werden.
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Schlierschied
Auf dem Weg nach Schlierschied sieht
jeder HEIMAT-Fan ein ihm bekanntes Bild, nämlich den spitzen, weißen Kirchturm
von SCHABBACH. Interssanterweise wurde im dritten HEIMAT-Teil der Kirchturm
von Riesweiler hierfür genommen!
In Schlierschied wurde nicht gedreht, aber hier waren das Produktionsbüro und
der Schneideraum. Damit war der Ort sehr wichtig für die Produzenten.
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Gehlweiler
Hier war einer der Hauptdrehorte. Alles,
was sich in der Schmiede, auf dem Hof, in Stall, Scheune und rund ums Haus
abspielte, wurde hier gedreht. Wer hier durch die Haustür ging, kam in Rohrbach
in die Küche!
Wer zum ersten Mal das Haus im Original sieht, wird sich fühlen wie Lucie, die
von den „Jütern des Schwiegervaters“ träumte und dann vor diesem kleinen
bescheidenen Anwesen steht. Der Hof ist gerade groß genug, um die drei
wunderschönen Autos von Lucie, Robert und Wiegand aufzunehmen!
Auf diesem Hof spielte sich von Pauls Heimkehr aus der Gefangenschaft bis zu
Marias Beerdigung ein großer Teil des Familienlebens der Simons ab.
Nach den Dreharbeiten sollte der gesamte Komplex abgerissen werden, um einem
Neubau Platz zu machen, aber das Denkmalamt war diesmal Gott sei Dank schneller
als die Bagger und der neue Besitzer des alten Anwesens hat schon viel Zeit,
Geld, Herzblut und Liebe investiert, um das erhaltenswerte Gehöft für sich und
die zahlreichen Besucher zu bewahren!
![]() Haus Simon, Foto: Werner Dupuis |
![]() Gehlweiler Schmiede, Foto: Werner Dupuis |
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Ravengiersburg
Hier wurde im „Hunsrückdom“
die Christmette gedreht; dafür mussten alle Kirchenfenster mit Molton verhängt
werden. Die Dreharbeiten dauerten den ganzen Tag und der Chor wusste zum Schluß
kaum noch, wie das Lied „Stille Nacht“ richtig gesungen wurde. Natürlich
sollte auch Schnee liegen, und so standen die Darsteller nach der Mette knietief
im Feuerwehrschaum und später auch noch im Dunkeln, denn durch die vielen
Scheinwerfer war kurzfristig das Netz überlastet. Ein wirklich sehr
interessanter Drehtag!
In „Heimat 3“ ist der Hunsrückdom wieder dabei, dort findet
die Taufe von Antons kleinem Enkel Matthias Paul Anton statt.
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Nunkirche bei Sargenroth
Ein wirklich interessanter Anblick für
uns Besucher: 6 Grab-Attrappen der Familie Simon stehen mitten unter den Gräbern
der Sargenrother Einwohner! Und unsre Marie Goot, Frau Schneider meint: „Wer
kann schon vor seinem eigenen Grab stehen und ist schon so lange Zeit tot!“
In „Heimat 3“ werden sowohl Anton als auch Rudi Molz auf dem Friedhof
an der Nunkirche bei Sargenroth zur letzten Ruhe gebettet. Daraufhin klemmen
sich die Verstorbenen der Familie auf dem Griebelschieder Friedhof ihre
Grabsteine unter den Arm und wandern auch dorthin aus. Kein Wunder, denn dort
hat man bei der Auferstehung am jüngsten Tag einen herrlichen Blick über den
wunderschönen Hunsrück.
Zum Abschluß des Tages und als weiteres Highlight fährt unser Bus nach Oberwesel zum „Günderoder Haus“. Eine weite Fahrt, wenn man bedenkt, dass es im Film nur drei Kilometer von Schabbach entfernt steht! Von dort oben hat man einen herrlichen Blick in die Weinberge, auf Oberwesel und den Rhein.
![]() Blick auf Oberwesel, Foto: Anja Diether |
![]() Günderoder Haus, Foto: Anja Diether |
Seinen Namen erhielt das Haus zu Ehren der Schriftstellerin Karoline von Günderode, der Schwester von Heinrich Heine. Sie lebte damals in Lorch am Rhein, im Film hat die Schriftstellerin einmal in dem Haus gewohnt. Nun ist es das Domizil von Herrmann und Clarissa, die in Heimat 3 wieder in die Nähe ihres Heimatortes SCHABBACH zurückkehren. Heimat 3 beginnt mit dem Fall der Berliner Mauer und endet mit Hermanns Tochter Lulu, die am ersten Tag des neuen Jahrtausends (1. Januar 2000) weinend am Fenster steht und in eine ungewisse Zukunft blickt. (Wie wir wohl alle!) Leider ist der Film nur im Kino und auf DVD in voller Länge zu sehen, für das Fernsehen wurde der ursprünglich 11 ½ -stündige Film um 2 ½ Stunden gekürzt!
Das 200-jährige Haus stand ursprünglich in Seibersbach, wurde dort abgeschlagen, komplett durchnummeriert und für den Film von einer Ruine bis hin zum Schmuckstück wieder neu aufgebaut. Leider steht es zurzeit leer, es darf gewerblich nicht genutzt werden und wenn denn einmal die Grundstücks- und Eigentumsverhältnisse geklärt sind, soll dort ein Museum des Filmes HEIMAT mit Film-Requisiten etc. entstehen. Außerdem ist geplant, eine Gastwirtschaft in der Nähe zu bauen, um die Besucherströme aufzunehmen.
Empfangen wurden wir am Günderoder Haus vom Winzer Karl Burg, der uns netterweise gleich mal zu einem Gläschen Wein einlud, und auf dessen Hof wir zum Abschluß des Tages ein leckeres Abendessen (Burghofteller) serviert bekamen. Auch er hatte in Heimat 3 eine kleine Rolle als „Pit“ und erzählt uns noch ein paar Anekdötchen von den Dreharbeiten, zum Beispiel von der bockigen Ziege, die partout nicht die Liebe zu ihrem Ziegenbock entdecken wollte, so ganz gegen den Plan in Edgar Reitz’ Drehbuch!
Für Liebhaber von HEIMAT und dem Rheinwein hat sich Herr Burg dann auch was Besonderes einfallen lassen: auf seinem Hof kann man demnächst „Pit´s Heimat-Wein“ erwerben.
Zum Abschluß dieses wunderschönen, aber auch anstrengenden Tages sei all denen gedankt, die zum Gelingen unserer HEIMAT-Tour beigetragen haben, insbesondere seien erwähnt
Ø der Winzer Karl Burg, der uns so nett empfangen und bewirtet hat
Ø die Wirtin der Gastwirtschaft Molz in Woppenroth für ihre leckere Hunsrücker Erbsensuppe
Ø unser Busfahrer Manfred Geiss, dem so manche Akrobaten-Leistung beim Busfahren über Hunsrücker Wiesen und Flure abverlangt wurde
Ø und natürlich unserer herrlich lockeren, lustigen „Marie Goot“ Eva Maria Schneider, die wir im Laufe des Tages alle in unser Herz geschlossen hatten.
Ihr habt diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Herzlichen DANK!
Bericht von Anja Diether, nach Vorlagen von Eva Maria Schneider