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Ein Schnitzel für den Spitzel! Keine Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Verfassungsschutz (VS)!
Im Rahmen der antifaschistischen Kehrwochen liefen Vielseitige und zum Teil recht erfolgreiche Aktionen gegen die Nazis. Die Vergangenheit hat gezeigt das es gerade nach solchen Kampagnen vermehrt zu Anwerbeversuchen durch den VS kommt.

Der deutsche Geheimdienst VS:
VSlerInnen, versuchen zwischen ihnen und den vermeintlichen Antifas „Gemeinsamkeiten“ herzustellen, die ja eigentlich das Gleiche wollten, nämlich gegen Nazis vorgehen. dem VS geht es in jedem Fall aber nur darum, an Informationen über die Linke Szene heranzukommen, die aktiven Widerstand (auch militanten) gegen FaschistInnen leisten, und eben nicht um den Kampf gegen Faschos.
Während der Staatschutz in der Regel darauf aus ist, konkrete Informationen über Zusammensetzung und Aktionen unserer Zusammenhänge zu kriegen, um aus ihnen Konstrukte bilden zu können, die sie gegen uns verwenden wollen, verfolgt der VS vornehmlich das Ziel, einen detaillierten Gesamtüberblick über den linken Widerstand zu bekommen. Er soll durch seine Analysen und Prognosen dazu beitragen, die geeignetsten Mittel des Repressionsapparates zur Sicherung des herrschenden Verhältnisse herauszufinden. Auf der Grundlage der Erkenntnisse des VS entscheiden die StrategInnen der "inneren Sicherheit", ob versucht werden soll, den Widerstand entweder durch Integration, Spaltung oder Zerschlagung zu brechen.
So kümmert sich der VS nicht um die Errichtung irgendwelcher personenbezogener Straftatkonstrukte, sondern vielmehr um die politische Arbeit, die von unseren Zusammenhängen gemacht wird. Er ist dabei ständig bemüht, diese Arbeit zu bewerten und vorauszusehen, inwieweit sie die herrschende Ordnung gefährden könnte. Dafür hält es der VS für notwendig, alle möglichen Interna, Diskussionen und Funktionen von Leuten aufzuzeichnen.
Natürlich gibt es aber trotz der unterschiedlichen Aufgaben einen regen Informationsaustausch zwischen Bullen und VS und über das gesetzlich erlaubte hinaus auch eine informelle Koordination und enge Zusammenarbeit wenn es um ein gemeinsames Ziel geht, bspw. die Kriminalisierung eines bestimmten Zusammenhanges oder Projektes.

Die Anquatsche:
Meistens kommt der Anwerbeversuch überraschend, auf dem Weg zur Arbeit, abends klingelt es an der Wohnungstür, wenn man gerade fern schaut usw... .
Bevor der Verfassungsschutz jemanden anspricht, erkundigt sich er genau über die Zielperson. Deshalb wissen die Beamten im Gespräch oft viele private und politische Details, die einen im ersten Augenblick überraschen und verunsichern sollen.
Damit hoffen sie, die angesprochenen Leute leichter zum reden zu bringen.
Also, wenn der Verfassungsschutz plötzlich vor der Haustür steht ist es erst einmal wichtig ruhig Blut zu bewahren.
Zur Art der Anwerbeversuche ist zu sagen, daß vor allem jüngere und unerfahrene AntifaschistInnen angequatscht werden, da sich der VS von ihnen noch eher verspricht an Informationen heranzukommen, als bei älteren "ideologisch gefestigten” AktivistInnen.
Dabei Nutzen die Verfassungsschutzbeamten gezielt die Situation der einzelnen Angesprochenen aus.
Sei es die Erwerbslosigkeit eines Jugendlichen, dem dann Hilfe bei Bewerbungen zugesagt wird, oder sei es in anderen Fällen das Versprechen, bei laufenden Ermittlungsverfahren oder Strafverfahren, die sich aus der Beteiligung an Demonstrationen ergeben haben, ein Auge zuzudrücken, wenn als Gegenleistung Informationen über linke Strukturen gegeben werden.
Wenn sich solche Ansatzpunkte für den VS bei AktivistInnen nicht ergeben, so wird entweder offen gedroht, ihn oder sie in der nächsten Zeit besser ins Visier zu nehmen, oder es wird oft eine hohe Geldsummen für Informationen geboten.

Verhaltenstips bei VS-Anwerbeversuchen:
1. Als von staatlicher Repression Betroffene trifft euch keine Schuld, ihr habt nichts „falsch“ gemacht; ihr seid nicht mit den „falschen“ Leuten zusammen gekommen; ihr seid aus den unterschiedlichsten Gründen vom staatlichen
Repressionsapparat „ausgewählt“ worden.
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2. BeamtInnen des Verfassungsschutzes, deren Arbeit sich im Gegensatz zum Staatsschutz ausschließlich auf geheimdienstliche Erkenntnisse bezieht, haben keinerlei Befugnisse, eine Aussage oder Mitarbeit zu verlangen; sie haben keine Macht, juristischen oder sonstigen Druck auf dich auszuüben (auch wenn sie in
Extremfällen damit drohen); deshalb verweist Mensch sie am Besten gleich des
Hauses.
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3. Die betroffene Person meldet den „Anquatschversuch“ am Besten sofort der „Bunten Hilfe Stuttgart.“ und erklärt sich einverstanden, diesen Vorgang zu veröffentlichen, denn nichts ist dem Verfassungsschutz unliebsamer als eine Öffentlichkeit, die seine Arbeit kritisch wahrnimmt und ans Tageslicht befördert.
Die Bunte Hilfe Stuttgart ist eine Antirepressionsgruppe für den Raum Stuttgart und Umgebung zu erreichen unter buntehilfe@gmx.net oder jeden ersten Dienstag im Monat ab 20 Uhr im BAZ 110 in der Ludwigstr. 110 A im Stuttgarter Westen.
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4. Bei VSlerInnen handelt es sich immer um geschultes, professionell ausgebildetes Personal, das euch in jeder Hinsicht immer um mehrere Schritte voraus ist. Zu denken, ihnen bei einem Gespräch etwas „vorspielen“, sie auf
falsche Fährten locken zu können, ist fatal - ihr wurdet ja eben deshalb ausgewählt, weil sie genauestens über euch, euren Freundeskreis und über euer Freizeitverhalten Bescheid wissen. Ihr werdet niemals zufällig
ausgewählt.