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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats: Die sprechende Violine! Portrait: Dr. Kunnakudi R.
Vaidyanathan (2.3.1935-8.9.2008)...
Sendetermine: Montag, 19. Januar 2009 (22:00-22:58 Uhr)
(wg. Programmumstellung Sendewiederholungen ab März 2009)
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Unsere Portraitsendung ist Dr. Kunnakudi R. Vaidyanathan (2.3.1935 - 8.9.2008) gewidmet, einem Violinisten der
südindischen Klassik. Kunnakudis Markenzeichen und ein Ausdruck seiner tiefen religiösen Verehrung, verwurzelt im Hinduismus, war von Weitem
sichtbar. Die Stirn mit einem Vibhuti, mit geweihter Asche aus Kuhdung und mit einem grossen, roten Sindoor (Vermilion-Punkt) bemalt, das Symbol
der Liebe und Stärke.
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Kunnakudi Vaidyanathan
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Kunnakudi R. Vaidyanathan war ein höchst innovativer, technisch brillanter und beim Publikum höchst beliebten Musiker. Ihm kommt
ein wesentlicher Verdienst zu, dass sein Instrument, die Violine eine Neupositionierung als Soloinstrument gefunden hat.
Kunnakudi veränderte die Interpretation der karnatischen,
südindischen Klassik und der leichten Unterhaltungsmusik. Den Kriti, eine musikalische Kompositionsform, vereinfachte er in seiner
spielerischen Wiedergabe, um den musikalischen Wünschen des Publikums mehr Raum zu geben.
Der Vater, Sri Ramaswamy Sastri entschied sich, KV zu einem
herausragenden Violinisten auszubilden, als er neun (9) Jahre alt war. Bereits im Alter von zwölf (12) begleitete Kunnakudi einige der
herausragenden Meister jener Zeit, unter Ihnen der grossartige Vokalist der südindischen Klassik: Maharajapuram Viswanatha Iyer (1896 – 1970).
Im Alter von 22 Jahren fand Kunnakudi erstmalig bei einem Filmstar des indischen Kinos
Beachtung: M.K. Thyagaraja Bhagavatar. In einem Nebenraum seiner Garderobe eines Studios in Madras spielte Kunnakudi „Bhoomiyil maanida Janmam spielte, ein Filmsong
, durch den Bhagavatar berühmt wurde.
Kunnakudi entschied im Alter von 32 Jahren, nicht mehr als Begleitmusiker aufzutreten.
Sein vordringlichster Wunsch war es, die Violine von einem Begleitinstrument in ein Solo
-Instrument zu verwandeln. Kunnakudi wollte der Violine einen eigenen Status verschaffen.
Zwischen 1974 und 1985 gaben Kunnakudi in Begleitung des Thavilspielers Chakravarti
Valayapatti A.R. Subramaniam mehr als 3.000 Konzerte. In dieser einzigartigen
Kombination mit dieser selten gespielten, südindischen Trommel und einem einfachen, melodiösen Violinspiel fand Kunnakudi ein grosses Publikum.
Aus einer bereits in seiner Kindheit ausgeprägten Liebe für Filmmusik leistete Kunnakudi
einen erheblichen Beitrag zur Anerkennung der süd- und nordindischen Klassik im
indischen Film und für die Entwicklung der frömmigen Musik in Tamil. Die gestalterische
Fähigkeit, Ragaskalen mit Filmmelodien zu verknüpfen war neben der technischen Brillanz eines der Geheimnisse für seine grosse Beliebtheit.
Kunnakudi Vaidyanathan besaß ein tiefes Vertrauen in die therapeutische Wirkung der
indisch klassischen Musik. Kunnakudi gründete 1996 das Raga Research Centre mit Sitz in
Chennai, dem er als Präsident vorstand und das von der Landesregierung Tamil Nadus für verschiedenste Forschungen finanziell gefördert wurde.
Im Laufe seiner Karriere ist Kunnakudi für seine Leistungen mit mehr als 200 Titeln und
Ehrungen bedacht worden. Im Jahre 2005 wurde er mit dem prestigeträchtigen „Padma
Shri der indischen Regierung ausgezeichnet, 1993 erhielt er den Sangeet Natak Adademi
Award der „Sangeet Natak Akademi, die nationale Akademie für Musik, Tanz und Drama mit Sitz in Delhi und Imphal..
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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats: Moorchana-s Untertitel: Die Matrix der Seele durch Musik....
Sendetermine: Dienstag, 17. Februar 2009 (23:00-23:58 Uhr)
(wg. Programmumstellung Sendewiederholungen ab MÄrz 2009)
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In der nordindischen und suedindischen Klassik gehen die Ragas und Ragams auf die aelteste musikalische Abhandlung des
Weisen Matanga Muni zurueck. Er ist der Verfasser des Brihaddeshi. Matanga lebte vor 2000 Jahren. Von ihm wurden die Moorchana-s
(o. Mūrcchanā-s) bereits beschrieben.
Matanga Muni fuehrte in der musikalischen Tradition - Ghandarva - den Begriff Moorchanas
ein, in Bezug auf eine fruehere Vorform der Ragas, den Jati-s (Jati-Gaan).
Moorchana leitet sich aus dem Wortstamm Moorcha, ab. Im Sanskrit bedeutet dies: die Unbewusstheit (unconsiousness)…
Die Moorchana-s uebernehmen eine wichtige Funktion in der Gestaltung von Ragakompositionen. Mit ihnen kann jede der
sieben (7) Hauptstufen einer Ragaskale in den Grundton Sa verwandelt werden, von dem aus neue Ragas mit den gleichen Intervallabstaenden des urspruenglichen Ragas entwickelt werden. Dieser modale Shift - Shadja - bewirkt in der akkustischen Wahrnehmung eine Veraenderung des emotionalen Ausdrucks des urspruenglichen Ragas. Diese Technik wird
Moorchana Paddhati genannt.
Neben dieser antiken Form des modalen Shiftens gibt es eine modernere Variante zur
Ableitung der Skalen, dem fixiterten System des Grundtons (fixed Tonic method). Hier wird
die erste Stufe Sa beibehalten und einzelne Intervallabstaende veraendert.
Eine Ragaform, die aus verschiedenen Moorchana-s hervorgeht, wird Moorchanakaraka Raga genannt.
Im Aeusseren sind die Moorchanas ein Spiegel der Welt. Der Grundton Sa erzaehlt ihre
Geschichte, wie eine Mixtur von Farben, die von dieser einzelnen Note Sa erzaehlt wird.
Ein Raga ist die Ausdehnung und Kontraktion des Haupttons Sa, wie das Universum
selbst erschaffen wurde, wie es sich ausdehnte und begrenzt ist. Das Geheimnis der
Moorchanas ist, das Ende mit dem Anfang zu verknuepfen, in einem endlosen Kreislauf der Erneuerung. Dieser Punkt Sam, mit Neubeginn wieder Sa, ist das Ursprungswort
fuer Samadhi, der Verschmelzung mit dem Goettlichen (Devi):
Moorchana sangeet ki papaharini devi hai. (Hindi)
(Uebersetzung: In der Musik sind die Moorchana-s das Goettliche, das von allen Suenden
befreit; das Goettliche, das die Seele im Zustand der Suendenlosigkeit besucht.)
Mit Methoden der modularen Arithmetik koennen die Moorchanas und die sich daraus
ableitenden Ragaskalen sehr einfach ermittelt werden. Auch fuer den Mathematiklaien steht eine 12×12er-Matrix - Moorchana Transform Matrix (MTM) zur Verfuegung, mit der
sich die Moorchanas eines Ragas sehr schnell berechnen lassen.
Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Moorchana-s mit mathematischen und
computergestuetzten Modellen hilft uns im rationalen Sinne, die Komplexitaet der
Moorchanas zu entzerren und das kompositorische, gestalterisches Potential fuer Ragaskalen zu begreifen.
Auf der Basis der 7 Hauptnoten (svara-s), dem melodischen Grundmaterial eines Ragas, werden die Moorchanas in 14
sequentielle Ordnungsmuster gefasst.
sadja-grama (1-7): -Uttaramandra | 4(sa) -3(ri) -2(ga) -4
(ma) -4(pa) -3(dha) -2(ni) Madhyama-grama (8-14): -Sauviri | 4(ma) -3(pa) -4(Dha) -2
(ni) -4(sa) -3(ri) -2(ga)
Das System der Moorchana-s ist die umfassendste Quelle, neue Ragas zu entdecken. Der Begriff der Harmonie in der
indischen Klassik versteht sich als eine Art Synphonie der Strasse, dem melodischen Terrain eines Ragas. Wie alle
Strassen, fuehren sie in die Welt hinaus; man kann auf ihnen aber auch wieder zurueckkehren. So bewegen wir uns mit
Hilfe der Moorchanas durch eine Ragaskala, zyklisch in der aufsteigenden und absteigenden Form.
In ihrem ruhenden Zustand des Unbewussten verharren die Moorchana-s still, bis sie uns
durch einen reinen Geist den Weg zu neuen Ragas und ihren Platz innerhalb der
universellen Familie von Ragaskalen oeffnen - ein aehnlicher Zustand, wie er sich uns durch Meditationspraxis offenbaren kann.
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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats (03/09):
Rabindra Sangeet - Eine Stimme fuer Alle!
Sendetermine: Montag, 16. März 2009 (22:00-22:58 Uhr)
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Rabindra Sangeet – Lieder von Tagore…
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R. Tagore in Kolkata, ca. 1915
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Als Rabindra Sangeet wird in Indien ein musikalisch-literarisches Konzept bezeichnet, das sich im 20. Jahrhundert als ein
eigenstaendiges Genre etablierte. Darin ist die indisch klassische
Musik eingebettet, gleichermassen die nordindische Klassik – Hindustani wie die Klassik Suedindiens – die karnatische Musik.
Das Konzept wurde von dem indischen Universalgenie Rabindranath Tagore begruendet. Im Englischen wird Rabindra Sangeet als „Tagore Songs – „Lieder von Tagore uebersetzt.
Tagores Gesamtwerk umfasst aus einer etwa 60-jaehrigen Schaffenszeit bis zu seinem Tod im Jahre 1941 (7. Mai 1861 – 7.
August 1941) mehr als 2200 Lieder, neben ca. 1000 Gedichten, zwei Dutzend Theaterstuecken, Tanzdramen, acht Novellen, mehrere
Ausgaben von Kurzgeschichten und vielfaeltige literarischen Werken mit sozialen, religioesen, politischen und erziehungswissenschaftlichen Essays
und Beitraegen zu Filmwerken und als Maler.
Tagore war Wuerdentraeger des Nobelpreises fuer Literatur und einziger Komponist zweiter Nationalhymnen, der von Indien („Jana Gana Mana) und von Bangladesh („Amar Shonar Bangla). Tagore wurde als erster Nicht-Europaeer fuer sein Werk „Gitanjali mit
Publikation im Jahre 1912 und 1913 in New York und London mit dem Nobelpreis fuer Literatur ausgezeichnet.
Gitanjali – in der UEbersetzung „Ein Angebot an Liedern (Song Offerings) ist eine
Sammlung von 103 englischen Gedichten. Ein Grossteil der Gedichte wurden von
Rabindranath Tagore selbst uebersetzt. Die fruehe Ausgabe in bengalischer Sprache stammt aus dem Jahre 1910 (Git = Song + Anjoli = Offering).
Gitanjali, Vers 100:
„Ever in my life have I sought thee with my songs. It was they who led me from
door to door, and with them have I felt about me, searching and touching my world.
It was my songs that taught me all the lessons I ever learnt; they showed me secret
paths, they brought before my sight many a star on the horizon of my heart.
They guided me all the day long to the mysteries of the country of pleasure and
pain, and, at last, to what palace gate have they brought me in the evening at the end of my journey?
(PDF-Download | Source)
Die von Tagore begruendete Universitaet Visva Bharati („Gemeinschaft der Welt mit Indien – Community of World with India) beherbergt eine Vielzahl von Instituten, u.a. das Sangit Bhavana (Institute of Dance, Drama and Music). Der erste Leiter war Dinendranath Tagore. Er lebte von 1882 bis 1935. Dinendranath war der Neffe von Rabindranat Tagore –
ein talentierter und herausragender Saenger in Baritonlage, der sich als kuenstlerischer
Leiter von Rabindranaths Theaterstuecken und als Direkter der dramaturgischen
Abteilung der Visva-Bharati Universitaet auszeichnete. Ihm sind mit Kenntnis der
westlichen Notation die Niederschriften einer Vielzahl der Melodien von Rabindranaths Kompositionen zu verdanken.
Die Abteilung „Musik (Music Board) der Visva-Bharati Universitaet, wurde drei Jahre
nach dem Ableben von Tagore im Jahre 1944 errichtet. Heute ist sie mit der Ausrichtung
von Tagore Festivals und mit Unterrichtsangeboten im Rabindra Sangeet in Kolkatta befasst.
Tagores Erbe wird in Indien in Form von Tagore Festivals gefeiert, der alljaehrlichen Zeremonie von Kapipranam,
Tagores Geburtstag am 07. Mai. Wallfahrten von Kolkatta nach Shantiniketan und feierliche Liederabende zu festlichen Anlaessen sind in der bengalischen Kultur tief
verwurzelt. Auch im Ausland wird der Geburtstag von Tagore gefeiert, mit dem jaehrlichen Tagore-Festival in
Urbana (US-Bundesstaat Illinois). Dieses Festival konnte im Jahre 2008 sein 20-Jaehriges Jubilaeum feiern.
Mit dem Gedicht „Prosno in Bangla, der Muttersprache Tagores existiert eine der wenigen
noch existierenden Aufnahmen. Sie ist nicht naeher datiert. Tagores Stimme vermittelt uns
die Klangaesthetik und Metrik seiner Dichtkunst aufs Trefflichste.
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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats (04/09):
NAVAGRAHA - Ragas fuer 9 Planeten
Sendetermine: Montag, 20. April 2009 (22:00-22:58 Uhr)
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Astrologie in Indien…
Die noch junge Republik Indien mit Verfassung am 26. Januar 1950 befindet sich seit nun mehr als 60 Jahren auf dem Weg
in die Demokratie. Im modernen Indien spielt die Astrologie bis heute eine herausragende Rolle. Seit 1957 gibt es den von der indischen Regierung
veroeffentlichten Astrologischen Jahreskalender (National Panchanga).
Wie sich die traditionelle, ayurvedische Medizin in Indien erhalten hat, gibt es keine Geschaeftstaetigkeit, kein
Umzug oder eine Heirat ohne den astrologischen Kalender… selbst in den indischen Wissenschaften findet sich die Astrologie wieder. Zu ihr wird auch
die traditionelle indische Astronomie, Siddhanta gezaehlt.
In der Samhita, der Astrologie, die sich mit dem Schicksal Indiens, mit Kriegen, Erdbeben, politischen Ereignissen,
Wirtschaftsfinanzen beschaeftigt und mit Hora, dem Geburtshoroskop beziehen die Inder zu fast allen Ereignissen einen indischen Astrologen hinzu.
NavaGraha Kriti-s…
Mit dem Werk NavaGraha Kritis des Komponisten Muthuswami Diskhitar werden insgesamt neun (9) der
Planeten in der indischen Astrologie gepriesen, die wir Ihnen in dieser Sendung vorstellen. Dikshitars bevorzugte Kompositionsform war der Krithi,
die Lyrik verfasste er in Sanskrit.
Den neun (9) Planeten der indischen Astrologie huldigte Dikshitar sieben (7) Krithis, fuer jeden Tag der Woche einen…
und weitere zwei (2) wurden nach der Auffassung der Musikwissenschaftler von Bewunderern u. Nachfolgern Dikshitars vervollstaendigt.
Muthuswami Diskhitar lebte von 1775 bis 1835. Dikshitar war der Juengste des Dreigestirns der suedindischen Klassik,
neben Tyagaraja und Syama Sastri. Er wurde in Tiruvarur, im Bundeststatt Tamil Nadu geboren und entstammt einer Brahmanenfamilie. Diskhitar
wurde nach der Tempelgottheit Muttukumaraswamy benannt. Dikshitar wuchs mit zwei juengeren Bruedern und einer Schwester auf. Sein Bruder Baluswami
Dikshitar fuehrte die Violine in die suedindische Klassik ein.
Diskhitar erhielt die musikalische Grundausbildung von seinem Vater Ramaswami. Bereits in seiner Jugendzeit wurde er
von ihm auf die Wanderschaft geschickt , mit einem Moench namens Chidamabaranatha Yogi. Dikshitar sollte seine Kenntnisse in der Musik und
Philosophie erweitern. Von Chidamabaranatha erlernt Diskhitar das Spiel auf der Veena, eine der aeltesten Lautenformen Indiens. Der junge
Muthuswami bereiste viele Regionen Indiens bis in den hohen Norden. Seine Eindruecke spiegelen sich in den Kompositionen mannigfaltig wieder.
Muthuswami Dikshitar verfasste als Einziger Kompositionen in allen Ragaformen der suedindischen Klassik, ingesamt 72 Hauptragas im
Melakarta-System, der karnatischen Musik. Nahezu 500 Lieder in 191 Ragaformen sind noch heute erhalten.
Um die Kompositionsarbeit von Muthuswami Dikshitar ranken sich viele Geschichten. So wird berichtet, dass er waehrend
eines Zustandes der Meditation von der Gottheit Subramanya, aufgefordert wurde, den Mund zu oeffnen. Subramanya, Lehrer von Shiva, der hoechsten
Gottheit als der Erschaffer des Universums, legte ihm ein Zuckerstueck in den Mund und verschwand. Als Muthuswami seinen Mund oeffnete, hatte er
eine Vision von Muruga, dem Gott des Krieges. Dazu verfasste er seine erste Komposition: Shri Nathadi Guruguho – in der Ragaform Mayamalavagowla.
Zu den Beweggruenden Dikshitars fuer die Komposition der Navagraha Kriti-s gibt es eine Legende. Sie besagt, dass
einer seiner Schueler, Tambiappan an einer Magenverstimmung litt. Auch eine medizinische Behandlung war erfolglos. Daraufhin betrachtete Diskhitar
das Geburtshoroskop von Tambiappan. – Und stellte fest, dass sich der Planet Jupiter – bRihaspati – in einer unguenstigen Konstellation befand.
Eine rituelle Lobpreisung der Gottheit bRihaspati war fuer Laien aber aeusserst schwierig. So komponierte Dikshitar Brihaspate in der Ragaform
Atana. – Und forderte seinen Schueler auf, die Strophen fuer eine Woche zu singen. Der kranke Tambiappan wurde geheilt.
Dieser Erfolg veranlasste Diskhitar, fuer sieben (7) Planeten Kriti-s zu schreiben, fuer jeden Tag der Woche. Diese
Vara Kriti-s sind in den sieben (7) Grundrhythmiken der suedindischen Klassik verfasst: Suladi Sapta Tala. Die Zaehlweise stellt eine Analogie zu
den astrologischen Perioden fuer jeden Planeten dar. Bevorzugt waehlte Diskhitar ein langsames Tempo.
Dikshitar verwendete fuer dieses Werk, das bis heute als Navagraha Krithi-s in Indien bekannt und beliebt ist, nur
vollstaendige Ragas aus, sampoorna. In der auf- und absteigenden Skala finden sich alle sieben (7) Hauptnoten. Eine Ornamentierung, die Gamakas
zeichnen sich durch Dikshitars eigene Signatur (Mudra) aus. Als Guruguha ist sie das Namenssynonym fuer die Gottheit Subramanya.
Sonne (Surya) – Kriti Suryamurthe Namosthuthe – Ragam Saurastram
Mond (Chandra) – Kriti Chandram Bhaja Manasa – Raga Asaveri
Mars (Angaraka) – Kriti Angarakam Ashrayamyaham – Raga Surati
Venus (Shukra) – Kriti Sri Sukhra Bhagavantham – Raga Pharaj
Jupiter (Brihaspathi) – Kriti Brihaspathe Tarapathe – Raga Athana
Saturn (Shani) – Kriti Divakaratanujam Shanaishcharam – Raga YadukulaKambhoji
Merkur (Budha) – Kriti Budham Ashrayami – Raga Nattakurahnji
1. Schattenplanet (Rahu) – Kriti Smaramayaham sadarahum – Raga Ramamanohari
2. Schattenplanet (Ketu) – Kriti Mahasuram Ketumaham – Ragam Camaram
Indische Astrologie…
Jyotisha ist das hinduistische System der Astrologie, die vedische Astrologie, die
zeitgleich zur maurischen Periode bestand, in der erstmalig die Bewegung von Sonne und Mond aufgezeichnet wurden.
In den Veden wird die Verbindung – Bandhu – zwischen dem Mikrokosmos und universellen Makrokosmos hergestellt.
Die aeltesten astrologischen Abhandlung sind im Sanskrit – im Yavanajataka (Sayings of
the Greeks) dokumentiert, in einer Zeit enger Beziehungen zwischen der griechischen,
hellenistischen und der indischen Kultur. Die indo-griechische Periode wird auf das 2. bis 3. Jahrhundert nach Christi-Geburt datiert.
Im 5. Jahrhundert leisteten in Indien Authoren mit astrologischen Studien einen
bedeutenden Beitrag fuer die gesamte Entwicklung der Astronomie im fruehen Mittelalter.
Erst 1961 und 1963 gab es zu spaeten Textwerken im 8. Jahrhundert, wie dem Saravali,
englische UEbersetzungen von N.N. Krishna Rau und V.B. Choudhari.
Veroeffentlichungen im 20. Jahrhundert, wie New Techniques of Predictions mit dem
System des Yoga-Punktes von H.R. Seshadri Iyer in den 60er Jahren wurden auch im Westen populaer.
Die Planeten, Graha-s sind in ihrer Anzahl 9 rotierende Himmelskoerper.
Die beiden Hauptplaneten, Sonne und Mond, werden um fuenf (5) sichtbare Planeten,
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn ergaenzt, mit zwei (2) Schattenplaneten, dem
abnehmenden und zunehmenden Mond. Rahu und Ketu werden als Kopf und Hinterteil eines Schlangendaemons abgebildet.
Der Planet Sonne (Surya) ist der fuehrende Planet, mit der Macht ausgestattet, alle
Dunkelheit zu erhellen und die Suenden der Welt zu zerstoeren. Surya lenkt einen 7-spaennigen Steitwagen.
Der Mond (Chandra) steht als zweiter Planet der Sonne – Surya am Naechsten. Er ist der
Bruder der goettlichen Mutter Lakshmi. Chandra ist weiss wie der Herbstmond, besitzt vier
Haende (chatur bhuja) und ist geschmueckt mit Armbaender, Girlande und Krone. Chandra
produziert Nektar und kann pflanzliche Medizin herstellen. Er ist der Erschaffer der
Nacht… und Gott der Kalas, der sechzehn Mondphasen. Chandra kontrolliert den Verstand, er beruhigt den menschlichen Verstand.
Waehrend die Venus (Shukra) in der indischen Astrologie das vollstaendige Wissen der
Wahrheit und die Authoritaet fuer eine erfolgreiche Ehe verkoerpert., ist Mars (Angaraka)
der Sohn der Mutter Erde, die Gottheit des Dienstags. Mars erscheint in den Darstellungen roetlich, bewaffnet mit Schwert und Dreizack.
Jupiter (Brihaspathi) verkoerpert die vier (4) Manifestationen der Rede. Er ist frei vom
Altern und traegt einen Donnerblitz. Sein Vater ist Brahma, die Gottheit des Erschaffens.
Saturn (Shani) ist der Sohn von Surya, der Sonne, und Bruder der Gottheit Yama.
AEusserst couragiert und furchtlos, lehrt er Menschen, die dem weltlichen Leben zu sehr
zugeneigt sind, das Fuerchten. Er ist von dunkler Gestalt, reitet eine Kuh und ist ganz in Blau gekleidet.
Merkur (Budha) zeichnet sich durch seine Intelligenz aus, mit der er suesse Poesie
verfassen kann. Er ist immer voller Freude und von leuchtender Erscheinung, wie Saffran. Budha beschuetzt die Glaeubigen von Lord Shiva.
Die Schlangendaemonen Rahu und Ketu besitzen grosse Macht. Rahu traegt einen
Harnisch, Schwert und Dreizack und befreit den Geist von der Furcht vor Schlangengift.
Ketu traegt eine aussergewoehnlikche Krone und silbernes Gewand; er sitzt auf einem
menschlichen Koerper. Ketu ist der Freund der guten Menschen, die sich von den Guna Doshas, dem Guten und Boesen befreit haben.
Die indische Astrologie wird an vielen Universitaeten Indiens gelehrt. Bis in die juengste
Zeit fand in Indien eine streitbare Auseinandersetzung unter den Vertretern der modernen
Wissenschaften statt, darueber ob die Astrologie ueberhaupt als Wissenschaft anerkannt
werden kann. Ein Urteil des hoechsten Gerichtes im Jahre 2004 beendete diesen Streit: der
Astrologie wurde die Qualifikation abgesprochen, Religionslehren zu verbreiten.
Tempel…
Die Graha-s, die neun (9) Planeten finden sich in beruehmten Tempelanlagen Suedindiens,
im Bundesstaat Tamil-Nadu als Behausungen der Gottheiten wieder.
Fuer jeden der sieben (7) Planeten, die Sonne und den Mond, den Mars, Merkur, Jupiter,
Saturn und die Venus und auch fuer die Schattenplaneten, die ab- und zunehmenden
Mondhaelften findet sich in der Naehe von Mayiladuthurai, Nagappattinam und Thanjavur ein Tempel.
Zu all diesen Tempeln pilgern eine Vielzahl von Hindus. Ein Tempelbesuch verspricht fuer
alles Leben im Universum Glueck fuer gute Taten, gleichermassen Unglueck fuer schlechtes Tun und Handeln.
Diese Tempel sind im touristischen Angebot und koennen mit Tagesausfluegen besichtigt werden.
Sonne: Suriyanar Koil Mond: Thingalur Merkur: Thiruvenkadu Saturn: Thirunallar
Venus: Kanjanur Jupiter: Alangudi Mars: Vaideeswaran Koil Rahu: Keezhperumpaalam Ketu: Thirunageswaram
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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats (06/09):
Ragas, Ghazals und Goethe…
Sendetermine: Montag, 15. Juni 2009 (22:00-22:58 Uhr)
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Das Wort Ghazel
stammt in seinem Ursprung aus dem Arabisch-Perischen, Gazal. Im Tuerkischen treffen wir auf diese Poesieform als Gazel.
Neben dem Parsi, dem Persischen, in der Sprache der Paschtunen, in Hindi und Urdu, das in Pakistan gesprochen
wird, haben sich Ghazals in vielen weiteren Sprachen als Ausdrucks- und Versform der Poesie etablieren koennen. Weit ueber Indien, Pakistan und Afghanistan hinaus bis in den anglo-amerikanischen, hebraeischen und deutschen Sprachraum hinein erfuhren und erfahren sie ein grosses Interesse; im Spanischen experimentierte Federico Garcia Lorca mit der Ghazal-Form.
Der traditionelle Ghazal hat in einem melancholischen Ausdruck die Liebe, das Leben und methaphysische Fragen zum
literarischen Gegenstand. Seine Wurzeln reichen bis in die arabische Welt des 6ten, 7ten Jahrhunderts zurueck.
In der Literatur wird mit Ghazel nicht selten eine Form der leichten Klassik innerhalb der indisch klassischen Musik definiert. Unsere Sendung wird zeigen, dass es sich mit dieser Strukturform der Poesie doch ein wenig anders verhaelt.
Ihre Ausdrucksstaerke gewinnen die Ghazals durch eine „unpersoenliche Note, in die der Leser respektive Zuhoerer ganz
nach seiner individuellen Befindlichkeit hineininterpretieren kann. Ghazals leben in ihrem emotionalen Ausdruck von einer Codierung, einer
symbolhaften, indirekten Ansprache, und von dem Gegensaetzlichen, wie beispielsweise dem Trennungsschmerz einer unerfuellten Liebe, in goettlicher
Form, auf einer metaphysischen, universellen, spirituellen Ebene…
Die Filmindustrie Indiens und Pakistan hat wesentlich zu der Popularisierung der Ghazals beigetragen. Ihre
Vielfaeltigkeit in dem Ausdruck der Liebe und emotionaler Gemuetszustaende, wie Zweisamkeit, Verlangen, Trennungsschmerz, Teilnahmslosigkeit auch
in Form von Politikmuedigkeit oder Reue, die vorrangige Bedeutung des Wortes und die sanfte Natur der Ghazals fanden in Mumbai, der
Bollywood-Metropole und in Lollywood, dem Pandong der Filmindustrie Pakistans eine Vielzahl von Interpreten.
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Ghazal-Komponisten aus Indien & Pakistan (Urdu-Ghazals)...
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Hafiz o. Hafez
(1315-1390)
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Muhammad Jalaluddin Rumi (13th century)
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Mirza Assadullah Khan Galib (1797-1869)
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Daag Dehlvi (1831-1905)
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Muhammad Iqbal (1877-1938)
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Faiz Amed Faiz (1911-1984)
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Mehdi Hassan (1927)
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Johann Wolfgang von Goethe
J. W. v. Goethe gilt als Begruender der „Weltliteratur. Neben
seinen Arbeiten fuer die Musik, Theologie und Wissenschaften zeigte er grosses Interesse fuer die persische und arabische Literatur.
Mit seinem nicht-fiktionalen in Aphorismen gefassten Schreibstil hatte Goethe mit Friedrich Schiller als fuehrende Figuren des Weimarer Klassizismus massgeblichen Einfluss
auf die deutsche Philosophie und weit ueber die europaeischen Grenzen hinaus.
Goethe & Hafiz – „West-oestlicher Divan
Goethe schrieb das Sammelwerk West-oestlicher Diwan als eines seiner spaeten Werke, zwischen Schillers Tod im Jahre 1805 bis zu seinem Ableben im Maerz 1832.
Das Sammelwerk wurde wohl zwischen 1814 und 1819 geschrieben. Es ist im Jahre 1827 in
einer erweiterten Auflage veroeffentlicht worden. Der West-oestliche Divan umfasst ganz
im Sinne seiner urspruenglichen Wortbedeutung 12 Buecher (s. Gutenberg-Projekt).
Der „West-oestliche Divan darf entsprechend seiner Zeit als ein Ausdruck eines
interkulturellen Austausches, einer westlich-oestlichen Annaeherung zwischen Orient und Okzident verstanden werden. Im zweiten Buch, dem Buch Hafis (Hafis Namen) hatte
Goethe konkret Bezug genommen auf den persischen Dichter und Ghazal Meister Hafiz.
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Hafiz-Goethe monument (Weimar)
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Goethe selbst wurde von Hafiz (o. Hafez) fuer sein Interesse an Persischer Literatur massgeblich beeinflusst
. Noch heute erinnert das Hafez-Goethe-Denkmal in Weimar an diese Beziehung.
Goethe hat fuer den West-oestlichen Diwan im Mittleren Osten und Suedasien grosse Anerkennung gefunden.
Als Antwort auf Goethes Diwan veroeffentlichte der pakistanische Nationaldichter Muhammad Iqbal 1924 sein Werk „Payam-e-Mashriq (The Message of the East).
Auch Weggefaehrten Goethes befassten sich in
aehnlicher Weise mit orientalischen, arabischen oder suedasiatischen Themen und
bedienten sich des Ghazal fuer ihre Dichtkunst. Der deutsche Dichter J. M. Friedrich
Rueckert (16.05.1788-31.01.1866) war UEbersetzer und Professor fuer orientalische Sprachen und schrieb 1839 das Werk „Brahmanische Erzaehlungen (Brahmin Stories). Es
umfasst 6 Baende, in denen Rueckert extensiv den Ghazal als Poesieform verwendete. Der Dichter August von Platen (Karl August Georg Maximilian Graf von Platen
-Hallermuende – 24.10.1796-05.12.1835) veroeffentlichte 1821 die Ghaselen und 1823 die „Neuen Ghaselen. Der Philosoph Georg Friedrich Daumer (5.3.1800 – 14.12.1875) glaenzte mit seiner
dichterischen Kunstfertigkeit in dem 1846 in Hamburg veroeffentlichten Werk „Hafis, eine
freie Interpretation der Lieder beruehmter persischer Dichter.
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IMC präsentiert ... Raga CDs des Monats (07/09):
Tradition & Moderne - Eine Hommage an Ali Akbar Khan.
Sendetermine: Montag, 20. Juli 2009 (22:00-22:58 Uhr)
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„Eine Hommage an Ali Akbar Khan – diese Sendung erweist einer „Legende auf der Sarode die Ehre, dem Johann Sebastian Bach der
nordindischen Klassik, oder einfach nur Khansahib, wie man Ali Akbar Khan in Indien liebevoll nannte.
Ali Akbar Khan verstarb am Morgen des 18. Juni 2009, 87-jaehrig im Kreise seiner Familie, zuhause in San Anselmo, Kalifornien. Ali Akbar
Khan war seit 2004 Dialysepatient. 2006 besuchte er zum letzten Male Indien fuer einen Auftritt beim Dover Lane Music Festival(Music
Conference) in Kolkata…
Tribute (extract) by Ustad Zakir Hussain
(Tabla Maestro) on the burial day (June, 21st - Mt. Tamalpais Cemetary (2500 5th Ave, San Rafael, CA 94901) )
(Source: Kamla Bhatt @ Youtube, 26th June 2009)
Neben jaehrlichen Weltourneen und als Filmkomponist wirkte er mehr als 4 Jahrzehnte
besonders als herausragender Musikpaedagoge – in dem von ihm gegruendeten Ali Akbar College of Music (AACM).
Khansahib war eine Ausnahmeerscheinung am Firmament der indischen Musik. Er
verstand die Musik als eine universelle Sprache. Ein musikalischer Klang beruehrt jedermanns Herzen und Geist, Musik als Nahrung der Seele.
Die indischen Ragas verstand Ali Akbar Khan als einen Zustand der zeitlosen Ewigkeit, in
die das Leben mit seinen kurzen Momenten eingebettet ist. In einem Interview mit Gautam
Chatterjee der indischen Tageszeitung The Hindu, in der Ausgabe vom 17. Februar 2006 beschreibt Khansahib dies wie folgt:
„Die Glueckseligkeit, die Freude eines Ragas erfaehrt man, wenn man dafuer stirbt. Der Tod
ist die Voraussetzung fuer dieses Glueck. Fuer einen Raga leben wir, und wir sterben
dafuer. Das ist das ganze Geheimnis, um das es in der Lehrer-Schueler-Beziehung, Guru-Shishya-Parampara geht.
Die musikalische, die emotionale Wirkung eines Ragas entsteht aus dem Verstaendnis fuer
den zeitlichen Zwischenraum – zwischen den Noten. Auf einer Note fuer einen Moment zu
verharren, ist, als wuerde man tief einatmen, um zu verstehen, dass die Pause zwischen den
naechsten zwei Noten dem Ein- und Ausatmen gilt. Von einer Note zur naechsten zu
wandern, ist schwierig genug, aber dies mit einer Pause, einer Unterbrechung zu gestalten,
ist nahezu unmoeglich. Es mag nur gelingen, wenn man sich dieser Aufgabe ein ganzes Leben lang hingibt.
Wie steht es um das unschaetzbare Vermaechtnis von Ali Akbar Khan ? – Khansahib
hinterlaesst nach drei Ehen sieben Soehne und 4 Toechter. Sein aeltester Sohn Aaashish Khan ist ein renommierter Sarod-Spieler, zwei weitere Soehne, Alam und Malik spielen
gleichfalls das Instrument ihres Vater. Die Familie Khan fuehlen sich der Aufgabe
verpflichtet, das Ali Akbar College for Music und die Ali Akbar Khan Bibliothek weiterzufuehren.
Ali Akbar Khan hinterlaesst uns einen unermesslichen Fundus an Audiodokumenten. Seit
2007 werden mit Foerdermitteln mehr als 1000 Konzerte mit 1500 Stunden Spielzeit und ca.
6000 dokumentierte Unterrichtsstunden fuer den Aufbau einer digitalen Bibliothek
aufbereitet. Bis heute sind davon ca. 2000 Stunden Audiomaterial archiviert.
IMC OnAir stellt Ihnen als Hoerbeispiele die Ragas Chandranandan, Darbari Kanra, Gauri
Manjari, Medhavi, Manj Khammaj, Sindhi Bhairavi und Jogiya Kalengra vor.
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IMC präsentiert... Raga CDs des Monats (08-09/09):
Alankaras - 10 Typen der Ragaornamentik (Teil 1 u. 2)
Sendetermine: Montag, 17. August / 21. September 2009 (22:00-22:58 Uhr)
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IMC OnAirs monatliche Sendung im August u. September befassen sich mit den zehn wesentlichen Alankars
. Sie können in ihrem Charakter in vier Haupttypen (m. 10 Charakteren) gruppiert werden.
Der indische Begriff Alankar oder Alankara stammt aus dem Sanskrit, der alten Wisschenschaftssprache Indiens.
Die Bedeutung ist vielfältig: Schmuck (jewelry), literarische Ausschmückung oder Dekoration. Als Sabda-Alankara wird die Ornamentierung durch Klang, der dekorative Gebrauch von Klang oder von
schmückenden Wörtern bezeichnet. Die letzte vor ca. 100-150 Jahren geordnete Klassifizierung in der indischen Klassik war auch als
Shabdalankar bekannt.
Im Vergleich zu der früheren Klassifizierung Shabdalankar, in der die indischen Musikschulen, die Gharana-s erhebliche Unterschiede aufwiesen, reduziert sich die in unserer heutigen Zeit gebräuchliche Clusterung (10 Charaktere) auf die Behandlung der Noten, der swara-s. Es sind:
1. Asthai Alankar – die Rückkehr zur Anfangsnote, 2. Arohi Alankar
– eine Notensequenz in der aufsteigenden Skala, 3. Amrohi Alankar – eine Notensequenz in der absteigenden Skala und 4.
Sanchari Alankar als eine Kombination der Typen 1-3.
In der barocken Zeit der westlichen Klassik diente die Ornamentik zur Ausschmückung der Melodielinien. Der Gesangsinterpret improvisierte mit der Ornamentierung, wie wir es noch heute in der irischen Musiktradition wiederfinden. Die indischen Noten sind nicht statisch; kürzer gespielte Staccato-Noten (im Italienischen bedeutet staccare abreißen) oder einzelne für sich gespielte Noten sind nicht hörbar.
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4 Beispiele von Alankara-s (Quelle: Sitar Technique in Nibaddh forms,
written by Stephen Slawek, 1987))
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Die Swara-s stehen in ständiger Verbindung zueinander. Jede Note ist verknüpft mit der Vorherigen und Nachfolgenden. Solche
Vorschlagsnoten (grace notes) – Kan-Swara-s – sind die Grundlage für
jede Form der Ornamentik, den Alankara-s. Die Alankara-s sind der Kern für die Entfaltung und Schönheit eines Ragas.
Der früheste Bezug zu diesem Begriff findet sich mit 33 Alankars in dem Natyashastra, ein Grundlagenwerk des
Weisen Bharata zu den darstellenden Künsten des antiken Indiens. Die Schrift wird zwischen 200 vor Christus und etwas 100 nach Christi Geburt
datiert. Weitere bedeutende Abhandlungen zur Klassifizierung der Alankars sind das Sangeet Ratnakar von Sharangdev im 13. Jahrhundert und das Sangeet Parijat von Ahobal
im 17. Jahrhundert, in denen 63 bzw. 68 Typen von Alankars beschrieben werden.
s.a. IMC OnAirs Sendung aus November 2008: Mikrotne im Hindustani Sangeet. - Die mikrotonale Struktur indischer Ragas.
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IMC präsentiert... Raga CDs des Monats (10/09):
JUGALBANDI - das Duett in der indischen Klassik.
Sendetermine: Montag, 19. Oktober (22:00-22:58 Uhr)
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Die indisch klassische Musik wird seit Jahrhunderten in Form des uns im Westen bekannten Kammerspiel-Ensembles
präsentiert.
Im Jugalbandi gibt es wenigstens zwei Solisten, die gleichberechtigt nebeneinander spielen. Man kann nicht zwischen
einem Begleitinstrument und einem Hauptakteur unterscheiden. Es ist wie die Begegnung zweier Fremder, die miteinander synergetisch in einen Dialog
treten. Werden diese von zwei Rhythmikspielern begleitet, z.B. auf der Tabla und Pakhawaj, spricht man von einem „Double Jugalbandi.
Der Begriff „Jugalbandi (o. Jugalbhandi) bedeutet im Wortsinne etwa „in einander verschlungene Zwillinge (twins tied
together / to tie a pair). Im Dhrupad wie auch in anderen Genres des Musikschaffens, findet sich das Wort ‚yugul wieder. Es bedeutet „Paar.
Jugal (S) = Paar + bandi (A) = verbinden
Die Einführung des Jugalbandi kann nicht genau datiert werden. Während der Khayal, ein moderner und eleganter
Gesangsstil der nordindischen Klassik als Soloform – Ekala – meist einem einzelnen Sänger vorbehalten bleibt, kennt man das Gesangsduett
(s.g. Jugal-Gaan) bereits im ältesten Stile der nordindischen Klassik, dem Dhrupad. Die Entstehung des Dhrupad kann auf etwa 100 n. Chr. datiert
werden.
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Bombay Sisters
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Ravi Shankar & Ali Akbar Kahn
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Wadali Brothers
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Senior Dagar Brothers
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Sikkil Sisters
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Vilayat & Shujaat Khan
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Rajan & Sajan Mishra
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Nathamuni Brothers
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Hinweis: IMC OnAirs Sendung „Jugalbandi – das Duett in der indischen Klassik grenzt
sich inhaltlich zu dem gleichlautend kompositorischen Begriff ab. Der indische Musikwisschenschaftler Vishnu Narayan Bhatkhande verfasste Jugalbandi
-Kompositionen. Bhatkhande lebte bis 1936 (10. Aug. 1860 – 19. Sept. 1936); auf ihn geht
das Klassifizierungschema der nordindischen Ragas zurück, das s.g. Thaat-System. In
seinen Jugalbandi-Kompositionen griff Bhatkhande eine traditionelle Ragaform auf und
stellte ihr eine moderne Abwandlung gegenüber. Durch diesen Kontrast kristallisiert sich
für das Publikum die traditionelle Ragamelodik (redaktionelle Anmerkung:
„inhaltsbeschreibend im Gegensatz zur Melodie als „formbeschreibend) deutlich hörbar heraus.
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IMC präsentiert... Raga CDs des Monats (11/09):
Teil 1: Frauen in der indisch klassischen Musik.
Sendetermine: Montag, 16. November (22:00-22:58 Uhr)
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Im 19./20. Jahrhundert hat die indisch klassische Musik, im Besonderen die nordindische Klassik (Hindustani)
einen spürbaren Wandel erfahren. War sie als höfische Kunst der Arbeitsplatz der Kurtisanen (s.g. Tawaifs), hat sich die indische Klassik zu
einer anerkannten Kunstform entwickelt, die von jungen Mädchen und Frauen aus angesehenen Familien erlernt und als Beruf ausgeübt wird.
Die Hindustani-Musik stand im frühen indischen Mittelalter besonders unter persischen Einfluss. Eine Patronage am Hofe
der Großmogule; im 16. Jahrhundert, versprach höfischen Künsten und den Artisten Wohlstand. Viele junge Mädchen wurden in den darstellenden
Künsten ausgebildet. Dazu gehörten der Kathak-Tanz und die indische Klassik, die Literatur mit Poesieformen wie den Ghazals und Thumris.
Die Thumri-Form ist ein Genre der leichten Klassik, häufig zum Hori-Fest, dem Frühlingsfest der Farben
gesungen. Ursprünglich wurden die Thumri-s mit viel emotionalem Ausdruck durch Gestiken und Gesichtsmimiken – Abhinaya
– ausgedrückt. In der weiteren Entwicklung verschwand diese Darstellungsform, die dem indischen Tanz vorbehalten blieb. Die Sängerinnen wichen dafür auf rein stimmliche Improvisationsformen ohne Lyrik aus, die sogenannten
Bol-Banav-Ki Thumris.
Am 29. August 2009 wurde der Dokumentarfilm „Rasoolan Bai - Das andere Lied (original: The other Song) im Bangalore International Centre (Bangalore) der Öffentlichkeit vorgestellt. Rasoolan Bai
(1902-1974) aus Varanasi bildete zusammen mit Begum Akthar (1914-1974), Badi Moti Bai von Benares und Siddheswari Devi
(1907-1976) das Quartett der Gesangsköniginnen.
Von dem Rebell Gangubai Hangal (Gaanewali) wurden die geschlechterspezifischen Barrieren in der nordindischen Klassik durchbrochen. Gangubai wird auch als der „Vater
des Khayals bezeichnet, dem modernen Gesangsstil der Hindustani-Musik. Als die Sängerin Gangubai Hangal, im Alter von 97 Jahren, im Juli
2009 nach langer Krankheit verstarb, wurden Stimmen laut, die bekundeten, dass die Ära der Frauenpower in der indisch klassischen Musik zu Ende sei.
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Rasoolan Bai
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Begum Akthar
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Badi Moti Bai
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Siddheswari Devi
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Gangubai Hangal
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Nach unserem westlichen Verständnis existiert auch ein verklärtes Frauenbild des ewig
weiblich Göttlichen: Schon in der epischen Zeit gab es keine religiöse Handlung ohne Beteiligung der Frauen. Mit den Ashtanayikas, den acht Heroinnen zeigt sich ein Frauenbild, das wir noch heute in Indien antreffen.
In der südindischen Klassik (Carnatic) war die Ausübung der Kunst besonders den Mitgliedern der
Brahmanen, eine Art Priesterschaft vorbehalten. Frauen hatten es schwer,
auf die Bühne zu gelangen und sich mit ihrer Musik öffentlich zu zeigen. In den Anfängen
der Phonoindustrie fanden Frauen für Schallplattenaufnahmen kaum männliche Begleiter.
Unter dem Einfluss der hinduistischen Mythen trifft man in Indian auf die Meinung, dass
sich das Dreigestirn der Göttinen, Durga, Lakshmi und Saraswati den Menschen als Avatare in Gestalt der Gesangsvirtuosinnen
DK Pattammal (1919-2009), MS Subbalakshmi (1916-2004) und ML Vasanthakumari (1928 – 1990) offenbarte.
Ihre Ankunft beendete die männliche Dominanz in der südindischen Klassik. Es begann
eine Ära des Göttliche, der Kreativität und Innovation innerhalb der Grenzen traditioneller Werte.
Es waren Künstlerinnen, die ganz in der Musik aufgingen, nicht des Erfolges, noch des
Ruhmes oder des Geldes wegen. Diese Frauen waren MeisterInnen des MultiTaskings,
erfüllten vielerlei Aufgaben in unterschiedlichsten Rollen, als Mütter, Ehefrauen, Geschwister, Lehrer oder Grossmütter.
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D.K. Pattammal
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M.S. Subbalakshmi
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M.L. Vasanthakumari
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Während heute viele Künstler unterschiedlichste Identitäten gleichzeitig zu leben scheinen, waren Pattammal, Subbalakshmi und Vasanthakumari von einer einzigen
Identität geleitet.
Die für Asien typische Präsenz und Funktion einer selbstlosen, göttlichen Liebe (Bhakti)
war für diese Meisterinnen des Gesangs ihre Antriebskraft, um beständig auch grösste
gesellschaftliche Widerstände bis zu ihrer künstlerischen Anerkennung zu überwinden.
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IMC präsentiert... Raga CDs des Monats (12/09): Fünf minus 1 - Raga Malashree.
Sendetermine: Montag, 21. Dezember (22:00-22:58 Uhr)
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Die Ragas und Ragams der nord- und südindischen Klassik können in der aufsteigenden und absteigenden Skala
verschiedenste Kombinationen aufweisen. In unserer Zeit präsentieren die indischen Musik-Maestros, Sänger wie Instrumentalisten dem Publikum und
Zuhörer wenige hunderte Ragas aus Tausenden von Kombinationsmöglichkeiten. Etabliert haben sich die 5-Ton- (Andav), 6-Ton- (Sadava) oder
7-Ton-Ragas (Sapta).
In Indien trifft man unter Musikwissenschaftlern wie Musizierenden auf die Meinung, dass Ragas mit wenigstens fünf
Noten (Audav / Sanskrit = fünf (5)) gespielt werden müssten. Die letzte Sendung von IMC – India meets Classic im Jahre 2009 tritt mit seltenen
Tondokumenten den Beweis an, dass dem nicht so ist.
Der Titel „Fünf minus 1 lässt erahnen, dass es in der indischen Klassik auch 4-Ton-Ragas geben muss. Der antike Raga
Malashree oder Malshree ist ein Vertreter dieser Kategorie; ein Raga der nordindischen Klassik, der Hindustani-Musik. Sein phonetisch
gleichlautender Namensvetter Malasri ist sogar ein 3-Ton-Raga.
Raga Malasri-Skala auf dem Grundton C : C E G C | Sa – Ga – Pa – Sa ( 1 3 5 ) Raga Malashree zusätzl. mit 7. Stufe Ni (1 3 5 7)

Raga MalaShree besitzt regulär vier (4) Noten, Svarantara. Es werden die 1., 3., 5. und 7. Stufe
gespielt: Sa – Ga – Pa und Ni. Eine Art Dur-Dreiklang mit einer erweiterten 7. Stufe, im Jazz ein Major seven (maj 7).
Der Name Malashri findet sich in Indien auch als Mädchenname wieder. Ursprünglich
stammt Malashri aus dem Sanskrit und bedeutet „wunderbare Girlande.
Ragamala Malereien aus Rajasthan (Indien):
Malasri Ragini – 3. Ehefrau des männl. Ragas Bhairava (Morgenraga)
.……
.
links: c. 1650, Künstler: unbekannt (British Library) | rechts: c. 1605, Künstler: Nisaruddin (Los Angeles
County Museum of Art)
Eine „Girlande von Ragas motivisch und namentlich illustriert finden wir in der indischen
Miniaturmalerei, den Ragamalas. Die besondere Kompositionsform der Raga-Girlanden, der
Ragamalas haben wir in einer unserer früheren Sendungen vorgestellt.
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