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Hangover | Komödie, USA 2009 | Regie: Todd Phillips

Dies ist eine Komödie, die einem zum Weinen vor Lachen bringt. Mit genialen Einfällen, einer für solch eine Story sehr intelligenten Strukturierung (Film beginnt mit dem Ende, während die eigentliche Party übersprungen und erst Stück für Stück aufarbeitet wird) und überzeugenden Darstellern macht dieser Film komplett gute Laune. Interessant dabei ist auch, dass er trotz Themen wie Saufen unter Einfluss illegaler Drogen immer ein gewisseses Humor-Niveau hält und nie wirklich unter die Gürtellinie geht.
Man kann sich mit der Situation aufgrund der nie übertrieben inszenierten Szenerie gut identifizeren, denn selbst wenn man so etwas noch nicht selbst durch gemacht hat (was vielleicht auch besser so ist) denkt man sich doch: "Ja genau, so würde ich auch handeln."


Haus der 1000 Leichen | Horror, USA 2003 | Regie: Rob Zombie

Das Spielfilm-Debüt von Schock-Rocker Rob Zombie ist ein konsequenter, solider Horrorfilm geworden, mit so manch richtig klasse Szenen. Zu einem wahren Reißer fehlt ihm jedoch einiges an Spannung. Auch die Zeichnung der Charaktere lässt zu wünschen übrig, wenngleich Captain Spaulding (Sid Haig) super genial ist. Leider hat dieser nur eine Nebenrolle. Anders als in der Fortsetzung The Devil's Rejects (2005), in dem Rob Zombie überhaupt alles besser gemacht hat als in seinem Erstling.


Halloween | Horror, USA 2007 | Regie: Rob Zombie

Der Sinn eines Remakes? Nun, wenn es gut gemacht ist wird diese Frage weitestgehend unerherblich. So auch bei Rob Zombie's Neuauflage des Klassikers von John Carpenter, zumahl es in der ersten Hälfte eher ein Prequel ist. Hier wird Zombie beinahe schon zum Sozialkritiker mit der gut gezeichneten kaputten Familie um den jungen Michael Myers. Klar, etwas Klischeehaft und Oberflächlich ist dies manchmal schon. Aber ich bin überrascht wieviel Gespür für psychologische Verhältnisse Rob Zombie an den Tag legt. Wer schon in den Soundtrack eines Horrorfilms "Love Hurts" von Nazareth und "Onyl Woman Bleed" von Alice Cooper rein packt, muss sich ja Gedanken gemacht haben. Toll!
Nach der ersten, dramatischen und sehr originellen Hälfte ist Myers dann endlich groß geworden (und wie!!!) und der Film mausert sich zu einem (überdurschnittlichen) Slasher. Einen sehr heftigen und brutalen Slasher, der einem so manches mal erschaudern lässt. Und allen Kritikern die sagen, dadurch dass man Myers als Kind sieht und er auch als old Myers öfter zu sehen ist als im Original, ginge etwas vom Mythos der von Carpenter erschaffenen Figur verloren sei gesagt: Hier wird Myers endlich wieder (nach den etlichen mehr oder weniger miserablen Fortsetzungen) als ein erschreckender Killer präsentiert. Rob Zombie hat es geschafft, den Klischee-behafteten Myers wieder zu einem richtig Arsch tretenden Motherfucker zu machen.


Heiße Katzen | Spionagethriller, Großbritannien 1966 | Regie: Ralph Thomas


The Hills have Eyes | Horror, USA 2006 | Regie: Alexandre Aja

Das Remake von Wes Craven's Klassiker aus dem Jahre 1977 ist für mich an manchen Stellen (ich sage nur Wohnwagen!) sogar noch intensiver und erschreckender als das Original. Der Film ist auch durchaus spannend und mitreißend. Besonders gelungen finde ich die "Verwandlung" der vermeintlich Schwächsten der Familie (Pazifist und Teenie) zu brutalen Helden.


The Hills have Eyes 2 | Horror, USA 2007 | Regie: Martin Weisz

Die Fortsetzung zum Remake, die relativ unterhaltsam sowie mit einem Augenzwinkern beginnt, sich im Verlauf aber zu einem sehr schlecht inszenierten Abschlacht-Film entwickelt. Dem mit einem übertrieben hohen Gore-Faktor versehenen Streifen mangelt es nicht nur an Sinn und Originalität, sondern auch an Fähigkeit der Macher.


Hitcher - Der Highway Killer | Thriller/Action, USA 1985 | Regie: Robert Harmon

Ein äußerst packender und spannender Psycho-Thriller, in dem man mit dem Hauptcharakter richtig mitleidet. Und Rutger Hauer macht sich als Psychopath echt spitze!


Hundstage | Thriller, USA 1975 | Regie: Sidney Lumet

Ein schnell zum Klassiker und Kult gewordener Film über einen missglückten Bankraub, beruhend auf einem authentischen Fall aus den 70er Jahren. Der nicht selten sehr dramatische Thriller geht detailliert auf die Psyche der Gangster und die Hintergründe ihres Handels ein. Dabei fängt er auch ein genaues Soziogramm der Bevölkerung im damaligen New York ein. Außerdem legt er eine unkontrollierte Vorgehensweise der Polizei bloß, was zunächst nach Satire aussieht gegen Ende hin aber immer erschreckender wird.
Die Hauptrolle wird eindringlich und intensiv von Al Pacino gespielt, der scheinbar voll und ganz seine Rolle erfasst hat und ihr mit seinem ausdrucksstarkem Spiel einen ungeheuren facettenreichtum beschert.