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I Am Legend | Sci-Fi/Action, USA 2007 | Regie: Francis Lawrence

Die dritte direkte Verfilmung des weltbekannten Romans von Richard Matheson, der unzählige weitere Filme inspiriert hat und einer der Mitbegründer des modernen Zombie-Mythos war. Als eine Mischung aus Zombies und Vampire präsentieren sich dann auch die mutierten Halbwesen. Der Film selbst präsentiert sich in einer Hollywood-untypischen Inszenierung, die sich sehr viel Zeit lässt und angenehm aus dem hektischen Blockbuster-Kino hervorsticht. Will Smith darf als "letzter Mann auf Erden" zwar einen Einzelkämpfer spielen, was jedoch aufgrund der sensiblen und subtilen Charakterisierung nie einen Pathos hervor ruft. Und spätestens als die Frau auftaucht, zeigt sich das sein Bild eines Einzelgängers sowieso veraltet ist. Damit orientiert sich der Film verblüffend nahe an der sozialkritischen Vorlage. Hollywood-typisch dagegen sind die wunderbaren Bilder und Kulissen. Die menschenleere Stadt ist wirklich beeindruckend.
Negativ fällt eigentlich nur auf, dass sowohl die Tiere zu Beginn als auch die kranken Halbwesen sehr deutlich ihre Animation am Computer verraten. Hätte man sicher auch etwas anders gestalten können. Aber naja, der Film lässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck zurück und wird dem grandiosen Roman Matheson's durchaus gerecht.


Inglorious Bastards | Action/Krieg, Italien 1977 | Regie: Enzo G. Castellari


Inglorious Basterds | Krieg/Thriller/Action/Komödie, USA/Deutschland 2009 | Regie: Quentin Tarantino

Durch das e statt dem a im Titel macht es Tarantino bereits hier deutlich: Dies ist kein Remake, wohl aber eine Hommage an den Nazi-Exploitation-Streifen von Enzo G. Castellari aus den 70ern. Ebenso ist der Film eine Hommage an den Italo-Western, an die Musik von Ennio Morricone und an das Kino im Allgemeinen. Der Film ist intelligent, spannend, trashig, witzig, brutal und dramatisch. Tarantino packte alles was das Kino ausmacht in einen Film und verbindet es zu einem stimmigen Gesamtwerk. Er spielt mit allen Genres ebenso wie mit den Geühlen des Zuschauers, dem ein Lachen in der nächsten Szene schon im Halse stecken bleiben kann. Eine herrliche politische Unkorrektheit steht gleich neben einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Dieses Treiben zu verfolgen ist wunderbar und lässt den geneigten Zuschauer nicht mehr los.
Wie in all seinen Filmen lässt Tarantino seine Schauspieler in einem Licht erscheinen, in dem man sie teilweise noch nie gesehen hat. Alle überzeugen in ihrer Rolle. Ganz besonders der Österreicher Christoph Waltz, der selbst von der Rolle seines Lebens spricht und seinen Charakter, den "Judenjäger", brilliant verkörpert - eiskalt, süffisant und tiefgehend.
Auch Tarantinos neuester Film ist eine Verbeugung, ja ein Liebesbeweis an das Kino. Diesmal ist die deutsche Filmlandschaft hinzu gekommen und alles passt wie immer bei Tarantino wie die Faust aufs Auge. Ein Wahnsinns-Film!


In China essen sie Hunde | Thriller/Komödie, Dänemark 1999 | Regie: Lasse Spang Olsen

Ein Film voll von schwarzem Sarkasmus und grotesktem Humor. Alles ist sehr derb inszeniert. Die herrlich skurrilen Charaktere tun ihr Übrigens. Eine sehr spaßige Angelegenheit.


Im Zeichen des Bösen | Krimi/Thriller, USA 1958 | Regie: Orson Welles