The Big Lebowski
Komödie, USA 1998
Regie: Joel Coen Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen Kamera: Roger Deakins Musik: Carter Burwell Produzent: Ethan Coen, John Cameron Darsteller: Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, John Turturro u.a.
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Jeff Lebowski, den alle nur den "Dude" nennen, ist ein sehr fauler arbeitsloser Althippie. Sein Leben besteht nur aus schlafen, mit seinen Freunden bowlen gehen und kiffen. Eines Tages dringen Typen in seine Wohnung ein und wollen Geld, doch der Dude hat natürlich keines. Es stellt sich heraus, dass es einen Millionär mit dem gleichen Namen gibt und dass die Gangster eigentlich zu diesem Lebowski wollten um von dessen Frau Schulden einzutreiben. Sauer, weil einer der Typen seinen Teppich vollgepinkelt hat, geht er zu seinem Namenvetter und verlangt einen Neuen. Doch er wird rausgeworfen. Als die Frau des Millionärs entführt wird heuert der Millionär den Arbeitslosen an, um das Lösegeld zu übergeben. Doch das ganze geht schief und schon bald steht der "Dude" zwischen den Fronten der Polizei, des Millionärs und der Entführer...
Soweit zur Story des Films, der bei vielen Leuten als Kult gilt. Sicherlich ist da was dran, denn der Streifen der Coen-Brüder (Joel führte Regie und Ethan schrieb am Drehbuch mit) hat eine lässige Atmosphäre und einige coole Gags zu bieten. Besonders genial fand ich die Antwort des Dude, als einer der beiden Gangster die Bowlingkugel aufhebt und fragt "Was zum Teufel ist das?": "Offentsichtlich spielst du kein Golf."
Auch schauspielerisch ist er sehr gut. Jeff Bridges und John Goodman als dessen psychopathischer Kumpel Walter sind einfach genial. Und auch der von mir sehr geschätzte Steve Buscemi macht, wenn auch nur in einer kleinen Rolle, eine sehr gute Figur.
Allerdings muss ich sagen, dass ich finde dass der Film leider auch manchmal ein paar Längen aufweist. Und die Erzählweise der Story hat mich nicht wirklich gefesselt. Daher bin ich der Meinung, das er von vielen Leuten ein wenig zu hochgejubelt wird.
Versteht mich nicht falsch. Eigentlich mag ich solche unkonventionellen Filme abseits des Mainstreams sehr. Allerdings gibt es ein paar Grundsetzte, die für mich auch ein solcher Film erfüllen muss. Die Inszenierung muss mich in irgendeiner Form packen und bis zum Schluss nicht mehr los lassen. Dies schaffte The Big Lebowski nicht. Außerdem finde ich die gelegentlich eingestreuten Traumsequenzen ziehmlich bescheuert.
(Stefan Schuster)
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