In den letzten Jahren haben auch unsere Kinder eine regelrechte Passion entwickelt, nach Peru zu fliegen. Zum einem natürlich weil sie begeisterte „Flieger“ sind, zum anderen weil sie dort draußen spielen können, wenn es bei uns noch eisig ist
Natürlich erleben sie auch das tolle Land und Leute als intensive Erfahrung und ich habe bisher nur tolle Eindrücke und Erlebnisse unserer Kinder in Peru beobachtet. Man kann also durchaus auch einen tollen Familienurlaub in Peru machen, so wir wir es erfahren haben. Alle Touren waren spontan und selbst organisiert, so dass es kaum Unterschiede zu meinen Reisen wie vor 20 Jahren gab. Das Einzige was sich gravierend geändert hat, sind die Unterkünfte in denen wir nun wohnen. Damals war ich oft auf Low-budget unterwegs, habe teilweise auch in Indien in regelrechte "Löchern" gewohnt. Dass ist heute vorbei und ich genieße es auch in sauberen und bequemen Umfeld zu schlafen.
Wir haben in Tarapoto im Aquerellas gewohnt, einen neuen günstigen Hotel unweit der Plaza de Armas.
1999 hatte ich gedacht, dass ich
Asien, seine
Landschaften
und Menschen und die schönen Erlebnisse nicht toppen kann,
aber
ich muß euch
sagen, Peru ist echt ein highlight !
Man darf nur nicht den Fehler machen, zu lange in Lima abzuhängen, obwohl Stadteile wie Barranco by night immer für einen tollen Abend gut sind. In Peru gibt es fast jede Klimazone, mir gefällt es am besten im Selva und dem tropischen Peru, wie z.B. Tarapoto. So sind wir auch im März / April 2007 für ein Monat nach Peru geflogen, es war unsere 4 gemeinsame Reise mit allen Kindern. Nach einer Weile in Lima, sind wir nach Tarapoto geflogen und unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen.
Wir hatten auch in Sisa Familienanschluß von Marias Mutter, war aber eine elende Huckelpiste an deren Ende Sisa war. Dort konnte ich erstmals mit unseren Kinder in einem Fluß baden, dem Rio Sisa. War ein echter Spaß, auch für unseren 2 Jährigen Benji, der dort mit Freude Bambusfloß gefahren ist. Aber auch ich genoss die Zeit am Fluß, natürlich immer in Beobachtung meiner Kinder, die gar nicht mehr aufhören wollten vom Floß zu springen. Das Wasser war übrigens ziemlich angenehm warm, so dass man es auch lange im Wasser aushalten konnte. nach dem baden haben die Kinder den tropischen Garten von der Großmutter Marias kennen gelernt. Sie durften Bananen und Apfelsinen pflücken und daraus auch Saft machen. Natürlich mußte auch eine Kokosnuss, Avokado,Limone und was er halt gab, für Geschmacksexperimente herhalten. Es war schön für die Kinder, zu sehen wie die Früchte wachsen, die man im Supermarkt kaufen kann.




Rio Hulallaga
Vor allen ich bin von Flusslandschaften mit Bergen fasziniert. In der Umgebung von Tarapoto fliesst der Rio Mayo, der ganz in Nähe in den größeren Rio Huallaga fließt. Die Flüsse sind teilweise echt reißend hier und wir hatten schon im April eine relativ hohe Fließgeschwindigkeit, ich kann mir leicht vorstellen welche Kraft der Fluss noch entwickeln kann, wenn es hier tagelang geregnet hat.

Vor ein paar Tagen hat es die Seilfähre am Rio Huallaga, die einen auf der anderen Seite zur Laguna Sauce bringt, aus der Verankerung gerissen. Der Gesamte Verkehr erfolgte nun für einige Wochen mit kleinen Booten, die praktisch immer nur mit dem Bug zur Fließströmung übersetzen können, da wenn Sie einfach quer fahren würden, sofort kenterten. Ich hatte ganz schön Bammel mit 3 kleinen Kinder und meiner Frau, im Zweifelsfall hätte ich immer nur einen packen können, wenn das wohl nur für 2 gereicht hätte, so mein Gedanke in der Situation. Naja, wir wollte aber zur Laguna Sauce und so nahmen wir das Risiko in Kauf, nachdem wir ca. 30 Minuten den Fährverkehr auf seine Tauglichkeit visuell geprüft hatten. Bei der Rückfahrt passierte dann einer Tour vor uns das Malheur, dass beim Ablegen, der auch nicht mehr so fitte Außenborder, nicht sofort ansprangt und das Boot innerhalb von 1-2 Minuten ein ganz schön weites Stück Fluß runtergetrieben wurde, bis der Motor wieder ansprang. Aber es dauerte unter Volllast des Motors, bis die Ausgangposition des Anlegers wieder erreicht war. Man gut das ich da nicht drin saß dachte ich, das Adrenalin hätte sich in Windeseile in meinem Körper ausgeweitet und die Angst wäre umgegangen. Zum Glück saß ich aber nicht in der Tour über den Fluß. Aber was soll ich euch sagen, die Peruanos kriegen die Sache meist locker gebacken und sind dann auch noch gut drauf. Wie überhaupt überall in Peru. Die wartenden am Ufer konnten unser Erstaunen regelrecht nachvollziehen und die Blickkontake der Perunos schien uns sagen zu wollen , Gringos "es la Vida" !




Zur Info:
Der 1.138 km lange Río Huallaga ist ein Amazonaszufluss an den Westhängen der Anden im Norden Perus.Im oberen gebirgigen Teil durchfließt dieser wasser- und nährstoffreiche Fluss die größeren Städte Huánuco und Tingo María. Das darauf folgende tiefer gelegene offene Tal wurde durch den hohen Anteil von Kokaplantagen bekannt und berüchtigt. Vereinzelt gab es da wohl mal terroristische Aktivitäten von Splittergruppen des Sendero Luminoso, insbesondere im Zusammenhang mit lokalen Drogenkartellen und entsprechender Aktivitäten machten diese Region (nördlicher Teil Region Huánuco und südlicher Teil der Region San Martín) für den Tourismus ungeeignet, obschon die Landschaft hier, da dem ganzen Flusslauf folgend, ein Naturerlebnis bieten könnte. Meines Wissens ist das längst vorbei. Vielleicht wisst Ihr mehr zu dem Thema !
Wir hatten bis heute nie eine negative oder gar aggressive Situation uns gegenüber erlebt und wir können sagen, dass Peru ein sicheres Reiseland ist, genauso wie Italien oder Deutschland, man muß sich halt an gewissen Regeln halten, die wie z,B. lauten, nie mit Geld oder Gegenständen protzen oder zur schau stellen usw.Wir fühlen uns auch mit 3 kleinen Kindern, genauso sicher wie hier oder irgendwo.
Weiter nördlich schlängelt sich der aus verschiedenen Zuflüssen breiter werdende Strom durch Längstäler der östlichen Andenkette, parallel zum westlich liegenden Marañón. Diese Region rund um die größere Ortschaft Juanjui ist schwer zugänglich durch seine tiefen Schluchten und reißenden Zuflüsse, birgt aber eine Vielzahl archäologischer Fundstätten verschiedener präkolumbischer Kulturen, besonders der Chachapoyas. In den Höhen der Seitentäler befindet sich die größte bekannte Fundstätte Gran Pajatén (im Nationalpark Río Abiseo), sowie weiter nördlich Kuelap, sozusagen auf der Wasserscheide zwischen den Flüssen Marañon und Huallaga.
Der Huallagafluss durchbricht die letzten Andenketten bei Chazuta, und mäandert fortan stark, vorbei an kleinen Dörfer und der größeren Stadt Yurimaguas, bevor er weiter im Norden in den Marañón fließt.
Siehe auch: Liste der längsten Flüsse der Erde
Auf der anderen Seite des Rio
Huallaga angekommen,
dauerte die Fahrzeit circa noch 30 Minuten. Die Piste schlingerte
sich in Zickzack den Berg hinauf und von oben hat man eine herrliche
Aussicht auf die Flusslandschaft des Gebietes. Rückblickend
waren
wir zufrieden dass wir das Wagnis, den Fluss zu überqueren,
doch
noch in Kauf genommen haben um die herrliche Aussicht von ihr
oben genießen zu
können. Nach einer Weile erreichten wir dann die Bergkuppe,
von
dort
ging es nur noch bergab bis zur Lagune Sauce. 
Diese war in dichten Wolken verhüllt und gab ihre satte grün blaue Farbe nur Preis, wenn die Sonne durch die Wolken brach. Am See angekommen, wollten wir natürlich eine Bootstour über den See machen. Der Preis war schnell ausgehandelt und los ging`s. Nach dem wir unser Boot bestiegen hatten und nahezu auf der Mitte des Sees angekommen waren, krachte ein richtiger Platzregen los. Unser Capitano steuerte die nächste, in Sichtweite gelegene Hütte am Seeufer an. Am Seeufer selber kam uns schon ein Bach von lehmiger "Suppe" den Hang entgegen Iin kurzer Zeit hatte der starke Regen das Seeufer in eine Wasser- und Matsch Landschaft verwandelt. Es war mit Sicherheit nicht der erste Regen in den letzten 24 Stunden. An der Hütte angekommen fragte unser Begleiter ob wir uns bei der Familie unterstellen durften, was dieser auch mit einem freundlichen nicken absegnete. Die Familie lag in Hängematten herum und genoss die bequeme Lage am Rande des Sees, um den Regen zu beobachten und abzuwarten. Draußen konnte man jetzt nichts tun außer völlig nass zu werden und zu frieren. Wenn es regnet und die Sonne die Luft nicht mehr erwärmt, wird es auch ziemlich kühl, dann reicht ein T-Shirt zum wohlbefinden nicht mehr !


Nach einer halben Stunde hatte es aufgehört zu regnen und wir setzten die Fahrt über den See fort. Das Wasser der Lagune hatte sich im Bereich des Ufers nun bräunlich verfärbt und es dauerte einige Zeit bis das Boot wieder klares Seewasser unter dem Kiel hatte.
Die Lagune Sauce verfügt über Zuflüsse und auch einen Abfluss in Form eines Baches, der tosend sich in Richtung Rio Huallaga in Bewegung setzte. Nach dem wir unsere Tour beendet hatten, steuerten wir ein Restaurant an, dass auch Übernachtungsmöglichkeiten anbot. Die Speisekarte war recht überschaulich, doch es gab frischen Fisch vom See. Der war "rico" !
une.
Ein freundlicher Peruaner zeigte anschließend unsern Kindern
wie
man mit einem Netz umgeht, bevor Adrian und Andres mit weitem Anlauf
vom Steg ins Wasser hopsten.Fahrt Von Tarapoto nach Moyobamba
Wir machten uns an einem anderen Tag wieder mit einem gemieteten Taxi auf den Weg nach Moyobamba. Die meisten Touren die wir gemacht haben, waren wir entweder mit dem Taxi oder mit dem Mototaxi unterwegs, welches wir dann immer für einen ganzen Tag oder für mehrere Tage gemietet haben .Die Tour zum Beispiel nach Moyobamba und zurück, hat 140 Soles gekostet, was circa 35 € sind. Der große Vorteil im Vergleich zu organisierten Touren ist, die sicherlich auch Spaß machen können ist, dass wir jederzeit und überall anhalten können von der Straße herunter fahren und irgendwie das Gefühl haben, dass wir die Gegend noch besser erkunden können.
entlang
des Flusses
Laufes des Rio Mayo.


Schließlich sind wir am späten Abend wieder zurück nach Tarapoto gefahren.
Lamas
Lamas
ist ein kleines in Indiodorf in der Nähe von Tarapoto. Der
Ausflug
dorthin hat sich nicht so gelohnt, so dass sich wenigstens
unsere
Kinder zum Spaß verkleidet haben. Die Menschen dort laufende
nur
noch zu touristischen Zwecken und Feiern in traditionellen Trachten
herum und sind
mittlerweile nicht mehr von andern Peruaner an zu unterscheiden.
Ähnliches wird ihr auch in der Region um Iquitos erfahren.
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