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Die Mahlzeiten und Bräuche während des Ramadan

Eichstätter Kurier, 28.04.03

Buntes Programm und ernste Themen beim "Istanbul-Fest"

Eichstätt (ztt) Orientalische Klänge, Räucherstäbchen und anmutiger Bauchtanz bestimmten das Bild des "Istanbul-Fests" in der Zentralbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Kursteilnehmer des Seminars "Internet- und Projektkompetenz" (IPK) hatten sich einiges einfallen lassen, um die Besucher zu unterhalten, und um ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren. In Kleingruppen hatten sich gut 30 Studentinnen und Studenten meist mit Hilfe des Internets an das Thema "Istanbul" herangearbeitet.

Recherchen auf Homepages, Kontakte per E-Mail und die Erstellung einer eigenen Webseite zählten im vergangenen Semester zu den Aufgaben. Die einem bunten Basar gleichende Ausbeute aus der Studienarbeit präsentierten die IPK-Teilnehmer am Samstagnachmittag bei einem großen Fest.


An neun Stationen konnte man sich über die Arbeit der jungen Leute informieren, wurde ihre Universitätsforschung greifbar. Greifbar mit allen Sinnen, da für Ohren, Augen und Mund etwas geboten wurde. Im Foyer der Bibliothek offerierte der Türkische Kulturverein Eichstätt mit Börek, Dolma oder Cay kleine Essspezialitätten aus seiner Heimat.

Auch die deutschen Studenten hatten sich an fremde Rezepte herangewagt. Die Arbeitsgruppe "Esskultur" hatte als praktisches Ergebnis aus ihrer Arbeit Kalbuna Bast (Gebäckkringel in Sirup) oder Yogurtlu Kek (Kuchen) mitgebracht.


Die 20-jährige Susanne hatte sich mit ihrer Arbeitsgruppe einem weitaus schwierigeren Thema gewidmet: Zusammen mit anderen Studierenden untersuchte sie "Aids in der Türkei". Bei einer Reise nach Istanbul bot sich die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einem türkischen Arzt, der in seinem Land Aidsaufklärung betreibt.

Die Reise nach Istanbul war für fast alle IPK-Teilnehmer eine gute Möglichkeit, hautnah zu recherchieren. Durch Fragebögen, bei Besichtigungen und in Gesprächen sammelten die Eichstätter Hochschüler Material, das sie nun an Stellwänden zeigten. Die 19-jährige Jacqueline hatte sich "Christen in Istanbul" durch Besuche in christlichen Gemeinden in der Stadt am Bosporus genähert. In einer Fotoschau stellte sie Moscheen in Deutschland und Kirchen in der Türkei vor. Im Vorlesungssaal nebenan diskutierten Studenten und Gäste über einen EU-Beitritt der Türkei, und in eine Wahlurne durfte jeder auch sein Abstimmungszettelchen für oder gegen einwerfen.

Weitere Stationen befassten sich mit "Fremdsprachen in der Türkei" oder "Freizeitverhalten von Jugendlichen". Anders als bei klassischen Vorlesungen oder Seminaren waren die Studierenden im IPK-Kurs zu stärkerer aktiver Mitarbeit aufgefordert. Statt Bücher lesen stand oft handfeste Arbeit im Vordergrund. Viele lobten gerade diese "große Eigeninitiative" oder die "vielfältigen Möglichkeiten zur Kreativität".


Ein hohes Maß an Gestaltungskraft bewiesen "Noujum al Raks" (Sterne des Tanzes). Mit grazil anmutendem Bauchtanz entführten sieben Studentinnen in die Welt von 1001 Nacht. Solotänzerin Ruth Mayer steckte besonders viel Grazie in ihren Tanz und lud nach der offiziellen Vorführung alle Anwesenden zum Mittanzen ein. Mit einer Folkloregruppe in traditionellen Gewändern war aus Ingolstadt der Verein "Alevitisches Kulturzentrum" angereist und zeigte Tänze. Weitere Informationen zum IPK finden sich unter www.projektkompetenz.de


Martin



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