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Nephila Edulis gehört mit der Gattung Nephila zu
den Seidenspinnen. Sie ist von der Toxität als harm-
los einzustufen. Ihr Abdomen schimmert silber. Ge-
halten werden kann Nephila Edulis wegen der Orts-
treue ohne Terrarium im warmen Zimmer oder Kel-
ler. Auch Vergesellschaftung ist möglich. Die Spinne
bleibt im Vergleich zu Vogelspinnen mit 2,5 cm
Körpergröße klein.
Verbreitungsgebiet: Australien
Mein Tier kaufte ich als mittelgroßes Weibchen, mit einer Beinspannweite etwas mehr als einer Euromünze von einem Züchter.
Das Tier ist ein Weibchen, daß selbst nachgezüchtet wurde vom Halter. Der Beweis, daß die Spinne nicht toxisch für den Men-
schen ist, sah ich, als der Züchter die Spinne einfach mit der Hand aus dem Gemeinschaftsbecken nahm, um sie in ein Döschen
zum Transport zu setzten. Die Haltung, frei im Keller gestaltet sich für den Züchter als sehr gut. Die Spinnen sind sehr ortstreu
und machen sich wie ich finde auf der Fensterbank in den Blumen besser, als im Terrarium. Ich halte es außerdem für sinnvoll,
da die Spinne größere Radnetzte baut.
Portrait 01/08 fertig gestelltes Radnetz 01/08 erste Beute im Radnetz 01/08 von der Seite 01/08
Nach dem Erwerb meines Spinnenweibchens setzte ich dieses wie auf den Bildern zu sehen ist auf eine größere Zimmerpflanze.
Dort stieg es von Blatt zu Blatt und sponn sich Orientierungsfäden. Nach 2 Tagen war dann plötzlich über Nacht das Radnetz
zwischen den Blättern fertig gestellt worden. Ich versuchte gleich eine erste Fütterung mit Heimchen der Größe 4. Die sind kein
Problem. Ich gehe davon aus, daß Größe 6 auch ohne Probleme angenommen wird. Die Spinne ist sehr schnell bei der Beute
und hat sie ziemlich schnell durch ihr Toxin getötet und eingesponnen. Das Netz von Nephila ist ziemlich stark, ähnlich das der
deutschen, heimischen Radnetzspinnen. Dabei sind einzelne Fäden gelblich schimmernd.
Nach 2 wöchiger Fütterung und einem prallen Abdomen hat Nephila ihr Radnetz nach und nach abgerissen. Tage später hat sich
heraus gestellt, daß sie das tat, um ein größeres Radnetz zu spinnen.
Nach 2 Monaten, verläßt Nephila ihr Radnetz plötzlich. Ich finde sie mit prallem Abdomen unterhalb eines Blattes wieder (siehe
untenstehende Bilder). Ich gehe zunächst davon aus, daß die Spinne sich häuten wird und schenke dem Geschehen nicht sehr viel
Beachtung. Tage später erinnere ich mich und schaue was das Weibchen macht. Sie hängt wieder in ihrem Radnetz, allerdings ist das
Abdomen sehr viel kleiner. Ich will Häutungsreste unter dem Blatt suchen, da erst springt mir ein Kokon ist Auge, der zwischen ein
paar Zweigen und Blättern gesponnen wurde! Ich bin erst unsicher, ob es sich um einen Kokon handelt. Internetbilder scheinen dies
aber zu bestätigen. Der Kokon ist gelblich und von einer dermaßen starken Spinnseide gewoben worden, daß man den Eindruck
bekommen könnte, daß dieser aus den starken Fäden einer Heißklebepistole stammt! Ich bin ziemlich überrascht über diese Art von
Spinnseide, die ich bei Vogelspinnen noch nicht gesehen habe. Die Fäden sind äußerst dick und ich verstehe erstmals, warum
Aborigines die Fäden einiger in Australien beheimateten Nephilaarten als Fischerleine verwenden.
aus etwas Entfernung 01/08 Spinne auf Ihrer Wohnpflanze 01/08 pralle Spinne unter einem Blatt 03/08 Kokonbau! 03/08
schlank nach Eiablage 03/08 Kokon abgeschnitten 03/08 noch etwas mehr 03/08 rein in Heimchendose 03/08
Seramis + Küchenpapier 03/08 feucht machen und Deckel zu 03/08 schräg stellen (Kondenswasser) 03/08 Schnappschuß 03/08
noch einer mit Garten drauf 03/08 Portrait der Unterseite 03/08 Makroportrait 04/08
Obendstehende Bilder zeigen, daß ich mich dazu entschlossen habe den Kokon samt Zweig abzuschneiden, um bessere Bedin-
gungen zum Entwickeln zu schaffen. Außerdem ist es mir lieber die jungen Spiderlinge in einer Heimchendose zu haben, als frei
im Wohnzimmer. Ich weiß auch noch nicht, wie viele Spiderlinge bei Nephila Edulis durchschnittlich schlüpfen und wie groß diese
sind. Männchen aller Nephila spec. sollen generell erheblich kleiner sein, als Weibchen. Ich mache mich wie man in den Bildern
sieht also daran den Zweig zurechtzuschneiden. Eine Heimchendose präpariere ich mit ein wenig Seramis zum Halten der Feuch-
tigkeit und darüber lege ich einfach ein mehrfach gefaltetes Stück Küchenpapier. Da ich nicht weiß, ob sich Kondenswasser bil-
det, stelle ich zuletzt die Heimchendose mit dem Kokon etwas schräg. So will ich vermeiden, daß Kondenswasser eventuell auf
den Kokon tropft. Ich bin gespannt, ob die Eier befruchtet sind und wie sich die Eier entwickeln werden.
Die Eier waren scheinbar nicht befruchtet. Aber es ist trotz allem interessant einen Nephila Kokon mal in den Händen gehabt zu
haben. Eine wirklich erstaunliche Leistung der Spinne. Der Kokon erinnert vom Anfassen stark an Ohropax. Auch ist der Kokon
sehr fest und robust.
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