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Tegeneria Atrica ist der Schreck einer jeden Haus-
frau. Einmal in die Badewanne gestürzt, erscheint ihr
Körper noch furchteinflössender auf dem hellen Un-
tergrund. Dabei handelt es sich um eine eigentlich
sehr harmlose Spinnenart aus der Gattung der Win-
kelspinnen. Tegeneria Atrica ist eine für deutsche
Verhältnisse groß werdende Spinnenart. Sie ist bo-
denbewohnend und benötigt nur wenig Feuchtig-
keit. Man kann sie in Terrarien ab 20 x 20 x 20 cm
unterbringen. Weil sie interessante Tepichnetzte baut
ist es allerdings interessanter sie in einem viel größe- Verbreitungsgebiet: Europa
ren Terrarium zu beobachten.
Tegeneria Atrica, meine Lieblingsspinne unter den in Deutschland beheimateten Spinnen hielt ich schon als Kind. Ein Freund
der in einem großen Haus lebte war mit mir fast jeden Tag im Sommer im Garten auf Spinnenjagd. So lernte ich die extrem
scheue und licht-, sowie bewegungssensible Tegeneria Atrica kennen. Ich fing viele dieser Exemplare, die es sich gerne im
Garten im Reisighaufen bequem machen, aber auch einfacher zu fangen sind in Kellern und Geräteschuppen, sowie in Garagen.
Auf das größte Tegenerianetz bin ich als Kind gestoßen. Dieser Netzteppich im Heizungskeller in einem Schacht Maß sicherlich
1 m² (!) Hier hatten sicherlich mehrere Generationen Tegeneria Atricas dran gebaut, ungestört von Mensch und Wetter.
Terri meiner T. Atrica 01/07 in ihrem Trichternetz 01/07 pralles Abdomen 01/07 links Kokon, daneben Spinne mit Beute 02/07
Tegeneria Atrica ist schwer zu fangen, wenn sie im Reisighaufen sitzt. Oft verscheucht man das Tier, obwohl sich Beute im Netz
befindet durch eine minimale Bewegung oder Schattenänderung. Als sehr interessant hat sich das Fress- und Jagdverhalten von
Tegeneria Atrica herausgestellt. Sobald ein Heimchen, egal welcher Größe das Teppichnetz berührt eilt Tegeneria Atrica auf das
Beutetier, um es zu töten. Auch Wespen waren zwar eine Herausforderung, aber nicht unmöglich. Hier rannte Tegeneria durch das
Terrarium immer der Wespe nach, um abzuwarten, das diese durch das Gift geschwächt ist. Nach einiger Zeit setzt sie neue
Giftbisse, bis das Beutetier verendet war und sie es in Ruhe fressen konnte. Dabei ist erstaunlich welche Massen an Beute
Tegeneria Atrica verspeist. Sie ist ein wahrer Insektenkiller mit scheinbar uneingeschränkten Appetit. Deshalb ist sie auch sehr gut
bei der Pflege zu beobachten und wenn man Gäste zu Besuch hat ist Atrica ein Garant dafür Futter anzunehmen, während
Vogelspinnen gerne Futter monatelang verschmähen. Sehr interessant ist auch, daß Tegeneria in Gefangenschaft scheinbar die
Scheu verliert. So kann ich mich ungehindert vor dem Terrarium bewegen, ohne daß die Spinne irgeneine Fluchtreaktion wie in der
Natur zeigt. Erst Erschütterungen beunruhigen das Tier.
A. lähmt Wespe in 2 Minuten 04/07
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