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Dieses Terrarium habe ich für eine Freundin gebaut, die sich 2 Königpythons halten möchte. Die Höhe des Terraiums ist sehr
großzügig ausgelegt, weil das der Wunsch von meiner Bekannten war. Für Python regius sind 1,20 Meter Höhe normalerweise
reichlich. Das liegt auch daran, da diese Pythonart nicht so viel klettert. Dennoch hört man immer wieder, daß einige Tiere sich nicht
unbedingt an dieses Gesetz halten und sich dennoch gerne oberhalb des Bodens aufhalten. So ist in jedem Fall mehr als genug Platz
vorhanden und das Terrarium passt mit den Maßen (B X T X H) 150 cm x 55 cm x 170 cm sehr gut in den Raum.
Das verwendete Holz sind OSB Platten für rund 60 Euro. Sie eignen sich sehr gut zum Terrarienbau. Normalerweise muß nicht
mehr eine Schutzlackschicht aufgetragen werden. Meine Bekannte wollte dennoch nicht darauf verzichten. Preis für Parkettlack
(gut verträglich für die Tiere) etwa 13 Euro. Die Unterkonstruktion besteht aus 3 Pflanzmauersteinen aus dem Baumarkt für ins-
gesamt 6 Euro. Zum zusammenbauen haben sich bei mir Stahlwinkel (siehe Bilder) bestens bewährt. Mit etwas Planungsvor-
bereitungen ist es mir gelungen ca. 30 Metallwinkel so zu verschrauben, daß das Terrarium sehr stabil ist und die Winkel später
nicht zu sehen sind. Man muß sich eben vorher gut überlegen, ob man den Winkel im oder außerhalb des Terrariums anbringt.
Unten eignet es sich zum Beispiel die Winkel innen anzubringen, da anschließend Bodengrund die Winkel verdeckt. An der Dek-
ke würden die Metallwinkel stören. Deshalb habe ich sie dort von aussen angebracht. Wie gesagt, es ist kein einziger Winkel
später mehr zu sehen. Kosten für die Winkel und dazu ein Set Schrauben ca. 150 Stück für ungefähr 30 Euro. Als nächstes habe
ich aus OSB-Plattenreste (Verschnitt) 2 rund geformte Sitzplätze gesägt und entgratet, um den Schlangen einen Platz auf halber
Höhe und 3/4 der Höhe anzubieten. Befestigt habe ich die Sitzplätze mit 2 selber, mit der Stichsäge ausgesägten Holzwinkeln aus
OSB. Das ist sehr gut auf den Bildern zu sehen. Da ein Königspython doch schon etwas auf die Waage bringt, habe ich die Sitz-
plätze über Eck angebracht. Das ist stabiler, als an nur einer Wand im Terrarium und sieht auch noch gut aus. Wer die Sitzbank
nicht über Eck haben möchte, sondern nur an der Terrarienrückwand, der sollte darauf achten, daß der Winkel so lang, wie die
Liegemöglichkeit ist. Das verstärkt deutlich die stabilität. Es sollten auch lieber paar Schrauben zu viel verschraubt werden, als
daß irgendwann das Podest unter der Schlange wegbricht.
Unterbau Metallwinkel innen unten Metallwinkel an der Front Ruhepodest auf halber Höhe
Als nächstes folgt die eigentliche Technik. Schlangen benötigen UV-A, jedoch nicht wie Echsen UV-B Licht. Ein Spot für 15 Euro
reicht. Dazu kommt für ca. 15 Euro eine Leuchtstofflampe zur Grundbeleuchtung der Terrariums. Ein Elsteinstrahler sorgt für die
nötige Temperatur (20 Euro). Ich weise darauf hin, daß niemals ein Elsteinstrahler einfach im Dauerbetrieb verwendet werden sollte.
Ein programmierbares Steuergerät mit Temperaturmessfühler muß unbedingt mit verwendet werden. Dazu aber später mehr. Not-
wendig sollten auch Sicherungsdrahtkörbe für die Strahler sein, damit sich die Schlangen nicht an den Spots verbrennen. Kosten ca.
20 Euro. Keramikfassungen für die Spots und Kabelleitungen kosten noch einmal ca. 30 Euro. Zeitschaltuhren kosten ca. 8 Euro.
Zwischenbilanz Kabel ziehen Die Grundbeleuchtung hinter der Blende noch ein Kabelgewirr
Anschließend stellt sich die Frage wie man Luftfeutigkeit erzeugen will. Am einfachsten wäre tägliches Sprühen. Edler sieht es aus,
wenn man einen Ultraschallvernebler verwendet, an dem man die gewünschte Nebelmenge einstellen kann und der einen Wassertank
(hier 2 Liter) hat. Die einfach Ultraschallvernebler ohne Tank, Ventilator und Intensitätsregler sind schlichtweg scheiße. Das das sage
ich aus Erfahrung. Laßt davon die Hände. Der "Super Fogger" liefert unter voller Leistung und mit Zeitschaltuhr gesteuert für diese
Terrariengröße genug Nebel. Für größere Terrarien würde ich Euch aber eine Beregnungsanlage empfehlen. Die ist teurer, aber
Endeffekt ist es auch eine Frage des Geschmacks, ob Regen oder Nebel. Kosten für den von mir verwendeten Ultraschallvernebler
"Super Fog" 69 Euro.
Super Fog Nebelmaschine für 69 Euro Testlauf mit Timo Die Technik im Überblick
Wenn die Technik angeschlossen ist, kann man einen Probelauf machen, um zu sehen, ob alle Geräte funktionieren. Dann die Kabel-
wege ordentlich mit Kleber oder Kabelschellen befestigen. Zeitschaltuhren und das Thermo Control Steuergerät hatte ich zu der Zeit
noch nicht verfügbar. Aber man sieht schon mal, daß alles funktioniert. Programmieren und einstellen kann man auch später. Es ist
erst einmal gut zu sehen, daß die Mühe bis dato nicht unbelohnt geblieben ist.
"Ordnung auf dem Dach" auch Tütter führt eine Sichtkontrolle durch Kletterast und Versteck Korkröhre als Versteck
Jetzt kann das Terrarieninnenleben hergeschafft werden. Ich habe Pinienrinde, einen Kletterast, ein Versteck und eine Plastikwanne
als Innenausstattung beschafft. Der Kletterast sollte mit Heißkleber schön fest fixiert sein und die Pinienrinde backt man am Besten
im Backofen eine halbe Stunde ab, damit Milben und andere Kleintiere abgetötet werden. Als auch das alles geschafft ist, schließe
ich den Thermo Control II Pro an. Ein Meßfühler im Terrarium (siehe Bild) überwacht die Temperatur, während das eigentliche
Steuergerät mit LED Anzeige schön versteckt an einer Terrarienaussenseite befestigt wird. Hier kann auch das Steuerprogramm
für den Elstein eingegeben werden und an einer anderen Steckdosenkupplung kann zusätzlich noch eine Zeitsteuerung (für die
Lampen) programmiert werden. Danach lasse ich für einen Tag alle Zeitschaltuhren und den Thermocontrol probelaufen, um sich
zu vergewissern keine Fehler in der Einstellung gemacht zu haben.
Wanne und eingefüllter Bodengrund Temperatursensor programmierbares Steuergerät vom Thermocontrol II Pro mit LED Anzeige
Zu guter Letzt setzte ich die passgenauen Scheiben ein (60 Euro), die aus 4 mm dicken Glas bestehen ein und teste den Vernebler. Nachdem der Probelauf mit Bravour bestanden wurde, kommt der Große Moment des Einsetzens der Tiere. Hier lasse ich einfach tolle Bilder statt vieler Worte sprechen. Ich denke das Terrarium ist sehr schön geworden und die Schlangen entwickeln sich prima.
fertiges Terrarium der Nebler gibt Gas... ...und so richtig Gas Wo sind die Schlangen?
Da sind die Schlangen!... und noch eine Schlange! und beim Klettern... sehr schöne Tiere DNZ 08
Viel Spass beim Nachbauen! Es ist gar nicht schwer und mit etwas Planung und handwerklichen Geschick gut zu schaffen.
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