meine Ameisen (Lasius Niger)Jörg

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vergrößern Anfang Februar 2008 bin ich durch einen Freund, der ebenfalls sehr Spinnen-
und Insekten begeistert ist vom Ameisenfieber angesteckt worden. Nach einiger
Recherche im Internet, wobei Antstore ein guter Anlaufpunkt ist, habe ich ver-
schiedene Ameisenarten genauer unter die Lupe genommen. Ameisen leben in
Kolonien. Sie haben eine oder teilweise mehrere Königinnen, die sich deutlich
durch ihre Größe von den Arbeiterinnen unterscheidet. Grob unterteilt kann
man zwischen europäischen und exotischen Arten unterscheiden, wobei die ein-
heimischen Arten oft pflegeleichter für den Anfänger sind. So kamen für mich
Neuling in der Ameisenhaltung eben diese in Frage. Nun stellte sich mir die Fra-
ge, welche Ameisenart ich halten möchte. Zum einen gibt es doch sehr enorme
Unterschiede. Es gibt körnerfressende Arten, Arten die Blattläuse halten und sich
von deren Ausscheidungen ernähren, andere Arten suchen Düngemittel, um be-
stimmte Pilze zu züchten, von denen sie sich später ernähren. Gemeinsam haben           Die schwarze Wegameise: Lasius Niger, Arbeiterin sie, daß sie gerne Honig mit Zuckerwasser gemischt annehmen, sowie eiweißhal-
tiges Futter (zerdrückte Heimchen, Dosophila Fliegen, Hausfliegen usw.) Nachdem ich Art für Art begutachtete und nach dem Aus-
schlußverfahren vorging, blieben nur noch die in Deutschland (sowie auch in vielen anderen Teilen Europas) beheimatete Lasius
Niger und Myrmica Rubra übrig. Da Ameisen doch eher anspruchsvolle Pfleglinge sind wollte ich keine Risiken eingehen, was die
Art betrifft. Ich entschied mich schlußentlich für Lasius Niger. Das lag zum einen daran, daß sie Blattläuse züchten, aber auch ganz
einfach daß keine Myrmica Rubra zu dem Zeitpunkt angeboten wurden. Jeder wird Lasius Niger kennen. Es ist die schwarze Weg-
ameise, die einem in Deutschland fast überall begegnet. Oft graben sie sich ihre Gänge in den sandhaltigen Boden an Wegrändern.
Man wird nicht lange suchen müssen, bis man über diese Ameisenart "stolpert". Deshalb war es für mich auch so interessant einmal
den Einblick in diese Art zu bekommen und eine solche Kolonie zu pflegen.
                                                                                                                                                                 vergrößern

Nachdem ich mich mit dieser "anfängerfreundlichen" Ameisenart auseinandersetzte bestellte ich gleich eine Kolonie bestehend aus
vergrößern        einer Königin (Gyne) und etwa 10 Arbeiterinnen. Jede Menge Zubehör
       war auch notwendig. Zum einen das sogenannte Formicarium (das Bek-
       ken in dem die Ameisen leben und ihre Gänge bauen) und zum anderen
       die Arena. Das ist ein weiterer Glaskasten, in dem man den Tieren Futter
       anbietet. Die beiden Behälter sind durch einen transparenten Gummi-
       schlauch verbunden, durch den die Ameisen später laufen. Löcherboh-
       rungen sind schon vorhanden. Des weiteren werden benötigt: 2 x Gummi-
       stopfen, Tongranulat, Sand-Lehm Gemisch, ein Drenageschlauch, etwas
       Watte, kleine Futterschalen, eine Pipette, Honig-Zuckerlösung (kann sel-
       ber leicht hergestellt werden), rote Folie, sowie Ausbruchschutz aus Pari-
       finöl. Man sieht, es ist an eine Menge zu denken. Ich habe eine fertiges
       Formicarium bei meinem Kumpel gesehen. Also habe ich alle Zubehörteile
               links: die Farm verbunden mit der Arena                      nach meinen Vorstellungen zusammen gekauft, was etwas teurer ist. Aber
                                                                                        so hat man genau das was man an Beckengrößen möchte. In jedem ande-
ren Fall würde ich jedem dazu raten sich ein Starterset zu besorgen. Darin ist alles enthalten und man kann nichts falsch machen.


Formicarienanlage: L. Niger 02/08         bepflanzte Arena 02/08              Uhrmacherschalen als Napf 02/08       die Farm mit Sichtfolie 02/08

Nach 3 bis 4 Tagen Wartezeit war es soweit. Endlich trafen die Ameisen ein. Zufällig kam mein Kumpel fast gleichzeitig spontan vor-
bei und wir machten uns natürlich gleich daran die Anlage aufzubauen. Zuerst gibt man in das Formicarium ein paar Zentimeter Ton-
granulat. Diese Schicht ist sehr wasserspeichernd (Seramis). Dann schneidet man sich einen dünnen Schlauch/ Strohhalm zurecht der
genug Länge haben sollte, damit man ihn als Drenageschlauch zum direkten befeuchten der Tongranulatschicht verwenden kann. Man
sollte die beiden Enden mit etwas Watte abdichten, damit später keine Ameisen in den Drenageschlauch krabbeln. Nachdem also die
Tongranulatschicht eingefüllt ist und man den Drenageschlauch zurecht geschnitten hat, füllt man den Rest des Formicariums mit dem
Sand-Lehm Gemisch auf. (siehe Skizze). Zu guter letzt wird noch eine Parifinölschicht als Ausbruchschutz auf den Scheiben auf-
getragen und die rote Folie aufgeklebt. Diese gibt den Ameisen übrigens das Gefühl, sich später unter Tage zu befinden. Nun kann
man sich der Arena widmen. Sie sollte mit einer hauchdünnen Schicht Sand-Lehm Mischung aufgefüllt werden (damit die Ameisen
nicht hier einziehen statt in der Farm). Nun kann man noch Futter in Schalen anbieten und die Arena gestalten, wie man möchte. Den
Gestaltungsmöglichkeiten sind nur wenige Grenzen gesetzt. Nicht vergessen werden sollte ebenfalls am oberen Rand eine Schicht
Parifinöl aufzutragen als Ausbruchssicherung. (siehe Skizze). Anschließend müssen nur noch die beiden Glasbecken mit einem
Schlauch verbunden werden, wobei man um in die Arena zu gelangen die nächst kleinere Schlauchgröße als Adapter benötigt. Nun
müssen nur noch die Gummipropfen angebracht werden und fertig.

Jörg




















                                          Skizze: Schematischer Aufbau der Formecarienanlage zur besseren Übersicht

Nachdem alles hergerichtet ist, kann das Reagenzglas mit den Ameisen in die Arena gelegt werden. Es empfiehlt sich das Reagenzglas
abgedunkelt zu lassen. Nun wird man beobachten können, wie ein paar Späher das neue Gebiet mit der Zeit auskundschaften. Das
kann allerdings eine Zeit dauern und man sollte sich in Geduld üben.


               Hier soll also mein Tagebuch zu Lasius Niger beginnen:


Mein anfängliches Lasius Niger Volk besteht bei Erhalt Februar 2008 aus 1 Gyne (Königin) + ca. 10 Arbeiterinnen + ein paar
    bereits im Reagenzglas gelegten Eiern. Nachdem ich allerdings in die Arena 2 Kakteen gesetzt habe
    und dementsprechend etwas mehr Bodengrund anbieten muß, befürchte ich, daß sich die Späher
    (Scouts) für einen Nistplatz in der Arena entschließen könnten und die Farm unbeachtet lassen würden.
    Aus diesem Grund entscheide ich mich für die etwas zwanghafte Umsetzungsmethode in die Farm gleich
    zu Beginn, in dem ich die Ameisen samt Eier aus dem Reagenzglas klopfe selbst auf die Gefahr hin, daß
    die Königin die Eier im Stress fressen könnte. Nach dem Umsetzen in die Farm fällt mir sofort auf, daß
    alle Arbeiterinnen sich im Chaos um die Königin scheren. Sie begleiten sie sofort zu einer kleinen Mulde
Reagenzglas mit Lasius Niger     am Farmende, wo sie mit der Königin erst einmal verschwinden (siehe Bild). Ein wenig später sammeln
                                             sie geschickt die hoffentlich unversehrt gebliebenen Eier vom Farmboden. Jetzt bleibt es abzuwarten,
                                             wie der Zwangsumzug gelungen ist.

    Nach einer Woche der Untätigkeit im kleinen Ameisenvolk bemerke ich die
    ersten Arbeiterinnen, wie sie die Farm auskundschaften. Dabei lassen sich
    1 bis 3 Ameisen beobachten. Um den Ameisen den Schlauch zur Arena zu
    zeigen, habe ich am Schlauchende zur Farm hin einen kleinen Honigtropfen
    angeboten (siehe Bild). Beim Naschen erwischt habe ich noch keine Ameise,
    aber es ist ja auch ein sehr kleines Volk und ich bin zuversichtlich, daß sie bei
    Bedarf einen Futterscout aussenden werden.

    In Blau: Die derzeitige Unterkunft in der Farm in einer Mulde

    In Rot: Der angebotene Honigtropfen nahe der Farm ist über einen kleinen Holzsteg
    zu erreichen


Heute ist der 25.02.08 und der wohl bisher ereignisreichste Tag im Leben meiner jungen Kolonie. Nachdem ich mit meinem Kumpel
telefoniert habe, hat er mir den Vorschlag gemacht die Ameisen statt mit einem Tropfen Honig in den Schlauch zu locken, ein zer-
drücktes Heimchen in der Arena anzubieten. Seine junge Lasius Niger Kolonie war ganz versessen auf die eiweißreiche Nahrung, die
er direkt im Reagenzglas anbot, berichtete er mir. Ich bin zuerst zwar etwas skeptisch, weil die Entfernung zwischen Farm und Arena
doch deutlich größer ist, als die in einem Reagenzglas, doch Probieren geht über Studieren. Also nehme ich ein kleineres Heimchen,
das ich zerquetschte und in der Arena zu fressen anbiete. Ich bin für ein paar Stunden unterwegs gewesen. Als ich wiederkam werfe
ich einen Kontrollblick in die Arena. Plötzlich bewegt sich das Bein des Heimchens. Ich wundere mich natürlich, aber als ich das Licht
einschaltete sehe ich, wie 6 Arbeiterinnen dabei sind das Heimchen zu zerfleddern. Voller Überraschung beobachte ich das Gesche-
hen für wenigstens eine Stunde. Nicht mein Honigtropfen hat die Ameisen in die Arena gelockt, sondern wie mein Kumpel vorge-
schlagen hat ein zerquetschtes Heimchen! Aber mit was für einem durchschlagenden Erfolg dieses bei den Ants angekommen ist. Ich
kann beobachten, wie das Heimchen deutlich an Umfang verloren hat. Geschickt kriechen die kleinen Arbeiter in den Chitinpanzer des
Heimchens, um an die wertvolle Nahrung zu gelangen. Ich beobachtete wie für eine ca 12 Tiere starke Kolonie ein reger Verkehr im
Verbindungsschlauch herrscht. Dabei fällt mir selbst als Laie der rege Informationsaustausch zwischen Scouts und fressenden Ameisen
auf. Auch das legen einer durchgezogenen Duftspur auf dem Rückweg in die Farm durch "laufen mit gesenkten Abdomen" kann ich
bei allen Ameisen beobachten, die die Arena Richtung Farm verlassen. Fasziniert verfolge ich auch das scheinbar durch Futterauf-
nahme stark angeschwollene Abdomen, was gegen das der umherlaufenden Scouts deutlich größer im Umfang ist. Bilder kann ich
leider keine verwertbaren machen, da die noch sehr kleinen Lasius Niger nicht wirklich gut bis überhaupt nicht auf den gemachten
Bildern zu sehen sind. Ich habe eben nur eine Digicam für durchschnittliche Anwendungen. Respekt vor den tollen Makroaufnahmen.
Aber nichts desto trotz - es war ein wirklich ereignisreicher Tag!

03.03.2008 - heute habe ich ein frisches Heimchen zerschnitten angeboten. Eine Arbeiterin war nach einiger Zeit zur Stelle und hat den
viel größeren Heimchenkopf in den Bau zu verschleppen versucht. Dabei ergriff sie die Fühler des Heimchens mit den Mandibeln und
zog es so hinter sich her. Dabei ist sie auch vorangekommen. Nur auf dem Zweig zur Schlauchöffnung mußte sie aufgeben. Sie fiel mit
samt des Heimchenkopfes vom Zweig dann versuchte sie es noch ein paar mal und gab schließlich auf. So transportierte sie einfach die
Nahrung in ihrem Sozialmagen zum Bau. Schon beeindruckend, welche Kraft eine einzelne Ameise trotz des gescheiterten Versuchs
aufbringen kann.

Am 03.04.2008 verfüttere ich nach etwa einwöchiger Pause wieder ein zerschnittenes Heimchen. Natürlich hatten die Ameisen in der
Zeit Wasser, sowie Honiglösung bekommen. Nach einer viertel Stunde sind 4 Ameisen in der Arena mit der Nahrung zugange. Nach
etwa einer halben Stunde zähle ich sogar 10 Ameisen! Das kann nur heißen, entweder sind alle Ameisen zum Futtererwerb in die
Arena ausgeschwärmt oder die Gyne hat tatsächlich schon die ersten Imagos in der Farm ausgebrütet. Ich bin mir dabei unschlüssig,
aber ich kann mir beides vorstellen, weil gewöhnlich immer ein paar Wächter bei der Königin bleiben. Andererseits hatten die Ameisen
eine Woche keine Eiweißkost. Auf den Bildern sieht man Auszüge des heutigen Futtererwerbs. In Abbildung 1 sieht man wie eine
Ameise den Flügel des Heimchens abzutransportieren versucht. In Abbildung 2 in rot erkennt man, daß 2 weitere Areiterinnen zum
Abtransport des Flügels gekommen sind. In Blau sieht man 2 Ameisen, die sich am Kopf des Heimchens versuchen. Dabei packen sie
die dünnen Fühler mit ihren Mandibeln und zerren den Kopf so weg. In gelb markiert ist eine weitere Ameise, die alleine Nahrung aus
dem Körper des Heimchens schneidet. Oft sieht man, wie solche Ameisen mit Futterstücken in die Farm zurückkehren. Die Ameisen,
die sich an größeren Objekten versuchen, sind meist erfolglos, da sie die großen Körperteile nicht abtransportiert bekommen. In
Abbildung 3 und 4 erkennt man, wie der leichte Hautflügel des Heimchens schließlich von einer Ameise in die Farm abtransportiert
wird. Irgendwie erinnert besonders Abbildung 3 an die tropischen Blattschneideameisen. Auf dieses kleine Kerlchen bin ich natürlich
besonders stolz..

Lasius beim Fressen Lasius beim Fressen Lasius beim Fressen Lasius beim Fressen
   Abb. 1 Futterscouts 04/08             Abb. 2 mit ein paar Helfern 04/08      Abb. 3 Blattschneidelasius??? :)     Abb. 4 Hautflügelabtransport 04/08


Durch die letzte Vorstellung der Ameisen beflügelt füttere ich am 07.04.2008 ein lebendes kleineres Heimchen (keine Mikroheimchen).
    Erst bin ich skeptisch, ob die doch kleineren Ameisen das Heimchen über-
    wältigen können. Zunächst attackieren einzeln umherlaufende Scouts das
    Heimchen. Dies bleibt jedoch ohne großen Erfolg. Das Heimchen kann sich
    immer wieder losreißen. Als mehrere Ameisen in der Arena zusammen kom-
    men und zu viert das Heimchen angreifen, können diese es jedoch gut über-
    wältigen. Zu meiner großen Verwunderung schaffen die vier es sogar das
    Heimchen in die Farm zu zerren. Obwohl dieses zwar schon erledigt ist, hat
    es doch einiges mehr an Umfang und Gewicht, als die Lasius Workerinnen.
    Trotzdem gelingt der Beutezug und das Heimchen erreicht sein Ziel - die
    Ameisenfarm.


Am 01.05.2008 entdecke ich beim Hochschieben der Folie, daß sich etwas im unteren Farmbereich direkt über der Seramisschicht
tut. Ein paar einzelne Larven sind in einer kleinen Kammer gelagert. Eine Arbeiterin scheint die Larven zu versorgen. Da ich länger kein
Wasser durch den Drenageschlauch nachgefüllt habe, gehe ich davon aus, daß die Farm im oberen Bereich etwas zu trocken für die
Larven wurde und die Arbeiterinnen die Kammer unten, wo es noch am feuchtesten ist gegraben haben. Die Kammer ist senkrecht von
der alten Kammer aus gebuddelt worden. Der Gang führt nicht an einer Scheibe entlang, trotzdem erkennt man hin und wieder etwas
in der kleinen Kammer, wenn eine Arbeiterin vorbeiläuft oder Larven umgelagert werden. .
Ausbau der Farm Ausbau der Farm
     In Blau die alte, bisher einzige Kammer, rot die Neue                                             Die neue Kammer etwas größer aufgenommen


Seither ist noch nicht viel neues passiert. Es ist der 04.06.2008 und die untere Kammer ist nicht weiter ausgebaut worden. Auch sonst
    ist nichts Neues in der Farm geschehen. Ich kann lediglich beobachten, wie in der unteren
    Kammer hin und wieder Larven von Arbeiterinnen versorgt werden. Durch die Folie er-
    kennt man aber nicht viel und ich muß die Folie beim Routinecheck immer etwas anheben.
    Mir ist trotzdem ein schönes Bild mit Makroaufnahme gelungen. Man sieht wie die Arbei-
    terinnen frischen Honig schlürfen. Zu acht stürzen sie sich auf den frischen Honig. Daneben
    liegen noch Futterreste herum. Sieht ein wenig Markaber aus mit dem Heimchenkopf, aber
    ich finde das Bild hat trotzdem etwas Besonderes. Wie immer kann man durch Draufklik-
    ken das Bild vergrößeren.




Am 28.10.08 entschließe ich mich das Volk zu überwintern. In den letzten Monaten hat sich an der Erdoberfläche, sowie in der
Arena die Aktivität auf ein Minimum beschränkt, so daß nur sehr selten eine einzelne Arbeiterin zu sehen war. Dadurch ist es auch
schwierig geworden einzuschätzen, wie groß die Population geworden ist. Auffällig ist jedoch, daß 2 kleinere Kammern ein wenig
ausgebaut worden sind, in denen einige Ameisen mitsamt einem Eier- und Larvenberg zu sehen sind. Ich denke, daß die Population
im Bau gewachsen ist und freue mich schon auf das kommende Jahr!

2. Koloniejahr

Nach 4 Monaten der Überwinterung entschließe ich mich meine junge Kolonie schon 2 Monate früher auszuwintern. Am 22.02.09
ist es dann so weit! Am Auffälligsten sind die zwei Kammern, die während der Überwinterung ausgebaut worden sind:
Ausbau der Farm Ausbau der Farm Ausbau der Farm
        In Blau die alte, weiter ausgebaute Königinnenkammer, in Rot neu angelegte Kammer           Blick in die Königinnenkammer mit Arbeitern

Am 23.02.09, einen Tag nach der Auswinterung kommen die ersten Workerinnen aus der Farm. Die Arena wird überall mit Duft-
spuren versehen und die ersten Ameisen bedienen sich am Honigtropfen, den ich in der Uhrglasschale angeboten habe.

Der 01.03.09 ist der bisher beeindruckendste Tag in der Haltung meiner Kolonie! Die verkürzte Winterpause hat sich keines Falls
negativ auf die Ameisen ausgewirkt. Die Kleinen werden immer aktiver und als ich ein Heimchen anbiete wird mir die gewachsene
Koloniegröße bewußt! Letztes Jahr war ich stolz, wenn sich 12 Ameisen in der Arena bei der Fütterung tummelten. Heute zählte
ich 42! Ameisen in der Arena, wobei sich noch ca. 15 Ameisen sichtbar in der Farm aufhielten! Somit zählt meine Kolonie
ca. 60 Individuen + Gyne! Ich denke das Ausmaß der Koloniegröße läßt sich nicht besser beschreiben. Deshalb hier einige Bil-
der der heutigen Fütterung!

In der Arena beim Fressen In der Arena beim Fressen

In der Arena beim Fressen In der Arena beim Fressen
  zum vergrößern Bild klicken: von oben links nach unten rechts - Erst tummeln sich nur einige Ameisen an der Futterschale. Es kom-
  men immer mehr Worker hinzu, bis sich eine kleine Abtransportstraße gebildet hat und ich 42! Arbeiterinnen in der Arena zähle..



Am 14.03., 2 Wochen ca. nach dem letzten Bericht sind 2 neue Kammern zu den zwei bisherigen Kammern hinzugekommen!
Außerdem ist der Futterbedarf stark gestiegen, so daß ich alle 2 Tage ein Heimchen anbiete. Die Ameisen stürzen sich dann
immer mit 20 bis 30 Tieren auf die Nahrung. An den Honig gehen die Ameisen zu jeder Zeit. Meist sind ein paar Ameisen rund
um die Uhr mit der Nahrungsbeschaffung in der Arena beschäftigt. Es müssen wenigstens 20 sichtbare Larven mit Futter ver-
sorgt werden.

neue Kammern Larvenkammer Königinnenkammer
In rot: die alte Königinnenkammer; In blau: die alte Larvenkammer ist voll bestückt mit Larven und Eiern; In grün: eine neue Königin-
nenkammer (Königin mit rotem Punkt markiert); In lila: Eine zweite neue Kammer, die auch bereits als Larvenkammer dient


Am 03.04. fällt mir die rege Bruttätigkeit der Gyne besonders auf. In den Kammern lagern cira 100 Eier, säuberlich nach drei
Entwicklungsstadien sortiert! Oberhalb davon lagern noch seperat etwa 20 Larven. Wer weiß schon, ob in den Gängen oder
den nicht sichtbaren Kammern noch weitere Larven und Eier aufgetürmt sind? Es ist in jedem Fall eine erstaunliche Anzahl und
ich meine jetzt den Zeitpunkt zu kennen, an dem die Ameisenbevölkerung zu explodieren scheint und von dem in vielen Haltungs-
berichten immer die Rede ist. An der Futtersuche hat sich nichts verändert. Tagsüber sind immer wenigstens 5 Ameisen in der
Arena, um den Futterbedarf zu decken. Wenn ich frisches Futter gebe, sind immer um die 20 Ameisen in der Arena unterwegs.
Es ist eigentlich immer irgendetwas los.

Mir ist noch eine Sache aufgefallen: Wenn eine Workerin Flüssignahrung aufnimmt, so braucht sie im Schnitt nur 3 Minuten, bis
ihr Gaster voll und die einzelnen Segmente sichtbar werden.

vergrößern     Als ich am 07.04. die Kolonie mit einem Heimchen füttere, sind wie gewohnt
    ca. 20 Workerinnen in der Arena. Ich bekomme eine Stubenfliege zu fassen,
    die ich in 3 Teile geschnitten noch in die Arena dazu gebe. Die Auswirkung ist
    wirklich erstaunlich! Die Ameisen, die vorher am Heimchen zugange waren,
    lassen nun davon ab und widmen sich ganz der Stubenfliege. Ich weiß nicht, ob
    es an der Abwechslung des Futters liegt oder einfach die Tatsache, daß die
    Fliege in Natur sicher bessere Nahrung, als die in Dosen gezüchteten Heimchen
    aufnehmen kann. Fest steht, daß diese Futterabwechslung für meine Lasius
    ein Highlight ist! Ich überlege mir ähnliche Experimente mit Zitterspinnen, Motten
    und ähnlichen Futtertieren zu machen, sobald mir etwas geeignetes über den
    Weg läuft. Auch die Fütterung mit Zophobas und Mehlwürmern soll ein großer
    Erfolg sein, wie ich in einigen Ameisenforen erfahren habe.

Meine Futtertierexperimente gehen weiter. Nachdem ich recht erfolglos Mehlwürmstückchen angeboten habe, die die Ameisen mehr
oder weniger unversehrt ließen, hat sich bei mir am 11.04. eine dicke Wespe in der Wohnung verirrt. Natürlich fing ich die Wespe ein
und habe sie in mandibelgerechte Stückchen geschnitten und sie meinen Weibern angeboten. Schon nach Kurzem konnte ich bemerken,
daß die Wespe den Kleinen mundete! Nach einer Stunde habe ich ca. 50 - 55 Ants in der Arena verbucht! Das ist der bisher größte
Erfolg beim Anbieten von Futter! Ich bin der Überzeugung, daß frisch gefangene Futtertiere wie Wespen und Fliegen immer gegenüber
Futterinsekten wie Heimchen und Mehlwürmer aus den Futtertierzuchten stark bevorzugt werden. Wenn man beobachtet mit welcher
Hingebung die Ameisen bei frisch gefangenen Insekten in die Arena strömen, will man eigentlich nichts anderes als solche Futtertiere
mehr anbieten. Neben den 50 - 55 Workerinnen in der Arena konnte ich noch ca. 20 Ameisen in der Farm ausmachen, so daß sich
mein aktueller Ameisenbestand auf mindestens 70 Tiere + Gyne + ca. 20 Larven und einen Eierberg von bestimmt 100 Stück
beläuft.
In der Arena beim Fressen In der Arena beim Fressen
  eine große, frisch gefangene Wespe hat sich als das beliebtere Futter herausgestellt, als Futtertierzuchten wie Heimchen und Mehl-
  würmer. Auch Fliegen (frisch gefangen) werden sehr gerne genommen!


12.04. und schon wieder gibt es etwas zu berichten. Als ich heute meine Eltern besuche, fällt mir ein Rosenbusch auf, an
dem an einigen Zweigen hunderte Blattläuse sitzen. Natürlich denke ich an meine Lasius und zwacke zwei Zweige ab. La-
sius Niger betreibt in der Natur Blattlaushaltung. Das heißt die Ameisen fressen die Blattläuse nicht, sondern ernähren sich
von den süßen Auschscheidungen der Blattlaus. Ist die Kolonie noch kleiner werden Blattläuse jedoch auch gefressen. Als
ich die beiden Rosenzweige in die Arena lege beginnen die Lasius einzelne Blattläuse zu packen und in den Bau zu schleppen.
Ich hätte mir aber von dieser Nahrungsquelle durchaus mehr versprochen. Leider haben die Läuse die Arena an allen Wänden
erklommen und dabei sind viele an der Parifinschicht eingegangen. Jetzt muß die Arena ersteinmal gesäubert werden vor lauter
an den Scheiben klebenden Blattläusen. Ich denke in der Natur ist es vielleicht ein Phänomen, wie die Lasius ihre Blattläuse
halten, fressen oder melken, aber im Formicarium macht es viel Dreck und nachher hat man mit der Reinigung zu kämpfen.
Besonders wegen der Parifinölschicht.
In der Arena beim Fressen In der Arena beim Fressen
              Blattläuse als kleine Futterabwechslung                                                       einer der mit Blattläusen übersäten Rosenzweige

Am selben Tag mache ich noch ein paar Aufnahmen von den Fortschritten des Farmbaus. Die lila und blau eingefärbte
Kammern berühren sich fast sichtbar. Im Bau sind sie natürlich miteinander und mit den anderen beiden Kammern ver-
bunden. Die Grüne und Rote Kammer sind jedoch nicht mehr ausgebaut worden. Es ist trotz allem schon schwer vorstell-
bar, daß circa 70 Ameisen in der Farm leben. Das innere der Farm muß weiter ausgehöhlt sein, als man von aussen sieht.

16.05: Weil ich den Ameisen Wasser in einem Wasserspender für Vögel anbiete, (was auch sehr praktisch und vorteilhaft
ist) der Spender letzte Woche aber undicht geworden ist, wurde somit auch ein Teil der Arena sehr feucht. Das stellt für
die Ameisen überhaupt kein Problem dar. Sie halten sich sogar gerne an den feuchten Stellen der Arena, sowie unter dem
defekten Wasserspender auf. Allerdings bemerke ich, daß die Kleinen nun auch am Rand eines der beiden Kakteen in der
Arena zu graben beginnen (siehe unten stehende Bilder). Wegen der feuchten Sand-Lehmmischung in der Arena scheint für
die Ameisen unter dem Kaktus ein geeigneter Platz für ein Zweignest abseits der Farm zu sein. Die Ants graben wie die
Weltmeister! Das gefällt mir allerdings nicht. Da die Arena sowieso mal gereinigt werden müßte und von der Läusefütterung
noch viele Leichen in der Arena liegen entschließe ich mich für eine Generalsäuberung der Arena mit Auswechslung des
Bodengrundes. Um die Ameisen aus der Arena zu bekommen, habe ich meine Methode. Ich puste immer wieder in die Are-
na hinein. Somit fliehen die meisten Ants in die Farm. Es stellt sich allerdings als unmöglich heraus. Mein Volk ist groß genug,
daß immer wieder neue Ameisen aus der Farm, in die Arena zu kommen versuchen. Also stöpsel ich die Arena ab und schlie-
ße den Schlauch mit einen Propfen. Die circa zehn, in der Arena verbliebenen Ameisen fische ich mit einem Flimdöschchen,
Ameise für Ameise heraus und sammel sie in einem verschließbaren Glas, bis die Arena wieder bezugsfertig ist. Die gründliche
Säuberung der Arena hat Sinn gemacht. Nachdem der alte Bodengrund entfernt ist, die Arena ausgewaschen und lupenrein
geputzt ist, ist es Zeit für die Neubefüllung der Arena. Ich habe mich absichtlich nicht wieder für die Sand-Lehmmischung
entschieden. Ich wollte einen viel helleren Bodengrund, damit man die Kleinen auch besser erkennen kann. Also habe ich
mich dazu entschlossen "Namibia Terra Terrariensand" in weiß und einer Körnung von 0,1 - 0,5 mm zu verwenden.
ACHTUNG: Niemals Vogelsand verwenden! (chemische Zusätze wegen des Vogelkots). Nachdem der Sand eingesträut ist
und die Arena standardgemäß hergerichtet ist, setze ich die Ameisen, die ich per Hand einfangen mußte wieder in die Arena
und verbinde Farm und Arena. Mit neuem Futter lassen sich innerhalb kürzester Zeit ca. 20 Ameisen in die Farm locken, die
diese schnell inspizieren, aber sich gleich ans Fressen machen.
Zweignest neue Arena
          Ausgrabungen in der Arena unter einem Kaktus        viel besserer Kontrast zu den Ameisen: Die neu eingerichtete Arena mit weißen Sand

Testweise stelle ich gleich eine dritte Futterschale auf. Diese ist mit Protein Jelly gefüllt, das sich auch für Ameisen eignet.
Allerdings bleibt das Protein/ Eiweiß Jelly unberührt. Die Ameisen stürzen sich deutlich auf die frische tierische Nahrung
in Form eines Heimchens (Bilder unten). Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl des Sandes für die Arena. Die Ameisen lassen
sich um einiges besser ausmachen und mit dem bloßen Auge verfolgen, als mit der alten, dunkleren Sand-Lehmmischung.
Auch auf meinen Bildern ist jetzt noch mehr zu erkennen. Als ich eine neue Volkszählung in der Arena beim Füttern durch-
führe, komme ich wieder auf einen neuen Rekord. Mittlerweile befinden sich 69 Ameisen in der Arena und zahlreiche
andere, die ich nicht wirklich zählen kann in der Farm. Ich kann nur schätzen, daß es über 100 Ameisen sein müssen - viel-
leicht sogar mehr. Die Eier- und Puppenkammern sind voller denn je. Ich zähle in der Farm 60 Puppen (an der Scheibe
sichtbar) und einige Eierberge. Entsprechend ist der Futterbedarf angestiegen. Ein Heimchen pro Tag ist mittlerweile ein
Muß. Die Ameisen gehen jeden Tag aufs Neue mit wenigstens 50 Arbeiterinnen an das Futter. Zu jeder Tages- und Nacht-
zeit durchstöbern wenigstens 20 Ameisen die Arena. Lasius Niger sind wirklich sehr aktiv und ich bin immer wieder aufs
Neue von den Kleinen überrascht. Außerdem gibt es noch zu erwähnen, daß aus den ehemals 4 großen Kammern in der
Farm mittlerweile 6 Kammern geworden sind. (siehe untenstehende Bilder)
Eingewöhnung in die Arena Protein Jelly
   die ersten Ants gehen ans Futter nach dem Arenaumbau                                                    das Protein Jelly wird verschmäht


bessere Bilderqulität mit neuem Sand bessere Bilderqulität mit neuem Sand
   viel bessere Bilderqualität mit dem kontrastreichen hellen Sand von "Namibia Terra" - ACHTUNG: niemals Vogelsand verwenden


Fütterung Fütterung
                immer mehr Ameisen kommen ans Futter                                                               roter Punkt: 5 Ameisen im Tandemlauf


Fütterung Fütterung
                            und es werden immer mehr..                                                                     ...und mehr Ameisen an der Futterschale...


Fütterung Farmausbau
..schließlich sind 69 Ameisen in der gesamten Arena verteilt                                                   aktuelles Aussehen der Farm


Farmausbau Farmausbau
die lila farbene Kammer wurde weiter ausgebaut; 2 neue Kammern sind entstanden die Gelbe und die Orange; beide neue Kammern
und die grün eingefärbte sind rammelvoll mit Puppen und Eiern; rechts habe ich zur besseren Übersicht einmal nicht im Bild rumgemalt


18.05.: Bei der heutigen Fütterung ist der "Ants enter the Arena" Rekord wieder einmal gebrochen worden. Ich konnte
diesmal 75 Ameisen zählen, die sich zur gleichen Zeit in der Arena aufhielten! Außerdem sind bestimmt 30 Puppen
farblich kurz vor dem Schlüpfen, daß bestimmt sehr bald noch mehr los sein wird. Aber am eindruckvollsten ist im
Moment der Status der Eier. Ich kann nicht wirklich zählen, um wieviele es sich handelt, aber es sind 4 große Eierberge
in den verschiedensten Entwicklungsstadien zu sehen.

24.05.: Gestern fütterte ich meine Ameisen und konnte 80 Ameisen in der Arena zählen. Eine weitere Zahl spricht für
sich: 110 Puppen konnte ich in der Farm ausmachen. Eierberge gibt es auch, aber vor lauter Puppen konnte ich nur
vergrößern     zwei ausmachen. Allmählich verbraucht meine Ameisenkolonie
    im Schnitt mehr Futter, als meine Vogelspinnen zusammen be-
    nötigen. Das heißt: Jeden Tag ein adultes Heimchen oder alle
    zwei Tage sogar zwei adulte Heimchen. Den Futterbedarf er-
    kennt man recht gut, indem man beobachtet, wie schnell sich
    die Arena nach dem Bereitstellen des Futters füllt. Wenn nur
    wenige Ameisen nach 15 Minuten an das Futter gehen, (das
    sind bei mir im Moment etwa 40) ist die Kolonie überver-
    sorgt. Wenn doppelt so viele Ameisen in die Arena strömen,
    war es Zeit für eine Mahlzeit. Da nur die Innereien der Heimchen
    verspeist werden, kann man auch gut an den Heimchen sehen,
    wieviel gefressen wurde. Sind die Heimchenscheiben also von
    innen hohl und nur die harte Aussenhülle übrig, hatten die Mädels
        Der Nachwuchs: 110 Puppen und zwei Eierberge!             Hunger. Ein anderes Beispiel: Eine Scheibe Brot, ißt man von in-
                                                                                     nen nach außen läßt die und die Kruste übrig. So siehts Heimchen
                                                                                     aus, wenn eine Kolonie Futter braucht ;)

vergrößern     17.06.: Im Augenblick gibt es nicht sehr viel zu berichten. Die Mas-
    sen an Arbeiterinnen, die zuvor an das Futter gingen sind nicht mehr
    vorhanden. 20 Nahrungssammler sind der Durchschnitt. Ich weiß
    nicht woran das liegt. Die Kolonie schein jedenfalls weiter zu wachsen
    und gedeihen. So sind mir heute wenigstens 30 geöffnete Puppenhüllen
    an der Farmoberfläche aufgefallen. Ob die Kolonie im Moment wirklich
    weniger proteinhaltige Nahrung benötigt? Ob das vielleicht daran liegt,
    daß die meiste Brut zur Zeit im Puppenstadium ist? Ich bin gespannt,
    wann die Arena wieder von vielen Arbeiterinnen gestürmt werden wird.

        Bild links: 30 oder mehr leere Puppenhülsen

14.07. Die Kolonie hat die Kammern ausgeweitet. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, daß auf den ganzen Bau verteilt min-
destens 230 Puppen liegen. Ich habe mal wieder Photos des jetzigen Aussehens der Farm gemacht:
Farmausbau Farmausbau
                        aktuelles Aussehen der Farm                                                                             In weiß: Die neuen Bereiche der Farm

03.08. Die Kammern sind wieder gewachsen. Zwischen der linken und rechten Seite des Baus wurde nun auch ein sichtbarer
Verbindungsgang gegraben. Die Kammern verschmelzen immer mehr zu einzelnen, größeren Kammern. Was am erstaunlichs-
ten ist, ist die Anzahl der Puppen. Ich komme auf über 300. Man kann nur noch vage Vermutungen über die tatsächliche Pup-
penanzahl machen und es wuselt im Farminneren gewaltig:
Farmausbau Farmausbau Farmausbau
          aktuelles Aussehen der Farm                       der mit Puppen gefüllte linke Teil der Farm        der weiter ausgebaute rechte Teil der Farm







Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Chat mit Finchen:

Jörg sagt: Habe die Ameisenklonien vor einer Woche aus dem Kühlschrank geholt und heute gefüttert - Wahnsinn, wie
die sich vermehrt haben...
Finchen sagt: Und nun sind die eingefroren un müssen langsam auftauen!
Jörg sagt: Nee, nicht im Gefrierfach, aber ganz normal im Kühlschrank
Finchen sagt: Die sin klein die frieren schneller ein als Menschn
Jörg sagt: Bist du süß.. Ich kann denen ja alle kleine Jäckchen nähen :)
Finchen sagt: Jaaaaaa
Jörg sagt:...und male denen Nummern auf die Jäckchen, damit ich nicht mehr so viel zählen brauche :)
Finchen sagt: In rosa für die Mädchn un blau für die Jungn un ne dann bekommen die Ruggbie Masken un nen Ball un
wenn du dann ma iwann "touch down" hörst, weißte bescheid
Jörg sagt: LOL Dann haben die Mädchen gepunktet!
Finchen sagt: Dann solltest Dich ducken
Jörg sagt: LOL, weißte, daß bei den Ameisen die Futterstelle auch "Arena" heißt? Und leben tun sie in einer Farm!
Finchen sagt: lol, Wie wärs mit einem kleinen Basketballkorb?
Jörg sagt: So gut hüpfen können sie nicht, aber Rugby paßt gut so wie die durch die Arena rennen mit ihren kleinen Beinchen :)
Finchen sagt: hihi, süüüüß!! Egal was Du tust, duck Dich wenn Du "tochdown" hörst :)
Jörg sagt: :) Wenn sie auf Futtersuche sind und sich alle um die Futterstückchen bemühen und dran zerren und das Ziel ist die Farm
wo sie drin wohnen - ihr zu Hause
Finchen sagt: Wieso zerren? Klauen die sich die gegenseitig?
Jörg sagt: Nee, aber die mädels ziehen eine hier und eine da...die wollen alle das Gleiche, aber manchmal kommt es vor, daß einige
Girls in die eine Richtung wollen und die Anderen in die andere ziehen :)
Finchen sagt: lol, süß!
Jörg sagt: Dann kommt es schon mal vor, daß auf einer Seite 5 Girls ziehen und auf der Anderen hängt eine mit durchdrehenden
Beinchen und versuchst dagegenzuziehen :)
Finchen sagt: Wie Finchen, wenn mir jemand meine Schokoladen wegnehmen will :)
Jörg sagt: Vorhin hat auch wieder eine mit den Beinchen in der Luft gerrudert, weil die Anderen auf der anderen seite mit
mehreren gezogen haben
Finchen sagt: Wie fies! Das machen die doch extra! :)
Jörg sagt: ..aber Wahnsinn wie viele das geworden sind
Finchen sagt: Die hatten ja auch viel zu essen im Kühlschrank. Wenns zu viel werden schenke ich Dir nen Ameisenbären :) HDL
Jörg sagt: IDA

Finchen mit Dir macht das Schreiben immer Spass, Süße. Also wie versprochen unser Dia auf meiner HP ;)

Natürlich schreibe ich mein Lasius Niger Tagebuch an dieser Stelle ganz normal weiter, wie bisher..





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