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Der Ruhrtal Radweg ist für Tourenanfänger sofern sie ohne Zeitlimit fahren wollen, sowie auch für geübte Tourenfahrer sehr
geeignet. Denn die Strecke hat es durchaus in sich, wenn man sich vor Augen hält, daß das Sauerland durchquert. Die erste
Etappe zwischen Winterberg und Olsberg geht noch über viele Kilometer Berg ab. Dann kommen die ersten Anstiege. Es
wird allerdings niemals für den Tourenanfänger unzumutbar. Wenn man einmal das schöne Sauerland hinter sich gelassen hat
und etwa Arnsberg erreicht hat, hat man der schwierigsten Teil hinter sich. Fortan geht es fast ausschließlich auf ebener Strek-
ke gut voran. Es ist eine herrliche Strecke für Jedermann, die man einmal in jedem Fall mitgemacht haben
sollte.
Der Ruhrkopf auf einem Hügel im Wald
Tourbeginn ist die Ruhrquelle. Man kommt sehr gut mit dem Bus von Olsberg nach Winterberg. Anhand der oben stehenden
tupografischen Karte ist die Ruhrquelle am leichtesten auszumachen, wenn man sich an der Landstraße orientiert. Zur Quelle
sind es von da aus nur noch wenige Kilometer. Danach ist die Quelle gut ausgeschildert und jeder ortskundige kennt sie, da
sie ein beliebtes Ausflugsziel ist.
Streckenführung Teil 1: von Winterberg bis Schwerte
Streckenführung Teil 2: von Schwerte bis Duisburg
Der Ruhrtalradweg erstreckt sich von der Ruhrquelle in Winterberg durch die Städte und Gemeinden Olsberg, Bestwig,
Meschede, Arnsberg, Wickede, Fröndenberg, Schwerte, Dortmund, Herdecke, Wetter, Witten, Bochum, Hattingen,
Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und endet an der Ruhrmündung in den Rhein in Duisburg.
Die landschaftlich attraktivsten Teilstrecken sind: Das obere Ruhrtal von Winterberg bis Bestwig, das mittlere Ruhrtal von
Schwerte bis Hattingen, das untere Ruhrtal bei Mülheim an der Ruhr.
Tagebuch zu meiner Ruhrtour mit Bildern
29.07.06
Heute geht die Ruhrtour los. Um 6 Uhr morgens fahre ich mit dem Rad und meinem Gepäckhänger zum Essener Hbf. Dort treffe
ich Heike, die mit mir die Tour macht. Nachdem wir mit unseren Tickets für die DB nicht den geplanten Zug nehmen dürfen, was
sich als falsche Information der Bahn im Vorfeld herausstellt, fahren Heike und ich erst um 8:53 Uhr in Essen ab. Im Zugabteil für
Fahrradmitnahme wird es zunehmend voller, da eine große Radfahrergruppe von mindestens 30 Personen zusteigt. Endlich um
9:45 Uhr in Hamm angekommen können wir erst den Zug nach Warburg um 11:52 Uhr nehmen, da der erste Zug hoffnugslos
überfüllt ist. In Warburg kommen wir schließlich um 13:30 Uhr an. Dort müssen wir eine Stunde auf den Anschluss nach Olsberg
warten. In Olsberg kommen wir um 14:30 Uhr an. Wir sind froh, daß wir den Teil mit der DB endlich hinter uns gebracht haben.
Weiter geht es mit dem Linienbus nach Winterberg, wo wir um 16:15 Uhr ankommen. Etwas erschöpft von der Fahrt, aber
überglücklich am Ziel zu sein, geht es endlich auf die Sättel.
Heike am Essener Hbf Ich im Zug nach Warburg Heike mit den Rädern im Zug Erfrischung an der Quelle
In der Mitte der Rinnsal Quellstein seit 1849 Der Beginn von 260 km Fluss Die Ruhr ein Bach
Es sind etwa 3 km bis zur Ruhrquelle. Dort entspannen Heike und ich uns erstmal und genießen die herrliche Luft. Wir machen uns
an der Quelle bequem und füllen unsere Trinkvorräte mit frischem Ruhrwasser. Danach fahren wir in die Winterberger "City", wo
wir von einem Kettensägenwettbewerb angelockt werden. Wie auf einem großen Volksfest geht es in verschiedenen Sägewett-
bewerben zur Sache. Es ist ganz schön laut und eine Menge Leute verfolgen das Geschehen. Heike und ich gönnen uns eine kleine
warme Mahlzeit am Würstchenstand. Die erste warme Mahlzeit heute. Es wird langsam dämmerig und wir beschließen noch heute
eine kleine Strecke zu fahren und uns eine geignete Stelle zum übernachten zu suchen. Die Route führt uns auf eine Landstraße, wo
wir über 10 Kilometer fast nur Berg ab fahren. Mit dem schweren Fahrradanhänger bin ich bestimmt 60 km/h schnell. Es macht
Spass sich so die lange Strecke rollen zu lassen. Als uns die Route von der Landstraße weg führt auf einen Waldweg, der an einem
Steinbruch liegt, wird es allmählich dunkel und Heike und ich beschließen uns ein Plätzchen zu suchen, wo wir übernachten kön-
nen. Wir machen eine Steile Weidewiese aus, auf dessen Hang wir die Fahrräder mit große Mühe hochschieben. Wir brauchen für
200 Meter bestimmt eine Viertel Stunde so groß ist die Steigung. Oben völlig erschöpft angekommen, ist es schon fast dunkel und
wir bauen das Zelt an einem kleinen Pfad unter Tannen und Gestrüpp auf. Zwar steht das Zelt so schief, daß es ziemlich unge-
mütlich ist zu schlafen, aber eine andere Möglichkeit bleibt nicht.
schon etwas breiter schon ein stattlicher Bach Der steile Hang der ersten Übernachtung Suppenfrühstück
30.07.06
In der Nacht ist das Zelt sogar umgekippt, so daß wir am nächsten morgen um 5:30 Uhr völlig kreuz und quer aufwachen. Heike
meint ein Wildschwein in der Nacht gehört zu haben. Aber davon habe ich nichts mitbekommen und wach machen wollte sie mich
nicht. Ob das Wildschwein an unserem Zelt gescharrt hat und wir deswegen mit dem Zelt auf dem unebenen Boden umgekippt
sind? Wir werden es wohl nie erfahren :-)
Nachdem wir unsere Fahrräder und den Anhänger wieder beladen haben, müssen wir wieder den Hang hinunter. Aber auch das
klappt irgendwie. Auf einer Bank machen wir erstmal ein kleines Suppenfrühstück und sehen die Sonne hinter einem Berg aufge-
hen. Als wir gegessen und alles wieder auf den Rädern verstaut haben, führt uns die Route durch Olsberg, Bestwig und Meschede.
Gegen Mittag sind wir ziemlich erschöpft, denn die Berge haben eine Menge Kraft in den Beinen gekostet. Wir beschließen eine
kleine Rast einzulegen, doch daraus wird eine kleine Mittagsruhe und das Beste Foto der Tour entsteht: Heike völlig am Ende am
Wegesrand auf ihrer Luftmatratze. Leider war ich nicht schnell genug und sie hat den Mund beim Schlafen wieder zu gemacht.
Trotzdem ein Klasse Bild.
erste Stromschnellen Relaxen nach den Bergen Bahnstrecke in einen Schieferberg Schiefer am Wegesrand
Schiefer am Wegesrand abgestorbener Baum am Wegesrand ein unberührtes Stück Natur Natur pur - traumhaft schön
Nach der etwas längeren Pause steigen wir auf die Räder und kommen an einer malerischen Landschaft vorbei. Entlang des
Weges ragen neben uns hohe Schiefer und Geröllsteine empor. Ein toller Anblick ist auch der Zugtunnel, der in den Schieferberg
entlang des Weges führt.
malerisch alte Schleuse Mangroven Hagelschauer in Arnsberg Kunst auf der Ruhr
Wildwassersport auf der Ruhr Nebelschwaden nach Regen
In Arnsberg überrascht uns ein Hagelschauer und wir sind froh schon soweit gekommen zu sein, daß wir nicht dem Wetter völlig
ausgesetzt sind und uns unter einem Dach unterstellen können. Anschließend essen Heike und ich einen Döner. Mal wieder sitzen
und ausruhen. Es ist bereits Nachmittag und wir brechen auf, weil wir bis Abends noch nach Wickede wollen und der Himmel
nichts gutes verheißt. An einer Unterführung bleibt Heike mit einem Reifen in einer Schiene hängen und fällt hin. Zum Glück ist alles
gut gegangen und Heike ist echt hart im nehmen. Kurz darauf fällt ein anderer Fahrradfahrer an genau der gleichen Stelle. Es ist
wirklich sehr heimtückischmit dem Fahrrad diese Unterführung zu nehmen und wir kümmern uns um den gestürzten Radfahrer, den
wir etwas verarzten. Zum Glück ist auch hier nicht mehr passiert. Wir kommen weiter bis vor Wickede. Dort angekommen fragen
wir wegen einer mächtigen Gewitterfront nach einer Pension. Die Preise sind gesalzen und wir versuchen es bei einer alten Post-
station. Aber auch dort kann man uns nicht weiter helfen. Wir befinden uns kurz vor Menden und geraten in einen gewaltigen Ge-
witterregen, der auch länger anhält. Wir sind mittlerweile komplett durchgenässt. Heike entdeckt ein Kloster und ein Krankenhaus.
Wir beschließen freundlich zu fragen, ob wir uns in der Eingangshalle des Krankenhauses ein wenig unterstellen und aufwärmen
können. Das ist zum Glück kein Problem und ich bin viel erschöpfter als Heike. Wir wissen, daß wir nicht ewig bleiben können
und so beschließen wir trotz der Dunkelheit in einem Moment, als der Regen aussetzt weiter zu fahren. Wir wollen es bis Menden
schaffen. 5 Kilometer vor Menden beschließen wir uns lieber im Wald für die Nacht nieder zu lassen. Denn es ist sehr gefährlich
auf der schnellen Landstraße mit den Fahhrädern im Dunkeln. Kurzerhand schieben wir die Räder in den Waldrand dirket an der
Landstraße. Dort bauen wir am späten Abend unser Zelt für die Nacht eilig auf. Wir übernachten 50 Meter an der Landstraße im
Wald, aber der Lärm der Autos stört uns nicht. Wir sind viel zu erschöpft und schlafen ein.
31.07.06
Die ganze Nacht hat es durchgeregnet. Ensprechend viele Spinnen und Kleintiere haben sich an unserer Zeltspitze im Innenraum
versammelt, was mich freut und ich hole die Spinnensammelgläser aus dem Gepäck. Das Zelt ist schön trocken geblieben und wir
machen uns mit dem Gaskocher erst einmal ein warmes Suppenfrühstück. Es ist schon 9:30 Uhr als wir das Zelt aufbrechen und
unsere Sachen auf dem matschigen Waldboden auf den Fahrräder verstauen.
Suppenfrühstück nach Regennacht Unser Camp vor Menden Erfrischung in Holzwickede ...viel Wasser
Als wir in Menden eintreffen kaufen wir das Nötigste ein. Wir frischen unsere Wasserreserven auf, denn wir trinken sehr viel. Bald
sind wir in Fröndenberg bei einem letzten mordsmäßigen Anstieg. Wir sehen einen Campingplatz auf der Steigung und gönnen uns
eine Apfelschorle und einen Plausch mit anderen Gästen. Aber schon nach einer kurzen Zeit fahren wir wieder weiter. Wir kom-
men an Holzwickede vorbei und passieren auch Schwerte.
5 km nach Schwerte springt mir urplötzlich immer wieder die Fahrradkette ab. Heike, die hinter mir fährt bemerkt, daß ein Ket-
tenglied sehr mitgenommen aussieht. Es ist der Auslöser, warum ich immer wieder anhalten muß. Nach eigenen Nachjustier-
versuchen schmeiße ich schließlich das Handtuch. Denn auch die Zahnräder am hinteren Zahnkranz scheinen durch die kaputte
Kette in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Wir beschließen zum Schwertener Bahnhof zu fahren, um den Zug zurück zu
nehmen. Auch mit diesem Missgeschickt, war die Tour bis dato mehr als gut. Im Nachhinein bin ich froh, abgebrochen zu haben,
denn kurz nachdem ich aus dem Zug ausstieg, um den restlichen Weg nach Hause zurück zu legen ist mir die Kette völlig hinüber
gegangen, so daß ich noch ca. 5 km vom Bahnhof nach Hause schieben mußte. Das war am Ende dann doch etwas ärgerlich, aber
nichts desto trotz war es eine sehr gelungene Tour, die voller Überraschungen und Abenteuern steckte.
Die zweite Hälfte des Ruhrtalwegs von Schwerte nach Duisburg werde ich in jedem Fall im nächsten Sommer nachfahren. Dann
reiche ich Euch den zweiten Bericht zu dieser Strecke nach.
15.04.07
Es ist so weit. Es hat mich wieder gepackt- das Ruhrfieber. 3 Tage, nachdem der Einfall die Tour zu Ende zu fahren mir auf dem
Balkon beim Sonnen gekommen ist, sitze ich im Zug nach Schwerte. Dort angekommen erreiche ich genau die Stelle wo ich letztes
Jahr aufgehört habe um 8:15 Uhr. Gleich zu Beginn erstreckt sich ein von Fussgängern, Radfahrern und Inlineskatern stark fre-
quentierter Weg. (Vermeidet es am Wochenende zu fahren) In Höhe von Herdecke wechselt der Ruhrweg seine Seite und auch
der Menschenandrang ist vorrüber. Bei Wetter mache ich den ersten größeren nennenswerten Stop. Der Ruhrradweg wird dann
wieder stärker frequentiert auf der Höhe von Witten, wo ein großes Erholungszentrum mit vielen Spielplätzen und Freizeitmög-
lichkeiten sich befindet. Das vorrankommen ist deshalb wieder mühseliger. Im gesamten Verlauf zwischen Schwerte und Witten ist
die Ruhr sehr breit, fast seeähnlich. Man passiert ein altes Viadukt und einen engen höhlenhaften Tunnel.
sehr altes Viadukt schmale Schienenunterführung Fähre "Hardenstein" unterschiedlicher Wasserschnellen
Rind beim Abkühlen in der Ruhr
Zwischen Witten und Bochum mache ich um 12 Uhr Pause. Noch ist es angenehm warm bei 27 Grad, nicht heiß. Ich passiere
Hattingen, was man daran erkennt, daß immer wieder Landwarme in die Ruhr ragen, um die Ströumung zu drosseln. Auf der
gegenüberliegenden Flusseite weiden Kühe direkt am Wasser, was irgendwas schönes freies an sich hat. Nur vom Wasser
abgehalten bewegen sich die Tiere sonst frei. Kurz nach Hattingen finde ich auch einen zuvor ausgemachten Campingplatz, den
ich gegen 13:15 Uhr erreiche. Dort stelle ich mein Zelt auf und gönne mir erstmal ein anständiges Essen. Ich verbringe den Rest
des Tages in Ruhe auf dem sehr günstigen, aber tadelosen Campingplatz (4 Euro pro Zelt und 4 Euro pro Person)
16.04.07
Die Nacht war kalt und ich habe kaum ein Auge zugemacht. Mein Schlafsack ist an den Reißverschlüssen gerissen und so liege ich
beim Umdrehen immer wieder frei. Deshalb entschließe ich mich schon gegen 5:30 Uhr aufzustehen und Früstück zu machen, statt
wie geplant um 7 oder 8 Uhr aufzubrechen. Ich bin um 6:30 Uhr schon auf dem Rad. Hattingen habe ich hinter mir gelassen. Es
läuft in der noch kühlen Morgenluft alles wie geschmiert, bis ich vom Weg abkomme und dies erst merke, als ich Gelsenkirchener
Kennzeichen und den Bahnhof von Gelsenkirchen entdecke. Ich frage Passanten nach dem kürzesten Weg zurück Richtung Essen.
Der soll immerhin knappe 15 km in Anspruch nehmen, was sich nachher auch als nicht übertrieben herausstellt. Als ich in Essen
Steele ankomme, frage ich mich nun wieder auf den Ruhrtalweg. Als ich hin und zurück ca. 30 km Umweg gefahren bin ist es 9:15
Uhr. Aber ich bin auf Kurs und habe auch nicht abgekürzt. Das genügt mir, um mir eine Pause zu gönnen. Der Weg durch Essen
bis zum Baldeneysee, geschweige denn bis nach Essen Kettwig zieht sich sehr in die Länge und ich mache ich wieder kleinere
Frustpausen. Auch hat sich längst meine Shorts an den Beinen gerieben, daß ich immer wieder die Zähne zusammenbeißen muß.
Aber irgendwie geht es halt immer und so erreiche ich den Baldeneysee und sein Stauwerk um 11 Uhr.
ohne Worte Ruhr in Essen ausgediente Brücke Baldeneysee Staudamm
Nachdem man den aufgestauten See passiert hat, zieht sich wiederrum ein langes Streckenband entlang der Ruhr. Es ist fast Trist
immer geradeaus zu fahren. Ein Mann, der mich seit Essen begleitet spendet mir Trost, indem wir uns über alles mögliche
Unterhalten. Das lenkt sehr von dem gradeaus fahren ab und plötzlich erreiche ich Essen Kettwig mit seiner genialen Altstadt.
Eigentlich wollte ich mir hier ein Eis gönnen, aber die Sonne ist mittlerweile so stark, daß ich lieber durchfahre und mich nicht noch
mehr Sonne ausliefere, als nötig. Wer trotzdem einmal die Gelegenheit hat, sollte unbedingt sich die kleine schnuckelige Altstadts
Essen Kettwigs mit seinen Fachwerkhäusern ansehen.
Kettwiger Fachwerkhäuser Radler unter Ruhrtalbrücke Ruhrtalbrücke Naturschutz in Mülheim
Wenn man Essen nun passiert hat, dauert es nicht lange und der Weg wird zusehens immer mieser. Der Weg ist zwar asphaltiert,
aber von dermaßen buckligen Zustand, daß man wenn man nicht acht gibt ungewollt vom Rad fliegt oder der Fahhradanhänger aus
der Kupplung springt. Bald kommt die Ruhrtalbrücke in Mülheim. Sie ist kaum übersehbar mit Ihrer Länge von über 1 km über
das Ruhrtal und einer Höhe um die 50 Meter. Schließlich kommt man immer mehr nach Mülheim rein und kommt an dem legen-
dären Wasserbahnhof vorbei und auf Cityhöhe dem Schloss Broich.
erste Rheinschiffe Duisburger Schleusen Altmetallverwertung Greifkralle der Hafenkräne
Duisburger Schleuse Schleusentor offene Staumauer offene Staumauer nah
geschlossene Staumauer Hebesystem der Stauwand Hebesystem nah Staumauer etwas Entfernung
Gegen 14 Uhr erreiche ich dann Oberhausen / Grenze Duisburg. Ab da an trifft man größere Rheinschiffe an und entsprechend
viele Brücken über die Ruhr. Die Schiffsschleusen sind beinahe 300 Meter lang. Mir ist bei dem geringen Schiffsverkehr allerdings
nicht das Schaupiel des Schiffehebens zu Gesicht bekommen. Ab Oberhausen wird der Radweg wieder abwechslungsreicher. Ich
passiere gegen 14:30 Uhr den Duisburg Ruhrorter Hafen mit seinen Kränen und den vielen Gebrauchtmettalldeponien. Kurz darauf
erreicht man die Duisburg Meidericher Schleuse und zugleich Staumauer nebenan. Riesige Wassermengen schießen unter einem
hinweg ca. 5 Meter in die Tiefe. Gigantische Ketten, die den Wasserdurchlass der Staumauer regeln, in dem sie höher gezogen
werden oder herab gelassen werden bilden einen tollen Anblick. Für mich ist die Meidericher Schleuse / Staumauer die schönste
der gesamten Ruhr. Gegen 15 Uhr erreiche ich die Aakerfähbrücke in Meiderich, die letzte große Brücke vor der Mündung in den
Rhein.
Staumauer Portrait der Staumauer Aakerfährbrücke auslaufendes Schiff
noch ein paar Abwässerchen Rheinorange von weitem Homberger/Ruhrorter Brücke Ruhr rechts - Rhein links
Duisburg Homberg gegenüber Das Ziel: Die Rheinorange
Schließlich erreiche ich gegen kurz nach 15 Uhr das Ziel die Ruhrmündung in den Rhein, wo auch die Rheinorange steht. Das ist
eine Stahlskulptur, die etwa 12 Meter hoch ist und eben orangefarben angestrichen ist. Wenn man an der Mündung in den
Rhein neben der Rheinorange steht hat man seine Belohnung. Zum einen sieht man links der Skulptur etwas weiter die Autobahn
A 40, die über den Rhein führt, zum anderen sieht man gegenüber des Rheines Duisburg Homberg liegen und rechts erstreckt sich
die Brücke zwischen Duisburg Ruhrort und Homberg.
Wenn ihr erst einmal angekommen seit, dann läßt Euch das Glücksgefühl die Strapazen vergessen. So erging es mir zumindest.
Endlich habe ich den Ruhrtalradweg bezwungen. Manchmal muß ich zugegeben als ungeübter Radfahrer auf die Zähne beißen,
aber die schönen Augenblicke, wie ihr auf den Bildern seht läßt diese Mühen vergessen. Ich hoffe Ihr hattet Interesse meinen
Bericht zu lesen. Wenn Ihr fragen Rund um die Ruhrtalstrecke habt, mailt mir einfach. Ich helfe gerne weiter.
Hier die offizielle Website des Ruhrtalradweges mit guten Infos: http://www.ruhrtalradweg.de/
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