Vorbereiten einer Tour

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Bevor man eine Fahrradtour durchführt, sollte man gut vorbereitet sein. Wer sich zum ersten mal dazu entschließt, der sollte
zunächst sein Fahrrad auf alle technischen Funktionen durchchecken (Bremseneinstellungen, Reifenprofil...). Dann stellt
sich die Frage, wie man das notwendige Gepäck verstauen will. Es ist enorm, was in Fahrradseitentaschen alles reinpaßt.
Man sollte auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung (links/rechts) achten. Bei größeren Touren, wie ich sie mache, ziehe ich
den Fahrradhänger den Fahrradtaschen vor. Das hat den Vorteil, daß man das Gepäckgewicht nicht am Fahhrad selber
spürt. Außerdem eignen sich Fahrradhänger besonders dazu Zelte, Isomatten und andere sperrige Dinge zu befördern, die nicht
in Fahrradtaschen passen würden. Ein weiterer Vorteil ist, daß man das Fahrrad mit Hänger leicht abstellen kann, ohne das es
schnell umkippt. Einziger Nachteil: Wenn man alleinreisend ist und mit dem Zug fahren möchte, muß man das Fahrrad und den
Hänger in das enge Gepäckabteil heben und anschließend gegen Verrutschen sichern. Auch die Treppen zu den Bahnsteigen muß
man zweimal machen. Aber auch das ist die Mühe wert, wenn man einmal die Vorteile eines Anhängers selber erlebt hat.
1-Tagestrips mit dem Fahrrad erledigt man am Besten mit dem Rucksack. Dabei sollten die Riemen eng gezogen sein und der
Rucksack am Rücken anliegen, damit es keine Scheuerstellen gibt.

Vor der Tour sollte man sich über folgende Dinge Gedanken machen:

  • Wie weit soll die Tour gehen?
  • Ist das Terrain für mich geeignet? (Höhenmeter, Distanz, Steigungen, Verkehrsaufkommen)
  • Muß ich Rücksicht auf nicht so starke Mitfahrer nehmen oder reise ich alleine?
  • In welcher Jahreszeit führe ich die Tour durch? (Gebirgspässe, Wetter, Temperaturen)
  • Ist Kartenmaterial von der Strecke vorhanden oder gibt es eine Streckenbeschilderung?
  • Wie reise ich an/ab? (Zug, mit Fahrrad, Auto)
  • Lege ich das Tourende terminlich fest? (Zugticket im vorraus buchen ist günstiger, aber man ist zeitlich gebunden)
  • Wie steht es um Übernachtungsmöglichkeiten? (Zeltplatz, Hotel, freie Natur)
  • Wieviele Tageskilometer mute ich mir zu ohne zu viel von mir zu erwarten?
  • Wo gibt es in der Nähe der Route größere Dörfer? (Wasservorrat, ärztliche Hilfe)
  • Habe ich die Ausrüstung vorher getestet? (Zeltaufbau testen, Gasvorrat, Isolation Schlafsack)
  • Wieviel Bargeld nehme ich mit?
  • Brauche ich... Medikamente, Zigaretten, Tampons/OB, bei Auslandsreisen Reisepass, andere besondere persönliche Dinge?


  • Hier eine Checkliste der benötigten Sachen für die Tour als Download:

    Download Checkliste


    Tips und Tricks zum Schlafen in der freien Natur:

  • In warmen Sommernächten genügt eine Isomatte und eine Kunstoffplane aus dem Baumarkt, die Euch als Decke dient. Zelte
        halten lediglich den Wind und Tiere ab.


  • Isomatten sind oft die einzige Unterlage zum Boden. Dementsprechend sollte sie wenigstens 1 cm dick sein. Dünnere Matten
        sind schnell platt gelegen unter dem eigenen Körpergewicht. Ihr spürt jeden Stein.


  • Ist es kälter und man schläft auf einer Isomatte und im Schlafsack, sollte der Schlafsack eine Kapuze haben. Die meiste
        Körperwärme verliert man über den Kopf.


  • Bei einem Gewitter legt man sich wenn man nichts anderes hat auf die Isomatte oder Baumarktplane. Der Schutz ist größer,
        als wenn man in direkter Berührung mit dem Feuchten Boden steht.


  • Vor Überraschungen ist man nie sicher. Ich nehme kein auffälliges Messer mit. Ich habe auf meinen Touren immer eine
        Stecknadel im Shirt stecken. Eine kleine, sehr gemeine und effektive Waffe, mit der man im Notfall die Augen oder den Hals
        des Gegners angreifen kann.


  • Wenn Ihr euren menschlichen Bedürfnissen nachgehen müßt, meidet beim Hocken bewachsenen Waldboden. Dort tummeln
        sich Zecken. Ich hatte auch schon die Ehre. Ihr spürt erst ein paar Tage später etwas davon, nämlich wenn die Zecke an
        Körperumfang zugenommen hat. Entfernt sie mit einer Pinzette und quetscht das Tier nicht. Einfach vorsichtig rausziehen.
        Der Mhytos mit dem herausdrehen ist quatsch. Wenn sich nach Tagen ein roter Kreis um die Stichstelle gebildet hat, geht
        zum Arzt!










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