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Die Leipziger Straße
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Krausenstraße

Die Berliner nennen es das Zeitungsviertel. Im Gebiet zwischen Kochstraße und Leipziger Straße wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal in Deutschland im großen Stil Annoncengeschäfte und Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Hier wurden Kurt Tucholsky und Klabund, Carl von Ossietzky und Alfred Polgar gedruckt. In diesem Viertel hatten mehrere Nachrichtenagenturen und drei große Verlage ihren Sitz: Ullstein, Mosse und Scherl. In den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschienen hier mehr als 60 Tageszeitungen.

Zwischen der Krausenstraße und der Schützenstraße, am Dönhoffplatz, stehen noch zwei der typischen, mächtigen Kontorhäuser aus der Gründerzeit, die nach dem Krieg wiederhergestellt worden sind.

Krausenstraße 09.02.2008

Der Krausenhof am Dönhoffplatz

Die Gebäude in der Krausenstraße stehen heute in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochhäuser der Leipziger Straße. Dadurch wirken sie winzig. Am alten Dönhoffplatz blieb nur eines erhalten: der so genannte Krausenhof mit der Hausnummer 38-39. Dieser Name bezieht sich auf die Büsten an der Fassade des Gebäudes. Die tragen nämlich alle Halskrausen. Einer der Bauherren, der Textilfabrikant Brecht, ließ solche Krausen hier fertigen. Brecht hatte den Krausenhof als Gebäudekomplex mit zwei großen Innenhöfen bauen lassen. Zur Krausenstraße hin stehen zwei Vorderhäuser, zur Schützenstraße hin ein Quergebäude. Seitenflügel verbinden Vorderhäuser und Quergebäude, dazwischen liegen die Höfe. Das Gebäude wurde in den Jahren 1910/11 fertig. Architekt Hermann Dernburg und Hofbaumeister Bohm waren vorausschauend und planten die Möglichkeit vielfältiger Nutzung ein: Sie gaben bloß ein Stützenraster und die zentralen Erschließungsbereiche vor. Anstelle von tragenden Wänden, die jedem Umbau im Weg stehen würden, bekam das Gebäude seinen Halt durch einen Eisenskelettbau.

Krausenhöfe 09.02.2008
Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008 Krausenköpfe 09.02.2008

Adina Apartment Hotel 09.02.2008

Adina Apartment Berlin
 
Das ADINA APARTMENT HOTEL BERLIN wurde am 14. Dezember 2007 in Berlins historischer Mitte eröffnet.
127 Studios und Apartments von 27 bis 67 m² Größe (zum Teil mit Balkon oder Terrasse), voll klimatisiert, mit modernster Technik und komplett eingerichteter Küche ausgestattet, bieten den idealen Ausgangspunkt für geschäftliche und/oder private Aufenthalte in Berlin.


Haus Krausenstraße 17-18
Das mit einem ausgebauten Dachgeschoß ausgestattete fünfstöckige Bürogebäude hat Friedrich Kristeller 1909 errichtet. Im 1. und 2. Obergeschoß sind jeweils drei Fenster nebeneinander angeordnet, im 3. und 4. nur je zwei. Das Haus beherbergte früher die Firma H. Wolff und wird derzeit ( wie das ganze Karree Krausenstraße 17-20/Schützenstraße 63-67/Markgrafenstraße 55 ) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und anderen Bundesbehörden genutzt. Es steht unter Denkmalschutz.