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Die Leipziger Straße
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Von der Friedrichstraße zum Potsdamer Platz
Leipziger- Ecke Friedrichstraße
in Richtung Mauerstr. um 1895
 
Abriß Spielkasino 1990
Leipziger- ecke Friedrichstr. in Richtung Mauerstr. um 1895 Leipziger ecke Friedrichstraße Abriß Spielkasino 1990
Leipziger ecke Friedrichstraße Abriß Spielkasino 1990 Leipziger ecke Friedrichstraße Abriß Spielkasino 1990 Leipziger ecke Friedrichstraße Abriß Spielkasino 1990
Das heutige Atrium Leipziger ecke Friedrichstraße Leipziger ecke Friedrichstraße

Friedrichstraße

Die Friedrichstraße verläuft von Mehringplatz (bis Franz-Klühs-Straße als Fußgängerzone) bis Tor-, Chaussee- und Hannoversche Straße am Oranienburger Tor.
Frühere Namen An der Potsdamer Brücke (um 1688-um 1705) Dammstraße (um 1688-1786) Der Damm (1688-Ende 17. Jh.)Querstraße (Ende 17. Jh.-um 1705)
Die neu angelegte Straße war die wichtigste der in der Friedrichstadt von Norden nach Süden verlaufenden Straßen. Zuerst hatte sie abschnittsweise verschiedene Namen. Zu der um 1705 benannten Friedrichstraße kam 1786 die Dammstraße hinzu. Der in Kreuzberg gelegene jüngere Teil der Straße von der Zimmerstraße bis zum Mehringdamm ist erst um 1731 entstanden.
Die drei Kilometer lange Straße erhielt um 1705 ihren Namen nach König Friedrich I. Seit Ausgang des 19. Jahrhunderts Amüsier- und Geschäftsmeile, befanden sich in der Straße die Friedrichstraßen-Passage, die Kaisergalerie, das Cafe Bauer, die Konditorei Kranzler und das Hotel Central mit dem Wintergarten. In der DDR war ursprünglich eine Verbreiterung der Magistrale von 22 auf 40 m vorgesehen, wovon der zurückgesetzte Bau des Hotels unter den Linden zeugt. In der Folge entstanden repräsentative Bauten, wie das Hotel Metropol (heute Hotel Maritim), das Grand - Hotel (heute The Westin Grand Hotel), das Internationale Handelszentrum, das Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur (Nr. 176-179, heute Haus der Russischen Wissenschaft und Kultur) und der Friedrichstadtpalast (Nr. 107). Heute prägen zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Checkpoint Charlie eine Vielzahl moderner Geschäftshäuser nach den Plänen internationaler Architekten die Straße, wie das Atrium Friedrichstraße, die Galéries Lafayette, der Hofgarten am Gendarmenmarkt, das Kontorhaus Mitte, das Kulturkaufhaus Dussmann (Nr. 90) und das Philip-Johnson-Haus (Nr. 50). In der Friedrichstraße befinden sich eine Reihe denkmalgeschützter Geschäftshäuser, wie das Kaufhaus Moritz Mädler (Nr. 58), das Geschäftshaus Friedrichstraße 61, die Weinhandlung Ewest (Nr. 82), die Polnische Apotheke (Nr. 153 A), die Preußische Central-Bodenkredit-AG (Nr. 154), das Pschorrbräuhaus (Nr. 165), das Haus Friedrichstraße 166, die Gaststätte Automat (Nr. 167-168), das Haus Friedrichstadt (Nr. 194-199) sowie die Häuser Nr. 61, 81, 112 A, 169-171 und 180-184. Ebenso unter Denkmalschutz stehen das Friedrichs-Gymnasium (heute Oberstufenzentrum Verkehr, Wohnungswirtschaft, Steuern, Nr. 126), der 1877/78 erbaute Westflügel des Französischen Hospitals (Nr. 129 F), die 1925 von Paul Zimmerreimer erbaute Wohnanlage (129 A-E, H), das Metropol - Theater und das Kabarett Distel (früher Admiralspalast, Nr. 101-102), das Haus der Schweiz (Nr. 155-156), die Weidendammer Brücke, die U-Bahnhöfe Französische Straße, Friedrichstraße, Oranienburger Tor und Stadtmitte sowie der Bahnhof Friedrichstraße. Zu dem denkmalgeschütze Ensemble Spandauer Vorstadt gehören darüber hinaus die Mietshäuser Nr. 112 B-115 aus den Jahren 1864 bis 1894. Erst in den 1990er Jahren abgerissen wurden das denkmalgeschütze Bürohaus Friedrichstraße 169-170 und das Haus Friedrichstraße 79 A. Völlig neu bebaut wurde auch das Gebiet um den ehem. Ausländerübergang Checkpoint Charlie. Eine Gedenktafel erinnert an Theodor Fontane (Nr. 154, Polnische Apotheke), der hier 1845/46 arbeitete. Eine weitere Gedenktafel ist der Revolution von 1848 gewidmet (Nr. 62). Hier stand eine Barrikade und hier starb der Landwehroffizier und Referendar Gustav von Lensky (1824-1848). Auf die Gründung der Deutschen Sportbehörde für Athletik (Vorgängerorganisation des Deutschen Leichtathletikverbandes) am 29. 1. 1898 im Restaurant Patzenhofer verweist eine Gedenktafel am Quartier 206. Zu den prominenten Bewohnern der Straße zählten Johann Gottlieb Fichte (Nr. 139), E. T. A. Hoffmann (Nr. 197), Christoph Wilhelm Hufeland (Nr. 130), Heinrich von Kleist (Nr. 123), Max Reinhardt (Nr. 134), Karl Friedrich Schinkel (Nr. 99), Ludwig Tieck (Nr. 208) und Christa Wolf (Nr. 133). Für kurze Zeit wohnten auch 1828 der Schriftsteller Ludwig Börne (1786-1837) in der Nr. 161 und 1845/46 der Dichter Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) in der Nr. 125 A.


Das WMF - Haus Leipziger- ecke Mauerstraße 
Das WMF - Haus
Leipziger- ecke Mauerstraße
Mauerstraße

Die Mauerstraße verläuft von Behren- bis Mohrenstraße und als Sackgasse von Kronen- bis Friedrichstraße. Der Name erklärt sich durch ein Projekt des Architekten und Festungsbauers Jean de Bodt (1670-1745), das vorsah, die ältere Friedrichstadt mit Mauer und Festungswerk zu umgeben. Wegen der fortschreitenden Bebauung der um 1720 entstandenen Straße wurden diese Pläne nicht realisiert. Nach der abgesteckten Mauerlinie und zum Andenken an dieses Projekt erhielt die Straße 1720 ihren Namen.

In der Straße wohnten u. a. von 1808 bis 1811 Achim von Arnim (1781-1831) und von 1809 bis 1811 Clemens Brentano (1778-1842) in der Nr. 34, 1810/11 Heinrich von Kleist (Nr. 53), 1822 Heinrich Heine (Nr. 51) und 1827-1833 Rahel Varnhagen (Nr. 36). Im II. Weltkrieg zerstört wurden die Dreifaltigkeitskirche und die Bethlehemskirche (Bodendenkmal). In der Straße befanden und befinden sich vor allem Geschäftshäuser und Amtsgebäude. Unter Denkmalschutz stehen der Komplex der Deutschen Bank (Nr. 25-32, 39-42) das ehemalige Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (Nr. 45-52) und das Kleisthaus (Nr. 53), die zum Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung umgebaut werden, das Postmuseum mit Gartenanlagen (Nr. 69-75), das Haus Hillbrich (Nr. 76), das Umspannwerk Buchhändlerhof (Nr. 78-80), das Haus Schimming (Nr. 83-84) und die Geschäfts- bzw. Mietshäuser Nr. 77 (1914), Nr. 22 (1853) und Nr. 23 (1841), Nr. 85 (1839), Nr. 86-88 (nach 1895) und Nr. 93 (um 1905).

Die Mauerstraße vor 1989 Im Hintergrund der Checkpoint Charlie 
Die Mauerstraße vor 1989
Im Hintergrund der Checkpoint Charlie

Wilhelmstraße

Die Wilhelmstraße verläuft von Hallesches Ufer und Mehringdamm bis Luisenstraße und Reichstagufer (Marschallbrücke). Frühere Namen sind Neue Wilhelmstraße (1822-1964) Otto - Grotewohl - Straße (1964-1993) Wilhelmstraße (1993)
Friedrich Wilhelm I., König in Preußen (gen. Soldatenkönig), * 14.8.1688 Cölln, heute zu Berlin, t 31.5.1740 Potsdam
Die Straße wurde nach 1731 angelegt, hieß zunächst Husarenstraße und war die einzige vollständig neue Anlage in der Friedrichstadt unter der Regierung Friedrich Wilhelm I. Hier befanden sich die höchsten Regierungsstellen. Der in Mitte verlaufende Straßenabschnitt von der Zimmerstraße bis Unter den Linden wurde 1964 mit der Neuen Wilhelmstraße (von Unter den Linden bis Reichstagufer) in Otto-Grotewohl-Straße umbenannt. Seit 1993 heißt der Straßenzug bis zum Reichstagufer durchgängig Wilhelmstraße.
Die Wilhelmstraße wurde zum Inbegriff des politischen Machtzentrums in Deutschland. Sinnbild dafür war auch, daß ein Prozeß gegen Funktionäre und Minister des Dritten Reiches vor dem Militärtribunal in Nürnberg als Wilhelmstraßen-Prozeß in die Geschichte einging. In der Straße befanden sich das Geheime Civilcabinett des Kaisers, Preußisches Staatsministerium, Reichskanzlei, Reichskanzleramt, Auswärtiges Amt, Reichsfinanzministerium, Reichsministerium der Justiz und das Reichspräsidentenpalais. Die Wilhelmstraße war dabei nicht nur die Wirkungsstätte von Politikern wie Otto von Bismarck, Friedrich Ebert und Gustav Stresemann, hier wohnten auch Willibald Alexis (Nr. 97), Walther Nernst (Nr. 16), Friedrich Schleiermacher (Nr. 73), Carl Sonnenschein (Nr. 37) und Bethel Henry Strousberg (Nr. 70).
Der nördliche Abschnitt zwischen Leipziger Straße und Pariser Platz war ab Mitte des 18. Jahrhunderts mit mehreren Adelspalästen bebaut, die von weiträumigen Gartenanlagen, den sogenannten Ministergärten, umgeben waren. Im 19. Jahrhundert siedelten sich dort wichtige Regierungsinstitutionen an. An der Wilhelmstraße 76 war die Dienstwohnung des preußischen Außenministers eingerichtet,. Die Häuser Nr.74 und 75 kamen hinzu. Im Norden folgte das Palais Radziwill, das zur Reichskanzlei umgebaut wurde. In der Wilhelmstraße 73 befand sich das Ministerium des königlichen Hauses, bevor es bis 1934 Sitz des Reichspräsidenten war. Das Prinz-Albrecht-Palais an der Wilhelmstraße 102 mit einem fast fünf Hektar großen Garten wurde in den 30er Jahren zur Zentrale des "Dritten Reiches". Reichskanzlei und Reichspräsidentenpalais wurden 1938 abgerissen, um Platz für die Neue Reichskanzlei nach Entwürfen von Albert Speer zu schaffen. Der Monumentalbau beherbergte das Arbeitszimmer Adolf Hitlers, repräsentative Säle und Behörden. Unterhalb des Hofes lag der Führerbunker. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil der Gebäude zerstört.
Von der Bebauung ist heute kaum noch etwas vorhanden: während das Gebäude des Preußischen Kriegsministeriums bereits in der NS-Zeit dem Luftfahrtministerium (heute Detlef Rohwedder Haus) weichen mußte, fiel die Masse der Bauten dem II. Weltkrieg zum Opfer. Der im Bezirk Mitte verlaufende Straßenabschnitt von der Zimmerstraße bis Unter den Linden wurde 1964 in Otto-Grotewohl-Straße umbenannt, 1970 wurde die Neue Wilhelmstraße (von Unter den Linden bis Reichstagufer) in diese Benennung einbezogen. In den 80er Jahren entstanden hier Wohnungen in Großplattenbauweise. Seit 1993 heißt der Straßenzug durchgängig Wilhelmstraße. Am Haus Nr. 54 ist eine Gedenktafel Konrad Adenauer gewidmet, der hier zeitweilig eine Dienstwohnung benutzte. An die frühere Bebauung erinnern die denkmalgeschützten Gebäude des Geheimen Civilcabinetts (Nr. 54), der Erweiterungsbau des Preußischen Kultusministeriums (Nr. 60) und das 1910/11 von Ernst Scharnke erbaute Verwaltungsgebäude (Nr. 64). Hier befinden sich auch das ARD-Hauptstadtstudio (Nr. 67 A) mit einer Gedenktafel für das Physikalische Institut und seine Mitarbeiter; die Landesvertretung Berlins (Nr. 67) und die Botschaft des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland (Nr. 70).

Ballon in der Wilhelmstraße

Zu den Attraktionen gehört auch der Ballon in der Wilhemstraße, von hier genießt man eine Aussicht über das gesamte Stadtzentrum.


An der Kolonnade

An der Kolonnade führt von der Voßstraße im rechten Winkel zur Wilhelmstraße.
Die Straße trägt seit dem 29. 3. 1989 ihren Namen, da hier ein Teil der Spittelkolonnaden wiederaufgebaut werden sollte.

Leipziger Platz
Potsdamer Platz