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Magie in Wiccan Ways

Magie in „Wiccan Ways“ ist eine vielseitige Angelegenheit – natürlich steht dieser Artikel im direkten Zusammenhang mit der Subseite über Wicca in „Wiccan Ways“

Zunächst möchte ich eine grobe Übersicht dazu geben.
Erst mit Fortschreiten der Geschichte kann ich auch näheres sagen, da es ein Prozess stetiger Entwicklung ist.

 

 

Magische Regeln:


Tote kann man nicht zum Leben erwecken. Ein Prinzip, das zwar im Laufe der Geschichte gebeugt, jedoch nie gebrochen wird, erst recht nicht durch eine der Hexen.

Dahingehend wird Taras Ausspruch in Staffel 5 „Aber wir spielen nicht mit Leben und Tod.“ fast schon zu einem Dogma; wenngleich Wicca oder Wiccaner, wie manche sagen, wenige Dogmen kennen, so denke ich, dass dies eine Grenze ist, die sie nie zu überschreiten wagen würden.

 

 

Die Natur als treuer Helfer:


Pflanzen, Sträucher, ja sogar Haselnüsse werden besonders durch Ray manipuliert.
Somit stellt sich automatisch die Frage, ob er nicht auch eine Art Wiccaner ist.
Auch wenn es seine Spezialität ist, so beherrschen auch die anderen durchaus die Gabe, sich der Natur zu bedienen oder besser ausgedrückt, ihre helfende Hand zu ergreifen.

 

 

Shiki und Summon-Zauber:


Shiki, die eigentlich aus dem japanischen stammen (siehe X-1999) sind dienstbare Geister, die von dem, der sie erschaffen hat, kontrolliert werden – sie besitzen nur mindere Intelligenz, falls überhaupt und können jede beliebige Form annehmen.
Bei Frey sind es Vögel; Tauben vor allem.
Nathan Harris setzt tatsächlich auf menschlich aussehende Shiki, während Satinka sogar regelrechte Summons (Aufrufe) von magischen Kreaturen mit einem eigenen Willen durchführen kann.

Ein kleiner Feuergeist in "Howl's Moving Castle"
Der Magier Haku in Drachengestalt (Spirted away)

Drachen sind mächtige, magische Geschöpfe, doch keineswegs als böse anzusehen, dabei nehmen sie vom wilden Ungeheuer bis hin zum hochintelligenten Überwesen bald jede Rolle in Film oder Buch ein.

Auch in Wiccan Ways hat man es mit Drachen zu tun - im speziellen Falle mit einem blauen Drachen, der, der einst in "The Gift" aus einem Portal entfleuchte und den Satinka beschwören kann und der auf den Namen Fafnir hört, wenngleich dies nicht sein wirklicher Name ist.

Tatsus, wie Haku in ""Chihiros Reise ins Zauberland / Spirted away", sind die japanische Form des Drachen. Sie haben einen schon göttlichen Status, sind weise und unterscheiden sich von den klassisch, europäischen Versionen dadurch, dass sie einen länglichen, flügellosen Körper und zwei lange Barthaare haben. Trotz des Umstandes, dass sie keine Flügel besitzen, können sie sich durch die Luft fortbewegen.

 

Blitz, Feuer und Co. – Die Naturgewalten


Dürfen natürlich nicht fehlen.
Auch hier gilt der Grundsatz: jede der Wicca kann sie einsetzen.
Doch dachte ich dabei wie bei allen Dingen an eine Spezialisierung.
Manch einer kann gut Mathematik, der andere wiederum ist gut im Zeichnen. Warum sollten diese durchaus menschliche Eigenschaft nicht auch für die Wicca gelten und jeder von ihnen ein exklusive Fachgebiet zuordnen.
Zudem denke ich dabei auch an eine Charakterisierung der Figuren durch die Art wie sie Zaubern.

Es wäre auch nicht ungewöhnlich, wenn die Naturgewalten selbst Persönlichkeit haben und Gestalt annehmen, wie es letztlich bei den Göttern der Griechen oder Germanen der Fall war.

 

Der Feuerdämon Calcifer in "Howls Moving Castle"

“Incendere”…. Zauber sprechen oder nicht sprechen?


Hilfreich sind die Ein-Wort-Zauber aus Harry Potter immer, denn sie fassen einen Zauber schnell und in prägnante Worte zusammen.
Zaubersprüche, besonders solche die lang und gereimt sind tauchen zwar auch vereinzelt auf, doch bereits früh wurde klargestellt, dass Magie durchaus auch stumm verübt werden kann.
Somit pendelt Wiccan Ways immer ein wenig zwischen den Gebräuchen und der Innovation.

 

 

Magische Hilfsmittel:


Wie bereits im Technikbereich angeführt wird auch in Wiccan Ways nicht auf Hilfsmittel verzichtet.
Dabei reicht die Palette vom Küchenkräutlein über Kristalle bis hin zur Technik wie Computern und Willows kleinen Basteleien.
Während Erstgenannte, genauso wie Zauberpuder und anderes durchaus gebraucht werden ist der Einbezug der Technik etwas ungewöhnlich.
Dabei steht diese Entwicklung unter der wiccanischen Prämisse „SCHADET ES KEINEM, DANN TU, WAS DU WILLST !“, denn nichts verbietet eben diesen Einbezug der Technik.
Hinzu kommt, dass die Technik letztlich ebenso ein natürliches Element der menschlichen Entwicklung darstellt – Deus ex machina.

 

 

Technomages:


Aus den Begriffen "Techno" von Technology und Mage als Kurzform für Magician (Magier) war es Willow, die den Begriff als erste in Wiccan Ways thematisierte.
Die Idee zu den Technomages hatte bereits J. Michael Straczynski in seiner Serie "Babylon 5". Dort tauchte ein Technomage mit Namen Elric auf der Station auf und erklärt Cpt. Sheridan, wie die Technomages zu verstehen wären:
Es sind Menschen, die sich mit Hilfe von Technik die Magie zu nutze machen - frei nach der Frage, ob Gott -bildlich gesprochen- denn nun ein Feuerzeug zum entzünden des Dornenbusches brauchte oder nicht. Kurz gesagt und in simplen Worten ausgedrückt, ist für die Technomages Magie nicht mehr als eine andere Form der Wissenschaft.
Man wird nicht umhin können die Parallelen zwischen "Babylon 5" und "Wiccan Ways" zu sehen und so wird Willow in gewisser Weise die erste, praktisch die Mutter aller Technomages, mit den Worten:

We are dreamers, shapers, singers and makers.
(Elric in Babylon 5 Epiosde 2.03)

Wir sind Träumer, Wandler/Former, Sänger und Schöpfer.


Elric (Michael Ansara), der Technomage

Die Technomages verließen wegen des nahenden Krieges gegen die "Schatten" die bekannten Gefilden, die die Menschen im All entdeckt hatten, um zu den Sternen aufzubrechen, an einen Ort über den sich Elric ausschweigt zur Sicherheit all ihrer Erkenntnisse und ihres Wissens - bislang ist unklar wo sich dieser Ort befindet...
... doch dies könnte sich in Wiccan Ways ändern. (B5-Fans aufgepasst)

 

Das Refugium:

Ein Refugium ist Ort, an den sich eine Person zurückziehen kann, abgeschieden vom Rest der Welt - im Falle von Wiccan Ways ist das Refugium ein Ort, an den Willow und Tara gelangen können, der nur ihnen gehört, und der sich ihrem Willen nach gestaltet, d.h. dass alles dort so aussieht wie sie es sich vorstellen.

Für einige Orte, deren Gestalt das Refugium annimmt, standen u.a. Szenenbilder aus Hayao Miyazakis "Spirted Away" Pate - besonders die Wartehalle: dieser Ort ist in seiner Darstellung einerseits von Romantik wie auch von Wehmut durchzogen.

Die Wartehalle in "Spirted away"
Der Eingang von der Menschenwelt in die der Götter

Auch das Badehaus der Hexe Yubaba wurde in das Refugium integriert, allerdings verändert - im Refugium gleicht der Bau eher einer Ansammlung verschiedenster archetektonischer Richtungen, die sowohl den Glockenturm Big Ben wie europäisches Fachwerk mit einschließt.

Dass die Idee u.a. durch "Spirited Away" inspiriert wurde, wird direkt in Wiccan Ways erwähnt: was man sich vorstellt, das wird auch Realität.

Yubabas Badehaus in "Spirted away"
Ein sogenannter Onsen, also eine heiße Quelle

Die Gestaltung des Hauses im Refugium, also die wilde Verknüpfung unterschiedlicher Bauweisen wurde durch "Das wandelnde Schloss / Howl's Moving Castle" geschrieben von Diana Wynn Jones und verfilmt von Hayao Miyazaki.

Des Umzug:

Die Umzugsszen in "Howl's Moving Castle" inspirierte dazu, dies in der letzten Wiccan Ways Episode einzubauen - hierbei verändert sich ebenso die Inneneinrichtung und Grundstruktur des Hauses.

Vorher
Nachher

In Wiccan Ways sind die Sternenlichter aus dem Verbindungshaus, die Vesta und Frey einfangen und in Willows Heim bringen mit beteilicht, denn sie erwecken das Haus praktisch zum Leben mit ihrer Präsenz und versetzen es gleichsam an andere Orte.

 

Das wandelnde Schloss

 

Die Banhfahrt:

Am Ende der ersten Staffel gibt es eine Bahnfahrt über ein schier unednliches Meer - es handelt sich dabei um eine Transportmöglichkeit zwischen der Welt der Menschen und der der Götter. Die Gleise und Bahnsteige befinden sich im Wasser und es scheint, als würden sie zu keinem wirklichen Ort führen, doch hängt dies vom jeweiligen Betrachter ab und von demjenigen, der die Bahn benutzt: nur das Ziel erscheint als tatsächlich benutzbar, welches man selbst erreichen will.

Die Bahn fährt ein
Die Gleise im Wasser

Auch hierfür war "Spirted away" eine Inspiration - die Umsetzung von recht realen, menschlichen Vorstellungen der Reise (Zug, Gleise, Bahnhöfe) in Verbindung mit fantastischen Elementen (selbiges im Meer, ohne erkennbares Ziel) hat einen weitaus größeren Reiz und Charme, denn die allzu fantastische Variante.

 

Demnächst mehr...

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