Vampire

Vampirversionen gibt es wie Sand am Meer, angefangen von Bram Stokers Romanfigur, über vampirische Dämonen in Afrika oder in Südostasien, den Filmversionen wie Max Schreck in „Nosferatu“ oder Bela Lugosi in Dracula bis hin zu denen des Schriftsteller Stephen King in „Brennen muss Salem“, der Comicverfilmung „Blade“ und der Fernsehserie „Buffy, the Vampire Slayer.“

Dabei handelt es sich im Wesentlichen immer um einen Dämonen, meist vormals ein Mensch gewesen, der das Blut seiner Opfer trinkt und sie dadurch oder durch den Blutaustausch ebenfalls zum Vampir macht, was jedoch nicht auf alle Vampirtypen zutrifft.


Vampirtypen in den Überlieferungen:

Der Asanbosam ist ein afrikanischer Typus des Vampirs, der im Urwald haust und von dem man sich in Togo, Ghana und an der Elfenbeinküste erzählt.

Ein Asanbosam >>
<< Eine Aswang

Aswang ist die weibliche Version des Vampirs auf den Philippinen - tagsüber eine schöne Frau, Nachts ein blutsaugendes Monster.

So gibt es noch verschiedene Versionen in China, Schottland oder in Griechenland.

Die bekannteste ist aber sicherlich der transilvanische Vampir, Nosferatu genannt, Rumäniens, dessen bekanntester Vertreter Dracula höchst selbst ist.
Dabei ist diese Romanfigur angelehnt an den Fürsten Vlad III. Draculea oder auch Vlad Tepes (Der Pfähler) genannten.

<< Vlad III. Draculea / Vlad Tepes
Max Schreck als Graf Orlok in "Nosferatu"(1922) >>

 


Dracula:

Selbst Dracula hat im Laufe der Zeit mehrfache Veränderungen über sich ergehen lassen müssen
In Stokers Fassung, die in Francis Ford Coppolas Film sehr nahe am Original ist, stellt der Vampirfürst einen Mann gebrochenen Herzens dar, der sich einst gegen Gott und das Kreuz versündigte. Dabei ist auffällig, dass Dracula nicht nur seine Form zu tierischen Gestalten oder Nebel verändern kann, sondern zudem bei Tageslicht aktiv ist, obwohl es nicht seine natürliche Zeit ist.

<< Gary Oldman als Dracula und Mina Murray gespielt von Winona Ryder in Francis Ford Coppolas (Der Pate) "Bram Stokers Dracula (1992)

 

Dabei änderte man gern eben diesen Umstand ab und machte aus Dracula und seinem Gefolge, vor allem im Film, Blutsauger, die das Tageslicht fürchten und von den Strahlen der Sonne sogar vernichtet werden können.

Dabei sind die Draculas wie Bela Lugosi, Christopher Lee oder Gary Oldman vor allem typisch ausländischer Edelmann; einzig Oldmans Dracula war ein Vermischung aus Krieger und Fürst.
In „Blade: Trinity“ trat zumindest im modernen Popcornkino mal eine Kriegerversion auf, die nichts mehr mit Bram Stokers Fassung zu tun hatte, sondern ein Tausende Jahre altes Monster war, das nur ab und an menschliche Gestalt annahm.

Einer der bekanntesten und immer wieder in die Rolle des Vampirfürsten schlüpfenden Darsteller des Grafen Dracula: Christopher Lee >>

In dem von Wes Craven produzierten Dracula (2000) Filmversion wird immerhin gelüftet, warum Dracula alles Christliche fürchtet.

 

Mit Kruzifix und Pflock.

Klasse Waffen zur Abwehr und Vernichtung sind das Kruzifix und der hölzerne Pflock.

Dabei finden diese Waffen vor allem in Vampirfilmen und im Fernsehen wie „Salem’s Lot“, „BtVS“ oder den klassischen Vampirfilmen Anwendung.
Bei Coppola lässt sich ein Vampir durch so ziemlich jede Waffe verletzten, denn immerhin wird der verwandelten Lucy ein eiserner Pflock ins Herz getrieben und der Kopf abgeschnitten. Am Ende bringt Mina Murray Dracula um, indem sie einen Dolch durch sein Herz rammt.

Auch in Blade finden Pflöcke noch ihren Einsatz, jedoch bestehen diese aus Silber, ebenso wie die Kugeln, die Blade aus seinen Waffen abschießt. Ansonsten bringt sie das Namensgebende Schwert von Blade zur Strecke.

<< Dominic Purcell als Drake/Dracula in Blade Trinity (2004)

 

Drake-Statue - Drake vollständig verwandelt >>

Sonnenlicht ist zwar gern genommen, findet aber selten Anwendung – höchsten in UV-Strahlern wie in die Blade Trilogie oder in den UV-Licht verstärkten Geschossen der Werwölfe in den Underworld-Filmen.

Warum allerdings gerade christliche Symbole und Waffen aus Holz einen Vampir niederstrecken, ist nicht wirklich erklärt und findet bestenfalls in der Andeutung, es handle sich um Übernatürliches einen Sinn.
Selbst dann aber bleibt die Frage nach christlicher Symbolik offen und wird nur in Bram Stokers Werk bzw. dem Film, sowie in Dracula 2000 erläutert.

 


Tot oder doch nicht tot?

Der Vampir als solcher gilt im Westen als Untoter, also als wandelnder Leichnam, der Kreuz und Sonnenlicht fürchtet, kein Spiegelbild hat und dergleichen mehr.
Man könnte den Vampir eigentlich als intelligenten und nicht verfaulten Zombie bezeichnen, der sich vom Blut der Lebenden ernährt.

Probleme bereitet dabei die Sicht, dass Vampire kein Spiegelbild haben, keinen Pulsschlag und alles was einen lebenden Menschen ausmacht. Es erweist sich nämlich als unlogisch, dass ein wandelnder Leichnam kein Spiegelbild mehr hat, denn immerhin ist er ja da.
Erklärung hierfür ist natürlich das Fantastische, dass auf dem Standpunkt steht, dass es immerhin ein Wesen ist, das gar nicht herumlaufen dürfte, da sein Köper tot ist.
Was in Brennen muss Salem / Salem’s Lot noch im Rahmen seinen inneren Roman- oder Filmlogik noch Hand und Fuß hat, wird in anderen Fassungen allerdings eher zum Witz.

Gerade in BtVS wird die innere Logik durch einige erzählerische Absonderlichkeiten gebrochen: der Vampir ist ein Untoter, fürchtet Kreuz und Weihwasser, kann mit einem Holzpflock getötet werden, steht aber aus geweihter Erde, in der er begraben wurde, auf oder bekommt sogar Kinder.

<< Angel/Angelus (David Boreanaz) aus BtVS / AtS

 

James Marsters als Spike >>

 

Salem’s Lot erklärt sich immerhin in der eignen Geschichte, durch den Umstand, dass die Friedhofserde entweiht wurde, in BtVS scheint dies selbstverständlich zu sein oder wurde einfach nicht bedacht.
Größter Schnitzer aber bleibt dabei wohl, dass ein untotes Wesen, dass keine menschlichen Lebenszeichen aufweißt, Sex haben kann und auch noch Kinder untereinander zeugt.
Technisch war es dagegen wohl eine Einsparung, dass sich ein Vampir in Staub verwandelt mitsamt seiner ganzen Kleidung, und weniger eine Frage der Logik.
Ansonsten hält sich BtVS weitgehend an die klassisch, filmischen Vorlagen, über Vampire.

Anders als die klassischen Vampire sind gerade in Blade und Underworld, die Vampire wenig übernatürlich, sondern eher wissenschaftlich:
Sie mögen das Sonnenlicht auch weiterhin nicht, aber hierfür wird immerhin der Ansatz einer natürlichen Erklärung gewagt. Genetik, die Magie der Neuzeit, ist hier die Basis und so nimmt man besonders in Blade dem Vampir das Mystische.

<< Tony Curran als Marcus in Underworld Evolution
Selene gespielt von Kate Beckinsale in Underworld 1 & 2 >>

 

Underworld scheint hingegen eher einen Brückenschlag zu versuchen, der das Mystische mit dem Natürlichen verbindet. So wird nicht erklärt wieso Alexander Corvinus der erste Unsterbliche wurde oder was an der Legende dran ist, der zufolge ein Sohn von einem Wolf bzw. der andere von einer Fledermaus gebissen wurden.
Dennoch geht es in Underworld mehr um den Faktor Abstammung und Evolution.


Vampire in Wiccan Ways

Der Vampir in Wiccan Ways ist eine sich veränderte Evolution. Von den alten Mustern aus BtVS bricht er aus.
So wird die mythologische Seite zwar beibehalten, aber versucht zu erklären.
Würde es BtVS als Basis nicht geben, wäre es einfacher, so aber muss ich auf eine Behelfskrücke zurückgreifen, die sich auf den Spruch „Stirbst du im Traum, stirbst du in der Wirklichkeit“ stützt.
Dabei geht es eher darum, dass Vampire, vor allem was ihre Angst vor christlicher Symbolik angeht, glauben, es könne ihnen schaden und somit auch Schaden erleiden. Somit wird es als psychosomatisch erklärt, was natürlich erzählerisch ein wenig krumm wirkt, aber sich mir als die einzig vernünftige Vorgehensweise auftat, neue Aspekte des Vampirismus einzuführen.

Nur so kann Kaie auch ihre Pistolen und Schwerter einsetzen, um ihre vampirischen Vettern über den Jordan zu schicken.

Die klassischen BtVS-Vampire gibt es noch immer in Wiccan Ways, doch verändern sie sich im Laufe der Zeit, was vor allem dadurch gezeigt wird, dass ihre Kleidung nicht mehr mit in Staub zerfällt.

Grund dafür sind die sogenannten Wraith.


Die Allerersten:

In Wiccan Ways begegnet man einem neuen Vampirtypus, den sogenannten Allerersten:

Konzipiert waren sie, wie in Wiccan Ways noch erklärt wird, als Wächter der Menschen von den Göttern ersonnen und in die Welt gesetzt, als die Menschen selbst noch jung waren. Sie waren stets Beobachter und hielten sich im Hintergrund.
Um sie von den Göttern abhängig zu machen, wurden sie mit einem Fehler geschaffen, dem Blutdurst, den sie allerdings an jeder beliebigen Spezies stillen konnten.

So wie Menschen Fleisch essen oder Pflanzen essen, war auch der Allererste dazu gezwungen etwas zu töten, um selbst zu überleben.
Ansonsten sind sie, wenngleich an Zahl weit unterlegen, viel stärker und schneller als Menschen, sie können im Sonnenlicht wandeln und christliche Symbole verursachen keine Schäden bei ihnn.

So wie Menschen Fleisch essen oder Pflanzen essen, war auch der Allererste dazu gezwungen etwas zu töten, um selbst zu überleben.
Ansonsten sind sie, wenngleich an Zahl weit unterlegen, viel stärker und schneller als Menschen, sie können im Sonnenlicht wandeln und christliche Symbole verursachen keine Schäden bei ihnen.

Später wollte Malkuth als einer der drei Obersten des Rates der Götter Yggdrasils, die Allerersten für sich nutzen:
Heraus kam eine Abart der Allerersten, den bekannten Vampiren, die das Tageslicht, im Gegensatz zu ihren Vorfahren, scheuten.

Die Allerersten zogen sich im Laufe der Jahrtausende zurück, auch schrumpfte ihre Zahl zusehends und so überließen sie es den menschlichen Jägern, ihre Vettern zu vernichten.

Einige jedoch, wie Kaie Adams selbst, lehrten die Menschen, wie man kämpfte und Vampire vernichtete, doch sollten immer die Mitglieder des Rates der Wächter die Kontrolle haben und die Wahrheit über die Vampire wurde verschleiert.

Die Allerersten können etwas mit Magie Vergleichbares anrufen - dabei nehmen ihre ohnehin den Menschen schon überlegnen physischen und mentalen Kräfte noch stärker zu - ihre Haare werden weiß und ihre Augen, wie in Kaies Falle , hellbläulich. Je nach Vampir können die Augen aber auch andere Farbtöne annhemen.


 

„Ardens interius ira immensa”


Iammane. - Inane. - Immane. - Inane.


Futurum immane et inane.Fata nostra. Fata nostra.
Sunt damnanda fata nostra”

„Innen brenne ich vor gewaltigem Zorn.


Gewaltig. - Leer. - Gewaltig. - Leer.
Gewaltig und leer die Zukunft ist“


Unser Schicksal. Unser Schicksal.
Unser Schicksal sei verdammt.“

 

Die Wraith:

Wraith - engl. für Geist

Sie sind eine energetische Version der Vampire. Aus der Vorzeit noch stammend, als das Universum gerade einmal entstanden war, da waren die Wraith noch da. Wie Heuschrecken ziehen sie durch das Universum und vernichten alles, was ihnen gefährlich werden kann.

Die Wraith selbst verändern sich nicht, sonder blieben stets eine Konstante, weswegen sie vor allem den Menschen fürchten, da er die Angewohntheit hat sich ständig zu verändern und zu entwickeln. Daher fürchten die Wraith, die Menschen könnten sie eines Tages aus dem Universum verdrängen.

Sie beherrschen vor allem niedere Wesen und kontrollieren sie wie Marionetten, wie den Vampir, aber auch Menschen selbst, wenn diese besonders anfällig für ihre Suggestionen sind, jedoch nicht die Allerersten.

Ihre Ankunft verändert die Vampire zusehends, was zu einer nicht absehbaren Gefahr für die Menschheit werden kann. Ihre direkten Motive sind unbekannt, aber ihr eigentliches Ziel war es immer den Status Quo des Universums zu erhalten.

 

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