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Jans Kramkiste |
Reisetipps für Zypern | |||
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Im Januar 2004 verbrachten wir eine Woche auf der Insel Zypern. Im folgenden Text finden Sie Erläuterungen, Hinweise und Tipps von denen ich meine, dass sie zukünftigen Zypernbesuchern eine kleine Hilfe bei der Reisevorbereitung sein werden.
Anreise Der Abflug erfolgte vom Flughafen Berlin Schönefeld mit der zypriotischen Fluggesellschaft EUROZYPRIA. Die Flugzeit betrug ca. 3.5 Stunden und wir überflogen Wien, Budapest, Belgrad. Hinter Saloniki ging es über das Ägäische Meer genau an der türkischen Küste entlang. Über der Insel Rhodos nahm die Maschine Kurs auf die Insel Zypern. In Pafos erfolgte eine Zwischenlandung und nach einer halben Stunde ging es weiter bis nach Larnaka. Sollten Sie genau wissen wollen, was Sie aus dem Flugzeugfenster gerade sehen, müssen Sie einen Atlas mitnehmen. Auf den Bordmonitoren kann die Flugroute nicht verfolgt werden. Das Unterhaltungsprogramm im Bordfernsehen ist sehr dürftig. Die angebotenen Kopfhörer können Sie getrost ablehnen. Der Stecker passt nur bei diesem Flugzeugtyp und nach ca. 1,5 Stunden ist die Kassette ohnehin zu Ende. Der Bordservice ist schlecht. Das Bordpersonal ist zwar höflich aber mehr auch nicht. Sicherheitshalber nehmen Sie eine Kleinigkeit zu essen bzw. zu trinken im Handgepäck mit, denn mehr als die ausgeteilte Ration sollten Sie nicht erwarten. Wenn Sie in Berlin nicht zollfrei eingekauft haben, können Sie das in Pafos auf dem Flughafen nachholen. Hier befindet sich ein Tax-Free Shop auch in der Ankunftshalle. Auch Geld können Sie dort schon tauschen. Der Kurs ist natürlich nicht der Günstigste. Allgemeines zur Insel Zypern An Bord des Flugzeugs hat man sich mit der Mentalität der Zyprioten schon vertraut machen können. Lediglich vom Personal an den Hotelrezeptionen können Sie mehr Engagement und Freundlichkeit erwarten. Die anderen Mitarbeiter im Dienstleistungssektor erledigen ihren Job nach Vorschrift, zeigen aber viel Geduld bei der Überwindung von Verständigungsschwierigleiten. Die Deutschkenntnisse der Bedienung in Gaststätten reichen für die einfache Bestellung aus. In den meisten Lokalen gibt es eine zweisprachige Speisekarte. Griechisch und Englisch. Auf Englisch können Sie sich ohnehin leichter verständigen und man fühlt sich besser behandelt. Die Sauberkeit in öffentlichen Gebäuden und sanitären Einrichtungen ist im Gegensatz zum allgemeinen Erscheinungsbild der Städte vorbildlich. Seit 1974 ist die Insel geteilt. Der nördliche Teil wurde durch die Türkei besetzt. Verständlicher Weise sind die griechischen Zyprioten auf diesen Umstand nicht gut zu sprechen. Vermeiden Sie Fragen zu dieser Thematik bzw. erwarten Sie keine tiefergehenden Antworten. Lassen Sie sich von Ihrem Reisebetreuer die aktuellen Auswirkungen der politischen Teilung Zyperns erläutern und beherzigen Sie die Ratschläge genau. Preise Auf Zypern kann nirgends in Euro bezahlt werden. Zum Geldtausch sollten Banken oder Automaten verwendet werden. 1 zypr. Pfund ist etwa 2 Euro wert (Stand Jan. 2004). Sie sollten so viele Dinge wie möglich aus Deutschland mitbringen denn das Leben auf Zypern ist teuer. Rechnet man den Preis einer 1,5 Liter Sprite-Flasche bis zur historischen D-Mark durch, landet man bei 10 DM!! Das 6-er Pack Büchsenbier entspricht fast einem Kasten Bier im heimischen Supermarkt. Ein Farbfilm kostet umgerechnet 7 Euro... Die Eintrittspreise bei Sehenswürdikeiten sind dagegen sehr moderat und liegen im Schnitt bei 1,50 Euro. Lassen Sie sich die Tickets geben und vergleichen Sie den darauf stehenden Preis mit dem geforderten Eintrittsgeld. Sehenswürdigkeiten Zypern lebt von seiner Vergangenheit und Landschaft. In den von uns besuchten bzw. durchreisten Innenstädten konnten wir nichts Sehenswertes entdecken. Dank der Ausflugtips des Marco Polo Reisebuchs, ohnehin für jeden Urlaub in einem fremden Land zu empfehlen, besuchten wir andere interessante Dinge. Die Ausgrabungsstätten bei Pafos und in Limassol sind sehr empfehlenswert. Allerdings sollte deren Besuch gut vorbereiten sein, denn die freigelegten Grundmaueren aus dem 1. - 6. Jh. n.Chr. sagen dem Laien wenig und erklärende Hinweistafeln sucht man vergebens. Weiterhin sollte man unbedingt einen Tagesausflug in das Gebirge unternehmen. Fast hinter jeder Kurve bietet sich ein neuer, beeindruckender Ausblick. In dieser wunderschönen Landschaft sollte auch eines der zahlreichen Klöster besucht werden. Lassen Sie mal die Ruhe und die Atmosphäre bewusst auf sich wirken. Wer die griechischen Mythologie kennt und bewundert, wird natürlich den Olymp besteigen wollen. Leider wohnen aber auf dem Gipfel des Zeus jetzt die Briten und man kommt nicht bis auf die Spitze. Trotzdem lohnt eine Fahrt dorthin. Am Fuße des Bergs und an seinen Hängen sind hervorragende Wanderwege und Rastplätze. Im Winter kann auf den kleinen Pisten am Gipfel Ski gelaufen werden. Parkplätze sind an allen Sehenswürdikeiten, zumindest in den Wintermonaten, ausreichend und kostenlos vorhanden. In der Regel befinden sich am Rand der Parkplätze oder innerhalb des Besuchergeländes saubere Toiletten. Mietwagen und Verkehr Die öffentlichen Verkehrsmittel sind eigentlich nur im Nahverkehr zu empfehlen. Eine Busfahrt kostet in und um Pafos kostet 50 zypr. Cent (1 Euro), egal welches Ziel man hat. Bitte halten Sie entsprechendes Kleingeld bereit. Für größere Touren sollten Sie sich einen Mitwagen nehmen. Kleinwagen kosten um die 30 Euro pro Tag. Hinzu kommen noch evtl. gewünschte Extraversicherungen und die erste Tankfüllung. Auf Zypern wird links gefahren. Das erfordert eine gewisse Umgewöhnung und erhöhte Konzentration an jeder Einbiegung, ist aber durchaus lernbar. Schwieriger ist das mit der Straßenverkehrsordnung. Wenn es überhaupt eine solche gibt, kann sie für die einheimischen Fahrer nur eine Empfehlung sein. Manchmal stockt einem der Atem. Sie genießen als Urlauber aber auch hier eine gewisse Rücksichtnahme. Durch die Aufkleber an der Heckscheibe des Mietwagens identifiziert man Sie als schützenswerte Gattung und warnt Sie fairerweise mit der Lichthupe, bevor zum spektakulären Überholmanöver bei Gegenverkehr angesetzt wird. Wenn Sie auf eigene Faust ins Gebirge fahren wollen, nehmen Sie besser einen kleinen Jeep. Die Straßen sind oben sehr schmal und so ist es bei Gegenverkehr erforderlich, dass man an die Seite fahren muss. Eine Limousine könnte dabei ernsthaft Schaden nehmen. Außerdem werden Straßenbaustellen anders gehandhabt. Weder sind diese vorzeitig ausgeschildert, noch werden Umleitungen angeboten. Dann geht es 1-2 km über Stock und Stein. Buchen Sie die Reifenversicherung mit! Unterbringung Wir waren in "Kefalos Beach Village" bei Pafos gut untergebracht. Dies ist kein eigentliches Hotel sondern eine kleine Siedlung direkt am Strand und abseits der Hauptstraße gelegen. Um das großzügig gestaltete Hauptgebäude sind kleine doppelstöckige Häuser mit jeweils 4 Appartments angeordnet. Der Aufpreis für den Meerblick lohnt sich auf jeden Fall. In den klimatisierten Räumen befindet sich auch eine Kochecke. Deren Sinn leuchtete mir bei der mitgebuchten Halbpension zwar nicht recht ein, aber zum Kaffekochen war das schon prima. Die Hotelküche bot keine große Auswahl, dafür aber eine gut Qualität. Für Kinder bietet der Babypool, die kleine Schwimmhalle oder der hoteleigene Spielplatz auf der anderen Straßenseite einige Abwechslung. Der Strand ist sehr steinig, baden sollte man deshalb nur mit Latschen. Eine nähere Beschreibung finden Sie auf der hoteleigenen Homepage unter: www.kefalos.com.cy . Seitenanfang |
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