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Gedanken zum Reitsport
Im Moment gibt es eine große Diskussion über den Weg des Leistungs-Reitsports, ausgelöst durch Dopingfälle, ominöse Medikamentenlisten, "Rollkur" und andere Auswüchse. So gab es eine Petition gegen die von der FEI vorgesehene "Positiv-Liste" von u.a. entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten, die großen Protest ausgelöst hat. Die Petition ist immer noch online, unterschreiben auch Sie, wenn Sie für fairen Sport sind - fair, dem Pferd gegenüber ! Leider hat die angestossene
neue Petition gegen die Rollkur, die anläßlich eines Treffens
der FEI zu diesem Thema am 9. Februar 2010 überreicht werden sollte,
nicht dazu geführt, diese "Trainingsmethode" zu ächten. Wieder
einmal hat man nur eine neue Bezeichnung dafür gefunden, die das ganze
verharmlosen soll. Schade, dass diese Chance vertan wurde! Wir sollten
aber nicht aufgeben und weiter dafür kämpfen, dass diese Art
zu reiten nicht mehr unterstützt wird.
Mit ein Grund dafür ist, dass in den Reitschulen und durch die meisten Trainer nichts über die anatomischen Zusammenhänge beim Lebewesen Pferd vermittelt wird, z.B. warum das Pferd in einer zu eng eingerollten Haltung gar nicht mehr zufrieden, stolz und erhaben laufen KANN und eine falsche Reitweise zu den unschönen, überhaupt nicht mehr den klassischen Prinzipien entsprechenden Vorstellungen auf den Turnierplätzen dieser Welt führt. Am 13. und 14. März 2010 wurde bei der RTG Wuppertal Süd ein Lehrgang mit einem der wenigen lizensierten Reitlehrer von Philippe Karl, Herrn Peter Assmann, durchgeführt. Die maximale Anzahl von 8 Reitern war bereit, die Philosophie der Légèreté auf sich und ihr Pferd einwirken zu lassen. Manch einer bekam große Augen, weil viele gewohnte Regeln über Bord geworfen werden mußten, aber wer sich darauf einließ konnte viel neues über die anatomischen Zusammenhänge erfahren, und dass Reiten auch viel mit anatomischer Logik zu tun hat. Mein eigenes Fazit ist, dass man einen Teil dieser Reitweise durchaus mit positivsten Effekten in die eigene Art zu Reiten einbauen kann und auch sollte. Insbesondere die Sache mit dem Schenkelgehorsam ist einfach nur fantastisch und dabei so vollkommen logisch! Im Endeffekt muß jeder selbst entscheiden, wieviel er davon in seine tägliche Arbeit einfießen lassen will - ein Ausprobieren lohnt allemal. Wer die Prinzipien und Erklärungen von Philippe Karl nachlesen möchte, dem sei das Buch "Irrwege der modernen Dressur" empfohlen, das ich hier in den Amazon-Links ganz oben als erstes aufgeführt habe. Klicken Sie einfach auf diesen Link und Sie gelangen auf die entsprechende Amazon-Seite. Ich würde mich freuen, wenn Sie von hier aus dort hin gehen und bestellen, auch bei anderen Gelegenheiten. Das kostet Sie keinen zusätzlichen Cent, bringt mir jedoch Punkte bei Amazon. Vielen Dank für Eure Unterstützung ! ***
Hauptvoraussetzung für harmonisches Reiten ist natürlich, dass das Pferd gesund ist. Meine persönliche Einstellung dazu ist die, dass Pferde JEDEN TAG Auslauf haben müssen. Und mit Auslauf meine ich keine Paddockbox, Reiten oder Longieren, sondern sich in einer Herde mit anderen Pferden selbst überlassen sein, Sozialkontakte pflegen, der Witterung ausgesetzt sein und tun und lassen können, was sie wollen. Dazu gehört eine Frischluftbox in einem Kaltstall, keine Decken, nicht scheren und kein übermäßiges Putzen, um das Fett nicht aus dem Fell zu entfernen. Vor allem: kein Waschen mit Shampoo, auch nicht im Sommer, auch nicht von Mähne und Schweif. Kein Beschneiden der Schweifrübenhaare. Besonders wichtig ist auch die Versorgung mit nicht zu viel Möhren, in Abwechslung mit Rübenschnitzeln, 2-3x wöchentlich die Gabe von Mineralfutter, evtl. Zusatzfutter zum Ausgleich von Defiziten. Wenn eines meiner Pferde lahmt, ohne dass etwas warm, geschwollen oder verletzt ist, rufe ich zuerst einen Ostheopathen, idealerweise in Verbindung mit Akupuktur. In den allermeisten Fällen sind die Lahmheiten bereits nach einer Behandlung verschwunden und man hat die URSACHE behoben und nicht nur an einem Symptom herum gedoktert. Oft genug resultieren Lahmheiten, auch der vorderen Gliedmaßen aus einer Überbelastung aufgrund einer Blockade hinten im Lendenwirbelbereich. Für ebenso wichtig halte ich die Versorgung der Barhufe durch einen guten Huforthopäden. Hier kann ich die Mitglieder der "Huforthopädie nach Jochen Biernat" nur empfehlen. Durch die Bearbeitung der Hufe alle 5 Wochen wird das natürliche Laufen der Pferde gefördert. Hufkrebs, Huffäule, Stellungsfehler, Hufspalten und vieles mehr können durch diese Bearbeitung behoben werden. Allerdings benötigt man dann unter Umständen in steinigem Gelände gut passende Hufschuhe. Zur Unterstützung der Immunabwehr und typgerechten Förderung der Gesundheit haben sich homöopathische Mittel bewährt, die es teilweise auch bei der VfG-Apotheke gibt. Ebenso dort erhältlich sind Betaisodona-Salbe und -Lösung zur Desinfektion von oberflächlichen Verletzungen, Hametum-Salbe zur Wundheilung (unübertroffen!), Traumeel-Tabletten zur Behandlung von Verstauchungen, Prellungen und Quetschungen, und vieles mehr für die Pflege der Pferde:
Wuppertal, 21.7.2011 |