Mehrfach sind wir mit eigenen Fahrzeugen (Motorräder bzw. Geländewagen) in Richtung Sahara aufgebrochen – mit dem entsprechenden logistischen und zeitlichen Aufwand. Genau diese unangenehmen Begleiterscheinungen machten bisher jede Wüstenreise zu einer schwierigen Entscheidung.
Diesem
Problem wollten wir dieses Mal (Weihnachten 2006) aus dem Weg gehen und betraten
daher echtes Neuland: Wir hatten noch nie ein Auto gemietet und schon gar keinen
Geländewagen!
Im
Oman ist der Preis für ein solches Vehikel allerdings so niedrig, dass man im
Endeffekt wohl billiger wegkommt als mit einem eigenen Fahrzeug. Und bürokratischer
Wahnsinn a la Algerien oder Libyen ist dort (bis jetzt) unbekannt. Eigentlich
also ein ideales Reiseziel für eine Wüstenexpedition light...
Wir
hatten elf Tage Zeit und bezahlten für einen „Nissan Pathfinder“ 640 Euro.
Benzin kostet im Oman so wenig Geld, dass man es eigentlich gar nicht im
Reiseetat berücksichtigen muss. Und das war auch gut so, denn der Nissan
entpuppte sich als Spritschlucker der üblen Sorte! Trotz Automatikgetriebe und
klobiger Bauart zeigte der Pathfinder dann im Gelände aber kaum Schwächen und
überzeugte durch aggressive Leistungsentfaltung (Benziner) und gute
Bodenfreiheit. Nur einmal „erwischte“ es uns im Weichsand, 40 km von der
Zivilisation entfernt! Zum Glück hatte ich im Flugzeug zwei Sandbleche und eine
kleine Luftpumpe mitgenommen (absolute Minimalausrüstung), so dass wir uns nach
3 Stunden Buddelei mit Hilfe von Kochtöpfen befreien konnten.
Landschaftlich
erinnert der Oman häufig an Marokko - das Land bietet ursprüngliche Küstenabschnitte,
wildzerklüftete Gebirge und herrliche Dünenlandschaften. Durch die dünne
Besiedlung fühlt man sich aber oft eher wie in Algerien.
Unser
Fazit dieser Reise: Fantastisch, zum ersten Mal Wüstenabenteuer ohne Stress!
Eine weitere Omanreise ist bereits fest geplant und wir können
allen Saharafans nur empfehlen, es einmal auf diese „Tour“ zu probieren.
Erster Geländeeinsatz in der Wahiba-Wüste
Im
Wadi Bani Khalid
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Architektonisches am Wegesrand
Küstenlandschaft im Osten der
Wahiba-Wüste