| Grünenplan Zum
79. Mal trafen sich jüngst die Sohlbrüder, das sind Schüler
und Ehemalige des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums (KWG) Hannover sowie die Hilsfreunde
aus Grünenplan, um an der historischen Stätte auf dem Hilskamm
dem Dichter Wilhelm Raabe, seiner Werke und seines Wirkens zu gedenken.
Bei neblig-diesigem Wetter machten sich von Grünenplan aus die Mitglieder und Freunde des Hils - und Verkehrsvereins auf den Weg, legten eine Rast am Roten Fuchs ein, bevor sie auf dem Großen Sohl zur Feierstunde mit den Hannoveranern zusammentrafen. Aber auch von anderen Orten rund um den Hils waren die Teilnehmer zum Großen Sohl gewandert, so dass dieses Zusammentreffen einer Sternwanderung glich. Die diesjährige Turmrede hielt Dr. Thomas Sporn. Einleitend ging er auf ein doch recht spannendes Jahr 1998 ein, insbesondere für Niedersachsen. In seiner kurzen, aber auch für die heutige Zeit zutreffend gehaltenen Rede ging er auf eines der Werke Wilhelm Raabes - Hastenbeck - ein, das vor genau 100 Jahren das Schicksal eines Paares während des siebenjährigen Krieges schilderte. Bei dessen Flucht, er als Deserteur, streiften sie auch das hiesige Gebiet mit dem verschneiten Solling und Hils. Wie Dr. Sporn aber treffend feststellte, „gibt es in der Welt keine Flucht aus der Welt". |
Dem Weserbergland verbunden Horst Nolte, Vorsitzender des Hils - und Verkehrsverein, zum Ausdruck, dass der Dichter Wilhelm Raabe sich dem Weserbergland, der Landschaft zwischen Weser, Solling und Vogler, zeit seines Lebens verbunden gefühlt habe. Seine Werke seien ohne dieses Band zu den Menschen und Plätzen im Weserbergland nicht vorstellbar. Zu diesen Plätzen zähle ohne Zweifel auch der Platz um den Raabetunn mit seinem Denkmal. Nolte stellte fest, dass die traditionelle Sohlwanderung auch traditionsfeindliche Zeiten überstanden habe. „Unser aller Aufgabe sollte es daher sein, diese Tradition zu pflegen, sie zu bewahren", betonte er. Raabeturm wird 90 Jahre alt Bei dieser Gelegenheit machte der erste Vorsitzende auf wichtige Termine für das Jahr 1999 aufmerksam. So werde der Raabeturm am 4. Juli 1999 90 Jahre alt, und am vierten Advent 1999 stehe die 80. Sohlfeier auf dem Programm. Am Denkmal des Dichters legten dann gemeinsam ein Vertreter der „Sohlbruderschaft" aus Hannover und ein Mitglied des Hils-und Verkehrsvereins zu Ehren Wilhelm Raabes einen Kranz nieder. Zum Aufwärmen hatten die Hilsfreunde aus Grünenplan für den obligatorischen Punsch und für ein großes Lagerfeuer gesorgt. Nach der Feierstunde trennten sich die Wege der „Wilhelm-Raabe-Freunde". Die Hannoveraner absolvierten weiter ihr Programm in Holzen und Eschershausen, während die Grünenplaner und ihre Freunde nach Grünenplan heimkehrten und im Posthotel Lampe einen zünftigen Erbseneintopf einnahmen. |
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