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Slovenský Raj
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Ungarn - Abseits von Budapest und Balaton
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Kleines Naturparadies im Herzen Europas
Naturparadies im Herzen Europas gilt nur soweit, das die östliche Slowakei noch zu Mitteleuropa gehört. Die Ukraine ist aber gar nicht mehr weit weg. Ein Naturparadies ist es auf jeden Fall. Das Slowakische Paradies vereint auf kleinen Raum die Hornad-Schlucht (übertrieben auch als Hornad Canyon bezeichnet) und neun kürzere und längere Klammen. Diese sind zwar nicht vergleichbar mit der Breitach- oder Lichtensteiner Klamm, aber dafür sind es auch neun erschlossene, die zum Teil recht steil ansteigen. Dazu kommen noch die Dobšinská Eishöhle, der kleine, aber sehr schön gelegene Stausee von Dedinky und ein sehr schönes Wandergebiet, das noch viele Überraschungen offen hält. Die Region beginnt östlich der Niederen Tatra, wird im Süden und Osten von den Slovenské Rudohorie begrenzt und im Norden von der über 500 Meter hohen Ebene des Hornad. Nicht weit entfernt ist auch die Hohe Tatra, für Motorisierte in der Reichweite eines Tagesausfluges. Mit dem Holý Kameň steigt das kleine Mittelgebirge bis auf über 1100 Meter an. Obwohl nicht sehr hoch ist das Klima durchaus rauher als man meinen könnte.

Die klassischen Einfallstore in das Slowakische Paradies sind die kleinen Orte und Feriensiedlungen Čingov, das Feriendorf mit den meisten Unterkunftsarten für verschiedenste Qualitätsansprüche, Hrabušice mit dem Nachbarort Betlanovce, als kleines Touristen-Zentrum, bietet ebenso unterschiedliche Übernachtungmöglichkeiten, Podlesok, direkt am Eingang der Klamm Sucha Biela gelegen, mit großem Campingplatz und Pension, Pila, mit ein paar Privarunterkünften. Als Übernachtungsort direkt im Gebirge ist Dedinky oder Dobšinská Maša, beide am Stausee gelegen, eine gute Wahl.

Wenn man dann nach so viel Naturerlebnissen und Gebirgskletterei Abwechslung benötigt, bietet das weitere Umfeld vielfältige Abwechslung. Für städtisches Flair sorgt Poprad am Fuß der hohen Tarta. Neben Einkaufstempeln wartet Poprad mit einer netten Fußgänger- und Shoppingzone, natürlich Kamera überwacht, einem Erlebnisbad und umfangreicher Gastronomie auf. Levoča kommt zwar nicht ganz an Rothenburg ob der Tauber heran, aber die sehr schöne Altstadt aus Gothik, Renaissance und Barock lässt meine Heimatstadt fast verblassen. Für einen Stadtbummel ist auch die Innenstadt von Spišská Nová Ves geeignet, aber bitte vor einer Besichtigung von Levoča. Das überschaubare Zentrum ist eine gute Adresse, um sich an Markttagen auf dem Landwirtschaftsmarkt mit Obst, Tomaten, Gurken und was man noch wünscht zu versorgen. Zum Friseur kann man auch gehen, einige sprechen ausreichend Deutsch oder Englisch und fehlende Ausrüstungsgegenstände fürs Gebirge sind auch zu finden. Kežmarok, das Eingangstor zum Westen der Hohen Tatra wartet auch mit einer schönen Innenstadt auf. In der reformierten Kirche dieser Kleinstadt wurde ich von der Aufsicht sogar mit Gebäck versorgt, nur weil ich ein netter Deutscher bin. Na gut, die Dame war deutsch stämmig. Und dann gibt es noch die Ruinen der gewaltigen Burganlage der Zipser Burg und die Novität des Zipser Kapitels als eigenständiges Bistum, selbst Past Johannes Paul II. hat dieses kleine Kapitel besucht. In den Slovenské Rudohorie warten noch die best erhaltenste Burganlage der Slowakei, Krásna Hôrka (= Schönberg, Schönburg) mit einer wahren romantischen Geschichte á la Rosamunde Pilcher und die einzige Aragoniten-Höhle Mitteleuropas.