|
|
 |
 |
|
Ich bin Püppi
|
|
|
|
|
 |
 |
|
Was iss´n das für ´ne Pflanze???
|
|
 |
 |
|
Püppi´s Lieblingsplatz im Garten
|
 |
 |
|
Ich bin Lady
|
|
|
 |
 |
|
Meine beiden Bichon-Frise´-Hündinnen Püppi und Lady und unser Kätzchen Nelly sind zusammen aufgewachsen und haben sich prächtig vertragen. Die Hundchen sind jetzt 7
Jahre alt. Leider ist Nelly im Oktober 2001 von einem Ausflug nicht mehr heimgekehrt, daher gibt es eine Seite “in Gedenken an Nelly”
|
 |
 |
|
Die Geschichte von Püppi und Lady
|
 |
 |
|
Nach dem Tod unserer Dackelhündin Jenny (siehe ihre Geschichte) fehlte etwas in meinem Leben. Ein
Leben ohne Tiere finde ich leer. Ich durchstöberte die Zeitungsinserate und stieß auf folgende Anzeige:
„Wuschelige weiße Wollknäuel, Bichon Frise´, ohne Papiere abzugeben.“
Obwohl ich eigentlich wieder einen Dackel wollte, weckte diese Anzeige mein Interesse. Kurze Zeit
später konnte ich mir die Wollknäuel life ansehen. Es waren insgesamt vier Welpen, die allerdings schon 5 Monate alt waren. Mir fiel zwar auf, dass sie sehr scheu waren, was eigentlich für junge Hunde
ungewöhnlich ist, aber ich dachte mir nicht viel dabei, schaltete meinen Instinkt ab.
Als wir nach Hause fuhren, begleiteten uns zwei dieser niedlichen Hündchen. Erst zu Hause merkten wir,
wie verängstigt die beiden waren. Sie ließen sich nur unter Zittern anfassen, wenn man auf sie zu ging, verkrochen sie sich unter der Eckbank. Sie schauten einem nie in die Augen, sondern wichen unseren Blicken
aus.
Ein Hund von 5 Monaten sollte eigentlich bereits die Grundkenntnisse der Erziehung beherrschen, auf
jeden Fall aber Stubenrein sein. Unsere beiden wussten von alledem nichts. Da sie so überaus ängstlich waren, konzentrierte ich meine „Erziehungsbemühungen“ vorerst darauf, ihr Vertrauen zu gewinnen. Das
dauerte allerdings Monate. Leider blieb dabei das Erziehungsziel der Stubenreinheit auf der Strecke.
Inzwischen sind die beiden 7 Jahre alt, im Großen und Ganzen verrichten sie ihre großen und kleinen
Geschäfte auch draußen, aber ganz zuverlässig stubenrein sind sie nicht. Es kommt von Zeit zu Zeit immer wieder vor, dass sie in die Wohnung machen. Ich habe mich damit abgefunden, da es ohnehin nicht mehr zu
ändern ist. Beide Hunde sind sehr anhänglich geworden, aber Lady hat ihre Grundangst leider nie ganz abgelegt.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Ich weiß nicht, was für schlimme Erfahrungen sie bei der Züchterin gemacht haben, aber es hat sie geprägt. Ich habe damals den
Kleintierzuchtverband eingeschaltet und von dort erfahren, dass es noch mehrere Beschwerden über diese Züchterin gab und sie inzwischen Zuchtverbot hat. Gott sei Dank!!!
Daß die Welpen keine Papiere haben, hat sie damals so erklärt, dass Zuchthunde nur alle zwei Jahre
werfen dürfen und ihr dieser Wurf „aus Versehen dazwischen gerutscht“ sei, da sie sowohl Hündinnen, als auch Rüden privat halte.
Vom Zuchtverband hab ich dann erfahren, dass es eine Inzucht war. Dies hat sich leider auf die Welpen
ausgewirkt. Bei Püppi wurde zufällig festgestellt, dass sie einen angeborenen Herzfehler hatte. Sie musste daher monatelang ein sehr teures Aufbaumittel nehmen. Da der Fehler zum Glück sehr früh festgestellt
wurde, hat sich das verwachsen und heute ist sie diesbezüglich gesund. Allerdings ist sie sehr klein geblieben und sieht neben ihrer Schwester fast kümmerlich aus. Außerdem ist sie recht anfällig für alle
möglichen Krankheiten. Tierarztbesuche gehören zum Alltag.
Beide Hundchen haben sich aber sehr positiv entwickelt und ich glaube, dass sie heute ganz glücklich
sind.
|
 |
 |
|
Diese niedliche Grafik habe ich von Dagmar Schelling geschenkt bekommen.
|
|
|
 |
 |
|
Am 1. Mai 2004 haben wir uns mit unserer Internetfreundin Sabine und mit Ihrem BIENCHEN im Schwetzinger Schloßgarten getroffen. Das war ein tolles Erlebnis.
|
 |
 |
|
Harmloser Nachbarhund Ca. vier Wochen nachdem Püppi und Lady zu uns gekommen waren, sie waren gerade ein halbes Jahr alt, gab es einen erneuten
Vorfall mit den Hunden des Nachbarn. Der Vorfall ereignete sich folgendermaßen:
Herr XY war mit seinen Hunden mit dem Auto unterwegs und als er zurück kam, ließ er wie immer seine
Hunde frei aus dem Auto aussteigen, worauf sie stets ein fürchterliches Gebell anfangen und auf der Straße ein paar Meter hin und her rennen. An diesem Abend saßen mein Mann und ich auf der Terrasse, unsere Hunde
spielten im Garten.
Seit dem Unglück mit unserer Jenny haben wir den Gartenzaun mit Hasendraht für unsere Hunde
„ausbruchsicher" gemacht und wähnten uns und unsere Hunde daher in Sicherheit. Als die Hunde des Herrn XY nun anfingen zu bellen, erwiderten meine beiden Hunde das Gebell der Großen. Daraufhin stürmte
einer der Nachbarhunde auf unser Grundstück zu, riß den Hasendraht ein und rannte nun auf unserem Grundstück unserer Püppi nach, die sich mehrfach überschlug, während er immer wieder nach ihr packte. Herr XY
hatte mehrfach seinen Hund in scharfem Ton gerufen und auch nach ihm gepfiffen, was jedoch auf den Hund keinen Einfluß hatte. Dann war Herr XY seinem Hund bis zu unserem Grundstück nachgerannt und stand dann
ziemlich hilflos am Zaun, ohne etwas bewirken zu können. In der Zwischenzeit hatte ich die beiden Hunde erreicht und versetzte dem Angreifer einen kräftigen Fußtritt in die Hinterbeine. Glücklicherweise ließ
der Hund nun von Püppi ab und verließ unser Grundstück wieder, ohne auch mich noch anzugreifen. Wortlos verschwand nun Herr XY mit seinem Hund. Durch das laute Gebell und die Schmerzensschreie unseres Hundes
waren unsere Feriengäste und eine Nachbarin aufmerksam geworden und konnten den Angriff zumindest teilweise beobachten. Sie waren auch bereit, als Zeugen auszusagen.
Alarmiert durch die Folgen bei dem Angriff auf unsere Jenny suchten wir diesmal noch am selben Abend
die Tierärztin auf. Glücklicherweise stellte sie keine schlimmen Verletzungen fest. Püppi hatte aber am ganzen Körper schwere Blutergüsse. Die Ärztin verabreichte einige Medikamente und spritzte etwas gegen
die Schmerzen. Am anderen Tag ging es Püppi wieder besser, allerdings war sie nun sehr ängstlich. Auch unser junges Kätzchen, das bisher sehr verspielt und zutraulich war, ist seit dem Spektakel in unserem Garten
scheuer geworden. An dem Abend des Geschehens mußte ich sie fast eine Stunde suchen, bis sie wieder aus ihrem Versteck heraus und ins Haus kam.
Ich habe den Zaun wieder repariert, aber ich traute mich nun nicht mehr, meine Hunde im eigenen
Grundstück unbeaufsichtigt herumtollen zu lassen. Das war sehr lästig, da ich berufstätig bin und damals tagsüber am Computer zu Hause arbeitete. Ich mußte nun ständig die Hunde in den Garten begleiten oder
sie waren dazu verurteilt, bei herrlichstem Wetter im Haus bleiben zu müssen, statt in unserem schönen, großen Garten toben zu dürfen.
Unsere Gäste hatten auch einen Dackel dabei und sahen nun natürlich auch ihren Hund in Gefahr.
Wiedergekommen sind diese Gäste nicht mehr.
Da wir für diesen Überfall mehrere Zeugen hatten, hat die Versicherung die Kosten für die Behandlung
ohne weiteres übernommen.
|
 |
 |
|
Gut gebrüllt, Löwe (Lady)
|
 |
 |
|
Wieder etwa 1/2 Jahr später passierte dann der dritte Vorfall:
Es war nun Frühling und Püppi war kastriert worden. Sie erholte sich recht gut von der schweren
Operation und zwei Tage nach der OP ließ ich sie bei dem schönen Wetter in den Garten. Da sie noch starke Schmerzen hatte, lag sie meistens nur auf der Terrasse in der Sonne. Ich mußte arbeiten und saß derweil
im Haus am PC. Ich sah aber zwischendurch immer wieder mal nach ihr und Lady. Normalerweise achtete ich stärker auf das, was sie im Garten tun, da Püppi trotz Einzäunung mit Hasendraht doch immer wieder Stellen
entdeckte, an denen sie sich unter dem Draht durchgraben konnten, und dann auf Entdeckungstour gingen. Aber hier schien es mir nicht wahrscheinlich, daß sie mit der frischen Wunde auf eine solche Idee kommen
würde. Lady war da nicht so findig, sie verließ das Grundstück immer nur, wenn Püppi dies vormachte.
Ca. 20 Minuten, nachdem ich das letzte mal nach ihnen gesehen hatte, bemerkte ich bei einem Blick aus
dem Fenster, daß Herr XY und seine Lebensgefährtin am Fenster standen und durch die geschlossene Scheibe äußerst interessiert etwas beobachteten. Ich ahnte gleich, daß es meine Hunde waren, die ihre
Aufmerksamkeit fesselten und rannte sofort nach draußen, um sie einzufangen. Tatsächlich sah ich dann Lady auf dem Brachland zwischen Herrn XY´s und unserem Garten herumlaufen und rannte zu ihr hin. Püppi sah
ich nicht. Als ich Lady eingefangen hatte, rief mir Herrn XY´s Partnerin von der höher liegenden Terrasse zu, ich müsse besser auf meine Hunde aufpassen, sie wären gerade beide auf ihrer Terrasse gewesen. Mein
Mann war mir indes gefolgt und beobachtete folgendes: Da er am Hang auf gleicher Höhe mit XY´s Terrasse war, konnte er sehen, daß Püppi auf dieser Terrasse war und sich bereits aufgemacht hatte, zu ihm zu
laufen, während ich mich noch mit Herrn XY´s Partnerin unterhielt. Als Püppi fast das Ende der Terrasse erreicht hatte, öffnete Herr XY die Terrassentüre und ließ seine beiden Hunde raus. Als der schwarze
Schäferhund Püppi entdeckte, sprang er ohne einen Laut von sich zu geben sofort auf Püppi zu und überfiel diese bösartig. Herr XY unternahm nichts und sah seelenruhig zu, wie sein Hund Püppi aufs Schlimmste
zurichtete. Seine Partnerin trennte die Hunde und gab meinem Mann die Möglichkeit, auf das Grundstück zu gelangen und die schwerverletzte Püppi abzuholen. Inzwischen war Herr XY wieder ins Haus gegangen und
erschien nun am Fenster des Dachgeschosses, von wo aus er mir in etwa folgenden Wortlaut zurief: “Jetzt müssen Sie mir aber wieder eine Anzeige anhängen, das bin ich so gewohnt. Beschäftigen Sie Ihren Anwalt,
der braucht das. Aber Sie werden sich die Zähne ausbeißen, da sich Ihr Hund auf meinem Grund und Boden befand, wo er nichts zu suchen hat. Mein Hund hat nur sein Revier verteidigt und das ist sein gutes Recht.“ (
Wohlgemerkt: er verteidigte sein Revier gegen zwei Zwerghunde, die gerade mal so groß sind, wie sein Kopf)
Püppi war daraufhin 3 Tage bei der Tierärztin in Intensiv-Behandlung. Sie hatte schwere Quetschungen
an der Leber und der Lunge, außerdem drei gebrochene Rippen. Eine davon hatte die Lunge durchbohrt, was dazu führte, das Luft aus der Lunge in den Körper austrat und sich unter der Haut sammelte. Die Narbe von
der Kastration hatte zwar gehalten, aber der ganze Bauch war dunkelblau angelaufen. Der kleine Hund konnte sich nicht einen cm ohne größte Schmerzen bewegen und schwebte in Lebensgefahr. Nach drei Tagen kam dann
die erlösende Nachricht: sie wird überleben.
Ich behaupte (und mein Mann sieht das übrigens genau so, ) daß Herr XY die Hunde absichtlich
rausgelassen hat, damit sie Püppi fertig machen, weil er genau wußte, daß wir in diesem Fall nichts tun können, weil der Vorfall sich ja auf seinem Grundstück abgespielt hatte.
Inzwischen haben wir unser Haus verkauft und sind aus diesem Dorf weggezogen. Ich hatte zwar erreicht,
daß die Gemeinde den Hunden Leinenzwang auferlegte, aber der Nachbar hat sie doch immer, wenn er bei uns vorbei war, wieder frei laufen lassen. Man war sich also nie sicher, ob wir unsere Spaziergänge mit zwei
lebenden Hunden beenden würden.
Püppi hat von den schweren Verletzungen zum Glück keine Schäden zurück behalten.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Lady 2006 in unserem Garten
|
|
|
 |
|
|
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Und schon wieder hat ein Unglück unsere Püppi heimgesucht:
Am Feiertag, 3.10.2004, wurde Püppi überfahren, als wir mit ihr und Lady im Wald spazieren waren.
Püppi hatte wohl sehr viel Glück, obwohl das Auto über ihre Pfote gefahren ist, war nichts gebrochen. Aber ihr ganzer Bauch war blutunterlaufen und voller Abschürfungen. Ob sie innere Blutungen hatte, konnte bei
der ersten Untersuchung nicht festgestellt werden. Außerdem bestand der Verdacht, daß die Blase gerissen ist. Das hätte Püppis Tod bedeutet.
Der Unfall passierte auf einem Waldweg, wo die Durchfahrt nur für Forstwirtschaft und Landwirtschaft
erlaubt ist. Wir gehen immer dorthin, weil es dort sehr schön ist und wir die Tiere ohne Leine laufen lassen können. An dem Tag hatten wir gerade erst den Spaziergang begonnen, waren vielleicht 100m vom Parkplatz
entfernt, als ich plötzlich hinter uns Autogeräusche hörte. Ich drehte mich um und sah, dass ein Auto rasch näher kam. Meine beiden Hunde waren ein Stück zurück geblieben, weil dort ein Pfahl ist, wo scheinbar
viele Hunde ihr Bein heben. Sie bleiben immer dort eine Weile zum Schnuppern und kommen dann in vollem Gallopp hinter uns her gerannt. So auch heute. Sie waren bereits dabei, zu uns zu rennen, als das Auto
auftauchte. Das näherte sich sehr schnell und mein Mann und ich hatten keine Chance mehr, die Hunde in Sicherheit zu bringen. Das Auto überholte die beiden, es war unmöglich für den Fahrer, die beiden noch zu
sehen. Jeder normale Mensch hätte angehalten und gewartet, bis die Hunde in Sicherheit sind oder wäre zumindest so langsam weiter gefahren, dass nichts passieren kann. Nicht so dieser Autofahrer. Ich rannte
den Beiden noch entgegen, das muß der Fahrer doch gesehn haben. Aber es interessierte ihn nicht. Als er so plötzlich neben Püppi auftauchte, erschreckte die sich und machte einen kleinen Hopser... leider in die
falsche Richtung und schon wurde sie vom Hinterrad erfasst. Ich kann nicht einmal mehr sagen, was ich denn nun eigentlich gesehen habe, denn ich habe es so in Erinnerung, dass das Rad über ihren linken Hinterfuß
und die Schwanzspitze gefahren ist, was eigentlich auch logisch wäre, denn das Auto ist links an ihr vorbei gefahren. Beim Tierarzt stellte sich dann aber heraus, dass das rechte Bein verletzt ist und mit diesem
trat sie auch nicht mehr auf. Außerdem war der Bauch wie gesagt voller Abschürfungen, das Rad muß also an ihrem Bauch entlang geschabt sein.
Püppi schrie fürchterlich, das Auto fuhr weiter. Erst ein gutes Stück weiter unten hielt es an, der
Fahrer stieg aus und brüllte mich an, ich solle meine Köter gefälligst an der Leine führen. Wir stritten uns furchtbar laut, ich schrie, er hätte doch da gar nicht zu fahren, es sei ja verkehrsverbot usw. Es
interessierte ihn überhaupt nicht, wie es Püppi geht, die ich, am ganzen Körper zitternd, auf den Armen hielt. Er betonte noch einmal er sei im Recht und fuhr davon.!!!
Mein Mann war trotz des Schocks aber so geistesgegenwärtig, dass er sich die Autonummer merkte.
Die Leute, die zahlreich auch dort waren, bestätigten uns alle, dass er eindeutig nicht im Recht sei.
Selbst wenn er zu der auserwählten Gruppe gehöre, die dort fahren dürfen, hätte er seine Fahrweise doch der Situation anzupassen, da dies nun mal ein sehr beliebter Wanderweg ist und auch viele ganz kleine
Kinder dort waren ( auch ohne Leine!!! ).
Die Tierärztin untersuchte Püppi gründlich und machte drei Röntgenaufnahmen. Gebrochen war nichts,
aber Bänderrisse kann man auf den Röntgenbildern nicht feststellen. Sie empfahl uns daher, Püppi am anderen Tag noch einmal untersuchen zu lassen, dann könne man solche Verletzungen feststellen, falls vorhanden.
Die größte Sorge machte uns aber, daß Püppi´s Blase nicht erkennbar war. Es kommt bei solchen Unfällen wohl öfter vor, daß die Blase platzt. Wäre das der Fall gewesen, hätte Püppi eingeschläfert werden
müssen. Wir bangten den ganzen restlichen Tag und abends um kurz nach 9 kam dann der erlösende Moment, als Püppi eine Pfütze machte.
Nach dem Besuch beim Tierarzt fuhren wir zur Polizei und erstatteten Anzeige. Die Beamten wollten
zuerst nicht so recht und nahmen nur sehr wiederwillig unsere Schilderung entgegen. Im Laufe des Gesprächs kam dann ein ganz junger Polizist dazu, der den Weg kannte, wo alles passiert ist. Und der versprach uns,
sich auf jeden Fall mal den Autofahrer vorzuknöpfen und uns die Personalien mitzuteilen, wegen Schadenersatz.
Wir waren noch kaum zu Hause, erhielten wir einen Anruf von ihm, er hätte sich schlau gemacht und
trotz des Durchfahrverbotes sei dieser Weg öffentlich. Das heißt im Klartext, dass es sich um eine offizielle Straße handelt und es somit nicht nur fahrlässige SACHBESCHÄDIGUNG!!! war, sondern ein Unfall mit
Fahrerflucht. Hurra! Und nun hat der ganze Fall doch noch eine Akte bekommen, denn Fahrerflucht ist eine Straftat.
Am anderen Tag waren wir also wieder beim Tierarzt. Die Blase ist in Ordnung, die Schürfwunden am
Bauch sahen auch längst nicht mehr so schlimm aus. Der Bauch ist nicht mal sonderlich blau geworden. Das Auto scheint nun doch über die linke Pfote gefahren zu sein, da Püppi bei intensiver Untersuchung doch
ziemliche Schmerzen im Pfötchen hatte. Aber was noch viel schlimmer war, sie hat sich bei dem Salto, den sie geschlagen hat, das Kreuzband im rechten hinteren Knie gerissen. Eigentlich sollte das zwei Wochen nach
dem Unfall operiert werden, da die Enden des gerissenen Bandes normalerweise im Knie scheuern, was zu ständigen Beschwerden führt. Und die Tierärztin hat uns außerdem darauf vorbereitet, daß Püppi in dem
Knie später mal Arthrose bekommen wird, das kann auch die OP nicht verhindern, lediglich abmildern.
Auf dem Röntgenbild kam als Zufallsbefund zum Vorschein, dass ihr Herzfehler, den sie ja von Geburt an
hatte und der 6 Monate lang behandelt wurde, doch nicht völlig ausgeheilt ist, wie wir angenommen hatten. Daher sollte die OP auch erst 14 Tage nach dem Unfall durchgeführt werden, solang sollte ich ihr
herzstärkende Medikamente geben, damit sie bei der OP nicht wegbleibt. Aber alles in allem hat sie enormes Glück gehabt.
Während der 14-tägigen Wartezeit auf den OP-Termin konnten regelrecht zusehen, wie es ihr von Tag zu
Tag besser ging. Bereits eine Woche nach dem Unfall benutzte sie das kranke Bein wieder und nach 10 Tagen hinkte sie nicht mal mehr. Ich fuhr wieder mit ihr zur Tierärztin, weil ich der Meinung war, daß die OP nun
nicht mehr notwendig war. Und die Ärztin bestätigte dies. Sie erklärte mir, daß es in seltenen Fällen bei kleinen Hunden wohl vorkommt, daß die Bandenden so gut abheilen, daß diese nicht scheuern und daher
drin bleiben können.
Püppi rennt inzwischen wieder herum, als wäre nie etwas gewesen, sie hat ihre Lebenslust nicht
verloren, ist quirliger denn je.
Der Autofahrer hat übrigens nach dem Einschalten unseres Anwalts einen Teil der Kosten bezahlt.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Wo bin ich? Hier ist so dunkel...
|
|