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Nachdem mein Dackelchen Jenny nun tot war, stand es für mich fest, daß ich diesmal keinen Einzelhund anschaffen wollte. So kamen Püppi und Lady zu uns. Wenige Tage, nachdem sie
unser Heim bezogen hatten, erfuhr ich eher zufällig, daß sich bei dem Bauern in unserer Nachbarschaft Katzennachwuchs eingefunden hatte. Schon lange wollte ich auch wieder ein Kätzchen haben und nun schien der
richtige Zeitpukt gekommen zu sein, denn unsere Hundchen waren erst ein halbes Jahr alt und so konnte die Eingewöhnung eines kleinen Kätzchens eigentlich nicht viele Probleme machen.
Ich suchte mir ein kleines graues Tigerchen aus und brachte sie freudestrahlend nach Hause. Wie ich vermutet hatte, erkannten unsere beiden Wuffis in ihrem “Schwesterchen” keine
feindliche Katze sondern eher ihresgleichen. Und Nelly, wie ich das Kätzchen nannte, war keck und zeigte keinerlei Scheu. Als sei es das Selbstverständlichste der Welt, legte sie sich in das Körbchen der beiden und
ließ sich beschnuppern. Dann legten sich meine Beiden einfach dazu und es wurde erstmal ein gemeinsames Mittagsschläfchen gehalten.
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Es war wirklich ein niedlicher Anblick, wie die drei da in dem Körbchen lagen und friedlich schliefen.
Im Laufe der Zeit entwickelte Nelly sich zu einer hervorragenden Jägerin. Pausenlos mußte ich in unserem Haus irgendwelchen verschreckten Mäusen oder schwanzlosen Eidechsen
hinterher jagen, weil Nelly mir diese immer stolz heim brachte und dann das Interesse daran verlor. Als wir aus unserem Haus auszogen, habe ich unter dem Wohnzimmerschrank mindesten 20 Eidechsenschwänze gefunden.
Ganz besonders drollig fand ich immer, wenn Nelly unserer Lady Mäuse mitbrachte und ihr diese regelrecht “schenkte”. Klar war das für die Mäuslein keineswegs lustig, aber es ist
nun mal die Natur einer Katze, Mäuse zu jagen. Lady war mit diesen Gaben reichlich überfordert und war immer ganz empört, wenn die kleinen Tierchen sich schleunigst verdrückten, ohne daß sie eine Chance gehabt
hätte, sie sich zu schnappen. Ich weiß auch ehrlich nicht, was Lady angestellt hätte, wenn sie jemals eine erwischt hätte, ich denke, dann wär sie vor Schreck ohnmächtig geworden. Nelly saß jedenfalls immer
aufmerksam in einiger Entfernung und staunte, wie ungeschickt sich ihre “Schwester” anstellte.
Sehr spannend war, wie die beiden Tierarten Verhaltensweisen von einander abguckten und sich aneigneten. Ich könnte heute noch gröhlen, wenn Püppi und Lady versuchen, sich wie
eine Katze an etwas heran zu schleichen. Sie machen das so hingebungsvoll aber holzbeinig, daß kein Auge trocken bleibt.
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Nelly, der Türsteher
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Zwei Jahre, nachdem Nelly und die Hunde zu uns gekommen waren, zogen wir um, 20 km weiter weg. Vier Wochen nach dem Umzug kam Nelly eines Abends nicht heim. Sie durfte sich seit
14 Tagen wieder draußen aufhalten, wir glaubten, sie hätte sich eingelebt und sie hatte auch schon einige Ausflüge in Nachbargärten unternommen und war stets wieder gekommen. Nelly war zu mir sehr anhänglich und
hatte eine starke Bindung.
Wir suchten sie tagelang, hängten überall Flugblätter aus, gaben Zeitungsanzeigen auf, ließen sie über TASSO suchen, alles vergeblich. Sie blieb verschollen.
Nelly, wir denken an dich und vermissen dich!!
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