Wirtschaft:
Die rumänische Wirtschaft zeigt im Herbst 2002 insgesamt
eine verhalten positive Tendenz.
Rumänien nahm bei Wirtschaftswachstum, Reallohnsteigerungen und
Außenverschuldung im 1. Halbjahr 2001 in der Region jeweils den besten Platz
ein. Bis Ende September 2001 sank die Arbeitslosenrate auf 7,8%, die kumulierte
Jahresinflation auf 21,2 %. Die Zentralbankreserven stiegen auf fast 4,5 Mrd.
USD. Mit dem IWF wurde Ende Oktober 01 ein neues Bereitschaftsabkommen mit einem
Volumen von rund 380 Mio. USD geschlossen.
Einem starken Exportanstieg stand im Verlauf des Jahres 2001 ein noch stärkeres Anwachsen der Importe gegenüber. Dies führte zu einem deutlichen Anwachsen der Defizite bei Handels- und Leistungsbilanz.
Darüber hinaus besteht in zahlreichen Bereichen weiterhin großer Reformbedarf. Die Wirtschaft leidet insbesondere unter zahlreichen verlustbringenden Staatsunternehmen, einer umfangreichen Schattenwirtschaft, Bürokratie, Korruption und schwachen administrativen Kapazitäten der öffentlichen Hand.
Die rumänische Wirtschaft ist weiterhin in großem Umfang staatlich. Ende 2000 waren erst rund 30 % des Grundkapitals der Staatsunternehmen in Privathand. Der Anteil der Privatwirtschaft betrug aber bereits 61,5 % am BIP, 65,7 % an den Exporten und 71,9 % an den Importen. Zwischen Januar und August 2001 wurden 57 Gesellschaften privatisiert. Im November 2001 wurde die Privatisierung des größten Staatsbetriebs, des Eisenhüttenkombinats Sidex in Galati, abgeschlossen, dessen Verluste den Staatshaushalt täglich mit rund 1 Mio. USD belasteten.