
Beim Feedern besteht ja der Trick darin, die Fische direkt am
Haken anzufüttern. Wer hier einiges Grundsätzliches beachtet, kann wenig
Falsch machen.
Aus diesem Kapitel kann sicher eine Wissenschaft gemacht werden. Aber nicht mit
mir ! Einige Grundregeln müssen genügen und tun es auch.
Hauptproblem ist und bleibt die Konsistenz, denn das Futter soll am Grund den
Korb verlassen und nicht an der Oberfläche beim Aufschlag. Genau so witzlos ist
es, wenn das Futter wie einbetoniert im Korb bleibt. Ist das Futter so
angefeuchtet, dass mit der Hand Ballen geformt werden können, könnte es
klappen. Eine Pampe klebt zu sehr und rieselt das Futter durch die Finger, hält
es nicht im Korb. Am Wasser muss immer etwas getestet werden, damit man den
goldenen Mittelweg findet.
Am billigsten geht's, wenn man Paniermehl mit einigen Kostproben
des Hakenköders mischt. Damit lassen sich schon einige Fische locken. Für wen
Geld keine Rolle spielt, ist es am einfachsten, sich Spezialfutter im Fachhandel
zu kaufen. Für jeden Gewässertyp und jede Fischart gibt es die passenden
Mischungen.
Ich wähle meist den Mittelweg und mische gekauftes Futter ( Feeder, River,
Barbe, Plötze u.A. ) mit Paniermehl im Verhältnis 1 zu 3 .
Je nach Gewässer und Köder kommt dazu noch ein bis ein halber Teil Maismehl,
Haferflocken, Hanfmehl o.A.
Bei starker Strömung kommt noch feiner Splitt ( auch Lehm oder Flusssand ) zum beschweren
dazu.
Salz, (bei Brassen) Zucker, Lockstoffe, (im Winter) gekörnte Fleischbrühe und
in jedem Fall Proben vom verwendeten Hakenköder erhöhen die Lockwirkung enorm.
Im Winter kann im Extremfall auch nur aromatisierte Angelerde erfolgreich sein.
Grundsätzlich gilt - anlocken nicht sättigen !