Diagnose:Mord, das ist die Serie um Dr. Mark Sloan, einem Arzt am
Community General Hospital in LA, dessen liebstes Hobby es ist,
Mordfälle zu lösen und damit seinen Sohn Steve, seines
Zeichens
Detective bei der Mordkommission des LAPD, von Zeit zu Zeit in den
Wahnsinn treibt, wobei ihm Dr Jesse Travis und Dr Amanda Bentley
hilfreich zur Seite stehen (beim Mordfälle lösen, nicht beim
"Steve-in
den Wahnsinn-Treiben"... jedenfalls nicht immer).
Die Figur des kriminalistisch veranlagten Dr. Sloan tauchte zum ersten
Mal 1991 in der Folge 76 "Babys auf Bestellung" in der Serie "Jake und
McCabe" (englisch "Jake and the Fatman") auf, die so gut beim Publikum
ankam, dass gleich drei Filme (1992/93) über den Arzt gedreht
wurden.
Zu dieser Zeit war Dr Sloan Einzelkind, sein Sohn Einzelkind, Jack
hieß
mit Nachnamen Parker und Amanda war weiß.
Doch die Produzenten merkten recht flink, dass das Konzept im
großen
und ganzen das Richtige für eine Serie war, sie mussten nur einige
Änderungen vornehmen. Fortan hatte Mark eine Schwester und einen
Bruder, Steve ebenfalls eine Schwester, Amanda wurde Afro-Amerikanerin
nach den Filmen und Dr. Parker benannte sich um in Dr. Stewart.
Die erste Staffel ging 1993 an den Start. Nach den ersten 19 Folgen gabs grünes Licht
für
eine zweite Staffel. Leider entsprachen die Folgen nicht mehr dem
Interesse des Publikums, so dass die Serie am Ende der zweiten Staffel
kurz vor dem Aus stand. Zum Glück wagte man sich an eine dritte
Staffel
(1995), diesmal ohne Scott Baio und aus Vorsicht nur mit 18 Folgen,
dafür aber mit Charlie Schlatter als neuen, jungen und dynamischen
Arzt
in der Ausbildung, der der Serie Humor verleihen sollte. Das Konzept
ging auf und die Serie lief, ergänzt durch etliche Promis, auf
diese
Weise noch zwei weitere Staffeln, bis dann am Ende der 5. Staffel
(1997) das Krankenhaus in die Luft flog, was ein grausames (für
die
Serienstars wie für die Zuschauer) Ende zur Folge gehabt
hätte.
Jedoch gab es dann doch noch Geld für eine 6. Staffel (1997/98),
dafür
wurde das Krankenhaus farblich aufgepeppt, die Episoden wurden
thematisch verjüngt. Nach der 6. Staffel verabschiedete sich dann
Lee
Goldberg nach Jahren mühevollen Arbeitens an der Serie und ging zu
Martial Law.
Im Jahr 1999 kam die 7. Staffel und mit ihr ein Hauch von Komik und
neuen Hauptdarstellern (Madison Wesley und Dr. Alex Martin oder Smith
oder wie auch immer), leider zu Ungunsten der Mordfälle, die immer
haarsträubender (wir erinnern uns an die explodierte Mikrowelle
und der
damit verbundenen Gehirnoperation...), was dann in einer 8. Staffel
(2000/01) endete, die sich von allen anderen Staffeln dadurch
wesentlich unterschied, dass nicht mehr alle Hauptdarsteller in allen
Folgen anwesend waren - ob nun aus Geldmangel oder nicht, sei hier mal
dahin gestellt. Dennoch hinterließ diese Unvollständigkeit
eine Lücke
im Aufbau der Folgen, die das endgültige Ende der Serie
ankündigte.
Doch dann kam 1. alles anders und 2. als man dachte: es wurden noch
zwei Filme gedreht, "A Town Without Pity" (2001) und "Without Warning"
(2002), mit allen Hauptdarstellern, die die 8. Staffel zu bieten hatte.
Und schließlich und letztendlich sind da ja auch noch die
Bücher des
Herrn Goldberg, die zwar an die 6. Staffel anknüpfen, aber
für uns Fans
auf ein langes Fortbestehen der Serie hoffen lassen...