Das Böse
Zunächst einmal gleich vorneweg: das Böse ist weder ein "Staatsgeheimnis" noch ein "Top Secret"-Forschungsprojekt, wenngleich sich viele an vielen Orten auf der Welt damit befassen. Es ist schlicht und einfach entlarvt seit Jesus Christus.
Auch haben sich viele Menschen im Verlauf der Geschichte schon Gedanken darüber gemacht, was es wohl ist. Manche wollten es benutzen, es gar beherrschen und von "seiner" Macht profitieren, auf Kosten anderer und ihrer eigenen Seligkeit. - Klassiker der Antike, Philosophen, Dichter und Denker, aber auch Richter und Henker aller Zeiten spürten "ihm" nach und wurden nicht selten von "ihm" gefangengenommen.
Es hat so viele Ausformungen und Gesichter, dass ich mir den Versuch einer bildlichen Darstellung erspare. Interessierte finden im Wikipedia eine durchaus lesenswerte Zusammenfassung.
Die einzig befriedigende Antwort aber fand ich beim Guten, von dem Christus sprach. Daraus erschließt sich auch das Böse und es verwunderte mich nur, dass Er einen so wirkmächtigen Teil der Realität nicht theologisch erklärte, gerade auch vor Seinem Tod, als Er davon sprach, dass der Mörder vom Anbeginn, "der Fürst dieser Welt" nun käme.
Wer ist das, dieser "Fürst", der Vater aller Lüge, der Mörder vom Anbeginn?
Ist "er" das, wenn ein Mensch unter einer Dosis "Haloperidol" (Wikipedia), die für ein Pferd reichen würde, zunächst wehrlos sabbernd, unfähig zu einer koordinierten Bewegung oder gar zu sprechen, daliegt, plötzlich aufsteht, als sei gar nichts gewesen, umhergeht und klar zu sprechen beginnt?
Eins ist sicher, manch einer erschreckt darüber, wundert sich zumindest sehr, wenn der dann auch noch auf eine entsprechende Frage von Menschen, die von Berufs wegen an sog. "multiple Persönlichkeiten" glaubten, womöglich sogar grinsend - damit dann also auch noch der feinmotorischen Gesichtsmuskulatur mächtig - antwortet: "Ich bin der Teufel ..."
"Haloperidol"/"Haldol" ist ein Mittel, welches in der Psychiatrie m. W. auch heute noch bei Erregungszuständen zur Dämpfung und Sedierung eingesetzt wird und normales Sprechen wie auch koordinierte Bewegungen bei hoher Dosis eigentlich unmöglich macht.
Ist das dann aber wirklich der "Teufel" (ahd. tiufal, mhd. tiuvel), der Verleumder, der Entzweier, der Durcheinanderwerfer, oder verhält es sich nicht doch mehr so, wie mit dem Paradoxon, wenn ein Kreter sagt: "Alle Kreter sind Lügner ... "?
Von der Bibel her erkläre ich, dass es wohl in der Tat ein "Ausdruck satans", eine "Manifestation" war, wenn er das sagte. Denn Worte sind auch da der Ausdruck des Willens. Doch von da an sollte höchste Wachsamkeit und Sorgfalt walten, denn der Wille "satans" ist gegen das Leben und die Schöpfung gerichtet. Menschen ohne Glauben oder mit der Wissenschaft als Substitut für den Glauben, haben da m. E. keine Chance, die ganze Wahrheit zu erkennen.
So wenig aber, wie die Erde GOTT ist, so wenig wäre dieser Mensch der "Teufel", das ist klar, aber doch wohl eine "Ausformung". - Insofern also durchaus eine Lüge, im Weglassen der ganzen, umfassenden Wahrheit, als die Sich Christus bezeichnet hat und woran ich glaube. - "Satan" will aber damit etwas bewirken - und ER lässt es zunächst zu, weil auch ER Seine Pläne mit uns hat.
Und wenn "er" Menschen etwa zu Tode erschreckt, Gier in ihnen weckt auf Forscher-Ruhm und Fördermittel etwa, die am besten dann woanders, wo sie sinnvollen Nutzen und Heilung brächten, fehlen, sie jegliche menschliche Rücksichtnahme vergessen lässt, andere Menschen verletzen, verleumden, manipulieren, benutzen, missbrauchen, sie gegeneinander mit Lehrmeinungen und anderem mehr aufhetzen lässt, sie entzweit und durcheinanderbringt, sie trennt und vereinzelt (divide et impera), sie alle Vernunft fallen lassen lässt, sie vor lauter Angst Hexen und Bücher verbrennen, Folter und Inquisition einführen lässt, wenn Freiheit beschnitten wird, Angst und Hass wachsen, statt Vertrauen und Liebe, wenn gegen das Leben gehandelt wird, - dann hat "er" schon viel von dem erreicht, was "er" eigentlich von Anfang an wollte und will - der Mörder vom Anbeginn.
In den 1990ern etwa entstand eine zeitlang hinsichtlich "multipler Persönlichkeiten" ein Psycho-Wissenschaftler-Hype, der sogar zu einer Art "Glaubensstreit" wurde. Bis dann eine einzige Untersuchung einer Autorität wohl apodiktisch den Streit beilegte, indem sie feststellte (oder festlegte?), dass das alles Unsinn sei, von Psychologen u. a. in ihre jeweiligen Patient/innen hineingelegt worden sei.
Vielleicht war aber ja sogar bei dieser Verstandeslösung die Angst, als "nüchterne" Wissenschaftler zu sehr in die Nähe des (christlichen) Glaubens und der Religion zu geraten, ausschlaggebend, da ja dort von "Besessenen" berichtet wird und man vieles heute wegerklären möchte.
Besessenheit im alt- und neutestamentarischen Sinn ging nämlich von "Wesenheiten" aus, nicht-menschlichen "Dämonen", welche Besitz ergriffen von Menschen. Vielleicht war das auch nicht "öffentlichkeitsgeeignet", passte nicht ins Heile-Welt-Schema des Alles-Rational-Erklären-Könnens. - Aber es ist auch das rational erklärbar, wenngleich es in manchen Bereichen eben auf solch Transzendentes hinweist, letztlich auf GOTT und "satan" als das Widergöttliche.
"Er" packt auch die bei ihren Sünden, ihren Schwächen, die gar nicht glauben, dass es "Sünde" gibt, es für einen geschickten Unterdrückungsmechanismus der Kirchen halten. Aber auch sie haben eine schwache Stelle, ihre Achilles-Verse wo "er" sie trifft - und sei es am Geldbeutel. Die "ihn" mit ihrer Intelligenz am Kopf treffen (EÜ), ja sogar zertreten (Gen 1,15) könnten, werden von ihren Sünden und ihrem Unglauben behindert und behindern andere, weil sie verblendet sind. Denn auch die Verblendung gehört zu "seinen" Mitteln der Kriegsführung. Ohne Hilfe werden auch sie hilflos - und zu Recht - verstrickt, in einen Schuldturm geworfen, aus dem es kein Entrinnen gibt, bis auch der allerletzte Cent bezahlt ist. (siehe dazu "Das Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger" - Mt 18,23-35)
Mekka-Pilger steinigen den "satan" auf ihrer Mekka-Wallfahrt symbolisch. Aber immer wieder tötet "er" letztlich welche von ihnen, etwa wenn dabei eine Panik ausbricht. Dann tötet letztlich der Hass, der ja auch von "ihm" kommt und den sie doch eigentlich töten wollten, sie. Es ist sehr schwer, das Böse nicht so sehr zu hassen, dass der Hass einem selbst oder anderen schadet und wohl noch viel schwerer, auch seine Feinde zu lieben.
Mir gelingt es nur selten, wobei aber auch - so sehe ich es - eine angemessene Zurechtweisung durchaus eine Zuwendung und damit ein Ausdruck von Liebe sein kann. Denn Menschen, die mir total gleichgültig sind, weise ich auch nicht (mehr) zurecht. Es ist mir nicht wichtig, wohin Ihr Verhalten sie bringen mag. Denn auch Worte können anderen weh tun und sie sogar verletzen, wobei dann aber wiederum Misshandlung auch da mehr von einem Mangel an Selbstdisziplin zeugt als von Fürsorge.
"satan" nun kann man nicht "erziehen", wohl aber Menschen beibringen, wie es ihnen gelingen kann, mit "ihm" und "seinen Dämonen" umzugehen, ohne dass sie einen selbst überwältigen. Und das tun erstaunlicherweise Menschen auf der ganzen Welt in ähnlicher Weise, etwa indem sie ihnen beizubringen versuchen, die Wahrheit zu sagen.
Eine kleine Übung für Interessierte: wer es einmal ausprobieren möchte, wie schwer das ist und erkennen will, bei wie vielen Gelegenheiten man doch nicht die Wahrheit sagt oder auch richtig lügt, der soll doch einfach einmal versuchen, einen einzigen Tag lang nicht zu lügen. Auch wenn darüber schon Filme gedreht wurden, so ist es doch in der Tat eine unglaublich schwere Übung. Denn "ausgerechnet" an dem Tag begegnen einem dann Menschen und Situationen, bei denen man/frau doch unmöglich ... Als Hilfe: nicht jede Frage muss auch beantwortet werden, denn man kann auch schweigen.
Paulus beschreibt diese Mächte als sehr mächtig - aber Christus als den übermächtigen Sieger, auch über solche Mächte der Finsternis, welche die Menschen wieder zurückwerfen wollen ins Mittelalter oder gleich in die Steinzeit.
Man/frau muss dann schon sehr weit zurückgreifen, nämlich bis hin auf das erste Buch des AT, die Genesis, um sich da heranzutasten. Denn da steht, dass die Schlange listiger/schlauer war als alle anderen Tiere des Feldes, die Gott gemacht hatte. - Aber sie war eben nur ein Tier, vielleicht das wilde Tier auch in uns.
Menschenopfer
Es gab und gibt Menschen, die bereit waren und sind, andere Menschen nicht nur ihren eigenen Interessen, was ja oft genug "normal" ist, sondern ihren Kulten zu opfern. Das gab es in vielen Natur- aber auch in manchen sog. "Hochreligionen". - Man kann es durchaus verstehen, dass gläubige Menschen, die etwas von der Größe Gottes erahnt oder sogar erkannt haben, bereit sind, IHM kostbarste Gaben zu machen, ja dass das Beste, was Menschenhand fertigen kann, nicht einmal gut genug oder gerade gut genug ist. - Und das Allerkostbarste waren zu allen Zeiten und in allen Kulturen den Menschen ihre Nachkommen, auch wenn mancher heute das gar nicht mehr verstehen mag, so wie sie mit denen oft umgehen.
Ein Beispiel liefert aber auch wieder die Bibel, wo Abraham bereit ist, seinen einzigen Sohn, den er - schon in hohem Alter - geschenkt bekommen hatte, wo er gar nicht mehr gerechnet hatte, noch einen eigenen Nachkommen zu erhalten. - Dieses Geschenk, war er dennoch bereit, IHM zu opfern. (Gen 22 = 1. Mose 22)
GOTT aber wollte das gar nicht und zeigte ihm, wie Er wirklich war. Er ließ ihm sogar noch den Widder zeigen, den er anstelle seines Sohnes opfern sollte und und ER gab den Widder sogar noch in dessen Hand, indem der sich mit seinem Gehörn in einer Hecke verfing. - Damit war das Menschenopfer an sich endgültig von GOTT Selbst abgeschafft worden. Und alle, die an diesen einen GOTT glauben und die Schrift in Ehren halten, wissen das. Denn Blut- und Menschenopfer waren zu jener Zeit noch bei vielen Kulten üblich, auch noch bis in Jesu Zeiten hinein und lange danach und insgeheim und im Verborgenen bis zum heutigen Tag.
Geist und Seele
Gott aber hat den Menschen durch etwas über das Tier erhoben, was nur der Mensch erhalten hat, etwas, das uns mit IHM, unseren VATER im Himmel verbindet. - Nennt man es "Geist" und meint Intelligenz, so staunt man vielleicht über die, welche auch Primaten entwickelt haben, die sogar so weit geht, dass ein Affe auch gegen ein genetisches Programm - Futteranzeige für die Gruppe etwa - handeln kann.
Das genügt also nicht, denn auch das ist Evolution, survival of the fittest, gnadenlose Auslese.
Geist i. S. v. Intelligenz reicht nicht als Begriff, der uns vom Tier wirklich unterscheidet. - Es ist die Seele, etwas, das wir von GOTT bekommen und deren Reinheit und Wahrheit, Unverstelltheit und Offenheit, wir manchmal bei Kindern bewundern können. - "Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen." (Mt 18,3), sagte Christus. Er gab uns diese kindliche Unschuld wieder zurück durch Sein Opfer am Kreuz. Und wir können sie immer wieder erwerben, denn GOTT Selbst wurde Mensch, um uns Seine Frohe Botschaft zu bringen und uns zu erlösen.
Kultisch-religiöse Unreinheit, also Sünde vor Gott, kommt von innen heraus, wie auch die bösen Werke aus bösen Herzen kommen. Ein Kind, das unbefangen etwas tut, was andere als "Sünde" ansehen, kann dennoch ohne Schuld sein. Ein Erwachsener aber, dessen Engherzigkeit und Engstirnigkeit Schuld in ein Kind hineinlegt, wird zuerst selbst daran gemessen werden. Vgl. "Von Reinheit und Unreinheit" (Mk 7 und Mt 15) und auch die Begriffserklärungen.
Der "Teufel"
wird auch der "Diabolo" genannt, der "Durcheinanderwürfler" - weshalb solche "Prophezeiungen" wie die des Nostradamus für mich keine sind: sie dienen der Verwirrung und der Angst anstatt der Aufklärung und dem Trost. Hätte der Autor Gutes und die Wahrheit gewollt, hätte er sie nicht so hinterlassen, durcheinandergewürfelt, allen Spekulationen und Ängsten offen.
Deshalb interessiert mich ein Nostradamus noch viel weniger wie ein "Bibel-Code" oder andere numismatische oder kabbalistische Berechnungen. Die können hilfreich sein im rechten Kontext und ich behaupte gewiss nicht, dass die Bibel und der menschliche Geist da schon zu Ende erforscht sind. Aber so etwas führt da mit Sicherheit in die Irre, wo es zum Glaubens-Ersatz wird.
"Das Sakrileg" etwa wirkt auf den ersten Blick gar nicht gefährlich, aber es ist ein hinterhältiges Buch. - Denn es stellt nicht mehr und nicht weniger als den Tod und die Auferstehung Christi in Frage und damit das Evangelium. - Denn wäre Christus nicht am Kreuz gestorben, sondern hätte Maria Magdalena nach seiner Wiedergenesung geheiratet, wäre mit ihr womöglich nach Indien oder sonstwohin gegangen und hätte mit ihr etliche Nachkommen gezeugt - hätte es ja an Ostern auch keine Auferstehung gegeben und keine Geistausschüttung an Pfingsten.
So wird auf eine schlaue aber wirksame Weise, die Frohe Botschaft versucht zu untergraben. Und das Infame ist, sie findet Opfer gerade auch bei den Christen. Denn wer hätte es Jesus nicht gegönnt, dass gerade Er Sein persönliches und privates Glück doch noch findet hier auf Erden, wo Er doch so vielen geholfen hatte? - Von ganzem Herzen würden Ihm das eben gerade die gönnen, die Ihn nicht hassen, die sogar mehr wissen und glauben als viele andere. Und gerade deswegen ist es ein so gefährliches Buch, es schleicht sich durch diese Hintertüre ein und sät Zweifel, versucht, das Haus zum Einsturz zu bringen. - Und das ist dann ein schlaues Werk "satans". - Christus mahnte uns nicht umsonst, seid wachsam! - Wenn man die beiden Autoren aber ansieht und ihren Streit, was der eine dem anderen vorwarf - geistigen Diebstahl - und worum es letztlich ging, kann man das Werk erkennen: Der Streit um die Urheberrechte ging ums Geld, den Mammon, um viele Millionen Dollares. - Und damit haben sie ja letztlich gezeigt, worum es ihnen in Wahrheit ging.
Geschäfte auch mit der Fiktion zu machen ist nichts Böses per se und es ist völlig legitim, wenn Menschen auch Geld verdienen wollen. Aber man sollte nicht Wissenschaftlichkeit und religiöse Aufklärung vorschieben, wenn in Wahrheit der reine Kommerz dahinter steckt. - Ich beispielsweise mag die alten Folgen von "Raumschiff Enterprise" gerne, aber ich käme nicht auf die Idee, bei all der durchaus hochstehenden und durchdachten Ethik, die in manchen Folgen vertreten wird, das als die "Frohe Botschaft" oder gar als einen Ersatz für das Evangelium, verkaufen zu wollen.
Luzifer - "der Lichtbringer" ist eine Gestalt, welche von antiken Schriftstellern unterschiedlich beschrieben wird, die bekanntesten davon lebten und schrieben um die Zeit Christi: Vergil (70-19 v. Chr.), Ovid (43 v. Chr. - 17/18 n. Chr.) und Tibull (55-19/18 v. Chr.). Ursprünglich hatte sie mit den Jahreszeiten zu tun und nicht mit dem "satan". Ich möchte mich daher auch nicht weiter da hinein vertiefen, sondern nur auf die interessante Auslegung eines mir bekannten christlichen Heilpraktikers hinweisen.
"Er" bringt das Licht von unten und lässt die Dinge in einem falschen Licht erscheinen. - (Helmut M., Flensburg) - Praktisch kann das jeder ausprobieren, indem er sich eine Taschenlampe unters Kinn hält. So beleuchtet, sieht jeder Mensch aus wie ein "Dämon" oder eine "teufels"-Fratze.
Und doch ist es auch Licht, also ein Teilaspekt, der aber durch diese Beleuchtung erschreckende Schatten wirft. Es ist das, was "satan" auch Christus in der Versuchung in der Wüste (schlicht bei Mk 1,12-13 und ausführlicher bei Mt 4,1-11 und Lk 4,1-13) andrehen wollte - pars pro toto - einen Teil für das Ganze. - "Er" wusste ganz genau, wer Er war und weshalb Er gekommen war. Das Kreuz war nicht das Ende, es war der Anfang von etwas Neuem.
Entscheidend ist die Absicht, welche dahinter steht und beim "satan" geht es um Täuschung und um Blendung, um Ver-blendung, der zwangsläufig die Ent-täuschung folgen muss und somit die Absicht, die hinter "seiner" Darstellung steht: sich abwenden vom Licht. Denn die einzige Lösung ist Er-lösung. Und das Schmerzliche ist, je näher man dem Licht kommt, desto größer wird der Schatten, den man hinter sich wirft. Das lässt sich nicht ändern, es ist der Weg zum Licht, wenn der Schatten vor einem ist, ist es der falsche Weg, der in die Dunkelheit.
So sind manche "Illuminaten" und Geheim-Logen mit ihren bizarren (Initiations-)Riten auch eher im Wortsinne "unter-belichtet", wenn sie dem Aberglauben und der Abwendung vom Erlöser und dem Heiligen huldigen. Die "holt" dann sowieso in der Tat irgendwann einmal der "Teufel". Rituale können hilfreich für die innere Ausrichtung sein, wo es sich um eine Religion und die Hinwendung zu GOTT handelt. Aber es ist auch so, dass je aggressiver eine Gesellschaft ist, diese im Laufe der Zeit umso mehr Rituale entwickelt.
Irgendwann verselbständigen sie sich, werden zum Selbstzweck und verlieren ihren Sinn und es müssen neue her. Ich kenne auch nur eine einzige Ausnahme, bei der ein Ritual auch nach 2000 Jahren noch immer nicht seinen Inhalt verloren hat: das eucharistische Abendmahl. Deshalb lege ich auch Wert darauf, es zu feiern und nicht nur so zu tun als ob.
Zweimal dasselbe ist nicht unbedingt das gleiche. Aber ich möchte noch auf den Film mit Gérard Depardieu "Sous le soleil de Satan" (The Internet Movie Database - "Unter der Sonne Satans") hinweisen. - Er entstand nach einer Novelle (1926) von George Bernanos. Wer Wortspielereien mag - ich halte nicht allzu viel davon: Depardieu hat auch etwas bemerkenswert Göttliches oder auch Widergöttliches in seinem Namen (départ dieux), je nachdem, wie man es übersetzen will.
Das "Judas-Evangelium"
Das sog. "Judas-Evangelium" ist ein Widerspruch in sich selbst und daher für mich einfach nur Unsinn, allerdings einer, den ich eher unter "satanismus" einordne als unter Christentum. Ich kann im Verrat an der Wahrheit, die Christus ist, keine "Frohe Botschaft" erkennen, ebenso wenig wie darin, dass Judas sich aufgehängt hat (Mt 27,5). Christus hat gesagt, dass Er keinen der Ihm Anvertrauten verloren hat, bis auf den Sohn der Verderbens (Joh 17,12).
Was da aber genau geschah, berichten interessanterweise nur der Evangelist Lukas, der Arzt, und das Evangelium des Lieblingsjüngers Johannes, welches nach einer Lehrmeinung - der ich zustimme - dieser auch wirklich selbst in hohem Alter verfasst hat: "Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!" (Joh 13,26). - "Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte." (Lk 22,3).
"Evangelium" heißt (griech.) die "frohe Botschaft", was aber soll am Tun des Judas Iskariot "froh machend" sein? Dass er sich später aufgehängt hat, erinnert mich eher an die Schweineherde (siehe weiter unten!). - Wer aber dennoch glauben will, dass Judas Iskariot ein "Elite"-Jünger war, mag es tun. Aber einer, der in die Gemeinschaftskasse gegriffen und Geld veruntreut hat, ist nicht gerade die Art von "Elite", der ich angehören möchte. - Bei manchen Politikern findet so etwas sicherlich jederzeit Widerhall. Dann sollen sie halt auch dahin gehen, wo Judas ist. Ich mag da nicht mit, da können die meinetwegen ohne mich hin! Ich sagte es schon: Gute Reise auch!
Ein komisches Elite-Verständnis ist es jedenfalls, ziemlich verdreht zumindest, vielleicht auch zu Ende gedreht. Gnostizismus wurde aber schon in der Frühzeit der Kirche als Irrlehre erkannt. Wozu nochmal diese ollen Kamellen aufwärmen, wo Neues kommt? Gnostiker erheben den Verstand und die Erkenntnis über alles - und berauben sich dadurch selbst der Möglichkeit, die Wahrheit zu erkennen. Das ist nur in Christus möglich.
Es ist auch nicht logisch. Wenn Jesus uns sagt, Er habe Seinen Jüngern alles gesagt - und offen zu ihnen geredet, dann widerspricht eine "Geheimabsprache" mit Judas Seinem Wort. Man sieht auch schon an den erforderlichen Verrenkungen und Verbiegungen, den Widersprüchen zu den anderen Evangelien, dass das wohl nicht der Weg, sondern ein weiterer Irrweg ist. Einer, der uns einreden will, es gäbe noch irgendwas Geheimnisvolles, was Christus nur seinem "Elite-Jünger" Judas gesagt hat. Wozu dann die anderen elf Zeugen, wenn keiner was davon erzählt? - Denn Apostel heißt nun mal Zeuge.
Ich fürchte, Menschen, die sich an dieses Pseudo-Evangelium klammern, können es einfach nicht ertragen, dass es durchaus Verdammnis gibt. Mag sein, dass das nicht zu ihrem Bild vom "lieben Gott" passt. Aber Christus hat gerade auch darauf immer wieder hingewiesen und auch immer wieder davor gewarnt. Es war nicht das Thema, denn das war die Liebe GOTTES zum Menschen, aber der Begriff "Hölle" etwa kommt im Alten Testament nur ein einziges Mal vor, bei Hiob 11,8. Im Neuen Testament 17 Mal, davon 12 Mal in den vier Evangelien. Sie war für Christus nicht nur eine Realität, sondern auch Thema, wenngleich eben nicht Sein Hauptthema. Denn das war die Erlösung von Schuld durch das "Lamm Gottes", dessen Blut an unseren Türpfosten und oberen Schwellen der Türen uns vor dem Zorn Gottes bewahrt, wie ihn der ägyptische Pharao und sein Land erfahren hat. - (vgl. 2. Mose [Exodus] 11)
Denn auch Judas hatte letztendlich die freie Wahl. Und welch ein böses Herz muss einer haben, der GOTTES Liebe hasst. - Doch ebenso klar ist, hätte er es nicht getan, hätte es ein anderer getan, der eben noch anfälliger für das Böse gewesen wäre, ein noch böseres Herz gehabt hätte. - Man kann Judas m. E. nicht einfach als eine Art "willenloses Werkzeug GOTTES" freisprechen.
Aber es fällt schon schwerer, ihn zu verurteilen, denn in Judas und seinem Tun zeigte sich ja auch die Schuld des ganzen Volkes. Auch kam Jesus ja nicht, um zu richten, sondern um zu retten, was verloren ist. Die nicht an Ihn glaubten, richteten sich dadurch selbst, indem sie nicht an Ihn glaubten. - Denn wer sonst als sie selbst, sollte dann ihre Schuld tragen, wenn sie den ablehnten, der das für sie zu tun bereit war? - Das Lamm Gottes, in welchem ER SELBST gekommen war, das zu tun, was kein Mensch aus sich selbst heraus tun konnte.
Das Böse und GOTT
Das Böse ist für GOTT an sich kein Gegner und bei aller Forschung seine Herkunft noch immer geheimnisvoll und für manche von daher schon verlockend. Gegen Menschen dagegen kann es überaus mächtig auftreten. Es ist m. E. "ungerichteter" - aber keineswegs zielloser - böser Wille, böse Absicht, die einfach gegen die Schöpfung, gegen den Menschen und gegen das Leben selbst gerichtet ist.
Ich sehe das abstrakte Böse jedoch konkret, nämlich als einen Pfuhl, eine Kloake - moderner, ein Reservoir des Bösen - aus dem sich die bösen Werke quasi ausformen und in dieser Ausformung in unsere Realität hineintreten, indem sie getan werden. Plötzlich existieren sie dann und sind.
"Satan" will sein, wie GOTT, nicht nur äußerlich mit Seinen herrlichen Gewändern bekleidet, die "er" für "seine" ausgibt ("Luzifer", der Lichtbringer), "er" will in die Existenz treten, lebendig sein. "Satan" kann letztlich nur durch Menschen in unsere Existenz treten, während Gott uns eigentlich nicht braucht, denn ER ist vollkommen. - Aber ER will uns für Seinen Plan, den ER mit uns hat und der weit über unser jetziges Dasein und über unsere jetzige Zeit, bis hinein in die Ewigkeit reicht.
Aber es kann kein Mensch aus sich heraus leben, ohne an anderen Menschen und der Schöpfung schuldig zu werden. GOTTES Geist, der in Seinem Sohn auf die Erde kam, im Gesalbten (Christus), lebte aber ohne Schuld und starb auch, ohne die geringste Schuld auf sich geladen zu haben. - Das ist kein Widerspruch, denn Er war gekommen, um zu erfüllen, was geschrieben stand, Er war gesandt, um das zu retten, was verloren war, Kranke zu heilen und sogar Tote aufzuerwecken.
Alles, was Er redete und tat, Sein ganzes Leben, diente nur dem Einen Ziel: den Willen Seines Vaters im Himmel zu erfüllen. Das aber konnte Er nur, weil Er die Vollmacht des Vaters hatte, die Jesus, der Christus, wieder und wieder darin erwies, was Er redete und tat. Die Jünger glaubten Ihm, die Schriftgelehrten und Pharisäer in der Mehrzahl wohl nicht.
GOTT hat Sich aber dem Mose bereits im brennenden Dornbusch (2. Mose [Exodus] 3,14) als der "Ich bin der »ich bin«" (Jahwe) - der Ewige - der Seiende - der, der schon immer da war - der "Ich bin da" - der Lebendige - der das Leben gewollt und erschaffen hat, offenbart. ER gab SICH zu erkennen als ein lebendiger Gott der Lebenden. Die Apostel bezeugen in den vier Evangelien, der Frohen Botschaft, dass Christus IHN sogar als Abba bezeichnet, als einen Papa, der für Seine Kinder da ist und dem etwas an Seinen Kindern liegt, so viel, dass ER Selbst in Jesus Christus in diese Welt kam, um uns zu erlösen. Aber ER verschweigt den Kindern auch nicht, wie die Welt ist.
Mit Christus, Seinem Sohn, hat ER uns noch mehr gesagt, dass ER nicht nur der "Ich bin da" ist, sondern der "Ich bin da für Euch", wie ein Vater, dem wir wichtig sind. Er starb für uns, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben.
GOTT erlaubt uns, selbst die Höhe und Breite und Tiefe des Geistes zu erforschen. Aber eines sollten wir dabei nicht, sonst trifft uns der Zorn Gottes, als der "satan" auch schon angesehen wurde: GOTT und den Menschen vergessen, oder auch "nur" eines davon.
Auch wenn das Machtverhältnis und Vermögen "satans" zu dem eines Menschen vielleicht vergleichbar sein mag mit einer Fliege und einem Jumbo-Jet, so können wir doch zusammen mit dem Sieger den Besiegten immer wieder besiegen. Bei all "seiner" Macht ist "er" für GOTT kein ernstzunehmender Gegner, für uns Menschen vielleicht erschreckend. - "Fürchtet Euch nicht!"
Denn Er hat allen, die Glauben, die Macht gegeben, Kinder Gottes zu werden. - (Joh 1,12)
Kult, Opfer, Gesetz und GOTT
Jedes Tier, das wir töten, jedes böse Wort, bringt uns letztlich in Schuld vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde. IHM sind alle unsere Gedanken offenbar und auch die wahren Absichten und die verborgenen Gründe der Menschen nicht verborgen: und sie sahen, dass sie nackt und bloß vor IHM waren (Adam & Eva).
Die Erbschuld gegen GOTTES ausdrückliche Weisung zu verstoßen, ist jedem Menschen eigen. Denn egal wann, in irgendeiner Situation wird fast jeder Mensch einmal gegen die Zehn Gebote oder auch nur das Eine verstoßen. Und eine Erlösung davon gäbe es nicht, wäre ER nicht selbst Mensch geworden und hätte diese Schulden auf SICH genommen. Denn anders wäre die Schuld nicht bezahlbar gewesen, für immer geblieben und keiner könnte zu IHM gelangen.
Denn was wäre das für eine Gerechtigkeit, wenn etwa ein Mörder und seine Opfer am selben Tisch feiern wollten? Was wäre das für ein GOTT, der den Unbussfertigen, der gelebt hat wie ein Schwein und IHN auch noch verlästerte, an denselben Freuden teilhaben ließe, wie die von ihm Gefolterten, Ausgebeuteten und Unterdrückten? ER lässt es zu, denn ER gibt Gelegenheit zur Umkehr, aber die zeigt sich an und in den Werken.
Wenn etwa ein Ex-Politiker in lebensgefährlich unruhiger Zeit ganz unspektakulär und nicht für die Medien mit einer Friedensmission in ein mörderisches Krisengebiet reist, ohne dass dies zu seinem eigentlichen Job gehört, wie das bei Regierungsmitgliedern der Fall wäre, dann zeigt das mehr als öffentliche Beteuerungen, wes Geistes Kind er (geworden) ist und auch bleiben wird.
Deshalb scheint es mir auch wie ein Kreislauf, dass verstockte "Übeltäter", die sich nicht Christus zuwenden, auch keinen Glauben entwickeln: durch ihren Unglauben sind sie bereits gerichtet. Und je böser ein Mensch, desto weniger will er von seinen Untaten wissen: "sie liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse." (Joh 3,19) - Sie gieren zwar nach "Erkenntnis" - aber nur, um sie zu missbrauchen. Ja, sie wollten sie sogar stehlen, wie etwa der Zauberer Simon, aber der Torhüter lässt sie nicht ein, sie gehen in die Irre. (vgl. Joh 10 - Der Gute Hirte)
Es gab gewiss auch vor Christus Gerechte, die auch zu IHM konnten und durften, doch sie waren meist auch nicht ohne Schuld. Nur konnten diese vielleicht so viel Gutes tun, dass ihre Schuld damit getilgt war. Das aber konnten sie wiederum nur mit Gottes Hilfe, weil ER sie auserwählt hatte, sie mit ihrem Namen gerufen hatte. Schon im Mutterleib wusste ER noch vor den Eltern, wer da heranwuchs und rief ihn zu SICH.
Aber auch, wer nach menschlichem Ermessen augenscheinlich nur eine kleine Schuld auf sich geladen haben mag, kann sich diese unversehens zu einer ungeheuren Schuldenlast entwickeln oder sich als Riesenschuld erweisen. Die ER aber erwählt hat, die hat ER auch geheiligt, gerecht gemacht. Gerecht wird der Mensch nicht durch eigenes Wollen.
Die Menschwerdung schlechthin, das menschliche Bewusstsein von sich selbst und der Welt brachte es mit sich, dass sich dieses auf der Erde einzigartige Wesen Mensch Gedanken machte über Seinen Schöpfer - und damit über sich selbst und seine Unvollkommenheit. Die Erkenntnis von Schuld brachte die Suche nach der verlorenen Unschuld und die Versuche, sich von Schuld vor IHM wieder reinzuwaschen.
Dadurch, dass wir zu Menschen wurden und keine Affen blieben, begann mit der Erkenntnis von Schuld auch die Suche nach GOTT und dem verlorenen Paradies. Manche sagen, allein schon die Tatsache, dass wir über einen Gott nachdenken, weist darauf hin, dass es einen solchen gibt. Das scheint mir logisch, denn ER hat es so geplant und gewollt und uns so erschaffen, dass wir das auch können.
Um uns zu erziehen und zu führen gab ER uns Regeln, die für uns und nicht gegen uns waren, die zu befolgen wir uns aber frei entscheiden konnten und sollten. Denn ER wollte und will uns als freie Menschen und nicht als unterdrückte Kreaturen, die wieder nur andere zu unterdrücken suchen. Und da diese Zehn Gebote, die bei den Pharisäern in ihrer Gottesfurcht zu hunderten Ge- und Verboten angewachsen waren, kam Er, der Sohn in Sein Erbe, um zu befreien und zu erlösen. Nicht, um uns gesetzlos zu machen, um aufzuheben, sondern alle Gebote als in dem Einen Gebot begründet zu erweisen und den Auftrag des Vaters zu erfüllen.
ER nahm diese Erbschuld von uns, indem ER Selbst Mensch wurde in Seinem Sohn und etwas tat, was nur ER tun konnte. ER lebte unter uns, ohne Schuld. Denn wirklich ohne Schuld zu leben, das kann kein Mensch, nur wenn er von IHM, dem HERRN, dafür gesalbt, eben auserwählt war. Und deshalb heißt Er bei den Christen der Christus, der Gesalbte (Chrisam) und der Messias, der von GOTT Gesandte, der Heilsbringer. - Jesus Christus, der Sich dafür ans Kreuz schlagen ließ und dafür gestorben ist, alles dafür gegeben hat. Und selbst am Kreuz hat Er seinen Mördern noch vergeben, weil sie nicht wussten, was sie taten. Und deshalb vergibt GOTT uns um Seinetwillen. Doch dazu "muss" man das eben glauben, dass Er der von IHM gesalbte Messias war und ist und bleiben wird.
Denn ein Mensch könnte ja daher kommen und alle Gesetze einfach aufheben und daraus seine Unschuld ableiten. Er aber ist gekommen, nicht, um diese (z. T. sehr engherzig ausgelegten kultischen) Gesetze aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen. Und die Erfüllung des Glaubens des Abraham war der Erlöser, der Messias, den er in der Abschaffung des Erstgeborenen-Menschenopfers schon zu seinen Lebzeiten "gesehen" hatte i. S. v. hatte erkennen können.
Nicht, weil wir so "brav" waren oder sind und die Gebote alle erfüllten, sondern weil Christus ohne Schuld lebte und starb und so die Schuld derer sühnen konnte, die sich auf Ihn berufen. Und daher auch das "Menschenopfer", Sein Fleisch und Sein Blut, das wir "Kannibalen" essen und trinken. Denn wenn wir nicht Anteil haben an Ihm, können wir uns aus uns selbst heraus auch nicht retten, durch keinen Ritus, durch kein Opfer. - Denn hätte ER Ihn nicht bewahrt, wäre Er schuldig geworden und dann hätte man ja sagen können: Er starb eben deshalb, für Seine eigenen Sünden.
Und genau das versuchten die Pharisäer mit all ihrem Einfluss und all ihrer Macht und eben mittels ihrer Gesetze Ihm ja "nachzuweisen", um so zu widerlegen, dass Er der Messias sei. Er war für sie ein Verbrecher und Gotteslästerer. - Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tun sie das noch heute. - Aber, ich bitte um Verzeihung, irgendwie kommt es mir langsam richtig hirnrissig vor, sich nicht befreien und erlösen lassen zu wollen. - Ja, zum "Teufel" nochmal, dann bleibt doch in Eurer Sünde und lasst gefälligst die in Ruhe ihren Glauben leben, die das nicht wollen! - Was stört Euch nur so daran? Vielleicht das: Lk 6,22 - zusammen mit der tiefen Angst davor: Mt 24,15 ff.
Die Juden und gerade auch die strenggläubigen Pharisäer erwarteten eben ganz anderes von einem Salvator. Heute würden sich manche vielleicht eher von Batman und Robin oder dem "Joker" überzeugen lassen, als an einen Christus zu glauben, der ans Kreuz geschlagen wurde und das auch noch zuließ.
Die wollen lieber einen Hummer- und Panzer fahrenden, panzerfaust-geübten Superbizeps "Sworzeneggr", der die Todesurteile (leider dann auch realiter als Governor of California) unterschreibt, anstatt sie aufzuheben.
Nur Er konnte das tun. Christus, der Gesalbte, der Erlöser, starb nicht für irgendwelche eigenen Verfehlungen am Kreuz sondern für uns Sünder. Und das bezeugte zuletzt auch noch einer, den wirklich keiner verdächtigen konnte, ein religiöser Fanatiker zu sein: der römische Verwalter des besetzten Landes; Pontius Pilatus. Der konnte keine Schuld an Ihm finden, ließ Ihn geißeln und zeigte Ihn dem Volk: "Ecce homo!" (Joh 19,5) - Der höchste Verwaltungsbeamte der heidnischen römischen Besatzer musste das den "gottesfürchtigen" Pharisäern sagen.
Christi Streitgespräche und Gleichnisse mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, in denen sie Ihm Schuld i. S. v. Gesetzesverstoßen nachweisen wollten, sind aufgezeichnet worden in den Evangelien, und es sind genug Zeugen, weit mehr als die zwei oder drei, welche das jüdische Recht eigentlich verlangte. Und man darf auch sicher sein, dass gerade die alles versuchten, die Erinnerung an Ihn auszutilgen.
Aber nicht nur das, GOTT offenbarte Sich nicht den Schriftgelehrten und denen, die es eigentlich erwarteten, dass ER Sich (gefälligst?) an sie zuallererst zu wenden habe, schließlich konnten sie ihre Stammbäume ja bis auf David und weiter zurück verfolgen. ER offenbarte Sich den Armen und Unmündigen, den Kranken und Gebrechlichen, den Verachteten und Belasteten, denen, die oft nicht einmal lesen und schreiben konnten. - Und doch gingen Christi Worte nicht verloren.
Denn der Erbe kam in eine unter Verwaltern aufgeteilte Welt, Er wies Seine Vollmacht nach in Wort und Tat - und sie hatten nichts anderes im Sinn, als Ihn umzubringen, um sich in Besitz des Erbes zu bringen.
Das aber musste sein, um alle Menschen zu lehren, was Schuld ist und wie GOTT ist: ein Vater und kein Gewalttäter. Ein Abba, der Seine Kinder liebt und sie annimmt, der sie nicht mehr liebt, wenn sie sich "lieb Kind machen" wollen, sondern Sich gerade den verlorenen Schafen und dem verirrten Lamm zuwendet und es suchen lässt durch den Guten Hirten.
Aber ER ist auch ein absolut gerechter und erhabener GOTT, dem es ganz gewiss nicht genügt, wenn IHN besonders "schlaue" austricksen wollen, indem sie zwar sagen, sie wollten IHM opfern, dann aber dafür nicht das Beste, sondern die ohnehin schwachen und kranken Opfertiere, auch noch routinemäßig, "opfern". Solche "Opfer" fanden niemals Sein Wohlgefallen und es wird auch von Seinem Zorn berichtet, der ungeheuerlich ist und von einem Torhüter, an welchem niemand vorbei in den Stall zu den Schafen gelangt und dem Gastgeber eines Festmahls. Eingeladen hat ER alle, aber viele hatten viele Ausreden.
Irgendetwas Gerechtigkeit Herstellendes "muss" aber zuvor geschehen, ein gerechter Ausgleich stattfinden. Denn sonst wäre selbst im Himmel die "Hölle los" und Streit und Hader gingen dort wohl weiter. Denn es wäre in der Tat ungerecht, einem Menschen, welcher schon auf der Erde fett gelebt hat - womöglich auch noch auf Kosten anderer - im Himmel dasselbe zu geben wie dem armen Lazarus, der übersät von Geschwüren, sich von den Abfällen der Reichen ernähren musste: Erlösung von der Schuld und ewiges Leben bei IHM.
Ohne sie würde es die gerechte Verdammnis der Übeltäter bedeuten, ewige, unstillbare Blutrache und sie wären für immer vom Himmelreich ausgeschlossen. So ist Christus gekommen, um eben diese Sünder zu rufen. GOTT öffnete uns, die wir alle schuldig werden, einen Weg indem ER Selbst für uns die Rechnung bezahlte, indem Sein Sohn für uns starb und die Schuld derer auf Sich nahm, die an Ihn glaubten.
Christus erklärte das im Gleichnis "Vom reichen Mann und armen Lazarus" (Lk 16, 19-31) wohl gerade auch den Gelehrten, den Philosophen und Denkern, den Schriftgelehrten und Pharisäern: das Gesetz Gottes. Es ist anders als ihre Gesetzlichkeiten, denn es geht vom Absoluten aus und ist doch barmherzig in seiner Beziehung zum Menschen. Christus beantwortet darin, was Sache ist und es ist auch keine Verdammung des Reichen oder eine Vertröstung des Armen, sondern Er beantwortet darin die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes und dem Unglauben.
Denn es ist sogar einer von den Toten auferstanden - und sie kehrten dennoch nicht um: Sein eigener Sohn, Jesus Christus Selbst, der zudem auch noch einen anderen Lazarus von den Toten auferweckte, einen, der "schon roch", dessen Magen- und Darminhalt wohl bereits angefangen hatte, in Verwesung überzugehen. Totengräber wussten früher etwa (und wohl auch heute noch, die Tote umbetten müssen), dass der "Atem" Toter schlecht riecht, wenn sie beim Umheben auf die Trage oder in den Sarg etwa noch einen letzten "Rülpser" machen.
Die Alternative zu Himmel und Hölle wäre, gar nicht an einen absoluten GOTT zu glauben. "Götter" und "Dämonen" aber lassen die alte Frage genauso wieder erstehen. Atheismus, widerspricht aber meinen Erfahrungen, meiner Menschensicht und allem, was ich glaube, bleibt aber dennoch jedem Menschen selbstverständlich unbenommen.
Menschen forderten aber immer schon Zeichen von denen, die ihnen von GOTT erzählten. Als ER dann Selbst in Seinem Sohn zu uns kam, tat der die Zeichen und Wunder, aber sie glaubten Ihm trotzdem nicht, sondern brachten Ihn sogar um. Es lag also offensichtlich nicht an den fehlenden Zeichen, sondern einfach nur an ihrem Unglauben. Es ist ein Angebot und kein Zwang und sie schoben schon zu allen Zeiten vor, erst Zeichen sehen zu wollen, weil sie ohnehin nicht glauben wollten. Denn wer da glaubt, der ist gerettet (Joh 3,18).
Der "Name" bedeutete dabei in früheren Zeiten viel mehr noch als heute auch eine Beschreibung des Namensträgers anhand seiner Eigenschaften oder besonderer Merkmale. Das kann man auch heute noch an vielen Nachnamen erkennen. Sie charakterisierten in einer schnell anwachsenden Gesellschaft Menschen anhand ihrer Tätigkeiten und Eigenschaften.
Die Heilung des besessenen Geraseners
wird in allen drei synoptischen Evangelien berichtet, kann also nicht unwichtig sein (Mt 8, 28-34; Mk 5, 1-20 und Lk 8, 26-39).
Allerdings ist bei Matthäus interessanterweise von zwei Besessenen die Rede, beim etwas älteren Markus-Evangelium und bei Lukas, dem Arzt, nur von einem.
Aber das scheint mir nicht so zentral zu sein, wichtiger ist die Frage, warum erlaubte Christus der Legion "Dämonen" überhaupt, in die Schweineherde zu fahren, warum schickte Er sie nicht zurück in die Hölle? - Alles, was Er tat, tat Er auf Geheiß des Vaters, Er bekannte, von Sich aus nichts tun zu können, sondern die Werke des Vaters zu sehen und sie dann zu tun. Er ist von IHM ausgegangen und kehrte schließlich wieder zu IHM zurück.
Ein Tier kann nicht zwischen "gut" und "böse" unterscheiden, geschweige denn sich frei dafür oder dagegen entscheiden. Es hat kein Gewissen, es folgt nur seinem Instinkt. Es kann weder lieben noch hassen, auch wenn mir hier der Widerspruch vieler Tierfreunde gewiss sein mag.
Aber der Instinkt sagt einfach nur: Arterhaltung und überleben geht vor allem anderen. Einen anderen quälen, weil es Freude macht, Sadismus etwa, ist einem Tier fern. So kann m. E. letztlich auch kein Tier Selbstmord oder einen Mord im menschlichen Sinne begehen.
Die Geschichte von den Lemmingen wird inzwischen längst unter die urban legends gerechnet. Bei einer übervölkerten Rattenpopulation greifen ganz andere Mechanismen zur Regulierung, falls erforderlich. Auch ist ein Wolf in der Lage, sich selbst ein Bein abzubeißen, wenn er in eine Falle geraten ist. Das Schmerzempfinden bei Tieren ist anders als beim Menschen. Aber kein Tier kann seelisch leiden, einfach, weil es keine Seele hat.
Das heißt nicht, dass es nicht quasi "neurotisch" werden kann oder verhaltensgestört bei nicht artgerechter Haltung. Da sollte man m. E. schon sehr genau unterscheiden. Aber ein Tier hat eben kein Gewissen, etwas, was ihm Gewissheit gibt. Nur der Mensch hat es - und kann es verleugnen, weil er die freie Wahl hat, sich für das Gute oder das Böse zu entscheiden.
Das ist ein Privileg des Menschen. Die Mächte aber, die zahlreichen "Dämonen", die in diesem dreimaligen Gleichnis den Besessenen beherrschen, sind gegen das Leben gerichtet. Das zeigt die Tatsache, dass sich die Schweine den Abhang hinunter stürzen und sich im See ersäufen.
Tiere können nicht weiterleben, wenn sie vom Bösen "besessen" sind. Wenn das Gleichnis von den "Dämonen", welche in die Schweineherde fuhren, einen Sinn haben soll, dann m. E. diesen, das zu erklären und vor Augen zu führen.
Sie hatten als Tiere keine freie Wahl, sie mussten sterben. Denn sie konnten nicht gegen das Leben weiter leben. Das wäre wieder paradox. Im Tier ist angelegt, dass es leben will, es ist seine Natur. Jene Mächte aber sind gegen das Leben - und stärker als ein Tier.
Auch stärker als viele Menschen, die ihr Wohl über das anderer setzen, wissentlich anderen Schaden und Schmerzen zufügen, gegen GOTT und Menschen, gegen das Leben handeln - und doch weiter leben. Sie tun diese Lebensfeindlichkeit nicht sich selbst an, sondern richten sie gegen andere. Dabei sollte man wieder gewissenhaft hinsehen, was eigentlich lebensfeindlich ist und zu keinem vorschnellen Urteil kommen.
Ich kann nicht erklären, warum es das Böse gibt und wozu, vielleicht, damit wir das Gute ganz bewusst zu wollen lernen. Christi Worte über den Glauben weisen in diese Richtung, etwa zum Maulbeerbaum zu sagen, dass er sich selbst ausreiße und ins Meer verpflanze (Lk 17,6).
Christus war es also wohl nicht so wichtig, das Böse zu erklären, Seine schwere Aufgabe war, uns die Das Evangelium - Die Frohe Botschaft zu bringen und uns zu erlösen.
Es kam Ihm wohl mehr darauf an, den Selbstbetrug und die Selbstgerechtigkeit aufzuzeigen und uns zu lehren, genauer hin zu sehen und wie wir miteinander in einer menschlichen und fairen Weise liebevoll umgehen können.
Denn Er hat die Feindschaft (Genesis 1, 15), die Gott zwischen die Nachkommen Evas und denen der Schlange gesetzt hatte, die Erbsünde, überwunden und abgetan und uns mit IHM versöhnt. Denn Er hat den Anspruch "satans", dass jeder zu bezahlen hat, der von "ihm" etwas annimmt, so, wie "er" auch mit Gottferne in der "Hölle" bezahlen muss - abgetan und ausbezahlt auf ewig.
"Auge für Auge, Zahn für Zahn" galt das Gesetz, wobei es nicht bedeutete, dass der, welcher einem anderen ein Auge ausschlug, im Gegenzug von jenem oder seinen Rächern, ebenso ein Auge geben musste. Er musste den Wert für ein Auge bezahlen.
Doch Jesus Christus war ohne Sünde. Denn Er war der Erbe, der Sohn, ausgesandt vom VATER. Somit hat "satan", dem nun NICHTS mehr zusteht, einen Unschuldigen getötet, ohne Recht und ohne Grund, ohne Rechtfertigung. Und Christi Opfer, war auch nach den jüdischen Vorstellungen für ein Opfer, ein vollgültiges, eines ohne Makel. Und Er gab dafür allen, die glauben, die Macht, selbst auch zu Kindern GOTTES zu werden. Am großen Zahltag, dem Tag des Gerichts, können sie sich auf Ihn berufen. Dieser Tag ist für einen einzelnen Menschen der Tag seines Todes, seines ganz persönlichen "Weltuntergangs", wenn er vor Ihn tritt. Aber es ist auch von Christi Wiederkehr in Herrlichkeit die Rede.
GOTT wollte uns befreien und uns mitteilen, wie ER ist und Jesus Christus tat SEINEN Willen, obwohl Er wusste, was das für Ihn Selbst Mensch bedeutete. Er war der Sohn, der Erstgeborene, eins mit dem Vater, wie Er es auch Seinen Jüngern sagte. Und Er tat Zeichen und Wunder und gab dem Johannes dem Täufer auch die Antwort, wer Er sei.
"Satan" kann GOTT SELBST nicht angreifen, dazu ist "er" bei all "seiner" ungeheuren Macht, nun wirklich zu klein. "Er" ist kein Gegner für GOTT. - Aber "er" kann Christus bei uns in Frage stellen, Zweifel wecken mit aller Bosheit, Primitivität, Grausamkeit und Gnadenlosigkeit, der "er" fähig ist - und das tut "er" seit mehr als 2000 Jahren.
"Satan" war bereits besiegt, als Christus geboren wurde, eigentlich schon vorher, denn GOTTES Ratschluss ist ewig. Doch tat "er", was "er" tun konnte, Ihn auf- oder gar abzuhalten. "Er", der Fürst dieser Welt, hat Ihm, dem Erben, von Anfang an alles vorenthalten. Denn wo es die Engel wussten und es den Hirten verkündeten, wussten es auch die "Dämonen", wer Er war. - Einen Stall wies Ihm diese Welt zu, statt eines Palastes: es war kein Platz für die hochschwangere junge Frau Maria und ihren Mann Josef in der Herberge zu Bethlehem als der kam, "dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist." (Micha 5,1), der aus der Ewigkeit kam, vom Ewigen, von GOTT.
Dann ein irdischer König, Herodes, der sämtliche Kinder unter zwei Jahren ermorden ließ aus Angst um seinen Thron und seine Macht, nicht wissend, wen er in Wahrheit verfolgte und vor allem nicht, wer und was ihn dazu trieb. - Der Treiber (Sach 9,8 und Jes 14,4 - der Weltherrscher) im Verborgenen, versteckt vor ihm selbst, machte ihn zum Neugeborenen-Mörder, zum angstvollen Lügner, der die drei Weisen aus dem Morgenland nur aushorchen wollte.
Dieser "Weltherrscher" aus o. g. Jes 14, der "Fürst dieser Welt", kam und hetzte die Juden auf, die das auserwählte Volk waren und sind und bleiben. Neid oder gar Missgunst ist da sinnlos, es ist nun einmal das Recht des geistlich Erstgeborenen: aus ihnen kam Jesus Christus.
Wie aber war das möglich, dass sie für einen Menschen, der so viele von ihnen geheilt hatte, ihnen nichts Böses getan hatte, dem sie in Massen nachgelaufen waren, ja dem sie eben noch beim Einzug in Jersualem "Hosianna!" zugerufen hatten - plötzlich "Kreuzige Ihn!" vom römischen Statthalter Pilatus verlangten? - Die Evangelien berichten es fast emotionslos, berichtend, beobachtend.
Der solchen Hass zu erzeugen imstande ist, ist der Hässliche, der Hass selbst. "Er" hatte sie gepackt und nicht mehr losgelassen, bis sie Ihn ermordet hatten. - Hatten sie plötzlich alles vergessen? Warum war plötzlich nur noch das Böse in ihren Herzen mächtig? Nicht einmal der römische Verwalter, dem man gewiss nicht übermäßiges Mitgefühl unterstellen konnte, verstand, warum sie so fanatisch schäumten. Sicher, die Pharisäer hatten sie aufgehetzt, gewiss.
Aber würde das für einem Menschen genügen, den Er von Blindheit, Lahmheit, Verkrüppelung oder gar von den Toten auferweckt hatte? Wäre ein solcher Mensch Ihm nicht dankbar bis an sein Ende? Somit müsste man mit Christus auch alle Wunder anzweifeln und die Bücher des Alten Testaments dazu. Man müsste GOTT leugnen.
"Satan" musste Jesus Christus töten. Es blieb "ihm" nichts anderes übrig - es sei denn, "seine" Macht aufzugeben. - Denn Christus hat die Wahrheit verkündet und das Reich Gottes auf Erden zu den Menschen gebracht - und Er hat und hätte nicht aufgehört damit, Sein ganzes Leben lang. Selbst Seine letzten Worte am Kreuz, die für manche schon als "Beweis" genügen, dass Er verzweifelte, waren das Zitat eines Psalm-Verses: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Ps 22,2)
"Satan" hatte verloren und konnte allenfalls noch etwas Zeit "gewinnen", die aber auch die gute Saat, der Weizen auf dem Acker, zum Wachsen brauchen und nutzen konnte, genauso wie das Unkraut. - Aber gerade auch indem "er" Ihn tötete, wurde das Werk, das kein Mensch geplant hatte, vollbracht. Er gab Sein Leben freiwillig und Er nahm es sich bei der Auferstehung wieder. "Satan" aber muss von da an auf Verlangen immer den vollen Preis für den Sohn Gottes bezahlen.
Wir sind Freigekaufte und das Lösegeld wurde mit Christi Blut und Christi Leib bezahlt, mit Seinem Leben. Das feiern die Christen in der Eucharistie, beim Abendmahl. Es ist aber nicht allein ein immerwährendes Gedenken daran.
Wann ist der Preis wohl abbezahlt? Wann hat ER keine Söhne und Töchter mehr? Und ER versprach Noah etwas (Gen 8,21-22), solange die Erde steht.
Für mich sind die vier Evangelien ausschlaggebend. Alle anderen Bücher, auch Paulus sind da bereits Auslegung. Beachtenswert und hilfreich gewiss, wie alles, was aus dem Geist geredet wird, doch verbindlich ist mir nur einer: Christus Jesus.
Die Rivalitäten und Streitereien (1. Kor 3,4), wer da näher bei Christus sei, sind m. E. längst ausgetragen und waren sogar schon zu Seinen Lebzeiten Streitpunkt. Wer das wiederholen will, mag das tun - aber ohne mich. Ich kann und will da nicht darauf warten, bis die sich geeinigt haben, die zuvor zerteilten.
Christ/in ist für mich, wer an Christus glaubt und sich taufen lässt. Warum sollte ich das einschränken? - Christi Verwandte, Mutter, Schwestern, Brüder sind für mich die, welche Er Selbst als solche bezeichnet hat. (Mt 12,46; Mk 3,31 und Lk 8,19)
Der Vorhang im Tempel zerriß, als Christus Seinen Geist aufgab. Der Vorhang, welcher das Allerheiligste vom allgemein zugänglichen Vorhof trennte. - Wir können nun ohne Umwege zum VATER gelangen und uns dem brennenden Dornbusch nähern. Und über all die Jahrhunderte und Jahrtausende, in denen die Verfolgungen nicht aufhörten, konnte uns das nicht mehr genommen werden.
Die Heilung eines Mannes am Sabbat
Auch diese ist wiederum in allen drei synoptischen Evangelien beschrieben (Mt 12,9; Mk 3,1-6; aber auch Lk 14,1-6; Lk 13,10-17). - Aber in der Einheitsübersetzung (EÜ) und auch anderswo vermisse ich den Bezug auf den Ps 137, wo vielleicht der Grund für die Krankheit des Mannes steht, der auf Jerusalem gelobt und nicht mehr an Jerusalem gedacht hatte. - Ich glaube, Jesus sah diesen Bezug und rief den Mann vielleicht gerade deshalb, eben weil es damit auch um ihre eigene Krankheit ging.
Der Bezug zeigt nämlich auch wieder die Gottvergessenheit der Selbstgerechten, die damit weder besser noch schlechter als der Kranke waren, sich aber herausnahmen, über ihn zu entscheiden, was gut sei. Seine Krankheit war ihnen dabei relativ egal, zumindest zweitrangig, sie stießen sich daran, was Christus tat und lauerten darauf, dass Er diesen Menschen am Sabbat(!) und auch noch im Tempel(!) heilte. - Aber wo sonst und wann sonst, wenn es sich doch noch dazu um eine Krankheit gehandelt haben mag, die im engen Zusammenhang mit ihrem eigenen Glauben stand?
Sie lasen die Schriftrollen, wie heute auch, sie kannten die Trauerlieder und die Psalmen, wer sonst, wenn nicht sie, die Schriftgelehrten und Pharisäer? - Und Christus stellte ihnen eine einfache Frage, über die sie aber die Mäuler nicht aufbrachten, weil so herausgekommen wäre, was ihnen in Wahrheit wichtig war. Es interessierte sie gar nicht, ob der Kranke nun heute, morgen, oder übergestern einen Arzt fände, es war ja nicht ihre Krankheit. Aber es waren ihr Schaf und ihr Ochse, die sie sehr wohl in ihren eng ausgelegten Vorschriften bei einem "Notfall" auch am Sabbat aus dem Brunnen ziehen durften - und das gewiss auch taten. In dem Moment aber, wo GOTT durch Christus handelte, da war für sie plötzlich nur noch eines wichtig: würde dieser Stein des Anstoßes, den GOTT schließlich durch ihren Mord zum Eckstein gemacht hat, am Sabbat heilen, also arbeiten und damit "ihren" Sabbat "entweihen"? -
Er wusste, dass für einen Kranken jede Minute Leid ist, für jene kam es darauf nicht an. So lange es nicht um einen selbst und das eigene Wohlbefinden geht, rührt einen das Leid eines Kranken wohl weniger, wenn es um so wichtige Fragen geht. - Aber Jesus be-rührte es, und das ist der Unterschied.
Im ältesten der drei synoptischen Evangelien, dem Markus-Evangelium, werden auch noch Christi Emotionen beschrieben: "Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz."
Er blickte diese lauernden Wölfe im Tempel damals der Reihe nach an, während die sich schon einig waren: den verklagen wir, sobald sich eine Gelegenheit bietet, der muss weg ... Denn Ihn, den Christus, ließ der Kranke nicht kalt, sondern Er stellte bei anderer Gelegenheit auch noch ganz klar das Gegenteil Ihrer Heuchelei fest: Der Sabbat ist für den Menschen gemacht und nicht der Mensch für den Sabbat.
Und da es sich so mit allen anderen Geboten verhält, hinterließ Er uns auch nur das Eine, aus dem sich alle anderen ergeben: Du sollst GOTT lieben und Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Was haben diese Pharisäer alles unternommen, um Christus doch eine Schuld zuzuweisen, ein Vergehen, einen Verstoß gegen Gottes Gebote. Aber bei allem mussten sie immer wieder erkennen, Er erfüllte das Gesetz, während sie nur die äußere Form taten. Und das machte sie wohl rasend. Er tat den Inhalt, das, was die Zehn Gebote des Mose beinhalteten und bewirken sollten. Er erfüllte das Gesetz und Er heilte und Er versöhnte mit GOTT - und sie hassten und belauerten Ihn dafür. Aber sie hörten dabei wohl doch nicht richtig hin, denn sie hörten nicht, oder wohl besser, wollten nicht hören, dass Er doch sagte, dass Er nicht gekommen sei, um zu richten, sondern um zu erfüllen und gerade auch, um Sünder zu rufen und nicht Gerechte.
Die Sünder aber verstanden Ihn und weil Er extra und gerade wegen ihnen gekommen war und ihnen so viel vergeben hatte, liebten sie Ihn wohl auch mehr als jene.
Wenn einer weiß, was Verfolgung ist, dann der Verfolgte und die Verfolger. Und Jesus war ein Verfolgter, einer, der allein schon deshalb alle Verfolgten versteht. Die Ihn töten wollten, wollten Ihn töten, weil "satan" Ihn töten wollte und dazu ihre Herzen aufhetzte.
Und auch wenn "satan" uns selbst heute noch siebt, so gibt es doch Mittel, nicht durch das Sieb zu fallen, auch wenn "er" es brutal rüttelt: Gemeinschaft - durch Ihn und mit Ihm und in Ihm - heißt es bei der Wandlung in der katholischen Eucharistiefeier.
Die Coburger Protestanten in "St. Moriz" halten sich nach dem Abendmahl an den Händen und bilden so einen Halbkreis oder auch Kreis um den Altar. Auch so ist es doch ebenfalls schwieriger, dass eine oder einer durch das Sieb "satans" fällt. - Aber auch Menschen, die ganz alleine sind, können noch etwas tun, auch wenn gar nichts mehr zu helfen scheint: die Arme - vielleicht nur innerlich - ausbreiten wie Er und beten. - Und "satan" begehrte ja sogar, die Apostel zu prüfen und zu sieben, aber Christus betete für sie.
Hass,
intensives Gefühl der Abneigung und Feindseligkeit gegen Einzelpersonen oder soziale Gruppen (Völker, Minderheiten u. a.), oft als Gegensatz zur Liebe verstanden. Hass kann sich bis zum Vernichtungswillen (tödlicher Hass) steigern, wobei Motive und Eigenheiten des Gehassten beziehungsweise der gehassten Gruppe nicht mehr wahrgenommen werden (blinder Hass); insofern unterscheidet man den Hass vom »gerechten Zorn«. Aus oft unangemessenem Anlass kann eine hasserfüllte Stimmung in einen akuten Hassausbruch münden. Die häufig unbewussten Motive (Angst, verletztes Selbstgefühl, Indoktrination, Umschlagen von Liebe in Hass, die Hassliebe) können bewusst gemacht und in einem Prozess der Selbstaufklärung verarbeitet werden.
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Im Wikipedia steht gewiss noch weitaus mehr, aber soviel kann ich sicher sagen: "Hassliebe" gibt es allenfalls als Musikband in Bayerisch-Schwaben oder als täterschützendes Psycho-Geschwätz. Denn es wird immer eines davon überwiegen, der Hass oder die Liebe.
Ein "Umschlagen von Liebe in Hass", ist Unsinn, es ist als "Liebe" getarnter Hass, Besitzenwollen, Versklaven und Unterdrücken, Manipulieren und Beherrschen, anstatt Annehmen und Lieben.
Angst und Hass jedenfalls gehören immer zusammen, nie tritt - nach meinen Erfahrungen - nur eines alleine auf. Ein Mensch, der hasst, hat auch Angst und ein Mensch der Angst hat, hasst auch - und sei es nur das, was ihm Angst macht. So wie der Hasser vielleicht auch Angst hat, ebenso gehasst zu werden, wie er selbst hasst.
Die Offenbarung des Johannes
Die Offenbarung des Johannes ist ein schwieriges Buch, das ich in Teilen noch nicht einmal für christlich halte, in anderen wiederum durchaus, wie etwa in den Sendschreiben an die Gemeinden. Ein Redemptorist hat die m. W. wohl umfassendste Arbeit dazu geleistet: Er hat sich sein ganzes Leben lang mit diesem Buch der Bibel beschäftigt und ich habe den enormen Wälzer gesehen, den er erarbeitet hat. Es sagt nichts aus über den Wert seiner Arbeit für andere und vor Gott, aber es war wohl eben das seine Aufgabe.
Denn die Offb wird schließlich auch als das große Trostbuch der Kirche beschrieben, wenn sich in großer Not Menschen dazu flüchten, dass schließlich eines Tages Gerechtigkeit geschehen wird, wenn Christus wiederkommt und Gericht halten wird. Jedoch ist die Frohe Botschaft keine billige und ungerechte Jenseits-Vertröstung. Denn Christus zeigte uns in allen Seinen Gleichnissen und Taten immer wieder, dass das Himmelreich in Ihm schon zu uns gekommen ist.
Die Offenbarung des Johannes ist aber auch für andere, etwa die Zeugen Jehovas, ein wichtiges Offenbarungsbuch, wenngleich es diese Bibelforscher wohl nicht über die Evangelien setzen, wie etwa die Mormonen ihr Buch Mormon so hoch schätzen, dass es bei ihnen in Zweifelsfällen über der Bibel stehen soll.
Ich mache es mir da am allereinfachsten: für mich ist jeder Mensch Christ, der an Christus glaubt und sich mit Wasser taufen lässt. Denn nur, wer aus Wasser und Geist neu geboren wird, kann in das Himmelreich gelangen (Joh 3,5). Und: GOTT zieht Seine Zusage niemals zurück.
Ich persönlich glaube, dass die sieben Sendschreiben durchaus christlich sind, während wieder andere Dinge tief von jüdischen Glaubensauffassungen geprägt sind und auch archaische Bilder enthalten, welche im Alten Testament etwa bei Daniel, aber auch weltweit bei anderen Kulten auftreten und oft mittels ("heiliger") Drogen oder/und exzessivem Fasten hervorgerufen wurden und in nichtchristlichen Kulten wohl auch noch werden. Drogen aber beschreiben nicht die oder eine Realität von vielen, sondern allenfalls einen Teil ein und derselben Wirklichkeit.
Da sie jedoch die Wahrnehmung beeinflussen und diese als Teil der menschlichen Evolution im Verlauf von Jahrmillionen optimiert wurde, halte ich persönlich es nicht nur grundsätzlich, sondern gerade auch im Hinblick auf die Suche nach GOTT in einer immer komplexer werdenden Realität eher für hinderlich, dazu Drogen einzusetzen.
So ist auch nicht die Offenbarung des Johannes meine Glaubensmitte, oder das Alte Testament und das Buch Daniel u. a., oder noch andere Bücher, sondern allein das Evangelium Jesu Christi vom Kommen des Reiches Gottes. Das ist die Hauptbotschaft: das Reich Gottes kommt. - Somit wäre mir sogar das tausendjähriges Friedensreich der Offenbarung, auf welches sich wohl auch die Nazionalsozialisten im Dritten Reich bezogen hatten, eigentlich noch viel zu wenig.
Teile dieses Offenbarungsbuches sind m. E. schon mehrfach erfüllt worden, und werden immer wieder erfüllt, bis ER sagt: es ist genug. Denn bei manchen darin beschriebenen Dingen handelt es sich um z. T. sehr komplexe Mechanismen, die aber immer wieder, wenn auch in Variationen, auftreten. Und wohl auch immer vor großen Ereignissen kann man sie feststellen, so wie gewiss auch irgendwann der "Doomsday-Mechanismus" in Gang gesetzt werden wird und der Beginn vom Ende, welches aber ein neuer Anfang sein wird.
Aber das macht Menschen Angst und das sollte es nicht, im Gegenteil. Denn wenn der Christus wiederkommt, wird das sein wie ein Blitz, der um die ganze Erde geht, von dem einem Ende des Himmels zum anderen (Mt 24,27 und Lk 17,24). - Den Zeitpunkt des Endes aber kannte nicht einmal der Sohn zu Seinen Lebzeiten, nur der Vater. Nun aber, da Er ja auferstanden und zum VATER zurückgekehrt ist, weiß es sicherlich auch der Sohn.
Die Apokalypse des Johannes ist mit ziemlicher Sicherheit gegen Ende der Regierungszeit des römischen Kaisers Domitian (81-96 n. Chr.) geschrieben worden, also im 1. Jh. nach Christus. Es mindert ihren Wert für mich in keiner Weise, wenn ich weiß, dass die Amts- und Hochsprache der damals bekannten "zivilisierten" Welt Latein war. Und darin hieß sex schon immer die Zahl "6" und sexus = das "natürliche Geschlecht" (im Ggs. etwa zum grammatikalischen).
Somit ist auch das Geheimnis um das Tier 666 (Offb 13,18), um welches manche Menschen so ein Zinnober machen, für mich und meinen Glauben an Christus eigentlich keines. Ich brauche auch keine kabbalistische Zahlen-Deutung oder mich auf den grausamen Christenverfolger-Kaiser Nero zu beschränken. Wer mehr will, kann ja selbst berechnen und recherchieren, mir genügt das.
Wir leben nicht in der ersten dekadenten Welt-Gesellschaft, in welcher der Mensch oft auf sein Geschlecht (sexus) reduziert wird und ihn Sexualität, die zur internationalen Währung und wahre Liebe zur Ware Liebe wurde, letztlich vom Menschsein mehr entfremdet als verbindet. Sexualität weder über- noch unterzubewerten, ist sicherlich keine leichte Sache und weder die Askese noch Hedonismus wurden erst gestern erfunden.
Da aber dieses Buch Eingang in die Bibel gefunden hat, hat es dadurch ganz sicher auch noch eine über das Offenkundige hinausgehende, transzendente Bedeutung, der ich aber an der Stelle nicht weiter nachgehen will.
Die alten Propheten und "der falsche Prophet"
Die Funktion der alten Propheten und vor allem auch die des Hirtenamts und der Priester der Kirchen haben heute in den großteils säkularisieren postmodernen Gesellschaften vielfach die Wissenschaftler, die Ärzte jeder Art und die vielfältigen Psycho- und Sozio-Berufe übernommen. Sie sind es heutzutage, welche sich mit der Seele und dem Verhalten des Menschen beschäftigen und es in einem in ihren Augen "richtigen" Sinne auch zu steuern versuchen.
Viele aber dieser neuzeitlichen "Propheten" sind wohl noch immer der Meinung, für ihr Bild vom Menschen als einen hochentwickelten, aber ggf. beliebig manipulierbaren Affen, gar keinen Gott zu brauchen. Nicht wenige haben sich als "Mietlinge" verdingt, die sich schnell der Täuschung und Lüge bedienen, wenn es denn vermeintlich dienlich ist. Doch sind sie dadurch in Teilen selbst zu Irrlehrern geworden, zu "Lügen-Sagern", welche die Lügen des "Ober-Lügen-Sagers" weiter zu verbreiten beitragen - und das ist nicht zuletzt die Leugnung Gottes und des Evangeliums.
"Prophet" heißt im griechischen Urtext wörtlich übersetzt eigentlich einfach nur "Wahrheit-Sager". Womit dann ein "falscher Prophet" einfach nur ein "Lügen-Sager" ist, dem halt viele glauben. Das könnte auch hochgeschraubten Erwartungen an einen zu erwartenden großen "Irrlehrer", sei es eines "Hell-" oder "Schwarzsehers" auf den Boden der Realität zurückholen. Denn derer gab es schon viele in der Geschichte der Menschheit und immer verleiteten sie die Menschen zum Bösen, führten sie in die Irre, in Kriege, Not und Elend. Sie übersehen aber elementar wichtige Dinge, weil Hass und Angst bekanntlich auch blind machen, und werden zu blinden Blindenführern.
Der Beginn aber, das Böse zu verstehen, ist m. E. bereits der Anfang der Barmherzigkeit Gottes, die uns zur Versöhnung führen will. Die Psychoberufe haben zu diesem Verständnis gewiss manches beigetragen, bevor sie sich selbst überhoben, indem sie meinten, auf Gott nicht nur ganz verzichten zu können und Glauben als etwas Krankes "behandeln" zu müssen, sondern den Menschen als bloß hochentwickeltes Tier zu sehen und dabei Täuschung und Lügen, Fakes und Manipulationen ungestraft benutzen zu dürfen.
Doch das Evangelium ist keine ungerechte Jenseits-Vertröstung, sondern schon in diesem Leben, auf dieser Welt wird das Reich Gottes Gestalt annehmen - wenn wir es glauben und es wollen. "Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn ..." wird als besonders wichtige Aussage auch in allen drei synoptischen Evangelien gesagt. (Mt 17,20; Mk 4,30-32 und Lk 17,6;)
Geisterbeschwörungen und andere Riten Christus machte auch aus der Prophetie kein großes Brimborium oder gar Geheimnistuerei, sondern erklärte ganz einfach, worauf diese und das Gesetz Gottes beruhen und woran sie hängen: an dem einen Gebot, Gott und seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst.
Sie ist also mitnichten davon abhängig, irgendwelche Opfer zu bringen, Gott bestechen, oder gar herbeizitieren und IHN instrumentalisieren zu wollen, oder komplexe Riten "richtig" durchzuführen, die "richtigen" Zutaten zu haben für "Zaubersprüche", "Zaubertränke" oder "Wahrheitsdrogen".
Paulus trieb sogar einmal einen Wahrsagegeist aus, der den Herren der "besessenen" Magd sehr viel Geld eingebracht hatte (Apg 16,16) und auch die Geschichte von den Devotionalienhändlern ist in der Apostelgeschichte überliefert (siehe Frontseite, "Aufruhr des Demetrius").
Es hatte wohl durchaus seine Gründe und im Alten Testament stand für manche Vergehen, etwa Nekromantie (die Toten befragen) die Todesstrafe, gewiss aus gutem Grunde. Denn die Menschen hatten sehr lange Zeit Erfahrungen mit solchen und vielen anderen Praktiken gesammelt. Und da offensichtlich selten oder nie etwas Gutes dabei herausgekommen ist, mussten sie wohl oder übel wenn, dann heimlich weiter praktiziert werden.
Wenn die Toten - setzt man ein Totenreich voraus - keinen Eingang gefunden haben zu Gott, werden sie also ziemlich sicher nicht vom Guten reden bzw. der ganzen Wahrheit, da sie die ja nicht kennen und im Maß ihrer Schuld vom Guten nichts wissen, da die Dunkelheit ihre Erkenntnis des Lichts verhindert.
Das mag sich dann durchaus so verhalten: Menschen, welche an Christus glauben und somit, dass Er unsere Schuld getragen und bezahlt hat, können frei von aller schweren Last durch das Nadelöhr ins Himmelreich eingehen. Denn GOTT ist nur gut, nur Licht und nichts Böses kann zu IHM gelangen. Also müssen Menschen, die zu IHM wollen, irgendwie diese Last loswerden. Und das tat Christus: Er trug die Schuld aller Menschen hinauf ans Kreuz und indem "satan" Ihn töten ließ, war "er" ausbezahlt für ewig. Denn Er war ohne Schuld, der Sohn, der zu uns kam in der Vollmacht des Vaters.
Aber es gibt doch auch gute Nichtchristen, was ist dann mit denen? Selbst die besten Pharisäer hatten nur einen Teil der Wahrheit, denn auch sie waren Sünder. In Christus hat der VATER uns aber die ganze Wahrheit gebracht, denn Er kam in der Vollmacht dessen, der Ihn gesandt hatte und Er beantwortete dem gefangen liegenden Johannes dem Täufer dessen Frage auch, wer Er sei und ob sie vielleicht auf einen anderen warten sollten.
Ich glaube, dass unvergebene Schuld gesühnt werden muss und wird, hier auf Erden schon oder dann eben in der "Hölle". Denn Gott ist gerecht, aber mehr noch als das, ER ist auch barmherzig. Unvergebene Schuld kann auch nicht vergessen werden. Doch gegen die Unversöhnlichen, hilft uns Christus, der uns auch mit Gott versöhnt hat.
Manche Christushasser mögen sogar auf die Idee gekommen sein, aus der Bergpredigt (Die Seligpreisungen) abzuleiten, man brauche Christen nur richtig zu quälen und zu verfolgen, um Gutes von ihnen zu erlangen, denn das "müssten" die ja schließlich tun. - Abgesehen davon, dass auch eine Zurechtweisung durchaus etwas Gutes sein kann für solch primitiven Ansichten, darf der Verweis auf Mt 7,6 und andere Stellen (etwa Mt 15,2) auch nicht unter den Tisch fallen, der eine Warnung davor ist, Perlen vor Schweine und Hunde zu werfen. Als ("ungläubige") "Hunde" wurden zu Christi Zeiten durchaus etwa die Samariter angesehen. Was Christus von der Pauschalisierung hielt, zeigt das Beispiel vom barmherzigen Samariter.
Der Bosheit fallen immer neue Gemeinheiten ein und es wäre müßig, sie alle aufzählen zu wollen. Solange es Menschen gibt, wird die Dummheit wohl nicht aussterben und sich immer wieder Leute finden, die zuvor in die Quelle hineinpinkeln, bevor sie aus ihr trinken, oder Becher zerbrechen, um an Wasser zu kommen. Es gibt eben auch kaum etwas, das dem Bösen "zu dumm" war und ist, um damit Christen zu verfolgen. Und dass das keineswegs jene als "Ungläubige" Verachteten sein müssen, auch darauf hat Christus wieder einmal in Seinen Weherufen gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer hingewiesen. Die Borniertheit und Vernageltheit kennt dabei offensichtlich keinerlei Grenzen.
BTW: Gerade auch die harte Ausdrucksweise von den "Hunden" ist für mich auch ein Hinweis auf die Authentizität des Verfassers, den man in dem (des Schreibens und Lesens kundigen, was noch im Mittelalter keineswegs selbstverständlich war) Zöllner aus Kafarnauum annimmt, den Jesus nach Mt 9,9 und 10,3 in den Kreis der Zwölf berief. Matthäus setzt ihn mit dem Levi des Markus- und des Lukasevangeliums gleich (vgl. Mk 2,13-17; Lk 5,27-32). Nach alter kirchlicher Überlieferung soll Matthäus als erster ein Evangelium in hebräischer Sprache verfasst haben. Als Verfasser nimmt man heute einen uns nicht näher bekannten judenchristlichen Lehrer (evtl. ein Levit) an, der noch Schüler der Apostel war, was natürlich auch sein kann und ebenfalls dieser Begründung standhielte.
Zum Alten Bund
Auch wenn Menschen nicht an den Neuen Bund, das Neue Testament glauben, gibt es dennoch keine Herrschaftslosigkeit. Denn den Alten Bund hat GOTT nicht nur mit den Alten geschlossen, sondern mit allen Menschen. - ER hat Seinen Geist in uns gelegt.
Wenn es im alten Priestergesetz des Numeri, heißt "... von zwanzig Jahren an und darüber, was wehrfähig ist ..." (4. Mose 1), sollten da nicht alle, denen die Schrift etwas gilt, das Alter für Soldatinnen und Soldaten dahingehend begrenzen?
Für die Christen gilt dabei sozusagen noch die "verschärfte Version": würde ich es wollen, dass mein Kind mit weniger als 20 Jahren, oder überhaupt in den Krieg zieht? - Kinder und Jugendliche sollen wachsen und gedeihen.
Es ist ewig schade um jedes Wesen, und wenn man bedenkt, dass vielleicht gerade die oder der Tote die Anlagen und Fähigkeiten, die Talente(!) dazu hatte, in seinem Leben das Medikament gegen den Krebs, gegen Aids zu finden - oder einfach "nur" einen anderen Menschen glücklich zu machen, berauben wir uns nur selbst eines unendlich kostbaren Schatzes. - Dagegen werden "Kindersoldaten" weltweit benutzt und die so etwas tun, zeigen damit, wessen böser Geist sie in Wahrheit beherrscht. - An ihren Werken sollt Ihr sie erkennen.
Im Kleinen wie im Großen finde ich es richtig, wenn in der Tat kein junger Mann unter 20 Jahren zum Kriegsdienst aufgefordert wird. - Es macht auch noch lange kein kleines "Männchen" zum Mann, wenn es andere angreift und verletzt oder tötet. Denn das kann wirklich jedes 'kleine Arschloch', dessen einzige Entwicklung manchmal leider halt nur darin besteht, irgendwann zu einem großen zu werden. Was für eine Verschwendung!
Wer sich allerdings als über Zwanzigjähriger selbst zum kleinen "Judas" macht und z. B. unerlaubt Bild- und/oder Tonaufzeichnungen macht, der hat sich entschieden und sollte sich nicht wundern, wenn er ggf. dann auch dafür zu zahlen hat, etwa das Handy oder mehr weg ist. - Das Böse ist dabei leider, dass unter den kleinen und großen "Judassen" immer auch andere unschuldig leiden. Sie verkaufen immer mehr als "nur" sich und andere - für einen lächerlichen "Lohn".
Christus nannte "ihn" den Vater der Lüge (Joh 8,44), aber mahnte uns gleichzeitig auch, uns selbst nicht "Vater" nennen zu lassen, warum?
Im Vorderen Orient
wird noch heute dem väterlichen Begriff Abu/Abba eine Schöpferkraft zugesprochen. So wurde etwa ein als Terrorist gesuchter "Abu Nidal" mit diesem Kampfnamen als "Vater des Krieges" bezeichnet. Christus aber wollte alle Ehre für GOTT und wies darauf hin, dass alle Schöpferkraft von IHM stammt und wir etwas bescheidener sein sollten mit unseren "Ehrennamen", wo sie ausdrücken sollen, dass wir Urheber von irgendetwas sein sollen.
Denn das könnte ungeahnte Folgen haben, wenn etwa die "Kinder des Krieges" plötzlich ihre Rechte einforderten von eben jenem "Vater des Krieges". - Könnte er sie ihnen wirklich allen gewähren, oder käme er nicht in Versuchung, sie womöglich als "illegitime" zu verleugnen, um nicht für ihren vielleicht sehr großen Schaden aufkommen zu müssen? - Es gibt ja bekanntlich das alte Sprichwort "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein, dagegen sehr."
Es ist ein ernstes Thema, aber auch der Humor kommt von GOTT, da bin ich mir ganz sicher.
Christus legte halt m. E. gerade auch da Wert darauf, klarzustellen, dass allein GOTT die Ehre gebührt, Urheber zu sein. Auch Sich Selbst hat Er nicht so bezeichnen lassen, aber als Meister in der Vollmacht des Vaters und unser Lehrer. Und Er unterschied dabei wohl gerade auch die geistige Vaterschaft, wes Geistes Kind eine/r ist. - Die leibliche lässt sich inzwischen mittels Gentest sehr sicher feststellen, die geistige aber nur anhand der Werke. Das ist aber eine ebenso sichere Methode und Jesus erklärte uns auch warum das so ist: aus bösen Herzen stammen die bösen Werke.
Gottesbeweise,
die auf verschiedenen Wegen intellektueller Reflexion unternommenen Versuche, das Dasein Gottes ohne Rückgriff auf die Offenbarung allein aus Gründen der Vernunft zu beweisen. Sie nehmen die natürliche Erkennbarkeit (Vernunfterkenntnis) Gottes an und schließen aus der Bewegung, der zweckmäßigen (vernünftigen) Ordnung der Welt und dem Vorhandensein von Gottes- und allgemeinen Moralvorstellungen in allen Völkern (einem allgemeinen moralischen Gesetz) auf Gott. Philosophie und Theologie haben besonders folgende berühmte Gottesbeweise hervorgebracht: 1. Den kosmologischen Gottesbeweis (Aristoteles, Thomas von Aquin), der sich auf das Kausalprinzip stützt und aus der Bewegtheit alles endlichen Seienden auf einen unbewegten Beweger, aus der Kette von Ursachen und Wirkungen auf eine erste Wirkursache schließt. 2. Den ontologischen Gottesbeweis, der den Begriff »Gott«, wie er im menschlichen Bewusstsein vorfindbar ist, analysiert: Gott sei das, worüber hinaus nichts Vollkommeneres gedacht werden könne; da in Wirklichkeit zu existieren vollkommener sei als nur in Gedanken zu existieren, müsse Gott wirklich sein (Anselm von Canterbury, R. Descartes). 3. Den teleologischen Gottesbeweis (so bei Augustinus), der sich auf das Finalitätsprinzip stützt: Der Mensch sei auf ein absolutes Ziel beziehungsweise Gut hin orientiert; so müsse dieses Ziel existieren. 4. Den noologischen Gottesbeweis, der annimmt, dass die Vernunft in ihrer Intention immer das Unendliche als das Wahre und Gute voraussetze, im Denken damit ein Weg zu Gott gegeben sei (Augustinus, R. Descartes, G. W. Leibniz). 5. Den moralischen Gottesbeweis (I. Kant), der aus dem Vorhandensein einer moralischen Weltordnung auf Gott als den Garanten des sittlichen Ausgleichs von Tugend und Glück schließt; Gott könne also nicht rational bewiesen, sondern müsse als Möglichkeitsbedingung sittlichen Handelns postuliert werden. Für die katholische Theologie gehören die Gottesbeweise zur natürlichen oder Vernunfterkenntnis Gottes, die den übernatürlichen oder Offenbarungsglauben an Gott vorbereitet, in der evangelischen Theologie spielen sie nur noch eine historische Rolle.
© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG
"Mein Gottesbeweis"
Bekanntlich gibt es ja keinen "wirklichen" Beweis. Aber es gibt für mich so starke Hinweise darauf, dass ich es in meinem Leben als bewiesen ansehen kann. Und so nehme ich von den aufgeführten jeweils nur etwas für den "meinen".
Der erste, kosmologische, ist wie gesagt schon durch die Frage nach dem, was vor dem Urknall war, "bewiesen".
Selbst abgeklärte Wissenschaftler nehmen bei der Frage, was denn vor dem Urknall gewesen sei, Zuflucht zu einer "Entität", einer Wesenheit.
Gut gefällt mir auch der zweite, ontologische, von Canterbury, der von der Vollkommenheit Gottes ausgeht. Es ist vollkommener, wirklich zu existieren als nur in unseren Gedanken als Idee zu existieren. - Wow, kann ich da nur sagen.
Der dritte, teleologische, und der vierte, der noologische, sind für mich auch bestechend. Allein, dass wir nach GOTT fragen und suchen, ist zumindest schon ein starker Hinweis, dass es IHN geben muss, den Christus letztlich sogar noch bestätigt hat: wer sucht, der findet, wer anklopft, dem wird aufgetan.
Gottesbeweise sind weder für die Katholiken noch für die Protestanten nicht so wichtig wie die Offenbarung und so halte ich es in etwa auch, wenngleich man schon Antworten braucht für intellektuelle Zweifler, die ebenfalls - und gerade - durchgeschüttelt werden können.
"Meinen Gottesbeweis" schaffe ich allerdings es nur, indem ich einen Begriff aus der Thermodynamik etwas zweckentfremde und vereinfache: den der Entropie.
Alle unbelebte Materie strebt dem absoluten Nullpunkt, dem Stillstand der Atome zu, indem Energie frei wird bzw. "verloren" geht. Eisen z. B. nimmt ein niedrigeres Energielevel an, wenn es rostet. Es ist dann nicht mehr so reaktionsfähig wie zuvor, hat Energie verloren und ist energetisch dem Nullpunkt näher gekommen. Und das geschieht mit aller unbelebter Materie.
Das genaue Gegenteil aber ist das Leben. Es entwickelte sich vom wenig organisierten Einzeller hin zum höchst komplexen Vielzeller Menschen. - Physikalisch könnte man vielleicht sagen, das bedurfte Energie, einer Kraft oder Macht, die das Leben voran brachte, dahin steuerte.
Auch wenn wir als Individuen sterben, so ist doch das Leben an sich dieser Entropie, der Entwicklung hin zum Stillstand des absoluten Nullpunkts, entgegengerichtet. Woraus ich schließe, dass dahinter eine Kraft stecken muss, die es voran bringt, ein Plan und ein Wille.
Ich will damit nicht an einer philosophischen oder sonstigen Diskussion teilnehmen, dazu habe ich wohl auch in der Schule zu wenig aufgepasst, und andere können das weitaus besser als ich.
Der Kreationismus etwa mag gedeihen, nur nehme ich weder den, noch die Einstellung derer an, die daran festhalten wollen, dass der Mensch nur ein hochentwickeltes Tier ist. - Christus hat auch das versöhnt und wer sich ernsthaft damit befasst, wird daran wohl nicht vorbei kommen. Wir sind sowohl Nachkommen Evas als auch der Schlange, wir werden schuldig, aber wer glaubt, der ist auch erlöst und gerettet - ein für allemal.
Denn wenn man von der modernen, wissenschaftlichen "Schöpfungsgeschichte" mit Ursuppe, Blitzen und ersten Aminosäuren ausgeht, ist die uralte biblische Kosmologie überraschend aktuell. Denn im ersten Buch Mose, der Genesis, heißt es bekanntlich "... Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern ...". In Urfassung heißt der Begriff aber, "... brütete über den Wassern", was erstaunt, denn "Brüten" heißt doch genau genommen, die Umweltbedingungen so zu verändern, dass das (neue) Leben aus dem Ei schlüpfen kann.
Am Anfang war das Wort ...
GOTT schuf die Welt (alles also) aus SICH Selbst heraus. Also ist alles Geschaffene von GOTT und von daher nicht abzulehnen und noch mehr: wir leben in IHM. Auch deshalb steht es keinem Menschen zu, einen anderen "gottlos" zu nennen, weil es gar nicht möglich ist, das zu sein. - Aber, es ist dennoch möglich, "Nein" zu IHM zu sagen, ungehorsam gegen Gott zu sein. Nur, wer dieses "Nein" sagt, der muss auch die Folgen tragen, seien es private, persönliche oder auch große, gesellschaftliche, gar Klima- oder andere Katastrophen.
Ich darf diese "Wesenheit" GOTT nennen, ich muss es nicht, mehr noch, ich darf IHN, der so groß ist, dass der Saum Seines Gewandes den ganzen Tempel füllt (Jes 6,1) Abba nennen, ja IHN sogar anrufen, IHN zu Hilfe rufen. Und ER kommt, gewaltig und mächtig, oft anders, als wir meinen und uns erhoffen, aber ER lässt uns nicht im Stich.
Denn Abba heißt Papa, und diese Silben werden auf der ganzen Welt verstanden und bei zahllosen Völkern ähnlich ausgesprochen. Es ist eigentlich ein Kosename und bedeutet einen Vater, der seine Kinder nicht nur streng erzieht und züchtigt, wenn nötig, sondern ihnen großzügig liebend zugetan ist, das Allerbeste für sie will, den verlorenen Sohn mit kostbaren Gewändern bekleidet und ihn nicht verstößt. Davon hat Christus uns berichtet.
ER ist nicht nur ein ehrfurchtgebietender Vater, sondern dem Menschen noch viel näher zugetan als dieser zürnende und strafende HERR, der ER ebenfalls ist, vermuten ließe. ER ist auch der "HERR der Heerscharen" - und das beschränkt sich gewiss nicht nur auf die himmlischen. ER ist der HERR über alles und alles ist SEIN Eigentum.
Die Frage aber war, wenn alles von IHM und in IHM ist, was bleibt dann für "Satan"? - NICHTS
Und genau das ist "er" auch. "Er" ist in der Nichtexistenz, so paradox es auch klingen mag. "Er" ist der "ungerichtete" (i. S. von "richtungslos", nicht konkretisiert, wie ein Pfuhl eben) böse Wille, der gegen die Schöpfung gerichtet ist, vor allem gegen das Leben und damit gegen GOTT. Und der will in die Existenz treten, will sein, wie GOTT ist. Das aber kann "er" nur durch Menschen. Nur durch Menschen kann "er sich" ausformen, Gestalt und Form annehmen, konkret werden.
Nicht der Willi ist böse, sondern der Wille, der ihn beherrscht.
Wenn es eines Menschen innerstes Ziel ist, einen anderen oder alle seine Nächsten unglücklich und gescheitert zu sehen, wenn er sich an deren Angst, Leid und Not geradezu weidet und ihn nur das zu "befriedigen" scheint, ist dessen Wollen für mich nicht einfach nur "krank", sondern ich bezeichne es - auch wenn es nicht political correctly sein mag - als das, was es ist: vom Bösen.
Ich habe es und auch "seine" Macht, andere zum Bösen zu verführen, sehr gut kennen gelernt und kann sagen, dass es m. E. falsch ist, solchen Leuten "ihren Willen" auch tun zu lassen.
Das bekannte "St. Florians-Prinzip" - "Heiliger St. Florian, verschon' mein Haus, zünd' andre an!" - ist dabei auch nicht einfach nur die Haltung des Jedermann aus Max Frischs »Biedermann und die Brandstifter« (1958), es verleumdet auch noch den Heiligen Florian, kein Helfer, sondern selbst ein Brandstifter zu sein. - Auch so funktioniert das Böse, das GOTT als einen strafenden und rächenden Gott verleumden will, während Christus von einem liebenden Gott Kunde brachte.
Am Ende aller Zeiten aber wird es "das Böse" nicht mehr geben, so wird GOTT auch "satan" aus "seiner" sich in die Existenz sehnenden Nichtexistenz erlösen.
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(Seite zuletzt geändert: 02.12.2010, 11:14 Uhr)
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