| 2/2008: Degenhard, M.: Die Familie Lingmann im Raum Gerresheim im 17. und 18. Jahrhundert Kaldenbach, J.: Düsseldorfer Dienstbotinnen in niederländischen Bevölkerungslisten „Verzeichniß der Einsaßen der Pfarrei Elsen bei der Hausnummerirung anno 1838“. Teil 2: Orken und Noithausen Kuth, H.: Stellvertretervertrag von 1811 aus dem Alt-Archiv Mettmann Degenhard, M.: Kopfsteuerliste von Ratingen 1663 (Schluß) |
3/2008: Degenhard, N.: Oidtman-Medaille für unser Mitglied Alfred Strahl Kuth, H.: Liste der Mettmanner Bürger, die 1742 Einquartierungsgeld erhalten haben Kremer, R. u. C.: Gründung eines Rauch-Vereins: die Gesellschaft „Dampf“ in Düsseldorf Schroff, H. J.: Militärdienst für die Franzosen - Heerdter Bürger 1801-1814 Neukirchen, Th.: Die Familie Camp aus Düsseldorf Sebetzky, H.: Status Parochiae ad S. Lambertum (1807), (= Status animarum) |
![]() |
| Aus dem Totenzettel meines Ururgroßvaters (Anm.: des Rolf Kremers) geht hervor,
daß er Mitglied der Gesellschaft „Dampf“ war. Bei dieser
Gesellschaft standen wir zunächst vor einem Rätsel. War er etwa Mitglied in einem Verein, der sich in seiner Freizeit mit
Dampfmaschinen beschäftigte? Von Berufs wegen konnte er nicht mit Dampfmaschinen zu tun haben, denn wie die meisten
männlichen Mitglieder der Familie war er Schreinermeister. Im Stadtarchiv Düsseldorf wurden wir dann aufgeklärt: bei der Gesellschaft „Dampf“ handelte es sich um einen am 5. April 1888 gegründeten Rauch-Verein. Zum Vorstand gehörte der Ururgroßvater Hubert Creson, der die Funktion des zweiten Vorsitzenden übernommen hatte. In den gehorsamst zur Genehmigung eingereichten Statuten wurde festgelegt, daß der Verein jeden Donnerstag von 8.00 bis 11.00 Uhr abends in der Schankwirtschaft Fromm auf der Immermannstraße in Düsseldorf zur gemütlichen Unterhaltung zusammenkommen wollte. Hierbei sollte die Pfeife die Hauptrolle spielen, jedoch waren Politik und Religion bei diesen Unterhaltungen streng ausgeschlossen. Der Verein bestand aus ordentlichen Mitgliedern (Rauchern). Ausnahmsweise wurden auch Nichtraucher aufgenommen. Der Vorstand bestand aus sechs Personen. Das den Statuten beigefügte Mitgliederverzeichnis enthielt insgesamt 17 Personen. Die meisten wohnten auf der Immermannstraße und der Carlsstraße. Die Berufe, im Mitgliederverzeichnis Stand genannt, waren vielfältig. Vom Bildhauer über Handwerksmeister, Geometer, Händler, Fabrikmeister, Kutscher, Landarbeiter etc. war eine große Bandbreite an Berufen vertreten. Jedes Mitglied hatte monatlich 50 Pfg. zu zahlen. Neu aufgenommene Mitglieder zahlten eine Mark Eintrittsgeld. Die Beiträge wurden verwendet zur Anschaffung von Utensilien des Vereins, zur Abhaltung von Vergnügungen und zum Kauf von Tabak, der den Mitgliedern frei geliefert wurde. Eine Pfeife hatte sich jedes Mitglied auf eigene Kosten anzuschaffen, doch mußte dieselbe mit den Pfeifen der anderen Mitglieder gleichartig sein. Bei Abstimmungen der Vereinsmitglieder entschied die „Ballotage“, d.h. eine Abstimmung durch verdeckte Abgabe von weißen (ja) und schwarzen (nein) Kugeln. In § 18, es war der letzte der Paragrafen, wurde bestimmt, daß im Falle der Auflösung des Vereins das Vermögen an die Armenkasse Düsseldorf fallen sollte. Bei den Recherchen hatte uns die Schreibweise des Namens Creson erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Erstmalig wurde dieser Name im Kirchenbuch von St. Mauri in Grevenbroich-Hemmerden im Jahre 1767 erwähnt, hier schrieb er sich „Creeuzo“. Bei den Eintragungen der Taufe dreier Kinder in den Folgejahren bis 1780 schrieb der Pfarrer auch einmal „Creuzo“. Im Jahre 1808, und diesmal die Eintragung einer Taufe in St. Maximilian in Düsseldorf, wurde daraus „Kreuso“. Danach wurde der Name „Creson“ geschrieben. Bis heute ist diese Schreibweise beibehalten worden, dachten wir. Doch die Gesellschaft „Dampf“ hat uns um zwei weitere Varianten bereichert. In der Todesanzeige heißt es „Crèson“. Der Ururgroßvater selbst hat handschriftlich in den Statuten zweimal „Crèzon“ geschrieben. |
|
Im Heft folgt eine Liste der Mitglieder der Gesellschaft „Dampf“. |
| Die Navigationsleiste fehlt? Dann klicken Sie bitte hier ! |
Datum der letzten
Änderung: 10.01.2009
© Hans-Hermann Kalberlah