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Jennifer Lopez ist nicht der erste Star lateinamerikanischer Herkunft, der im US-Showbizz für Furore sorgt. Aber sie ist die Schönste. Und die Erste, die unter eigenem Namen antritt. Bis vor kurzem rühmten kurzsichtige Filmkritiker süffisant ihr wohl proportioniertes Hinterteil, inzwischen lauscht alle Welt ihrer vorzüglichen Stimme. Mit Songs wie "If you had my love" und "Let's get loud" stieg Jennifer Lopez zum Superstar auf.

Trotz großartiger hispanischer Sängerinnen wie Gloria Estefan sorgt es in den USA immer noch für Wirbel, wenn jemand wie Sie Erfolg hat. Die "New York Daily News" meinten, Ihr Aussehen erinnere an eine typische Latina-Schlampe...
Jennifer Lopez: Inzwischen hat sich das Blatt indirekt dafür entschuldigt. Der Witz ist: Ich bin New Yorkerin! Ich bin in der Bronx aufgewachsen. Meine Eltern stammen aus Puerto Rico. Dass ich hispanischer Herkunft bin, löst eben Ängste aus.

Welcher Art Ängste?
Lopez: Viele Menschen mit Einfluss in den Medien fürchten, dass Englisch vom Spanischen verdrängt wird. In New York wird schon mehr Spanisch als Englisch gesprochen, in Kalifornien ist es offiziell als zweite Schulsprache anerkannt.

Wo liegt das Problem?
Lopez: Für mich ist es keins. Ich bin eine zweisprachig aufgewachsene Amerikanerin. In diesem Land ist immer mehr als nur eine Sprache gesprochen worden.

Ihrer Karriere bekommt das Etikett einer "Latina" hervorragend...
Lopez: Es hat mir die Rolle der "Selena" eingebracht, der wunderbaren mexikanischen Sängerin. Einer Besessenen. Mit ihr konnte ich mich total identifizieren...

...für eine Million Dollar Honorar. Für ihren nächsten Film, Steven Soderberghs gediegenen Krimi "Out of sight", bekamen Sie schon zwei Millionen. Wie viel sind Sie jetzt wert?
Lopez: Viel mehr, hoffe ich! Dies ist die vermutlich beste Zeit meines Lebens. Überall auf der Welt wird meine Musik gespielt.

Wollen Sie nicht ganz in Musik machen? Deutsche Schauspieler halten das mitunter so nach ein paar Hits...
Lopez: Zugegeben, die Versuchung ist groß. Musik ist leicht verdientes Geld. Aber ich bin ganz und gar Schauspielerin und werde weiter filmen.

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