Vorwort zur Band-Historie



Die Geschichte der am 1. Dezember 1969 gegründeten Band URIAH HEEP ist bewegend in ihren Höhen und Tiefen, Triumphen und Tragödien und sie ist mittlerweile selbst Teil der Rockgeschichte geworden. Die nach einer düsteren Figur aus Charles Dickens Roman 'David Copperfield' benannte Band hat auf ihrem Weg alle Stürme der Zeit überstanden und ist dabei zu einem Urgestein des britischen Rock geworden. URIAH HEEP blickt mittlerweile auf ein über 30-jähriges Band-Jubiläum zurück.

URIAH HEEP haben immer ihren Part gespielt, häufig musikalisch neue Wege beschritten und literarisch hochwertige Werke abgeliefert.
Ihr Markenzeichen waren der mehrstimmige Gesang und der orgellastige Sound, der manchmal ungestüm rüberkam wie ein fahrender Panzer.

Schnell umgab die unheimliche Band etwas Dämonisches und Zauberhaftes und so eilte der Band der Ruf eines Dämonen voraus. In den frühen 70ern eine emporstrebende und gefeierte Band, die damals mit ihrer Rock-Musik den Nerv der Zeit ziemlich gut traf, den Gipfel der Rockmusik erklomm und schnell zu den Etablierten im Rock-Business gehörte.

Mitte der 70er Jahren kreierte die Band den Begriff des „Bombast-Rock“. Wuchtige Gitarrenriffs, treibende Bassläufe, furioses Drumfeuerwerk, eingebettet in das melodische Fundament der Hammond-Orgel und charismatischer Gesang kennzeichneten Stücke wie „Gypsy“, „July Morning“, „Return to Fantasy“, „Easy Livin’“ und natürlich den zeitlosen Ohrwurm „Lady in Black“.
In dieser Zeit waren Uriah Heep eine der gefragtesten und besten Live-Bands der Welt.

Mit nach wie vor wechselnden Besetzungen bringt die Band in den 80er und 90er Jahren einige neue Alben raus, Erfolge feiert sie aber fast ausschließlich live. So sind sie 1987 die erste nichtsovietische Rockband, die in der UdSSR und auch in anderen Ländern des Warschauer Pakts Auftrittserlaubnisse erhält.
In den 80ern, als ihre große Zeit vorüber war und der Puls der Musik in andere Richtungen schlug, dann die Rückbesinnung auf die Wurzeln ihrer Musik. Ihren treuen Fans haben ihr stets den Rücken gestärkt und wie eh und je die Konzerthallen gefüllt. Rockmusik wirkt wie eine Konstante in einer Welt voller Veränderung.

URIAH HEEP ziehen auch heute noch bei ihren Live-Auftritten die Fans in ihren Bann - der Zauber der frühen Tage wirkt noch heute.

Uriah Heep 1974

We told our tales, as we sat under
Mornings sleepy sky
With all the colours of the sunrise
Shining in our eyes.



Band-Historie




Wizards and Demons - The Uriah Heep Story

Dave Ling has worked tirelessly to locate and interview the principal players in the Uriah Heep story. Here are the candid views of the musicians, managers, fans, journalists and crew members that took part in the group's wild ride from obscurity to stardom.

"Fans will love it... but Mr Ling doesn't pull any punches when it comes to the darker side of the rock world. Here is the inside story of the drugs, deaths, in fighting, firings and scams that make up the world of rock and roll"
GEERT RYSSEN, Mindview Magazine

"Dave Ling always takes pride in capturing what rock music is all about - or should be about. But with Wizards and Demons, he has reached new heights. This is the way all bands should be represented, not only as stars and talents, but also as human beings with frailties and failings. This compelling book deals with the men as well as the musicians, providing a fascinating account of one of the great name of British rock - compulsive reading."
MALCOLM DOME, Totalrock Radio






1974 erlebte die Band einen derben Rückschlag. Bei einem Konzert in Dallas erlitt Gary Thain einen Stromschlag und mußte die Band verlassen. Leider wurde er mit seinem Schicksal nicht fertig. Nach der Flucht in den Alkohol und der Einnahme von Drogen starb er schließlich in seiner Badewanne. Nachfolger wurde John Wetton, der früher bei Roxy Music spielte.

Nach dem eher schlechten Album 'Wonderworld' ging es mit Uriah Heep und dem nächsten Album 'Return to Fantasy' wieder etwas bergauf, sicherlich beeinflußt durch John Wetton, der neben Ken Hensley einige Songs schrieb. Dies hatte aber auch einen Stilwechsel zur Folge.

Nach 'High and Mighty' mußte leider Sänger David Byron die Band verlassen. Sein Stargehabe nach seiner ersten Solo-LP und aufgrund starker Alkoholprobleme hatte er sich mit der Band überworfen. In Bilbao, Spanien, stand David Byron am 25.6.1976 zum letzten Mal als Heep-Sänger auf der Bühne. Auch John Wetton kehrte bald darauf der Band wieder den Rücken und wurde durch Trevor Bolder ersetzt. Als Sänger komplettierte John Lawton die Gruppe.

Die Alben 'Firefly', 'Innocent Victim' und 'Fallen Angel' folgten. Wieder kam es zu Streitigkeiten innerhalb der Gruppe. John Lawton und Lee Kerslake verließen die Band. Als auch Ken Hensley schließlich die Brocken hinschmiß, wurde die Band 1980 aufgelöst.

Mick Box und Lee Kerslake reorganisierten die Band Anfang der Achtziger neu. Beide wollten David Byron zur Rückkehr überreden. Dieser Versuch scheiterte. Neben Trevor Bolder komplettieren heute  Phil Lanzon  (Keyboards) und Bernie Shaw (Gesang) die Gruppe.

An die großen Erfolge konnte Uriah Heep jedoch nicht wieder anknüpfen. Diese sind untrennbar mit Ken Hensley verbunden.

Eine traurige Nachricht erreichte die Heep-Fans im Februar 1985. Ex-Sänger David Byron verstarb leider am 28.2.1985.

Aber 1988 war Uriah Heep die erste westeuropäische Band, die in Moskau auftreten durfte. In 5 ausverkauften Konzerten im Olympia-Park jubelten Tausende von Rock-Fans der Band zu.

Und ausgerechnet 1995, im Jahre ihres 25-jährigen Bestehens, machte Uriah Heep allen Heep-Fans ein Geschenk: das famose Album 'Sea of Light'. Mit diesem Album meldete sich Uriah Heep eindrucksvoll zurück. Die Songs können ohne Einschränkung mit den Klassikern von damals mithalten.

In jüngster Zeit macht die Band durch einige gelungene Projekte wieder von sich reden:
Bei der »The Magicians Birthday Party« im Jahr 2002 gab es für die Band ein Wiedersehen mit Ken Hensley und John Lawton - guten alten Bekannten aus der erfolgreichen Zeit von Uriah Heep.


Carry on!