Die Feder ist mein Schwert.
Und viele Bücher trag ich im Kopf,
Ich darf es euch versichern,
Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
Von konfizierlichen Büchern.
Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel,
In jeder Bewegung und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.
Der Rheinwein glänzt noch immer wie Gold
Im grünen Römerglase
Und trinkst du etwelche Schoppen zu viel,
So steigt er dir in die Nase.
Man schläft sehr gut und träumt auch gut
In unseren Federbetten.
Hier fühlt die deutsche Seele sich frei
Von allen Erdenketten.
»Deutschland, ein Wintermärchen«
Der Gedanke ist die unsichtbare Natur,
die Natur der sichtbare Gedanke.
Ein bisschen Bildung
ziert den ganzen Menschen.
Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt,
leistet uns einen ebenso guten Dienst
wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.
Mein Herz gleicht ganz dem Meere,
Hat Sturm und Ebb' und Flut,
und manche schöne Perle in seiner Tiefe ruht.
Ein Tor ist immer willig,
wenn eine Törin es will.
Weise erdenken die neuen Gedanken
und Narren verbreiten sie.
Hast Du vertrauten Umgang mit Damen?
Dann schweig, Freundchen, stille:
um ihret Willen, wenn sie fein sind,
um deinet Willen, wenn sie gemein sind.
Heinrich Heine