William Shakespeare, Hamlet-Zitate

Sämtliche Werke in mehreren Bänden   William Shakespeare   Sämtliche Werke in einem Band
»Lasset die Handlung zu den Worten, und die Worte zur Handlung passen, mit der einzigen Vorsicht, daß ihr nie über die Grenzen des Natürlichen hinausgeht.«
Hamlet-Monolog

Mit einem heitern' und
einem nassen Aug'.

Hamlet 1,2

Schwachheit, dein Nam' ist Weib.

Hamlet 1,2

Du kommst in so fragwürdiger Gestalt.

Hamlet 1,4

Es ist etwas faul im Staate Dänemark.

Hamlet 1,4

Ich wittre Morgenluft.

Hamlet 1,5

Die Zeit ist aus den Fugen.

Hamlet 1,5

Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.

Hamlet 2,2

Kaviar für das Volk.

Hamlet 2,2

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.

Hamlet 3,1

In Bereitschaft sein ist alles.

Hamlet 5,2

Der Rest ist Schweigen.

Hamlet 5,2



  William Shakespeare - Zitate

William Shakespeare
Komödie der Irrungen

Verlorene Liebesmüh

Love's labours lost

Der Winter unseres Mißvergnügens

König Richard III. 1,1

Ich bin nicht in der Geberlaune heut'

König Richard III. 4,2

Ein Pferd! ein Pferd!
mein Königreich für ein Pferd.

König Richard III. 5,4

Nicht für einen Wald von Affen.

Der Kaufmann von Venedig 3,1

Ich steh' hier auf meinen Schein.

Der Kaufmann von Venedig 4,1

Viel Lärm um Nichts

Bei Philippi sehen wir uns wieder.

Julius Cäsar 3,2

Say from whence,
You owe this strange intelligence.

Macbeth 1,3

Die Welt hat keinen Ausgang

Macbeth



  Friedrich Schiller, Wallenstein-Zitate

Friedrich Schiller
Es wächst der Mensch
mit seinen größern' Zwecken.

* * *
Dem Mimem flicht die Nachwelt keine Kränze.


Prolog zu Wallensteins Lager

Aber das denkt wie ein Seifensieder.

Wallensteins Lager

Der langen Rede kurzer Sinn.

Die Piccolomini 1,2

Du redst, wie du's verstehst.

Die Piccolomini 2,6

Zur Sache, wenn 's beliebt.

Die Piccolomini 2,7

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.

Die Piccolomini 3,3

Vor Tische las mas's anders.

Die Piccolomini 4,7

Das ist eben der Fluch der böse tat,
das sie fortzeugend immer Böses muß gebären.

Die Piccolomini 4,7

Mars regiert die Stunde
Wallensteins Tod 1,1

Wär's möglich? Könnt' ich nicht mehr, wie ich wollte.

Wallensteins Tod 1,4

Ich hab ein Amt und keine Meinung.

Wallensteins Tod 1,5

Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.

Wallensteins Tod 2,2

Es gibt im Menschenleben Augenblicke.

Wallensteins Tod 2,3

Und Roß und Reiter sah ich niemals wieder.

Wallensteins Tod 2,3

Das war kein Heldenstück, Octavio.

Wallensteins Tod 3,9

Nacht muß es sein, wo Friedlands Sterne strahlen.

Wallensteins Tod 3,10

Du hast's erreicht, Octavio.

Wallensteins Tod 3,13

Da steh' ich, ein entlaubter Stamm!

Wallensteins Tod 3,13

Es ist der Geist, der sich den Körper baut.

Wallensteins Tod 3,13

Daran erkenn' ich meine Pappenheimer.

Wallensteins Tod 3,15

Was ist das Leben ohne Liebesglanz.

Wallensteins Tod 4,12

Das ist das Los des Schönen auf der Erde.

Wallensteins Tod 4,12



  Friedrich Schiller - Zitate

Friedrich Schiller
Nichts in der Welt ist unbedeutend.

Dem Manne kann geholfen werden.


Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.


Ewig wechselt der Wille
den Zweck und die Regel.


Verbunden werden auch
die Schwachen mächtig.


Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

Hier wendet sich der Gast mit Grausen.


Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf; leiste deinen Zeitgenossen, aber was sie bedürfen, nicht was sie loben.


Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.

Jeder Wechsel schreckt den Glücklichen.

Die beste Anbetung ist dankende Freude.


Friedrich Schiller



 Goethe, Faust-Zitate

Johann Wolfgang von Goethe
Da steh' ich nun ich armer Tor.
Und bin so klug, als wie zuvor.


Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.


Es möcht kein Hund so länger leben!
Du gleichst dem Geist, den du begreifst,
nicht mir.


Allein der Vortrag macht des Redners Glück,
Ich fühl es wohl, ich noch weit zurück.


Such er den redlichen Gewinn!
Sei er kein schellenlauter Tor!
Es trägt Verstand und rechter Sinn
Mit wenig Kunst sich selber vor.

Faust I, »Nacht«

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein,
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

Du bist dir nur des einen Triebs bewußt,
O lerne nie den anderen kennen!
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.

Faust I, »Vor dem Tor«

Wozu der Lärm?
Was steht dem Herrn zu Diensten.

Das also war des Pudels Kern!
Ein fahrender Skolast? Der Casus macht mich lachen.

Ich bin der Geist, der stets verneint.

Mir wird von alledem so dumm,
Als ging' mir ein Mühlrad im Kopf herum.

Ich bin des trocknen Tons nun satt,
Muß wieder recht den Teufel spielen.

Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen.

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum.

Faust I, »Studierzimmer«

Mit Worten läßt sich trefflich streiten.

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
und grün ist des Lebens goldener Baum.

Faust I, »Schülerszene«

Mit wenig Witz und viel Behagen.

Mein Leipzig lob ich mir!
Es ist ein klein Paris und bildet sein Leute.

Den Teufel spürt das Völkchen nie,
und wenn er sie beim Kragen hätte.

Wenn ich judizieren soll,
Verlang ich auch das Maul recht voll.

Faust I, »Auerbachs Keller«

Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,
Meinen Arm und Geleit ihr anzutragen.

Faust I, »Straße«




  Johann W. von Goethe - Zitate

Johann Wolfgang von Goethe
Geheimnisse sind noch keine Wunder.

Alles in der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluß an.

Geheimnisvoll am lichten Tage,
läßt sich Natur ihres Schleiers nicht berauben,
und was sie dir nicht offenbaren mag,
das zwingst du ihr nicht ab
mit Hebeln und Schrauben.


Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens.

Wir möchten die Welt kennenlernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag-
und eine Nachtseite behalten.

Es gibt keinen größeren Trost für die Mittelmäßigkeit,
als daß das Genie nicht unsterblich sei.

Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt.

Nicht allein das Angeborene, sondern auch das Erworbene ist der Mensch.

Wer sich nicht zu viel dünkt,
ist viel mehr, als er glaubt.

Wer sich allzu grün dünkt,
den fressen die Ziegen.

Der Umgang mit Frauen
ist das Element guter Sitten.

Wenn weise Männer nicht irrten,
müssten die Narren verzweifeln.


Johann Wofgang Goethe




  Heinrich Heine - Zitate

Heinrich Heine

Die Feder ist mein Schwert.

Ich habe nie großen Wert gelegt
auf Dichter-Ruhm und ob man meine Lieder preist.


Und viele Bücher trag ich im Kopf,
Ich darf es euch versichern,
Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
Von konfizierlichen Büchern.


Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel,
In jeder Bewegung und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.

Der Rheinwein glänzt noch immer wie Gold
Im grünen Römerglase
Und trinkst du etwelche Schoppen zu viel,
So steigt er dir in die Nase.

Man schläft sehr gut und träumt auch gut
In unseren Federbetten.
Hier fühlt die deutsche Seele sich frei
Von allen Erdenketten.


»Deutschland, ein Wintermärchen«


Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
daß ich so traurig bin.
Ein Märchen aus uralten Zeiten,
daß kommt mir nicht aus dem Sinn.

Und daß hat mit ihrem Singen
die Lorelei getan.

»Lorelei«

Kein Talent, doch ein Charakter.

»Atta Troll«



Der Gedanke ist die unsichtbare Natur,
die Natur der sichtbare Gedanke.

Ein bisschen Bildung
ziert den ganzen Menschen.

Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt,
leistet uns einen ebenso guten Dienst
wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.

Mein Herz gleicht ganz dem Meere,
Hat Sturm und Ebb' und Flut,
und manche schöne Perle in seiner Tiefe ruht.

Ein Tor ist immer willig,
wenn eine Törin es will.

Weise erdenken die neuen Gedanken
und Narren verbreiten sie.

Hast Du vertrauten Umgang mit Damen?
Dann schweig, Freundchen, stille:
um ihret Willen, wenn sie fein sind,
um deinet Willen, wenn sie gemein sind.

Heinrich Heine



  Novalis

Glück ist Talent für das Schicksal.

Idealist sein, heißt:
Kraft haben für andere.

Ideale sind auch Produkte eines Übergangsmoments.

Der Geist erscheint immer nur in fremder, luftiger Gestalt.

Der Mensch lebt, wirkt nur in der Idee fort, durch die Erinnerung an sein Dasein.

Der Mensch ist eine Sonne, seine Sinne sind die Planeten.

Mensch werden ist eine Kunst.

Die Kunst ist das Kompliment der Natur.

Nur ein Künstler kann den Sinn des Lebens erraten.

Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.

Was man liebt, findet man überall, und sieht überall Ähnlichkeiten.


Novalis



  Georg Christoph Lichtenberg

Aphorismen   Georg Christoph Lichtenberg   Sudelbücher  
Man kann auf so vierlei Weise Gutes tun
als man sündigen kann
nämlich mit Gedanken, Worten und Werken.

Wie glücklich würde mancher leben, wenn er sich um anderer Leute Sachen so wenig bekümmert als um seine eigenen.

Der Mensch liebt die Gesellschaft, und sollte es auch nur die eines brennenden Rauchkerzchen sein.

Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen,
als wenn man gar keine Meinung hat.

Der Mann machte sehr viel Wind.
O nein!
Wenn es noch Wind gewesen wäre,
es war aber mehr ein wehendes Vacuum.

Es ist ja nun einmal nicht anders: die meisten Menschen leben mehr nach der Mode als nach der Vernunft.

Wie glücklich würde mancher leben, wenn er sich um anderer Leute Sachen so wenig bekümmert als um seine eigenen.

Wenn die Menschen plötzlich tugendhaft würden,
müßten viele Tausende verhungern.

Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen,
ob man nicht entschuldigen kann.

Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten.

Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.

Georg Christoph Lichtenberg




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