Schriftsteller-Zitate


Deutschland, Ein Wintermärchen

Heine
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht!
Heinrich Heine, 1825

Kurt Tucholsky
Deutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit. Es schreibt mit der Linken und tut mit der Rechten.
Kurt Tucholsky

Denk ich an die Menschheit in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht!
* * *
Es herrscht Chaos. Wir befinden uns auf einer Drehscheibe, die Richtung in die Zukunft ist noch nicht gefunden. Vielleicht muß diese Menschheit untergehen, damit eine andere entstehen kann.

Stanislaw Lem

Nichts ist so stark, wie eine Idee,
deren Zeit gekommen ist.

Victor Hugo,
französ. Schriftsteller

Der Geist wird reich durch das, was er empfängt,
das Herz durch das, was es gibt.

Victor Hugo

Erfahrung ist nicht das, was mit einem Menschen geschieht, sondern das, was er daraus macht.
*
Der Mensch ist kein Produkt der Umstände;
die Umstände sind ein Produkt des Menschen.

Benjamin Disraeli

Wir glauben, Erfahrungen zu machen.
Aber die Erfahrungen machen uns.

Eugene Ionesco
Dramatiker

Kluge Leute suchen sich die Erfahrungen aus,
die sie zu machen wünschen.

Aldous Huxley

Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.
Friedrich Dürrenmatt

Demagogie ist die Fähigkeit
Massen in Bewegung zu schieben -
und die Unfähigkeit, sie wieder zu bremsen

Wolfgang Herbst,
deutscher Aphoristiker

Alles selbst machen zu wollen,
ist das Kennzeichen des Unbegabten

Richard Schaukal

Erst im tiefsten Winter erkannte ich, daß in meinem Innern ein unbesiegbarer Sommer herrschte.
Albert Camus



Jedem Anfang wohnt
ein Zauber inne
Siddharta
Siddharta

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Herrmann Hesse



Selbsterkenntnis ist fast niemals der erste Schritt zur Besserung, aber oft genug der letzte zur Selbstbespiegelung

* * *
Lebensklugheit bedeutet: alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen

* * *
Die Seele ist ein weites Land


Arthur Schnitzler



Was mich nicht umbringt, macht mich stärker,
und was mich umbringt, unheimlich stark.


Ernst Jünger

Wohin wir auch immer reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur selbst

Günter Kunert



Franz Kafka
Wer glaubt, kann keine Wunder erleben.
Bei Tag sieht man keine Sterne.
*
Wer sucht, findet nicht,
aber wer nicht sucht,
wird gefunden.
*
Verbringe nicht die Zeit auf der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da.
*
Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.


Franz Kafka


Wissen ist wenig; im rechten Bezug wissen ist viel,
im rechten Punkt zu wissen ist alles.
* * *
An zwei Dingen fehlt es unserer Welt, und sie stehen in zueinander in einem besonderen Verhältnis: am Zutrauen und am Geheimnis.
* * *
Reifer werden heißt,
schärfer trennen, inniger verbinden


Hugo v. Hoffmannsthal

Ohne Innerlichkeiten gibt es keine äußere Welt,
ohne Phantasie, keine Realität

Franz Werfel



Gerhart Hauptmann
Es muss in der Seele etwas geben,
ähnlich den Jahresringen der Bäume.
*
Mit den Waffen der Seele können sich nur wenige verteidigen, ohne sich selbst zu verwunden.


Gerhart Hauptmann



Es gibt gewisse Fehler, welche, gut dargestellt, besser glänzen als Tugenden.
*
Mancher ist einem trotz seines Verdienstes zuwider und mancher trotz seiner Fehler angenehm


La Rochefoucauld



Max Frisch
Alltag ist nur durch Wunder erträglich.
* * *
Erfolg verändert den Menschen nicht,
er entlarvt ihn bloß.
* * *
Das Tödliche beginnt, wenn jemand nicht mehr umdenken kann.

Max Frisch


Der sicherste Reichtum
ist die Armut an Bedürfnissen

Franz Werfel

Das Zeitalter der Humanität ist das Zeitalter,
in dem die Menschen rar geworden sind

Ernst Jünger

Es ist unglaublich, wieviel Geist in der Welt augeboten wird, um Dummheiten zu beweisen

Friedrich Hebbel

Torheit, du regierst die Welt

Heinrich v. Kleist,
»Michael Kohlhaas«

Erst kommt das Fressen und dann die Moral.


Ein Teil jedes Talents besteht in der Courage.

Bertolt Brecht

Herr, vergib Ihnen,
denn sie wissen, was sie tun.
Karl Kraus

Sämtliche unfrisierte Gedanken
Stanislaw Jerzy Lec
|Sämtliche unfrisierte Gedanken

Vor der Wirklichkeit kann man seine Augen verschließen, aber nicht vor der Erinnerung



Erinnerung ist eine Form der Begegnung.
*
Man muß durch die Nacht wandern,
wenn man die Morgenröte sehen will.
*
Vertrauen ist eine Oase im Herzen, die von
der Karawane des Denkens nie erreicht wird.

Khalil Gibran


Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.
Elias Canetti

Man verliert die meiste Zeit damit,
daß man sie gewinnen will.

John Steinbeck

Das Geheimnis eines schönen Alters ist der würdige Umgang mit der Einsamkeit.

Gabriel García Márquez


Liebe ist die einzige Sklaverei,
die als Vergnügen empfunden wird.
*
Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin,
wie sie sich streiten.
*
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.
*

Der Nachteil der Intelligenz besteht darin ,daß man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen


George B. Shaw


Niemand weiß, was in einem drin steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen

Ernest Hemingway

Selbstvertrauen ist die Quelle
des Vertrauens in andere

La Rochefoucauld, französischer Moralist

Hermann Hesse
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.

Hermann Hesse



Die Dinge sind nie so, wie sie sind.
Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.

* * *
Geistreich sein heißt, sich leicht verständlich zu machen, ohne deutlich zu werden..

* * *
Schönheit ist eines der seltenen Wunder,
die unsere Zweifel an Gott verstummen lassen..


Jean Anouilh



Furcht besiegt mehr Menschen
als alles andere auf der Welt


Ralph Waldo Emerson

Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß.

Wilhelm Busch

Leben ist die Suche
des Nichts nach dem Etwas.

Christian Morgenstern

Das Leben ist ein Hospital,
in dem jeder sein Bett wechseln möchte


Das Leben ist ein Pensum zum abarbeiten

Arthur Schopenhauer

Man kann einen Gegner auch
durch Anerkennung beleidigen

*
Es gibt nichts Gutes,
außer man tut es

Erich Kästner

Was zählt, ist unser Mut zu leben

Luise Rinser




  Welten und Weltsichten

Wir leben in der Unmöglichsten aller Welten.

Aldous Huxley

Die Welt ist eine Pulverfabrik,
in der das Rauchen nicht verboten ist

Friedrich Dürrenmatt

Sämtliche unfrisierte Gedanken
Oscar Wilde

Oscar Wilde
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben,
und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun.

* * *
Die Anzahl unserer Neider
bestätigen unsere Fähigkeiten.


Oscar Wilde

Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben,
und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist

James Branch Cabell

Der Computer ist die
logische Weiterentwicklung des Menschen:
Intelligenz ohne Moral.
John Osborne,
englischer Dramatiker



  Über das Leben

Leben ist die Suche
des Nichts nach dem Etwas.

Christian Morgenstern

Das Leben ist ein Hospital,
in dem jeder sein Bett wechseln möchte.
* * *
Bei genauem Hinsehen zeigt sich, daß Arbeit weniger geisttötend ist als Amusement.



Das Leben ist ein Pensum zum abarbeiten.

Arthur Schopenhauer

Jeder Mensch hat seine guten Seiten.
Man muß nur die schlechten umblättern.


Ernst Jünger



Kein Mensch kann auch nur
einen Moment in seinem Leben mehr sein,
als er eben ist.


Wilhelm Heinse

Gegen die Absurdität des Lebens
hilft nur die menschliche Solidarität.


Albert Camus

Das Leben ist ein Pensum zum abarbeiten.


Arthur Schopenhauer

Jeden Tag seines Lebens eine feine,
kleine Bemerkung einfangen -
wäre schon genug für das Leben.


Christian Morgenstern

Wie alt man geworden ist,
kann man an den Gesichtern derer erkennen,
die man jung gekannt hat.

Heinrich Böll
Literatur-Nobelpreisträger

Was zählt, ist unser Mut zu leben.

Luise Rinser




  Über das literarische Schreiben

Jede Art zu schreiben ist erlaubt,
nur die langweilige nicht.

Voltaire

Ich kann mir nicht vorstellen,
wie jemand, der nicht schreibt,
malt oder sonstwie schöpferisch tätig ist,
überhaupt leben kann.

Graham Greene

Ich schreibe, um meine Leser zu bewegen.

John Irving



Wenn ich die Feder in der Hand habe,
schrecke ich vor nichts zurück.

Simone de Beauvoir

Wer es ernst meint, mit dem Schreiben, kann die Politik nicht aussparen. Sie ist ein Teil unseres Lebens, unserer Realiltät.
* * *
Wenn ich schreibe, kann ich solange am einzelnen Satz feilen, bis er anähernd gut ist.

Ha Jin,
chinesischer Schriftsteller



Ich schreibe nicht für die Ewigkeit.
Dies elitäre Getue scheißt mich an.

Johannes Mario Simmel

Ich schreibe Bücher, weil ich keine Popsongs schreiben kann.

Nick Hornby,
Autor von »31 Songs«

Ein Feuilleton schreiben heißt
auf einer Glatze Locken drehen.

Karl Kraus



Ich kann schreiben, aber mir kommt's kalte Kotzen, wenn ich den Text wieder lesen muß.

Franz Xaver Kroetz, Dramatiker

Ich will nur schreiben. Trinken und schreiben.

Charles Bukowski




  Aphorismen, Zitate, Literatur

Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.


Theodor Fontane

Der Aphorismus will nicht Dumme gescheit,
sondern Gescheite nachdenklich machen.

Sigmund Graff

Zitate sind entwurzelte Größen.

Martin Kessel

Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung abnehmen.

Walter Benjamin

Zitate sind Eis für jede Stimmung.
Christian Morgenstern

Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz,
der sich auf langer Erfahrung gründet.

Miguel de Cervantes



Wir Schriftsteller existierten
eigentlich nur in unseren Texten.

Joyce Carol Oates

Ich versuche immer, eine gute Geschichte mit einer von Anfang bis Ende packenden Handlung zu erzählen. Das ist mein höchstes und wictigstes Ziel.

John Grisham

Aphorismen
Aphorismen

Heutzutage machen drei Pointen und
eine Lüge einen Schriftsteller.

Georg Christoph Lichtenberg

Kurt Tucholsky
Dieser Schriftsteller schreibt einen läufigen Stil.

Kurt Tucholsky



Literatur ist ein Ausdruck des Widerspruchs, der Auflehnung, des Protests gegen die Wirklichkeit.

Andrzej Szczypiorski,
polnischer Schriftsteller

Die Sonne ist eine Art Inspiration,
man soll sie daher nicht immer haben.

Elias Canetti



  Sitten und Laster

Manche Sitten sind arrivierte Laster.
* * *
Tugend ist die Summe der Dinge, die wir aus Trägheit, Faulheit oder Dummheit nicht getan haben.
Henry Miller

Der Wohlstand beginnt genau dort, wo der Mensch anfängt, mit dem Bauch zu denken.
* * *
Die Nächstenliebe wäre leichter,
wenn der Nächste nicht so nahe wäre.

Norman Mailer

Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.
Hermann Hesse

Georg Christoph Lichtenberg
Viele Menschen sehen die Tugend mehr im Bereuen der Fehler als im Vermeiden.

Georg Christoph Lichtenberg


Laster heißt man die Vergnügungen,
zu denen der Mut fehlt.

Graham Greene

Charles Baudelaire
Nach einer Ausschweifung fühlt man sich immer
viel einsamer, viel verlassener.


Die Geschichte lehrt uns Tugend, aber die Natur predigt unaufhörlich das Laster.

* * *
Alle Narrheit erschöpfen,
so gelangt man zur Weisheit.

Ludwig Börne

Oscar Wilde
Erfahrung ist der Name, mit dem jeder seine Dummheiten bezeichnet.

Oscar Wilde

Dummheiten können reizend sein,
Dummheit nicht.
Alberto Moravia



»Vergib uns unsere Tugenden«,
so soll man zu Menschen beten.

* * *
Moral zu predigen ist ebenso leicht
als Moral zu begründen schwer ist.

* * *
Klugen Menschen glaubt man ihre Torheiten nicht; welche Einbuße an Menschenrechten!.


Friedrich Nietzsche



Von allen Tugenden die schwerste und seltenste ist die Gerechtigkeit. Man findet zehn Großmütige gegen einen Gerechten.

Franz Grillparzer

Wenn der Haß feige wird, geht er in Gesellschaft und
nennt sich Gerechtigkeit.

Arthur Schnitzler

Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen.>

Daniel Defoe

Die Freiheit der Phantasie
ist keine Flucht in das Unwirkliche;
sie ist Kühnheit und Erfindung.

* * *
Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
aber die Erfahrungen machen uns..

* * *
Wer sich an das Absurde gewöhnt hat,
findet sich in unserer Zeit gut zurecht.

* * *
Man bekommt bei der Geburt drei Fässer von Gott: eines mit Bier, eines mit Wein und ein kleineres mit Whisky. Ich habe alle meine Fässer ausgetrunken - nun ist für mich nichts mehr übrig.

Eugene Ionesco
französischer Schriftsteller und Dramatiker



  Literatur und Politik


Gefährlicher als eine falsche Theorie
ist eine richtige in falschen Händen.

Gabriel Laub,
polnisch-deutscher Schriftsteller

Politik ist Kunst des Umganges auf höherer Stufe.


Alle nationale Politik führt letzten Endes in ein unvermittelbares Element, in den Idiotismus, das Wort in seinem Ursinn verstanden.


Hugo v. Hoffmannsthal

Kurt Tucholsky
Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt.

Kurt Tucholsky
Literatur-Nobelpreisträger

Die Grenze der Freiheit bestimmen die Anrainer.


Autovertreter verkaufen Autos,
Versicherungsvertreter Versicherungen.
Und Volksvertreter?

Freiheit ohne Gerechtigkeit ist Willkür.

Jean Anouilh



Ich glaube, daß Zukunft nur dann möglich sein wird, wenn wir lernen, auf Dinge, die machbar wären, zu verzichten, weil wir sie nicht brauchen.
*
Ein Schriftsteller, der das Einverständnis mit den Herrschenden sucht, ist verloren.
*
Ich stehe so oft auf dem Boden des Grundgesetzes, daß ich dauernd eingeschlafene Füsse bekomme.


Günter Grass
Literatur-Nobelpreisträger



Jeder dehnt das Gesetz, bis es seufzt.

*
Macht ist in dem Maße schlimm, wie sie unkontrollierbar wird, egal wer sie ausübt.

Martin Walser




Wenn das Volk eine andere Meinung als der Staat hat, dann suche sich der Staat ein neues Volk.

Bertolt Brecht


Männer taugen nicht zum Regieren,
die Frauen sind die Lösung.

Gabriel Garcia Marquez
Literatur-Nobelpreisträger

Das Vorhandensein unwürdiger Repräsentanten erweist die Lebensfähigkeit von Organisationen.

Richard Schaukal

Der Kitsch ist das ästhetische Ideal aller Politiker,
aller Parteien und aller politischen Bewegungen.

Milan Kundera

Eine Linke, die als mitleidloser Polizist der Geschichte auftritt, staatliche und militärische Macht ergreift und über das eigene Volk herrscht,
ist keine mehr.

Jürgen Fuchs,
aus der DDR in den Westen
übergesiedelter Schriftsteller

Verständliche Sprache bei einem Politiker
zeugt von gutem Gewissen.

André Malraux,
französischer Schriftsteller und Politiker

Freiheit wird nie geschenkt, immer nur gewonnen.

* * *
Ein Soldat, der anfängt, zu denken,
ist schon fast keiner mehr.
Heinrich Böll
Literatur-Nobelpreisträger