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Ernährung

 Zum Jodgehalt einiger Nahrungsmittel siehe Tabelle1.

Die meisten Leser der folgenden Zeilen werden ungläubig den Kopf schütteln, wie viele Nahrungs- und Genußmittel mittlerweile künstlich mit Jodid angereichert sind oder auf andere Weise Jodid enthalten. Die von den beteiligten Interessengruppen erzeugte Jodhysterie hat hier mittlerweile gründliche Früchte getra- gen. Trotz der scheinbaren Vielfalt des Nahrungsangebotes ist Deutschland für zahlreiche Schwerstbe- troffene eine Hungerwüste.

Am 30.5.1988 wurde die Jodierung des Speisesalzes aus der Diätverordnung in die Lebensmittelzusatz- stoffverordnung überführt (BGB Teil I, 1988, 77-83).  Nunmehr wurde der Einsatz in Grossküchen und bei gewerblicher Herstellung von Lebensmitteln und Fertigstoffen möglich.

  • Jodzusätze müssen seitdem bei unverpackten Lebensmitteln nicht mehr angezeigt werden.
     
  • Bei verpackten soll eine eine Angabe innerhalb der Deklaration der lnhaltsstoffe erfolgen. Wenn dort "Salz" oder genauer "Speisesalz" steht, sollten diese Lebensmittel nicht künstlich mit Jod angereichert sein. Leider halten sich nicht alle Hersteller daran, so dass auch mit Speisesalz ausgewiesene Konserven mit Jod belastet sein können . I.d.R. enthalten entsprechend ausgewiesene Produkte aber kein Jodsalz . Dies betrifft alle Konserven, Nudeln, Brot etc.

Aber auch ohne Jodsalz gewürzte Konserven sind nicht unbedingt frei von Jod. Die von den Jodbefür- wortern erreichte "möglichst frühe Einschleusung des Jodes in den Ernährungskreislauf" birgt für die Jodrisikogruppe heimtückische Gefahren. Alle Produkte, in denen deutsche Milch oder deutsches Fleisch verarbeitet sind, sind seit der Tierfutterjodierung hoch jodhaltig. Geradezu lächerlich erscheint auf diesem Hintergrund der Hinweis der Jodbefürworter, einer Überjodierung sei schon dadurch vorgebeugt, daß sich ja niemand das Essen versalzen wolle.

Hier muss noch mal darauf hingeweisen werden, dass das den Nahrungsmitteln und dem Jodsalz künstlich zugesetzte Kaliumjodit im Körper wesentlich reaktiver ist als die natürlicherweise vorkommenden Natrium-Jod-Verbindungen. Kalium ist nicht so bindungsfreudig wie Natrium weshalb Kalium-Jod-Verbindungen das Jod viel leichter an den Körper abgeben. Dies wird durch das bei den meisten angereicherte Chlor noch erleichtert.  Dies bedeutet, dass eine bestimmte Menge künstliches Jod nicht mit natürlichem Jod verglichen werden kann.

Alle Produkte, in denen deutsche Milch oder deutsches Fleisch verarbeitet sind, sind seit der Tierfutterjodierung hoch jodhaltig !!

Achten Sie bei abgepackten Waren und Konserven auf die Länderkennzeichen auf der Verpackung.

FLEISCH + WURSTWAREN

Durch den größten "Coup" der Jodbefürworter, die Tierfutterjodierung, gibt es heute kaum mehr Fleisch- waren aus deutscher Erzeugung, die nicht künstlich jodangereichert sind, auch nicht bei Bio-bauern.
Die wenigsten Verbraucher, ja selbst die wenigsten Erzeuger wissen davon. Auf der prinzipiell sicheren Schiene sind Sie nur mit Wild. Aber Vorsicht: Auch das Damwild in Zuchtgehegen und das Wild in man- chen Forstrevieren hat Zugang zu jodierten Salzlecken!

Absolut verträglich sind

  • Geflügel aus Italien, Frankreich, Polen und Ungarn
  • Rindfleisch (einschl. Corned Beef) aus Frankreich, Polen, Südamerika
  • neuseeländisches Lamm und Straussenfleisch

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Schlachter, ob er Ihnen solches Fleisch besorgen kann. Vielleicht haben Sie ein Wild- oder Delikatess-Fachgeschäft in Ihrer Nähe.

Im Zeichen der EU ist es nicht ungewöhnlich, dass Schinken aus einer holsteinischen Großmästerei in Italien zu einem gesuchten Feinschmeckerprodukt veredelt und als solches verkauft wird. Der Ver- braucher in Lübeck ahnt dann nicht, dass sein Brotbelag, "in Südtiroler Bergtälern gereift", aber um die Ecke gewachsen ist. Bei Wurstwaren aus dem Ausland besteht daher immer das Risiko, falsch deklarierte Produkte zu erhalten. Vorsicht vor folgenden Produkten: "ungarische Salami" der Firma Herz, polnische Krakauer der Firma Koto "Halina Köstlich".

EIER

Der neueste Hit: "Jodeier". Kaufen Sie beim Bio-Bauern und weisen Sie darauf hin, daß Sie keine Eier wollen, wenn an die Tiere Jodzusätze verfüttert werden. Das ist normalerweise bei Bio-Eiern nicht der Fall. Zumindest im Winter erhalten die Hühner aber auch auf Bio-Bauernhöfen Mineralstoffzusätze, normalerweise in Gestalt von Bierhefe, Malzextrakt und anderen Naturstoffen. Wenn Sie auf Eier reagieren, wird ein jodhaltiges Gemisch der Futtermittelindustrie verfüttert oder Sie haben Ihren Bio- Bauern dabei erwischt, dass er an seine Hühner Brotreste verfüttert.

Das Jod ist undeklariert eingeschmuggelt in die sogenannte "Mineralstoff-Vormischung". Der Bauer weiß es gar nicht. Die Futtermittelindustrie: "Die (Hybrid-) Tiere brauchen das, sonst verlieren sie die Federn!" Quatsch! Laufen italienische Hühner nackt herum? Kein deutsches Huhn hat vor 1995 heimlich undeklariertes Jod in der sogenannten "Mineralstoff-Vormischung" bekommen und war deshalb weniger gesund.

BROT UND BACKWAREN

Brot und Brötchen enthalten extrem viel Salz. Wenn für die Herstellung Jodsalz verwendet wird, ent- stehen regelrechte Jodbomben (bis 500 Microgramm Jod/100 g Brot). Selbst Zwiebacke sind häufig jodiert. Erfreulicherweise gibt es viele Erzeuger, die den Jodunsinn nicht mitmachen, so dass Sie bei verpackten Brot- und Backwaren neben der Verwendung von normalem Salz lediglich darauf achten müssen, dass keine Milch- oder Molkezusätze verwendet werden.
Achtung ! Für viele Bäcker (und auch andere) ist Jodsalz inzwischen so normal, dass sie auf die Frage, ob sie normales Salz verwenden, bejahen, obwohl sie Jodsalz nehmen. Selbst wenn Ihr Bäcker Ihnen versichern, daß er kein Jodsalz verwendet, kann es trotzdem sein, dass Sie auf die von ihm erzeugten Backwaren reagieren. Vielleicht benutzt er Fertigmischungen der Firma Bäko, die, ohne dass er es weiß, vorjodiert sind. Also lieber einmal mehr fragen.

MILCH UND MILCHPRODUKTE

Alle Milchprodukte deutscher Erzeugung sind mehr oder weniger durch Jodzusätze kontaminiert, auch die von Bio-Erzeugern. Obwohl die Tiere solche Zusätze vor allem mit der Winterfütterung erhalten, reicht das aufgebaute Joddepot, um die Milcherzeugnisse ganzjährig ungenießbar zu machen.

Butter, Joghurt, Dickmilch, Quark und Käse aller Art ist für die Jodrisikogruppe tabu, ein schweres Ernährungshandicap. Als Milchersatz bleibt allein Sojamilch. Fein heraus ist, wer pflanzliche Speise- fette bevorzugt. Es gibt eine ganze Reihe kochsalzfreier Margarinen, z.B. der Marke Becel. Aber Vorsicht: Es darf keine Milch als Emulgator verwendet werden. Deshalb auf den Zusatz achten: "Frei von Milchbestandteilen", oder in der Deklaration: "Eiweiß = 0". 

ALKOHOL

Vorsicht mit Alkohol ! Jod löst sich ausserordentlich gut in organischen Lösungsmitteln. Die Folge ist, dass vermehrt Jod aus dem Körper "gewaschen" wird. Dies kann bei empfindlichen Personen einen Schub von Beschwerden aller Art auslösen.

KAFFEE

Koffein erweitert die Bronchien (über 4 Stunden !) und hilft damit gegen Asthma. Auch Kopfschmerzen können gelindert werden. Menschen mit überaktivem Stoffwechsel (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) oder chronischer Jodvergiftung sollten aber eher vorsichtig mit Kaffee sein.

SÜSSWAREN

Bitte berücksichtigen Sie, dass sehr viele Nahrungs- und Genußmittel u.a. mit oder aus Milch bzw. Milch- oder Molkenpulver hergestellt sind. Insbesondere über Süßigkeiten versucht man der eigentlichen Zielgruppe für die hier stattfindende Zwangsjodierung, den Kindern und Jugendlichen, ihre tägliche "Jodration" zukommen zu lassen. Wenn also für die neue Milchschnitte oder den Milchriegel damit geworben wird, dass darin "das Beste der Milch" enthalten ist, ist damit sicher nicht das Milcheiweiss, der Milchzucker oder das Milchfett gemeint, denn dann könnten Sie Ihrem Kind genauso gut auch ein Stück Sahnetorte geben. Gemeint ist natürlich die Extraportion Jod, die über das Milch- und Molkepulver in die Produkte gelangt.

Probieren Sie folgendes:

  • Das schottische "Shortbread" von JOSEPH WALKERS. Das meiste aus dem umfangreichen Programm (das z.B. auch "Cocktail Oatcakes" enthält) ist in jedem TEELADEN zu haben
  • englische 'Cadbarry'-Schokolade
  • Marabu-Schokolade aus Schweden

Insbesondere bei Produkten, die aus und mit Milch-, Molke- oder Eipulver hergestellt sind, ist Vorsicht geboten. Diese Pulver werden heutzutage in grossen Mengen europaweit verschoben. Und ob die Milch in Ihrem italienischen Eis wirklich aus Italien kommt, steht in den Sternen.
Besonders betroffen ist auch Schokolade. Häufig ist bereits die Kakao-Rohmasse mit Milchpulver "belastet", ohne dass dies extra deklariert wäre.

ZUCKER

Der Genuss von Zucker läßt den Blutzuckerspiegel plötzlich ansteigen. Der Körper reagiert, indem er Insulin und Adrenalin ausschüttet. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel so jäh, daß er sogar unter das vor der Zuckerzufuhr liegende Niveau abfällt. Sie verspüren erneut Hunger. Genau wie Koffein löst Zucker eine "Berg und Talfahrt" des veg. Nervensystems aus. Reiner Zucker (egal ob weisser oder brau- ner), oder auch Honig, zählt zu den einfachen Kohlenhydraten, die sehr leicht vom Körper in Energie verwandelt werden können. Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke oder wertvollerer Zucker in Gemüse und Obst werden langsamer und unter höherem Energieaufwand "geknackt" und sind daher ein gleichbleiben- der und stabiler Energielieferant. Andererseits ist Zucker sicher eines der reinsten Lebensmittel, die es gibt, keine Vitamine, keine Mineralstoffe, keine Gifte. Wer Zucker verträgt kann sich ruhig dann und wann das Leben ein wenig versüßen.

SOSSEN- UND KOCHHILFEN

Das Problem liegt hier darin, dass die Hersteller keine unjodierten Ausgangsprodukte mehr erhalten und dass viele Produkte Milcheiweiß enthalten. Im Ganzen ist die Produktgruppe deshalb ein Tummelplatz für die Mehrfachjodierung. Bedenken Sie, dass auch Brühwürfel tabu sind. Sie enthalten das Jod möglicherweise gleich dreifach, über das verarbeitete Fleisch, über das zugesetzte Jodsalz und über das Milcheiweiß. Vorreiter der Jodierung ist hier leider die Firma MAGGI. Nur die alte Maggi-Würze ist noch nicht jodangereichert, weil rein aus Soja.

  • KNORR bietet unjodierte Produkte an, darunter die Delikatess-Bratensoße in der braunen Tube. 
  • In Bioläden gibt es aber von RAPUNZEL und anderen Firmen eine sehr gute "Gemüsebrühe salzarm", die überhaupt keine künstlichen Salzzusätze enthält.
  • Ein sehr guter Würzmittelersatz für Tomatenfreunde ist "Oro di Parma" mit Würzgemüse 

MEHLSPEISEN UND KARTOFFEL-VEREDELUNGSPRODUKTE

Weder gewöhnliche Eier-Nudeln noch Nudeln mit jodiertem Salz sind für die Jodrisikogruppe verwendbar. Gehen Sie sicher und kaufen Sie Nudeln, die nur aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt sind.  Bei Nudelsoßen müssen Sie im Einzelnen die Verwendung von Jodsalz anhand der Inhaltsdeklaration überprüfen. Eine ganze Reihe von Ketchups sind unjodiert.

Die Kartoffelfertigprodukte des Herstellers Maggi sind leider vollständig mit Jodsalz hergestellt. Dagegen ist PFANNI dabei, sich aus der Jodierung zurückzuziehen. Ein Lichtblick für Jodgeschädigte sind die köstlichen Klöße und Kartoffelpuffer des fränkischen Herstellers HENGLEIN.

KONSERVEN

Grundsätzlich sind alle Konserven unbelastet, auf denen "Salz", "Kochsalz" etc. angegeben ist. Vorraussetzung ist natürlich, dass keine deutschen Fleisch oder Milchprodukte als Bestandteile enthalten sind. Man findet aber z.B.auch argentinisches Corned Beef.

EIS UND TIEFKÜHLKOST

Die Convenience food ist fest im Griff der Jodierer. Die Großen liefern so gut wie kein Reingemüse mehr. Statt Möhren: "Möhren in Rahmsoße", statt Spinat: "Rahmspinat", und schon ist über die Sahne Jod drin.

Auf Eisgenüsse müssen Jodallergiker in der Regel verzichten, es sei denn es handele sich um reines Fruchteis.

GEMÜSE

Gerade Bio-Erzeuger verwenden organische Dünger, die das vorher dem Tierfutter zugesetzte Jod als Ausscheidungsprodukt enthalten. Aus diesem Grund enthält auch deutsches Bodengemüse und Obst Jod. Lediglich Baumobst ist unbelastet. Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus Südländern (Italien, Spanien, Israel, Ungarn, Neuseeland, Afrika).

WASSER

Prüfen Sie beim Kauf von Wasser, ob dieses Jod (Kaliumjodid, Jodate, Jodite) enthält oder mit Jod angereichert ist ! Mineralwasser kann pro Liter bis zu einem Milligramm Jod enthalten !
Auch wenn Jod nicht ausgewiesen ist, kann Mineralwasser viel Jod enthalten. Es gibt Wasserfilter- systeme, die Jod (statt Chlor) zum Entkeimen des Wassers benutzen. Das Wasser kann dann bis zu 8 Milligramm Jod je Liter enthalten !!!

Da Mineralstoffe und Spurenelemente wie Jod meist gemeinsam vorkommen, ist Mineralwasser häufig auch mit Jod belastet. Gegenüber Jod empfindliche Personen sollten Mineralwasser möglichst meiden !

Jodhaltige Mineralwässer

Jodarme Mineralwässer

Sicheldorfer 960-1048 µg/L

Alpquell 0 µg/L

Ausseer Heilquelle 394

Römerquelle 0

Konstatinquelle 302

Vöslauer 0

Sixtina 231

Waldquell 0

Radenska 217-428

Volvic 0

Peterquelle 206

Gasteiner 11

Martinsquelle 143

Preblauer 11

Johannisbrunnen 121

Güssinger mild 16

Rogaska Donatquelle 93-118

Severinquelle 18

 

Michlquelle 19

 

Aqua vital 20

 

Rosenbergquelle 21

 

Longlife 37

 

Sulzegger 40

 

Thalheimer 45

Für den Jodgehalt im Trinkwasser der Regionen schwanken die Werte zwischen 0,2 und 15,5 µg/l. Der Median liegt bei 2,6 µ g/l. In 75% der Trinkwasserproben wird ein Jodgehalt unter 5,5 µg/l gemessen. Die höchsten Jodwerte des Trinkwassers werden im Norden, die niedrigsten im Süden gemessen. (->Karte der Jodgehalte)

Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte gefiltertes Leitungswasser verwenden.

Chlor begünstigt die Freisetzung von Jod aus Kaliumjodiden, die heute dem Tierfutter künstlich zugesetzt werden. Trinken Sie also z.B. kein stark gechlortes Wasser.

Die über ganz Deutschland verteilten Mineral- und Heilquellen sind stark jodhaltig, z.B. Bad Aachen, Bad Abbach, Bad Birnbach, ... Selters an der Lahn.

Das "Wellnessmineralwasser" von Harzer Grauhof beinhaltet einen Ginsengextrakt, der viel Jod enthält.

FRUCHTSÄFTE

Neben dem Umstand, dass die meisten Säfte aus Konzentrat unter Hinzufügung von Wasser unbe- stimmter Herkunft und Qualität hergestellt werden, können Fruchsäfte einen hohen natürlichen Jodgehalt aufweisen. Rauch Johannisbeersaft 2750 µg/l, Trink Vit 1092l, Sonnenfrucht Apfelsaft 1020, Goldland Orangensaft 680, Lipton Zitrone 504 µg/l. Auch Bier hat es in sich. Clausthaler Herbfrisch 920 µg/l.

FISCH

Meiden Sie Meeresfische. Süßwasserfische werden besser vertragen, sie enthalten von Natur aus weniger Jod. Achtung ! Manche Züchter verwenden inzwischen jedoch jodhaltiges Futter, so dass ihr Süsswasserfisch dem Meeresfisch um nichts nachsteht !

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL, ZUSATZSTOFFE

Meiden Sie rote, orangefarbene und braune Lebensmittel, Pillen und Kapseln. Viele der Produkte in diesen Farben enthalten Jod. Der rote Lebensmittelfarbstoff Erythrosin (E127) besteht zu 50 % aus Jod. Er wird in folgenden Produkten verwendet: Bigarreaukirschen (Kaiserkirschen), Obstkoktails, Coktailkirschen, kandierte Kirschen (Amarenakirschen). Die vorgeschriebenen Höchstmengen für Erythrosin liegen zwischen 150 mg/kg und 200 mg/kg !

Viele Multivitaminpräparate enthalten Jod. Meiden Sie Lebensmittel mit den Zusätzen Carrageen, Agar, Algin, Alginsäuren.

Da die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln das Thema der hier stattfindenenden Zwangs- medikation mit Jod ist, möchte ich das Thema in folgendem Exkurs noch vertiefen.

MEERSALZ / STEINSALZ

Meersalz genau wie Steinsalz hat einen von Natur aus hohen Jodgehalt (siehe Ende Tabelle1 ). Viele Jodallergiker und empfindliche Personen reagieren inzwischen auch auf natürliche Jodgehalte und sollten daher mit Meer- oder Steinsalz zubereitete Speisen meiden. Beachten Sie, dass auch die beliebten Salzkristalllampen aus Steinsalz hergestellt werden und somit die Atemluft in Ihrer Wohnung mit Jod belasten können.

VEGETARISCHE KOST

Soja (Tofu, Sojamilch) beschleunigt die Ausscheidung von Schilddrüsenhormonen. Die in Vollkorn- produkten (Getreide, Samen) sowie die in Ölpflanzen und Hülsenfrüchte enthaltenen Phytine binden Zink und Magnesium im Körper. Dadurch wird die Bildung von Schilddrüsenhormonen reduziert.
Vegetarische Produkte werden sehr häufig mit Meersalz gewürzt. Auch Produkten wie Sojasauce, Tofu und Sojamilch wird inzwischen Jodsalz zugesetzt. Kaufen Sie also nicht unbesehen.

ALLGEMEIN

Algen und Seefische speichern Jod in natürlicher, biologischer Form, nicht als Jodid oder Jodat (Salz der Jodsäure HJO3), wie es dem Jodsalz zugesetzt wird. Jod in natürlicher Form wird zwar besser aufgenommen als künstlich in Form von Jodsalz zugesetztes, kann jedoch ebenfalls zu Beschwerden führen. Dies gilt insbesondere für Meersalz.

Jod wird hauptsächlich im Dünndarm aufgenommen. Wird das Jod bereits im Magen freigesetzt - wie etwa bei Tabletten, Salz u.a. - geht (normalerweise) der größte Teil davon verloren. Aus diesem Grund ist das Jod im Jodsalz recht hoch dosiert.

Beim Kochen von Speisen verdampfen bis zu 50 % des darin enthaltenen Jodes, beim Braten, Backen und Schmoren sind es ca. 25 %. So können Dämpfe, die z.B. in Restaurants oder Kantinen von den jodierten Speisen aufsteigen, Jodallergikern durchaus Probleme bereiten.

URLAUB

In der Schweiz und in Österreich wird das Viehfutter wie in Deutschland jodiert. In allen anderen europäischen Ländern sind daher die reinen Grundnahrungsmittel wie Milch, Butter und Fleisch unbelastet mit (künstlichem) Jod.

Vorsicht bei Restaurantbesuchen ! Die an sich unbelasteten Nahrungsmittel können bei der Zube- reitung mit Jodsalz aus der Restaurantküche versetzt worden sein. Nachfragen ! Nur in England, Irland, Schottland und Portugal ist dies nicht zu befürchten. In diesen Lädern wird kein Jodsalz verwendet.
In Frankreich kann auch das Brot jodiert sein. Nachfragen ! Jodsalz heisst auf französisch Sel de jodi.
In Portugal wird aus Brandenburg importierte H-Milch verkauft.

In Schweden, Österreich und der Schweiz ist das für die Verwendung im Haushalt gedachte Salz jodiert. 

In Amerika werden extrem jodhaltige Mehlbleichmittel verwendet, so dass auf diesem Wege viele Weißmehlprodukte mit Jod belastet sind.

Beachten Sie, dass Meeresluft und mehr noch Meerwasser jodhaltig ist. Wenn Sie empfindlich sind, sollten Sie einen längeren Aufenthalt am Meer vermeiden.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß jenes aus dem Meer mit dem Wasserdampf "aufsteigende" Jod auf Grund seiner Schwere wieder absinkt, sodaß es höhere Bergketten z.B. hinter Neapel oder auch in Sizilien nicht überwinden kann

SONDERHINWEISE UND AKTUELLES

Selbst bei Jodallergikern, die alle oben genannten Hinweise zu beachten versuchen, kann es zu Proble- men kommen. Die meisten Jodallergiker haben früher selbst hohe natürliche Jodgehalte vertragen. Durch die Jodierung zwangssensibilisiert vertragen sie sie nicht mehr (mit Unterschieden).

Überlegen Sie bei Problemen sorgfältig, ob Sie sich regelmäßig neben der gewöhnlichen Ernährung irgend einen Stoff zuführen und seit wann das geschieht. Beispiele:

Allergikern wird empfohlen, den südamerikanischen Lapacho-Tee zu trinken. Bei einigen Jodallergikern wirkt er aber allergieauslösend. Seit einiger Zeit gibt es ein natürliches und durchaus wirksames Husten- mittel mit Efeu-Extrakt . Für Jodallergiker ist es nicht geeignet, da jodhaltig. Ebenso ist Ginseng stark jodhaltig. In manchen Natur-Kosmetika, z.B. in Sonnenschutzmitteln, ist Hagebuttenauszug enthalten, der jodhaltig ist. Allergiker reagieren sehr schnell mit brennender und juckender Haut. Direkte Jodzusätze sind nach der Kosmetikverordnung vom Oktober 97 verboten.

Zudem hat die Tierfutter-Jodierung Auswirkungen, die sich jeder Kontrolle entziehen. Organischer Dün- ger, wie ihn gerade Bio-Erzeuger verwenden, enthält das vorher dem Tierfutter zugesetzte künstlich her- gestellte Jodid als Ausscheidungsprodukt der Tiere. Durch diesen unseligen Zusammenhang können Jodallergiker jetzt auf organisch gedüngte Erzeugnisse pflanzlicher Herkunft (vor allem direkt im Boden wachsendes Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Spargel, aber auch Erdbeeren u.a.) allergisch reagieren.

Nicht genug damit: Auch die Hersteller von Mineraldüngern haben sich dazu überreden lassen, Jod zuzusetzen.

DIÄTEN

Es werden viele Produkte zur Gewichtsabnahnme angeboten, deren Wirkung in erster Linie auf deren hohem Jodgehalt basiert (Spirulina, Kurmolke, etc.). Abgesehen davon, dass diese Diäten i.d.R. sowieso nichts bringen, sollten Sie die Finger von diesen Produkten lassen. Wenn Sie wirklich ernsthaft Probleme mit Übergewicht haben, sollten Sie die Möglichkeit einer Schilddrüsenunterfunktion in's Auge fassen.

Bei einer eventuellen Gewichtsabnahme müssen Sie beachten, dass Ihr eigener Körper u.U. hoch mit Jod "belastet" ist. Dieses Jod wird dann frei, und führt zu entsprechenden Beschwerden.
Beachten Sie, dass auch eine Umstellung auf vegetarische Ernährung (für viele Betroffene leider die einzige Möglichkeit, dem Jodwahn zu entkommen) häufig zunächst mit einer Gewichtsabnahme verbunden ist. 

BIO-Kost

Der Begriff 'BIO' ist nicht geschützt und kann daher von jedem verwendet werden. Es gibt Anbau- verbände wie z.B. DEMETER oder BIOLAND, die Erzeuger- und Verarbeitungsrichtlinien für die ihrem Verband angehörenden Mitglieder aufgestellt haben.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (
BÖLW e.V.), der auch DEMETER und BIOLAND ange- hören, ist ein Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft und repräsentiert den privat- rechtlich organisierten Ökologischen Landbau in Deutschland. Ihm gehören Verbände und Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette ökologischer Lebensmittel an, von der Erzeugung über die Verar- beitung bis zum Handel. Die Qualitätsrichtlinien für Erzeugung und Verarbeitung sind dort aber z.T. deutlich weniger eng gefasst als z.B. bei DEMETER oder BIOLAND.
Das krebserregende Nitritpökelsalz etwa ist für Demeter-Fleisch und Wurstwaren ausgeschlossen, auch wenn die BÖLW den Einsatz inzwischen zuläßt. Die BIOLAND-Verarbeitungsrichtlinien schließen zwar die Verwendung von Nitritpökelsalz aus, lassen aber die Verwendung von Jodsalz ausdrücklich zu.
Nach Auskunft von DEMETER ist bei der Verarbeitung von Demeter-Produkten der Zusatz von Jod ausgeschlossen. D. h. eine künstliche Anreicherung mit Jod im Laufe der Verarbeitung findet nicht statt. Bei der Tierfütterung ist allerdings die Gabe von Jod möglich.
DEMETER und BIOLAND werben u.a. damit, dass auf den  biologisch-dynamischen Höfen ihrer Vertrags-Bauern alle Tiere hofeigenes Futter oder zugekaufte Futtermittel von anderen Bio-Betrieben bekommen. Dies gilt aber nur mit Einschränkungen. Futtermittel konventioneller Herkunft, außer Grundfutter, dürfen z.B. zu max. 10 % (bei Geflügel 20 %) verfüttert werden. Bei Betrieben, die z.B. auf die Demeter-Richtlinien umstellen, darf der Anteil im Zukauf  30 % betragen. Mineralstoffmischungen sind bei BIOLAND ausdrücklich von dieser Höchstmengenregelung ausgenommen. Die Verwendung von Mineralstoffgemischen konventioneller Herkunft (die inzwischen alle jodiert sind) ist daher zulässig.
In wie weit dies auch auf andere Erzeugergemeinschaften zutrifft ist schwer zu sagen. Erkundigen Sie sich ggf. vor Ort oder direkt bei einem Bauern.

DEMETER plant, eine Liste mit Bauern zu erstellen, die ihre Futtermittel nicht zusätzlich mit Jod anreichern. Fragen Sie ggf. bei DEMETER nach, vielleicht beschleunigt das ja die Erstellung.

EINKAUFSTIPS:

  • Spanische und italienische Käse (z.B. orig. ital. Mozarella, spanischer Schafskäse), sofern nicht aus deutscher Milch hergestellt
     
  • Polnische und französische Kuhmilcherzeugnisse sind eingeschränkt verträglich (s.u.)
     
  • Irische Kerrygold-Butter (*) , der Cheddarkäse "Dubliner" von Kerrygold
     
  • Original italienischer Käse (Parmesan "Grana Pardamo", "Provollone", "Piccantino" der "Latteria Sorresinese" in guten Kaufhäusern)
     
  • KAUFHOF führt in seinen Lebensmittelabteilungen in Berlin und Hannover (wahrscheinlich auch in anderen Städten) eine grosse Auswahl an ausländischen Käse- und Wurstwaren sowie  und H-Milch (**) aus Frankreich. Darüber hinaus besteht eine sehr grosse Auswahl an ausländischem Frischfleisch z.B. aus Italien, Frankreich, Neuseeland oder Argentinien.
    Sehr zu empfehlen: Fleisch der italienischen Firma 'TOLKO' (Kaninchen, Hühnchenbrust, Putenbrust + -keule, Hähnchenroulade, Bratwürste), aus Frankreich: „Le Gaulois" Maishähnchen, Suppen- huhn, Barberie Entenbrust / -keule, Ente „Aiquilette", Schafsmilchjoghurt „brebis Natur",  Hasenrücken „geti wilba", „hawa" Cornedbeef, Polnische Gänse von Yano, Englische Clotted Cream (Sahnecreme)
     
  • CANTADOU Raifort Merrettich (Frankreich)
  • BOURSIN franz. Weichkäse
  • PASSENDALE Käsespezialität aus Flandern, in Scheiben (Belgien)
  • CASA MODENA Schweinenacken, luftgetrocknet
  • OLD AMSTERDAM alter Gouda (Holland)
  • TOLKO Frischkäsezubereitung (gibt's in 5 verschiedenen Variationen) (Dänemark)
  • TULIP Schinken-Streifen und - Scheiben (Dänemark)
  • Creme-Fraiche ('Le president')

(*) Obwohl das Länderkennzeichen der Kerryygold, genauso wie die irische Greenfields, aus Deutschland ist, kommt die Butter aus Irland, sie wird lediglich in Deutschland abgepackt.

(**) Wer in der Nähe von Hannover wohnt, kann H-Milch bei Kaufhof unter 0511/3601-273 jeweils bis Mo zum Di der folgenden
    Woche in größeren Mengen vorbestellen oder sich danach erkundigen, wieviel noch im Regal steht. 


Achtung ! Bei französischen Milchprodukten gibt es grosse Abweichungen beim Jodgehalt. Vorsicht vor dem franz. Joghurt 'NicoLait'. Franz. Produkte aus Ziegenmilch sind nicht zu empfehlen.

Vorsicht vor folgenden Produkten:

  • "ungarische Salami" der Firma Herz
  • polnische Krakauer der Firma Koto "Halina Köstlich"
  • YANO orig. polnische Zywieckawurst
  • YANO polnische Krakauer (in Scheiben)


Jodgehalte von Nahrungsmitteln in Tabelle.

 

Quelle: Jodkrank.doc                                              Zusammenfassung dieser Seite in Jodinfo.doc

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