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Wie kommt Jod in unsere Nahrung ? Viele Nahrungsmittel enthalten Jod in natürlicher Form. Derzeit sind viele Tabellen
der Jodgehalte von Lebensmitteln im Umlauf, deren Werte stark differieren. Dies liegt am Messverfahren, bodentypischen Begebenheiten, der Jahreszeit der Messung (Stall- oder Freilandfütterung der Nutztiere), und dem Mess- zeitpunkt (vor oder nach dem Beginn der Jodierungskampagne 1985). Meeresfische und Algen z.B. enthalten relativ viel natürliches Jod.
Jod wird der Nahrung in Form von Jodiden, Jodaten oder Jodophoren zugesetzt. Diese werden zum Teil aus giftigen Industrieabfällen wie Druckfarben, Katalysatoren, Röntgenkontrastmitteln und anderen Abfällen
recycelt. Bei dem den Tiefuttermitteln und dem Jodsalz zugesetztem Jod handelt es sich um Kalium-Jod-Verbindungen. Die Jodierungskampagne begann 1983 in der DDR. 1985 wurde eine interdisziplinäre
Jodkommision ge- gründet. Am 30.5.1988 wurde die Jodierung des Speisesalzes aus der Diätversorgung in die Zusatz- stoff-Zulassungsverordnung überführt. Nunmehr wurde der Einsatz in Großküchen und bei der
Herstellung von Lebensmitteln und Fertiggerichten möglich. Das eigentliche Problem stellt aber die Tierfutterjodierung dar.
Seit etwa Mitte 1998 sind die Mehrzahl der deutschen Hersteller der Mineralstoffgemische (z.B. Josera, Bargophor u.a.), die an Milchkühe verfüttert werden, dazu übergegangen, diesen Gemischen Jod in Form von
Kaliumjodiden und -jodaten zuzusetzen, zunächst 4 mg, dann 10 mg Jod pro Kilogramm Mineral- stoffgemisch (Beilage Josera). Diese Änderung erfolgte, ohne die Bauern ausdrücklich zu informieren. Viele Erzeuger wissen
heute noch nicht, daß sie überhaupt Jod (in diesen hohen Mengen) verfüttern. Auch dem Futter von Schweinen und Hühnern wird Jod zugesetzt. Die in der Putenmast verwendeten einsatzfertigen Futtermittel enthalten
durchschnittlich 1,0 bis 1,3 mg Jod je kg. Die häufig genannte Begründung, dies sei für die Gesundheit der Tiere notwendig, ist nur vorgeschoben. In einer Stellungnahme des Bundesinstitutes
für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinär- medizin (BgVV) vom 5.12.2001 heisst es unter 5.: "Der Jodgehalt in Milch und Milchprodukten, Eiern und Fleisch kann kann nur dann einen relevanten Beitrag
zur Jodversorgung leisten, wenn die Tiere ausrei- chend mit Jod über das Futter versorgt sind." Weiter unter 6.: "... So sind die Jodfuttermittelkonzentrationen auf 4 mg/kg für Equiden
(Pferde) und 10 mg/kg für sonstige Tierarten festgelegt." Professor Gerhard Flachowsky vom Institut für Tierernährung der Bundesforschungsanstalt für Landwitschaft gibt in einem Artikel der Zeitschrift
"Verbraucherdienst" (3/98 S. 390) zu, dass ein Jodzusatz von 10 mg je Kilogrammm Mineralstoffgemisch das 10-100-fache (!) dessen bedeutet, was von der Gesunderhaltung der Tiere her wünschenswert und notwendig (0,1 - 1
mg) wäre. Hier wird das Viehfutter zum Zwecke der Jodierung der Verbraucher jodiert !
Im Tierfutter sind nach EG-Richtline erlaubt:
- 20 mg Jod / kg Alleinfutter bei Fischen und
- 10 mg Jod / kg Alleinfutter bei allen anderen Nutztieren außer Equiden (Pferden)
Geflügelfutter:
- Bedarf laut veter. med. Literatur 40-50µg Jod / kg Alleinfutter.
- In und um Hamburg verfüttern Bio-Bauern 400-500 µg Jod / kg Alleinfutter.
- Konventionelle Landwirte verfüttern 1000-1200µg Jod / kg Alleinfutter. Hier ist die Legeleistung am höchsten, weil
hyperthyreote
Hühner früher in die Mauser kommen und dann eher zu Legen beginnen. Legehennen, die Jod-Eier oder Omega-3-Eier legen, erhalten mindestens 5000µg Jod / kg Alleinfutter.
Laut Auskunft des Hygiene-Instituts Hamburg enthält ein Liter Milch 400-500 µg Jod (Sommer 2001). Landwirte verwenden Jodophore, das heißt dem Jod als Träger dienende, extrem jodhaltige Euterdes-
infektionsmittel, wie sie in keinem anderen Land Europas üblich sind. Zudem ist Jod, das dem Chlor recht ähnlich ist, bei der chemischen Industrie beliebt zur Herstellung von Desinfektionsmitteln,
Pharmazeutika oder Futterzusatzstoffen. So gelangt es über Abgase, Abwässer oder Klärschlamm als Schadstoff in die Umwelt. Wo ist noch überall Jod drin ?
- Augentropfen (sehr viel), z.B. Phospholinjodid, Protagent SE, Katarakton, Durajod, Pherajod, Solan, Vidirakt N, Vitreolent N
- Geriatrika wie Pharmaton und Poikigeron
- Sekretlösende Medikamente die bei Bronchitis und Asthma eingesetzt werden
- Medikamente gegen Herzrythmusstörungen
- Desinfektionsmittel (Jodseife, etc.)
- Roter Farbstoff Erythrosin (E 127) (Amarena- oder Cocktail-Kirschen)
- Orangene Farbstoffe bei Textilien, Teppichen, Wäsche
- Klebstoffe (z.B. in Heftpflastern) können jodhaltige halogenorganische Verbindungen enthalten
Diese Farbe hat Jod: 
Eine Liste häufig eingesetzter jodhaltiger Medikamente kann bei der Deutschen SHG der Jodallergiker, (Postfach 2967, 54219 Trier) gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erhalten werden.
Die Firma Merck gibt eine Medikamentenliste mit jodhaltigen Medikamenten heraus: Postfach 64271 Darmstadt, Frankfurter Str. 250, 64293 Darmstadt. Tel. 06151/72-0 Fax. 06151/72-2000, Internet: www.merck.de. Darüber hinaus können Sie sich bei Ihrem Apotheker oder Arzt erkundigen. Wieviel Jod braucht der Mensch ?
Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass ein Jodmangelkropf nur dann entstehen kann, wenn dauerhaft weniger als 50 Mikrogramm Jod pro Tag aufgenommen werden
(1 Mikrogramm (µg) = 1 millionstel Gramm. 1000µg = 1 Milligramm (mg) = 1 tausendstel Gramm ) . Der von der DGE angegebene Referenzwert für die tägliche Nährstoffzufuhr liegt bei 180-200 µg. Als Höchstdosis wird ein Wert von 1000 µg angenommen. (Dieser Wert ist allerdings durch keine einzige Untersuchung belegt).In Deutschland ist jedoch, ebenso wie in anderen Ländern beobachtet, als Folge einer lang andauernden Gewöhnung an jodarme Lebensbedingungen vielfach mit funktionellen Autonomien der Schilddrüse zu
rechnen, insbesondere bei älteren Menschen. Unter diesen Umständen sollte die Jodzufuhr aus der Nahrung bei Erwachsenen 500 Mikrogramm/Tag generell nicht übersteigen.
Hierzu einige Beispiele des Jodgehaltes einiger Nahrungsmittel heute (je für 100 g in µg):
- Butter 132
- Joghurt 40-50
- Kuhmilch 40-50
- Molkenpulver bis 2040 !
- Sahne 288
- Milchpulver 960
- Brot 50-200(wenn mit Jodsalz gesalzen)
- Wurst unbestimmt hoch
- Kalbfleisch unbestimmt hoch -->
siehe
Tabelle
(Werte unter Vorbehalt) Eine einzige Mahlzeit kann so schnell bis zu 4500 µg Jod beinhalten ! Nun offenbart sich eines der
Hauptprobleme der Zwangsjodierung: wieviel Jod der einzelne mit seiner Nahrung aufnimmt ist vollkommen zufällig und unkontrolliert. Was ist so schlimm an zuviel Jod ?
Jod ist keineswegs die harmlose Substanz, als die Sie gemeinhin dargestellt wird. In der Fachliteratur ist allgemein anerkannt, dass ab einer täglichen Aufnahmemenge von 1 - 2 mg (1000 - 2000 µg) Jod Erkran-
kungen wie z.B. Jodakne und Jodallergie ausgelöst werden (siehe [2] und [3]). Der Schwellenwert, ab dem ein einzelner Organismus durch Anomalien auf das Jod reagiert, ist individuell verschieden.
Weil sie sich der sozialethischen Problematik ihrer Vorgehensweise durchaus bewußt sind, hämmern die
Jodbefürworter immer wieder ein: "Im Gegensatz zur Verwendung von Jod zu Zwecken der medizinischen Therapie und Diagnostik (Desinfektions- und Kontrastmittel) sind die in der Nahrungsergänzung zu
erzielenden zusätzlichen Jodgaben niemals so hoch, daß sie irgend jemandem schaden könnten. Sie sind deshalb auch für den, der ihrer zugegebenermaßen nicht bedarf, zumutbar um des Erfolges für die anderen willen."
Diese Aussagen sind durch die wissenschaftliche Literatur nicht gedeckt. Sie widersprechen zudem in eklatanter Weise den Erfahrungen, mit denen die Selbsthilfegruppe täglich konfrontiert wird und die durch
Fallgeschichten belegt werden können. In der Wissenschaft ist völlig unumstritten, daß ein Teil der Schilddrüsenkranken eine erhöhte Jodzufuhr, und zwar auch nach einer definitiven Behandlung wie z. B.
einer Operation, unbedingt vermeiden muß. Es handelt sich um die Schilddrüsenüberfunktionskranken und die Morbus-Basedow-Patienten, bei denen die künstliche Jodzufuhr die Hormonproduktion in
gefährlicher Weise "anheizt", und die Jodallergiker. Die Gruppe der Morbus-Basedow-Patienten allein umfaßt nach den Zahlen, von denen die Jodbefürworter ausgehen, 800.000 Menschen in Deutschland.
Man weiß aus Erfahrungen in anderen Ländern ganz genau, daß bei einer simplen kollektiven Jodzugabe in der Nahrung die Zahl dieser Erkrankungen steigt. Man erkauft also bei der genannten Vorgehensweise
den Nutzen der einen durch den Nachteil der anderen. Auf einer Tagung des Max von Pettenkofer-Institutes im Jahr 1993 gibt der Münchener Internist K. Mann zu:
"Zum Einfluß der alimentären Jodversorgung auf die Häufigkeit der immunogenen Hyperthyreose liegen nur wenige Daten vor", und formuliert vorsichtig aber dennoch eindeutig: "Nach den vorliegenden
Untersuchungen muß als wahrscheinlich angenommen werden, daß bei genetisch prädisponierten Personen eine höhere Erkrankungsprävalenz für Immunthyreopathien vorliegt, wenn eine nach den
Kriterien der WHO adäquate Jodversorgung gewährleistet ist, als wenn Patienten einem endemischen Jodmangel ausgesetzt sind. In Hinsicht darauf, daß Immunthyreopathien durch höhere Joddosen
begünstigt, die Therapie weniger effektiv und die Rezidivraten wahrscheinlich durch Jodgabe erhöht sind, erscheint eine hohe alimentäre Jodzufuhr, die die WHO-Empfehlungen überschreitet (<25O
µg/Tag), nicht wünschenswert." (K. Mann in: R. Großklaus / A. Somogyi (Hrsg.) Notwendigkeit der Jodsalzprophylaxe; München 1994 (= BGA Schriften 3/94); hier Seite 50/52)
Obwohl die Jodbefürworter stets den Eindruck zu erwecken suchen, Deutschland befinde sich in der Jodversorgung im Hintertreffen gegenüber den anderen europäischen Ländern, so nimmt man dort solche
Erfahrungen doch viel ernster. Es gibt in einigen Ländern eine gesetzliche Regelung über die Jodanreicherung des Speisesalzes, in anderen eine Trinkwasserjodierung, aber man verläßt sich dort
stets auf eine dieser Maßnahmen und holt nicht wie in Deutschland zu einem "Rundumschlag" aus. Fazit Die Jodbefürworter unterlassen, um den Erfolg ihrer Aktion nicht zu gefährden, in der Öffentlichkeit den
Hinweis auf die unbedingt notwendige Differenzierung zwischen Menschen, die an Jodmangel (bzw. Jodverwertungsstörungen
) leiden oder Schwangeren und Heranwachsenden mit erhöhtem Jodbedarf, die deshalb zusätzlich Jod einnehmen sollten, und den übrigen, die Jod nur in normaler bzw. sogar reduzierter Dosis vertragen.
Diese Vorgehensweise ist wissenschaftlich unredlich, undemokratisch und für den tatsächlichen Erfolg einer vernünftigen Jodvorsorge tödlich. Man wirft den Selbsthilfegruppen "Verunsicherung" der Bevölkerung
vor, schadet aber selbst der Sache, indem man eine Eindeutigkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse und der daraus zu folgernden Maßnahmen vorspiegelt, die so nicht besteht.Beispiel: DGE Spezial 04/99 "Die Argumente der Jodsalzgegner wie ´Jodsalz führe zu Jodallergie, -akne oder bestimmten Krebs-
krankheiten, gefährde bis zu 15 Prozent der Bevölkerung, die an bestimmten Schilddrüsenkrankheiten leiden und entspreche damit einer Zwangsmedikation´ sind wissenschaftlich nicht haltbar", urteilen die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Arbeits- gemeinschaft der Verbraucherverbände e. V. (AgV), der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten e. V. (aid)
und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)."
Erst unter dem Druck der Selbsthilfegruppen und eher beiläufig wird in den meisten für die Öffentlichkeit gedachten Publikationen der Jodbefürworter zugegeben, daß die Jodprophylaxe nur für bestimmte klar
definierte Zielgruppen Sinn macht, mit anderen Worten: die allumfassende Zwangsjodierung macht keinen Sinn. [Seitenanfang
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Jod macht doch krank !
Deutsche und ausländische Mitbürger - darunter viele ausländische Studenten - überschütten uns seit vier Jahren mit Hilferufen, weil sie fast keine deutschen Lebensmittel mehr essen können, da diese
jodiert sind. Fatal ist hierbei die tatsächlich unbekannte totale Jodierung des Viehfutters, so dass sämtliche deutschen Fleisch- und Milchprodukte für Jodgeschädigte ungenießbar sind. Wer kann,
weicht z.B. auf polnische Milchprodukte aus. Wer auf Gemeinschaftsverpflegung wie Kantinen, Krankenhäuser, Altenheime, Mensen, Schullandheime angewiesen ist, ist in einer ausweglosen Situation.
In der medizinischen Fachliteratur ist es unbestritten, dass Jod folgende Krankheiten auslöst: Jodallergie, Jodakne, Jodasthma, Hyperthyreose, Kropf, sogenannte heiße Knoten, Morbus
Basedow, Morbus Hashimoto, Morbus Edison, Osteoporose, Herzrhythmusstörungen, hoher Puls, Ohn- machtsanfälle, schwere Depressionen, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit (zitternde Hände,
Zappelbeine), Sehstörungen, Impotenz, Nierenkoliken, Haarausfall, Schweißausbrüche. In der internationalen Nitrosaminforschung ist es unbestritten, dass Jod zu den cancerogensten Nah-
rungsmittelzusätzen überhaupt gehört. Es erhöht die Nitrosaminbildung um mindestens das 6-Fache. Ein steigernder Effekt wird noch erreicht, wenn Jod mit anderen Katalysatoren wie Thiozyanat (im
Speichel) oder Chlorogensäure (im Kaffee) zusammentrifft. Dann wird die nitrosaminbildende Wir- kung des Jodes um ein Vielfaches überschritten.
Die vollständige Jodierung der Grundnahrungsmittel widerspricht dem demokratischen Freiwilligkeits- prinzip. Deutsche Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- u. Hyperthyreose-Kranken
Postfach 29 67, 54219 Trier Autor: D. B.-P. 1999-10-03 [ Seitenanfang
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