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Jodvergiftung

Im Gegensatz zur Jodallergie, die sich sofort (innerhalb von Tagen) zeigt, entsteht eine über die Nahrung ausgelöste Jodvergiftung allmählich über Monate und Jahre.
Die akute Jodvergiftung wird durch vermehrt aufgenommenes Jod bzw. Freisetzung von im Körper angesammeltem Jod eingeleitet. Die "klassische" Jodvergiftung (welche offizielle Stellen und Ärzte als einzige gelten lassen) kann z.B. durch jodhaltige Röntgenkontrastmittel oder Desinfektionsmittel ausgelöst werden. Diese macht sich dann deutlich schneller bemerkbar.
Eine chronische Jodvergiftung ist i.d.R. nicht direkt tödlich, erst an den folgenden Erkrankungen (Herz, Nieren, Magen-Darm, etc.) sterben dann viele einen qualvollen und langsamen Tod.    

Der menschliche Körper speichert normalerweise 12-20 mg Jod. Als "Jodsammler " haben Sie u.U. be- reits mehr als diese Menge im Körper. Ab einer Menge von 2 mg (im Körper freigesetztem) Jod können bereits Symptome wie Reizungen der Schleimhäute, Entzündungen oder Atemnot auftreten. Eine Menge von 2-3 Gramm reinem Jod kann bereits tödlich sein, dies entspricht einer Menge von 30 ml Jodtinktur.
Wenn die "jährliche Grippe" bei Ihnen in den letzten Jahren ungewöhnlich lange (>2 Wochen) und schwer ausgefallen ist, kann es sein, dass Sie gleichzeitig noch eine Jogvergiftung "auskuriert" haben.
Die Symptome wie Schnupfen, Halsentzündungen, Grippekopf, Atemnot oder Fieber sind die selben.

Jod gehört wie Ozon oder Chlor zu zu den sehr starken Oxidationsmitteln. Sie zerstören durch Oxidation lebenswichtige Stoffe wie z.B. den zelleigenen Sauerstoff im Körper. Die Sauerstoffaufnahme wird so ggf. bis zum Ersticken der Zellen reduziert. Die Folge sind Atemnot, starker Leistungsabfall, nächtliches "Durchhängen" von Kreislauf und Körpertemperatur mit morgendlichem Erschlagensein sowie starke Kopf und Nierenschmerzen. Ein saures Mileu begünstigt die Oxidaton.  (siehe "Erkrankungen")

Bei der Entgiftung des Körpers spielt die Leber eine wichtige Rolle, sie kann viele Substanzen chemisch inaktivieren oder zumindest in besser wasserlösliche Form überführen, die dann um so leichter ausge- schieden werden. Es gibt aber Gifte (z.B. Quecksilber, Cadmium, Blei) für die unser Körper über keinen Ausscheidungsmechnismus verfügt. Diese werden daher in bestimmten Körperregionen (z.B. Fettpolster) abgelagert. Sobald die Lagerkapazitäten erschöpft sind oder aufgelöst werden (z.B. bei Diäten), wird der Köper plötzlich mit Gift überschwemmt. Man nennt solche Gifte kumulierend, man kann lange Zeit geringe Dosen eines kumulierenden Giftes aufnehmen und aushalten, bis es dann plötzlich zur Vergiftung kommt. (Wawra/Dolznig/Müllner "Chemie erlebt")

Es gibt viele Menschen, bei denen auch Jod kumulierend wikt. Bei entsprechend veranlagten Menschen kommt eine Überproduktion von durch das Jod induzierten Schildrüsenhormonen hinzu. Dies kann u.U. sogar eine thyreotoxische Krise auslösen.

Wieder andere reagieren allergisch auf das Jod.

Symptome einer akuten Jodvergiftung:

  • Entzündung von Nasen, Mund- und Magenschleimhäuten (Jodschnupfen)
  • Nervosität und starke Schlafstörungen
  • Herzklopfen und Herzrythmusstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Fieber und allgemeine Schwäche, starkes Schwitzen und "kalter Schweiss"
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
  • starkes Wachstum von Haaren und Nägeln
  • stark überspannte Muskulatur (stechende Schmerzen in belasteten Muskeln, Sehnen und Gelenken)
  • Atemnot und Kurzatmigkeit
  • erhöhtes Sexualverlangen
  • in schweren Fällen auch eine Schwellung der Schilddrüse

Symptome einer chronischen Jodvergiftung:

Hautveränderungen

  • erhöhte Talgproduktion und vergrößerte Talgdrüsen
  • schorfige Schuppenflechte auf dem Kopf und hinter den Ohren
  • Silberhaut auf dem Rücken
  • gerötete und geschwollene rote Hautflecken
  • trockene, stark juckende Haut
  • "stechendes" Jucken vor dem Einschlafen
  • eitrige Pusteln, die lange brauchen um abzuheilen
  • brüchige Nägel, "welker" Handrücken

begleitet von

  • ständigem Durchfall
  • Übelkeit und Sodbrennen
  • Heisshunger (abendliche Fressattacken) ohne Gewichtszunahme
  • Magenkrämpfe
  • erhöhte Magensäureproduktion (Verätzungen der Bronchien durch Magensäure, die nächtens die Speiseröhre hoch gelaufen war)
  • verstärkter Harndrang
  • Schwindel, grippeartige Symptome, Kopfschmerzen (vor allem nach dem Essen)
  • "Raucherschnupfen", morgendliches "Abschleimen" 
  • Reizbarkeit + starke Lärm- und Lichtempfindlichkeit
  • latente Aggressivität und Stimmungsschwankungen
  • gereizte und entzündete Augen
  • Nierenschmerzen (vor allem nach Anstrengungen und beim Abnehmen)

Die Vergiftung mit Jod wirkt zunächst auf äusserst subtile Art. Alle oder auch nur einige der o.g. Symp- tome können mal mehr und mal weniger auftreten. Es werden bevorzugt ohnehin belastete Teile des Organismus angegriffen. Häufig denkt man deshalb zunächst an Stresssymptome

  • "Reizdarm" wegen des ständigen Durchfalls
  • "Sehnenscheiden- und Kapselentzündungen" durch chronische "Überlastungen" von Muskeln und Sehnen bei der Arbeit
  • entzündete Augen wegen Bildschirmarbeit
  • ständiges "Geschafftsein" und "Neurodermitis" durch Stress, etc.

Der gesamte Organismus ist ständig angespannt, insbesondere die Muskulatur kommt nie zur Ruhe. Entspannung ist irgendwann kaum noch möglich. Hierdurch entstehen Muskel und Gelenkschmerzen. Blessuren, die normalerweise in Tagen oder Wochen abheilen, brauchen plötzlich Wochen und Monate. Man glaubt, man wird alt, fühlt sich auch wie ein 70-jähriger. Eigentlich nicht übermäßig stark belastete Sehnen schmerzen irgendwann ohne ersichtlichen Grund ständig. Zusammen mit den Schlafstörungen, der Überreizbarkeit und dem Gefühl ständig krank zu sein entsteht ein Zustand völliger Unzufriedenheit. Man fühlt sich irgenwann nur noch wie ein "Haufen Sch.....". Eine latent vorhandene zunehmende Aggressivität führt schon bei kleinen Anlässen zu Wutausbrüchen und cholerischen Anfällen.

Maßnahmen im Fall einer chronischen Jodvergiftung:

Konsequente Ernährungsumstellung !

  • unbedingt alle künstlich jodierten Lebensmittel meiden ! (insbesondere deutsche Butter, Milch, Milchprodukte, Brot, Brötchen und Gebäck). Siehe hierzu Ernährung.
     
  • Jod in der Arbeits- oder Lebensumgebung meiden
     
  • Vorsicht mit Alkohol ! Alkohol löst vermehrt Jod aus dem Körpergewebe. Ein schwerer "Giftschub" kann die Folge sein.
     
  • Soja (Tofu, Sojamilch) beschleunigt die Ausscheidung von Schilddrüsenhormonen
     
  • die in Vollkornprodukten (Getreide, Samen) sowie die in Ölpflanzen und Hülsenfrüchte enthaltenen Phytine binden Zink und Magnesium im Körper. Dadurch wird die Bildung von Schilddrüsenhormonen reduziert, (Vorsicht: Schilddrüsenunterfunktion ), was wiederum stark beruhigt
     
  • Zwiebeln und Knoblauch hemmen die Jodaufnahme
     
  • Nüsse senken den Thyroxinspiegel
     

Die Ernährungsumstellung beginnt bereits nach weinigen Tagen zu wirken (festerer Stuhl, allmähliche Beruhigung).Erst nach mehreren Wochen bzw. Monaten normalisiert sich der Organismus langsam und alle o.g. Symptome bilden sich zurück.

Jod bzw. daraus resultierende chemische Verbindungen wird nur langsam abgebaut. Überschüsse werden in der Schilddrüse, in den Magenschleimhäuten und den Speicheldrüsen angereichert. Übelkeit und Sodbrennen setzen meist dann ein, wenn der Fettstoffwechsel "anspringt". Dies ist z.B. nach einer halben Stunde körperlicher Aktivität der Fall oder wenn ca. 2-3 Std. nichts gegessen wurde. Dann wird vermehrt körpereigenes Jod freigesetzt. Auch die Nieren schmerzen anschliessend (oft erst am nächsten Tag) besonders.Daher am besten viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.

Die Entgiftung des Körpers dauert mindestens mehrere Monate, abhängig davon, wieviel  Jod im Körper gespeichert ist kann der Entgiftungsprozess mehrere Jahre dauern.

 Das Befinden schwankt in dieser Zeit stark. Es können Nieren- und Kopfschmerzen, Fieber (vor allem Nachmittags), Kreislaufstörungen oder Hitzewallungen auftreten. Diese Symptome werden jedoch im Lauf der Wochen, Monate und Jahre zunehmend besser.

In diesem Zusammenhang von Bedeutung sind auch die möglicherweise Verschlechterung der Vergiftungsbeschwerden durch Elektrosmog und Quecksilber in Amalgam-Füllungen.
 

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