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Wie die steigenden Absätze der Mineralwasserindustrie und der Hersteller von Wasseraufbereitungs- anlagen
zeigen, mißtraut eine zunehmende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern der Qualität des Wassers, welches aus ihrem häuslichen Wasserhahn fließt. Dem gegenüber stehen die Verlaut- barungen öffentlicher Stellen,
insbesondere der Wasserwerke, Wasser aus dem Wasserhahn könne unbedenklich getrunken werden. Aber ist es von öffentlicher Seite aus wirklich unbekannt, daß sich gesundheitlich bedenkliche Stoffe, Gifte und Keime im
Wasser befinden können, oder wird der Verbrau- cher, warum auch immer, in diesem Punkt nicht richtig informiert, ja sogar irregeführt? Wasser ist für den Menschen ein unersetzlicher Grundstoff, zur
Aufrechterhaltung seiner Vitalfunktionen, der in relativ großer Menge benötigt wird. Deswegen können darin enthaltene Schadstoffe im Körper schnell akkumulieren. Es ist deswegen unabdingbar, daß zumindest unsere Trink-
und Kochwasser- versorgung mit ausreichend reinem, unbelasteten Wasser gewährleistet ist. In einem 1997 erschienenen Artikel im "Deutschen Ärzteblatt" heißt es im Resümee: "Der Nachweis zahlreicher
anthropogener Fremdstoffe im Rohwasser und im Trinkwasser rechtfertigt Besorgnisse um die chemische Qualität des Trinkwassers." Das Problem von seiten der Wasserwerke ist, daß nur ca. 5% des von ihnen
gelieferten Wassers als Trinkwasser genutzt werden, die restlichen 95% aber als Brauchwasser zum Duschen, Spülen, etc. genutzt werden. Wasserwerke müssen aber das ganze von ihnen gelieferte Wasser in der gleichen
Qualität zu Verfügung stellen und dabei wirtschaftlich arbeiten. Jede zusätzliche oder bessere Filtration ab Klär-, bzw. Wasserwerk und jede Modernisierung der Rohrleitungen kosten viel Geld, das in der Regel nicht
vorhanden ist. Um die Wasserversorgung aufrecht erhalten zu können, arbeiteten deshalb bereits direkt nach Einführung der neuen Trinkwasserverordnung (1990) zahlreiche Wasserwerke mit Ausnahme- genehmigung, da in dem
von ihnen gelieferten Wasser, die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht eingehal- ten werden konnten. Es mußten bereits viele Wasserwerke und Brunnen geschlossen werden, da sie der Giftflut nicht mehr Herr wurden. Das führt
dazu, daß das Rohwasser aus immer tieferen Schichten und weit entfernten Regionen herangeschafft werden muß. Probleme bereitet den Wasserwerken auch der sinkende pH-Wert des Wassers, durch den sauren Regen. Das
Trinkwasser wird dadurch zunehmend saurer. Dadurch werden verstärkt Rohre angegriffen und insbesondere Blei, Kupfer
und Asbestfasern aus ihnen gelöst. Auch im Boden enthaltene Schad- stoffe werden vom sauren Regen vermehrt gelöst und ins Grund- bzw Oberflächenwasser ausge- schwemmt. Die Folgen des sauren Regens sind bundesweit von den Wasserwerken kaum in den Griff zu bekommen, da Entsäuerungsanlagen ausgesprochen teuer sind.
Es gibt eine Vielzahl von Fremdstoffen und Umweltgiften die den Weg ins Trinkwasser finden können. Im Folgenden werden die wichtigsten aufgeführt.
- Blei und Kupfer aus den Rohrleitungen der Hausinstallation.
- Asbestfasern aus den Hauptleitungen ab Wasserwerk.
- Pestizide, Nitrat/Nitrit und Phosphate aus der Landwirtschaft.
- Weibliche Geschlechtshormone aus der "Pille".
- Arzneimittelwirkstoffe aus Schlankheitsmitteln und Cholesterinsenkern.
- Tenside aus Farb- und Waschmitteln.
- Phtalate (Weichmacher aus Kunststoffen).
- Trihalomethane, die als Reaktionsprodukte bei Chlorierung des Trinkwassers entstehen können, sowie Chlor selbst.
- Keime aus dem Rohrleitungssystem,
- Giardia lamblia (Hundekotbakterie) und Erreger wie Cryptosporidium.
- Organische Verbindungen der Chlorchemie, wie PCB's
Eine Reihe von Substanzen, die im Trink- und Rohwasser vorkommen können, haben Wirkungen, die denen weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene) entsprechen (Hormone, Phtalate, Pestizide, PCB, etc.). In vielen Flüssen
werden deswegen zunehmend weibliche Fische geboren. Die aufgeführten Schadstoffe können zum Teil von den Wasserwerken nicht oder nur unvollständig ausgefiltert werden, bzw. gelangen erst nach dem
Wasserwerk ins Wasser. Einige, wie Giardia lamblia oder Hormone, werden gar nicht erst untersucht, da für diese keine Grenzwerte vorgeschrieben sind. "Die Bilanz ist klar. In den letzten
Jahrzehnten hat die Qualität unseres Trinkwassers rapide abgenommen." Quelle: http://www.ano.de/wasser/tbj-h2o.htm Bevor Sie jetzt aber zu Mineralwasser greifen, lassen Sie sich gesagt sein, dass dessen Qualität noch schlechter ist, als die des Leitungswassers. Sehen Sie auch Ernährung->Wasser
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Privatisierung der kommunalen Trinkwasserversorgungen Die Europäische Union will ALLE kommunalen Trinkwasserversorgungen
privatisieren! Von den Bürgern fast unbemerkt wird derzeit in Brüssel durch die EU-Kommission mit Hilfe der großen Stromkonzerne und anderer Weltkonzerne (z.B. Suez, Veolia, Eon, RWE u.a.) die Privatisierung der
öffentlichen Wasserversorgung für ganz Europa stark vorangetrieben. Das lässt, wie in England und Wales bereits geschehen, für die Bürger Schlimmes befürchten. Denn dort sind die Wasserpreise nach der Privatisie- rung
stark angestiegen, die Aktionäre haben riesige Gewinne abgeschöpft, die Anlagen wurden herunter gewirtschaftet und die Wasserqualität hat sich verschlechtert. Der Gewässerschutz ist auf der Strecke geblieben. Es geht
nicht mehr ums Wasser. Es geht nur noch um möglichst hohe Gewinne. Künftig soll auch ein privater Konzern (z.B. EnBW, RWE oder CocaCola) die Wasserversorgung einer Stadt, einer Gemeinde, eines Zweckverbands oder
einer ganzen Region betreiben können. Durch sog. Gebietskonzessionen wäre dann die Wasserversorgung für lange Zeit (20 bis 25 Jahre) unwiderruflich aus der Hand gegeben. Jodgehalt in Trinkwasserproben der Regionen Für den Jodgehalt im Trinkwasser der Regionen schwanken die Werte zwischen 0,2 und 15,5 µ
g/l. Der Median liegt bei 2,6 µg/l. In 75% der Trinkwasserproben wird ein Jodgehalt unter 5,5 µg/l gemessen. Die höchsten Jodwerte des Trinkwassers werden im Norden, die niedrigsten im Süden gemessen. |
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Biologische Abwasserklärung Im der dicht besiedelten Deutschland müssen die Planer eine möglichst gute Abwasserreinigung auf möglichst wenig Raum in möglichst kurzer Zeit erreichen. Deshalb bleibt das
Abwasser in unseren biologischen Kläranlagen nur 6 - 8 Stunden in den Belebtschlamm-Becken. Denn hier filtern Bakterien und einzellige Ur-Tierchen Schadstoffe aus dem Wasser. In einem nachgeschalteten Absatzbecken
sinken Sie als Schlammflocken zu Boden. Damit ist das Klärproblem jedoch noch nicht gelöst. Denn jetzt ist der Schmutz zwar nicht mehr im Wasser, dafür aber im abgesetztem Bakterien-Schlamm konzentriert. Diesen
Schlamm muss man entweder verbrennen - und dabei einen Teil der Schadstoffe einfach in die Luft blasen - oder nach einer Kompostierung in Faultürmen auf Müll-Deponien bringen. Früher waren Bauern dankbare Abnehmer
des kompostierten Klärschlamms, der reich an Mineralstoffen ist. Doch heute birgt dieser Schlamm so viele Schwermetalle und andere bedenkliche Schadstoffe, dass er für die Landwirtschaft als Dünger kaum mehr in Frage
kommt. Huminstoffe binden nun Schwermetalle im Klärschlamm und beschleunigen die bakterielle Zersetzung. Das ist gut für die Betreiber des Klärwerks aber schlecht für die Menschen, die die Huminstoffe aufneh-
men (s.u.). Huminstoffe und Huminstoffsysteme Der Humus ist die Gesamtheit der im Boden befindlichen abgestorbenen organischen Substanzen und verwitterten anorganischen Ausgangsmaterialien, wie Mineralien und
Gesteine. Unter den organischen Bodeninhaltsstoffen spielen die hochpolymeren Huminstoffe infolge ihrer Menge eine herausragende Rolle.Als Huminstoffe
bezeichnet man schwach braun bis schwarz gefärbte, in der Regel in Böden gebildete, postmortale organische Substanzen ohne reproduzierbare chemische Struktur und mit regional unter- schiedlichen Eigenschaften und Zusammensetzungen. Aufgrund ihrer hohen spezifischen Oberfläche und ihrer Struktur mit vielen funktionellen Gruppen und Hohlräumen haben sie eine wichtige Bedeutung beim Stofftransport in der Lithosphäre. Sie werden in der Natur gelöst im Grundwasser und in verschiedenen Lagerstätten gefunden, wie in Sedimenten, Humus, Torf, Braunkohle, nicht aber in Steinkohle. Alle Huminstoffe enthalten Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und in sehr geringen Mengen Schwefel und Phosphor.
Huminsäuren
können mit ihren vielseitigen funktionellen Gruppen als Polyelektrolyte betrachtet werden. Polyelektrolyte sind Makromoleküle, die über eine große Anzahl von ionisierbaren Gruppen verfügen. In Wasser dissoziieren Polyelektrolyte in ein elektrisch hoch geladenes Polyanion und eine entsprechende Anzahl von Kationen. Diese Polyanionen bieten verschiedenen Kationen (z.B. Schwermetallen und Protonen) vielfältige Reaktionsmöglichkeiten. Huminstoffe zählen deshalb zu den wichtigsten Sorbenten für Schwermetallkationen (Blei, Kupfer) in Böden. Hinsichtlich ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften sind Huminstoffe jedoch sehr heterogen.
Die Bodenacidität (Säuregehalt) läßt sich auf eine Vielzahl von Einzelprozessen zurückführen, die mit je unterschiedlichen Intensitäten an der Veränderung des pH-Wertes des Bodens beteiligt sind. Der
mittlere pH-Wert im Erdboden liegt in der Bundesrepublik Deutschland im Jahresmittel bei pH = 4.3. Im Boden selbst werden Protonen produziert, z.B. bei der bodeneigenen Kohlendioxid-Produktion oder bei der Humifizierung
und Mineralisierung. Der Boden selbst hat Puffersysteme (Carbonat-, Silikat- und Phos- phatpuffer), die eine gewisse Menge der vorhandenen Protonen neutralisieren können. Durch externe Säurelieferanten, wie z.B. stark
saure Niederschläge (Protoneneintrag 0.8 bis 3 kmol/ha jährlich) und physiologisch saure Dünger, kann die Acidität des Bodens steigen, weil die großen Protonenkonzentra- tionen nicht mehr kompensiert werden können.
Durch die Versauerung der Böden werden Calcium- und Magnesiumionen ausgewaschen, wobei toxische Aluminium- und Schwermetallionen den Boden bele- gen. Schwermetallionen können z.B. durch den Staubniederschlag und das
Traufwasser in den Boden gelangen. Die Mobilität toxischer Schwermetallionen in Böden und Pflanzen hängt von der Bodenacidität ab. Unterhalb etwa pH = 3.5 gehen die Metalle, die an Huminsäuren und Mineralien gebunden
sind, in Lösung und können somit von Pflanzen aufgenommen werden. Pflanzenschutzmittel und Chemikalien können durch Einlagerungen der organischen Moleküle in Humin- stoffe im Boden transportiert werden und somit in
das Grundwasser gelangen. Verwendungszweck Huminstoffe und -säuren werden verwendet
- als Bodenverbesserungsmittel (Dünger)
- als Pflanzenverstärkungsmittel (Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge)
- zur Förderung der Lagerfähigkeit von Früchten
- zum Schutz von Ferkeln gegen Darminfektionen
- zur Absorbtion von Schwermetallen im Klärschlamm
- zur Beschleunigung des Abbaus von Schädlingsbekämpfungsmitteln
Huminstoffe und -säuren erweisen sich so als eierlegende Wollmilchsäue zur Kompensation von Umwelt- giften. Dies ist deshalb äußerst praktisch, da bei der Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln
die Bewertung von Boden- und Wasserbelastung nicht nach der tatsächlich ausgebrachten Gift- oder Schadstoffmenge, sondern nach der nach einer bestimmten Zeit in Grundwasser und Boden verbleiben- den Schadstoffe
vorgenommen wird. Hierbei kann es durch die Heterogenität (unterschiedliche Beschaffenheit) der Böden und anderer Bedingungen zu erheblichen Abweichungen bezogen auf die Aufnahme von z.B. toxischen
Aluminium- und Schwermetallionen kommen. Folgen Huminsäuren binden (neben Nitrat) Jod und Jodid im Magen-Darm-Kanal, was dazu führt , dass Jod nicht mehr in ausreichender Menge aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Die
Folge sind Jodverwer- tungsstörungen
mit allen daraus resultierenden "Jodmangelerkrankungen" (Entwicklungsstörungen, Kropf, Demenzerscheinungen). Diese nun als "natürlichen Jodmangel" hinzustellen erfordert schon ein gutes Stück an Dreistigkeit und Zynismus.
Verwendung von Huminstoffen in der Medizin
Besonders reichlich kommen Huminstoffe in stark zersetzten Hochmoortorfen vor, die von alters her medizinisch genutzt werden. Hauptindikationen für Moorbehandlungen sind rheumatische und gynäko- logische Erkrankungen.
Moortrinkkuren werden vor allem zur Behandlung von Magen-, Darm- und Leber- leiden verwendet. Die Huminstoffe in den Moorbädern wirken entzündungshemmend. Die entzündungs- hemmende Wirkung wird hauptsächlich auf
Natrium- und Ammoniumhumat zurückgeführt, die den Lipoxygenaseweg der Arachidonsäurekaskade (dieser Stoffwechselweg ist eng mit dem Entzündungs- geschehen verbunden) hemmen. Auch wird den Huminstoffen eine antivirale
Wirkung zugesprochen. Wegen der Bindung von Schwermetallen an Huminstoffe werden diese zur Verminderung von allergischen Reaktionen z.B. durch Nickelkontakt diskutiert. [Seitenanfang
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