SPEED RACER (AN 221)

(Regie: The Wachowski Brothers, USA 2008, Warner Bros.)

 

Speed Racer liegt die Geschwindigkeit im Blut. Schon als Kind kann er sich für Autorennen begeistern und als er größer ist, fährt er für seinen Vater Pops Racer. Der Konzernchef Royalton möchte ihn gern abwerben, aber Speed widersteht dem Angebot. Royalton nutzt die Rennen, um seine Firma immer mächtiger zu machen und nur bei einem Querfeldeinrennen kann Speed das Familienunternehmen retten. Dabei hilft ihm der geheimnisvolle Racer X, in dem Speed seinen verunglückten Bruder zu erkennen glaubt. Beim abschließenden Grand Prix müssen noch einmal alle Fahrer zeigen, was in ihnen steckt. Royaltons Fahrer arbeiten mit unsauberen Methoden, um Speed aus dem Rennen zu werfen. Jetzt kann er zeigen, ob er die Meisterklasse seines Bruders beherrscht.

Nach dem Abschluss der „Matrix“-Trilogie begeben sich die beiden filmbegeisterten Brüder Wachowski erneut in das Genre des Science Fiction-Action-Films. Die heutige Tricktechnik erlaubt es, eine alte Trickserie als atemberaubenden Realfilm zu gestalten. Trotz der beschworenen Werte wie Freundschaft und Familie sind es die Effekte, welche den Reiz des Filmes ausmachen. Die bonbonbunten und rasant geschnittenen Bilder wirken fast wie eine Droge auf den Sehnerv und man kann der Handlung manchmal nur mit Mühe folgen. Diese nimmt viele Versatzstücke aus Rennfahrerfilmen in sich auf und lässt dabei auch „Ben Hur“ nicht außen vor. Gegen die computergenerierten Effekte kommen die Schauspieler kaum an und einige haben nur wenige Kurzauftritte. Auch viele deutsche Schauspieler, die beim Dreh in Babelsberg dabei waren, sind nur sehr kurz im Bild zu sehen. Die Anklänge an europäische Bauwerke in der virtuellen Architektur des Films sind dabei zwar kein Ausgleich, aber machen wenigstens Spaß. Für Fans von Computerspielen ist das sicherlich der richtige Film.