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DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (AN 229) (The Imaginarium of Dr.
Parnassus, Regie: Terry Gilliam, F/GB/CDN 2009, Concorde) Vor tausenden Jahren ließ sich Dr. Parnassus auf eine Wette
mit dem Teufel, Mr. Nick, ein und gewann die Unsterblichkeit. Doch jetzt fordert
Mr. Nick den Wetteinsatz. Parnassus soll ihm seine Tochter Valentina an ihrem
16. Geburtstag überlassen. Doch Parnassus kann sich mit Mr. Nick auf eine neue
Wette einigen, bei der derjenige gewinnt, welcher als erster 5 Seelen
einsammelt. Dank des Einfallsreichtums von Tony, den Valentina vor dem Tod
errettet, kann die kleine Varietetruppe, mit der Parnassus durch England zieht,
genügend Seelen sammeln, um den Teufel zu besiegen. Regisseur Gilliam konnte aus dem tragischen Tod seines Hauptdarstellers noch eine Tugend machen und die Ersatzschauspieler in seine Geschichte einpassen. Neben der herausragenden Besetzung überzeugt aber auch die Geschichte voller überbordender Phantasie, in der das triste London der Gegenwart den bunten Phantasiewelten hinter dem Spiegel entgegengestellt wird. Die prächtigen Bilder sind aber nicht Selbstzweck, sondern dienen der Geschichte, die ein eigentlich ziemlich trauriges Geschehen mit sehr viel Humor erzählt. Parnassus Kabinett wirkt vielleicht etwas altmodisch, ist aber in Wirklichkeit zeitlos. Gleichzeitig schenkt Gilliam auch dem Kino als Ort der Träume eine berauschende Erfahrung, welche die Sinne des Zuschauers stimuliert. Ein wunderbares Erlebnis, welches man immer wieder anschauen möchte. |