Experimenteller Winkeladapter


Da Winkeladapter für den PCMCIA Port des Amigas rar sind, habe ich mir etwas einfallen lassen und mal einen einfachen Adapter aus Stift- und Buchsenleisten zusammengelötet.

Man nehme eine PCMCIA Karte, jeweils zwei Stiftleisten 2x20 gewinkel, 2x20 gerade und zwei Buchsenleisten 2x20. Alle im 1,27mm Raster.

Bei jeweils einer Leiste werden sechs Kontakte abgetrennt. Bei den Buchsenleisten muß man ggf. eine Reihe für den Schnitt opfern. Auch mußte ich die beiden Buchsenleisten jeweils an einem Ende mit der Feile nachbearbeiten, weil diese sonst nicht anreihbar gewesen wären.

Die geraden Stiftleisten stecken wir in die PCMCIA Karte, die Buchsenleisten fixieren wir mit den gewinkelten Stiftleisten, jeweils die kürzere und längere Leiste versetzen, sodaß eine Überlappung an der Schnittstelle entsteht. Dann werden die Pins einfach vor Kopf zusammengelötet.

Das gleiche nochmal mit den gewinkelten Stiftleisten und fertig ist der Adapter, fast jedenfalls.

Der Adapter mit der Karte zusammen. Das Ganze ist zwar nicht verpolungssicher, aber Kontakttechnisch sind wir schon mal um's Eck.

Um die mechanische Stabilität zu erhöhen, vergießen wir den Adapter noch mit Zweikomponenten Kleber. Dazu bauen wir aus Klebeband eine Art provisorische Gießform drumherum.

Zum Vergießen habe ich den 2-Komponenten Epoxidharzkleber UHU Endfest 300 verwendet und um dessen Kriecheigenschaften Einhalt zu gebieten nach Augenmaß entsprechend THIXOTROPIERMITTEL 500 ML (Conrad Electronic) beigemischt.

Das Thixotropiermittel hat seine Wirkung gezeigt, es ist kein Kleber in die Buchsenleiste hineingelaufen, dafür ist das Gesamtergebnis nicht ganz so hübsch geworden, aber es langt. Vielleicht hätte ich es doch etwas warm machen sollen.

Es folgt der ultimative Test. Da sich aus Platzgründen der Original Winkeladapter nicht entfernen läßt, mußten beide auf mal ran.

Zuerst habe ich meinen Winkeladapter eingesteckt und dabei darauf geachtet, daß er mittig sitzt, um ein Verpolen durch versetztes Einstecken zu vermeiden. Zur Sicherheit habe ich dies mit einem Durchgangsprüfer gegenüber dem Mainboard gecheckt. Dann habe ich die Netzwerkkarte eingesteckt. Man beachte die 180 Grad Drehung der Karte durch die zwei Adapter, weshalb man die Unterseite sieht. Auch läßt sich die Mittigkeit anhand der PCMCIA-Karte und der Führungsschienen des originalen PCMCIA Slot sehr gut beurteilen.

Was leider kein Bild der Welt beweisen kann, it works, realy!
Nachahmung wie immer auf eigene Gefahr.
Nach dem gleichen Prinzip kann man auch den Uhrenport winkeln. Meine Prelude paßt nur so und läuft einwandfrei.






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