(akt. am 20.04.2004)
Unser diesjähriger Urlaub führte uns zum ersten
Mal nach Italien. Den Tipp hatten wir von Gabi und Uwe, die im letzten Jahr
einen Tripp dorthin mit dem Motorrad unternommen hatten. Auch die Vorzüge
der Süd-Ostseite des Sees wurden uns von den Beiden ans Herz gelegt. So
suchten wir im Internet die Gegend ab und landeten in Bardolino. (Eine gute
Adresse ist www.lagodigardamagazine.de) Auf dieser Seite lies sich nach Orten und Kategorien
ausgewählt eine Suchmaschine füttern und zeigte nähere Infos
und Preise an. Unsere Wahl fiel auf das Hotel Idania (www.bardolino.net/idania),
nahe zu Zentrum und See. Ein sehr sauberes Haus, gepflegter Pool, freundliches
Personal und - oh Schreck - direkt an der Hauptstrasse. Was uns erst störte
stellte sich jedoch nur an den Samstagen als laut heraus.
Der Ort selbst hatte alles was man sich so unter Sommer
in Italien vorstellt. Einen schönen Ortskern mit vielen Plätzen und
Gassen. Unmengen kleiner Geschäfte, Restaurant´s, Kaffee´s
und Eisdielen! Wobei sich auch die Krönung aller Eisdielen befand - das
Cristallo! (Nachbarn in unserer Strasse haben mir erzählt, dass sie mit
dem Linienschiff von ihrem Quartier an der anderen Seeseite extra wegen dem
Eis vom Cristallo nach Bardolino kamen). Das alleine ist zwar noch kein Grund
dort hinzufahren, wenn da nicht noch die Pizza´s, Pasta´s, Tomaten
mit Mozarella, Cappucino´s (Helga ich weiss, es heisst Cappucini) wären.
Und noch ein gewichtiges Argument beeinflusste unseren Entschluss - wir sind
Pfälzer und fühlen uns in Weingegenden sehr wohl, und dort gibt es
den guten Bardolino! In rot, weiss und als Frizzante - hmmm!
Das nebenstehende Bild entstand während einem Ausflug
nach Sirmione und zeigt Oleanderbäume - ja Bäume! Ausserdem haben
wir sonst am Gardasee noch eine Bananenstaude mit Früchten, eine Hecke
mit Passionsblumen und haushohe Bugeinvillea gesehen - und das alles im Freien.
Sirmione ist eine lange schmale Halbinsel, die an der Südseite in den See
hineinragt. Wie an vielen Orten befindet sich auch hier eine Scaligerburg die
dem Ort eine starke Ausstrahlung gibt. Ausserdem haben wir dort noch die Grotten
von Catull, eine alte römische Siedlung, besichtigt welche beachtliche
Ausmasse und einen erstaunlich guten Zustand besitzt.
Ein Tagesausflug ging in´s ca. 150km entfernte Venedig.
Eine für uns beide sehr beindruckende Stadt. Nach dem Abstellen des Auto´s
im Parkhaus (an dessen Einfahrt in allen Sprachen der Hinweis stand, das Fahrzeug
nicht abzuschliessen und den Schlüssel stecken zu lassen?!?) wurde ein
Tagesticket für die Linienschiffe (wie das Helle im unteren Bild links
vor der Rialtobrücke) gekauft. Dann konnte man bequem in alle Teile der
Stadt fahren und seine Runden drehen. Die erste Anlaufstelle war der Markusplatz.
Ein riesiger Platz mit einer reichverzierten Basilika, altehrwürdigen Arkadenbauten
mit einer Menge Geschäften und Restaurant´s, und Tauben natürlich
- und nicht zu knapp. Dort haben wir auf den Stufen an den Arkaden gesessen,
gestaunt und genossen.
Ein weiteres Highlite ist natürlich die Rialtobrücke.
Sie überspannt den Canale Grande und ist wesentlich breiter, als man sich
das so vorstellt. Es sind insgesamt drei Treppen und zwei Reihen Verkaufskiosk´s
nebeneinander. Rammelvoll mit Touristen, und wir Beide mitten drin. Rechts und
links entlang des Kanal´s stehen jede Menge Gondoliere und bieten für
DM 150,- ihre Rundfahrten an. Aber, so habe ich auf einer Webseite gelesen,
kriegt man die gleiche Fahrt schon ab DM 50,- wenn man etwas abseits der Hauptanziehungspunkte
nachfragt. Im Laufe des Nachmittags wurde dann zunehmend Gebrauch davon gemacht
und es war sehr interessant zuzusehen wie geschickt die eleganten Herren ihre
Gondeln durch die engen Kanäle chauffierten. Abseits der Kanäle führten
unmengen kleiner Gassen durch die Stadt, mit Geschäften in denen die vielen
venezianischen Masken und das Muranoglas zu bewundern waren. Ein Tag, der sich
trotz der Entfernung und dem dichten Verkehr auf der Autobahn Mailand - Venedig,
sehr gelohnt hat.
An einem anderen Tag fuhren wir mit der Fähre auf
die Westseite des See´s und besuchten zuerst den Ort Limone. Ein malerisches
Städtchen direkt am See, mit kleinem Hafen mitten im Ort, und schönen
Ansichten zum fotografieren. Direkt dahinter steigen hohe Felswände steil
auf. Auf einer kleinen Strasse ging es hoch hinauf nach Tremosine. Das nebenstehenden
Bild zeigt den kleinen Ort Pieve in der Nähe von Tremosine. Diese Ansicht
war schon im Internet und in vielen Reiseführern zu sehen. Der Ort befindet
sich auf einem Fels, von dem es 300-400 Meter senkrecht zum Gardasee hinunter
geht. Und der Knaller ist das Restaurant, dessen Gastraum ca. 5 Meter frei über
den Fels hinausragt. Zu einem Kaffee in diesem einzigartigen Haus war meine
Ute allerdings nicht zu überreden (Soweit geht die Liebe jetzt auch wieder
nicht).
Das waren nur einige Eindrücke und Erlebnisse von
den zwei Wochen Aufenthalt an einem schönen und erholsamen Fleckchen Italien´s.
Ausserdem gab es noch Besuche im Olivenmuseum, einem Weinmuseum (beide mit Probe
und Verkauf), einem Besuch bei einem kleinen Wein- und Ölbauern (Weingut
Raval in Bardolino, sehr empfehlenswert!). Bei Letzterem wurden einige Flaschen
mitgenommen, die uns zu Hause den Übergang in den Alltag etwas verzögern
sollen. Rundherum ein schöner Urlaub in einem empfehlenswerten Ort und
ich bin mir sicher dass es nicht der letzte Besuch am Gardasee war.
Design und Idee : Josef Hille
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